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Kulturnachrichten

Sonntag, 26. Februar 2017

US-Schauspieler Bill Paxton gestorben

Schauspieler erlag Komplikationen bei einer Operation

Der US-Schauspieler Bill Paxton ist tot. Paxton spielte unter anderem die Hauptrolle als Sturmjäger in dem Katastrophenfilm "Twister" von 1996. In "Apollo 13" verkörperte er einen der Astronauten eines Unglücksfluges der Nasa. Er spielte auch in vielen TV-Serien mit, etwa in "Big Love" des Senders HBO über eine Familie von Polygamisten. Paxton wurde 61 Jahre alt. Er sei nach Komplikationen bei einer medizinischen Operation gestorben, teilte die Familie in einem Statement an den Branchendienst tmz.com mit. Seine Laufbahn im Film hat sich über vier Jahrzehnte erstreckt. Schauspielkollegen reagierten erschüttert. Elijah Wood brachte seine Trauer beim Kurznachrichtendienst Twitter zum Ausdruck: "Was für ein liebenswürdiger, warmer und netter Mensch. Es ist so traurig, von seinem Tod zu hören."

Natalie Portman sagt Oscar-Teilnahme ab

Hochschwangere Schauspielerin ist als beste Hauptdarstellerin nominiert

Die hochschwangere und für einen Oscar nominierte Schauspielerin Natalie Portman wird bei der Gala und Preisverleihung nicht dabei sein. Grund sei ihre Schwangerschaft, teilte Portman dem US-Portal "People.com" vor der Preisverleihung mit. Sie freue sich aber sehr über die Nominierung - und grüßte auf diesem Weg auch die anderen Nominierten. Die Schauspielerin, die für ihre Darstellung der früheren First Lady Jackie Kennedy in dem Film "Jackie" als beste Hauptdarstellerin für einen Oscar nominiert ist, hatte sich schon vor Wochen mit großem, rundem Babybauch gezeigt. Wann das Kind zur Welt kommen soll, ist nicht bekannt. Portman und ihr Mann Benjamin Millepied haben bereits einen gemeinsamen Sohn namens Aleph. Portman hat auch schon einen Oscar, sie bekam ihn 2011 für ihre Hauptrolle in dem Thriller "Black Swan". Damals hatte sie die Auszeichnung schwanger entgegengenommen.

Flüchtling Hala Kamil bei den Oscars

Kamil ist zentrale Figur in der Flüchtlings-Doku "Watani: My Homeland"

Über Wochen hinweg stand ihre Einreise in die USA auf der Kippe: Am Ende ist die Syrerin Hala Kamil rechtzeitig zur Oscar-Verleihung in Hollywood eingetroffen. "Ich bin sehr glücklich, dabei zu sein", sagte die 48-jährige Flüchtlingsfrau der Deutschen Presse-Agentur. Mit Regisseur Marcel Mettelsiefen nahm sie an dem Empfang der deutschen Oscar-Anwärter in der Villa Aurora teil. Die vierfache Mutter ist die zentrale Figur in der Flüchtlings-Doku "Watani: My Homeland". Drei Jahre lang begleitete Mettelsiefen die Familie aus Aleppo bis zu ihrer Ankunft in Deutschland. Halas Ehemann war von der Terrormiliz IS entführt worden, er ist verschollen. Auf dem roten Teppich würde sie am liebsten Angelina Jolie treffen. Sie verehre die Schauspielerin, weil sie Flüchtlingslager besucht und in Krisengebiete reist, sagte Hala. Die gläubige Muslimin wird auch zu der Zeremonie ihr Kopftuch tragen.

Patrick Stewart setzt bei Kritik an Trump auf Twitter

Schauspieler hat Spaß an Tweets gegen US-Präsidenten

Der britische Schauspieler Patrick Stewart twittert gerne - und nutzt den Kurzbotschaftendienst auch für Kritik an US-Präsident Donald Trump. "Es macht mir Spaß, so was zu tweeten", sagte der 76-jährige Stewart der "Welt am Sonntag" zu Tweets über Trump. "Aber zurzeit ist es eine Notwendigkeit." Der US-Präsident sorgt immer wieder mit seinen zahlreichen Tweets für Schlagzeilen. "Twitter macht mich glücklich - noch glücklicher wäre ich, würde Twitter den Account von Donald Trump sperren", sagte Stewart. "Denn das würde bedeuten, dass dieser Albtraum vorbei ist." Er könne derzeit nicht erkennen, dass dies bald geschehen werde. Dennoch würde es ihn überraschen, wenn Trump die nächsten vier Jahre im Amt bleibe. "Bis es so weit ist, tweete ich weiter gegen ihn", sagte der Schauspieler.

Französischer Extremkünstler sucht Grenzerfahrung

Abraham Poincheval will acht Tage in einem Felsen eingeschlossen bleiben

Seit Mittwoch lebt der französische Extremkünstler Abraham Poincheval in einem Felsen, der im Pariser Palais de Tokyo steht. Die Luftzufuhr erfolgt über einen Schlauch, der durch den Felsen gezogen wurde; ein Apparat überwacht seine Herzrhythmusfunktion. Poincheval will acht Tage in dem Felsen eingeschlossen bleiben. Der Felsen wiegt zwölf Tonnen. Er wurde in der Mitte in zwei Teile zersägt. Per Videokamera kann man Poincheval von außen betrachten. Um etwas sehen zu können, trägt Poincheval eine Stirnlampe. Hin und wieder bewegt er sich. Mehr ist im Innern des Felsens, in dem er gerade mal Platz zum Sitzen hat, nicht möglich. Poincheval hat Erfahrung und weiß mit Extremsituationen umzugehen. Er hat diese Reise mit einem Arzt und einem Fachmann für Sophrologie - also für körperliche und psychische Entspannungstechniken - vorbereitet. Trockenfleisch und Flüssignahrung sind seine einzige Kost. Die Performance werde eine seiner extremsten Erfahrungen sein, wie er in einer Pressekonferenz Anfang Februar erklärte. "Ich will wissen, ob es möglich ist, ein anderes Leben als das unsere zu erforschen." Bislang hat Poincheval noch nie eine Performance abgebrochen. An einer Aktion arbeitet er schon seit Jahren: Sein Traum sei es, auf Wolken zu gehen.

"Toni Erdmann" gewinnt Independent Spirit Award

Goldene Himbeere geht an "Superman v. Batman" und Hillary-Clinton-Doku-Drama

Am Vorabend der Oscar-Verleihung hat die deutsche Regisseurin Maren Ade in Kalifornien eine erste Trophäe gewonnen. Ihr Erfolgsfilm "Toni Erdmann" erhielt den Independent Spirit Award als bester internationaler Film. Die Spirit Awards werden traditionell einen Tag vor der großen Oscar-Gala vergeben - genauso wie die Goldene Himbeere für den schlechtesten Film des Jahres. Diesen Filmpreis bekam ein Dokumentarfilm über die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Den größten Triumph bei den Independent Spirit Awards feierte das Drama "Moonlight" über einen homosexuellen Afroamerikaner: Der Film, der nur 1,5 Millionen Dollar kostete, erhielt Auszeichnungen als bester Film, für die beste Regie, das beste Drehbuch, die beste Filmtechnik und den besten Schnitt. Er ist auch für acht Oscars nominiert.

Bürgermeister von Rio fehlt bei Eröffnung des Karnevals

Marcelo Crivella erschien nicht zur traditionellen Schlüsselübergabe an König Momo

Der neue, streng religiöse Bürgermeister von Rio de Janeiro, Marcelo Crivella, ist nicht zur traditionellen Schlüsselübergabe an König Momo erschienen, mit der das Ereignis offiziell eröffnet wird. Organisatoren in weißer Sambakleidung, Stelzenläufer und die städtische Blaskapelle warteten zweieinhalb Stunden vergeblich auf das Stadtoberhaupt. "Wo ist Crivella?", riefen einige der 70.000 Zuschauer in dem Stadion. Schließlich tauchte die Kulturbeauftragte der Stadt, Nilcemar Nogueir, auf und vollzog die symbolische Schlüsselübergabe. Schon in den Tagen zuvor war spekuliert worden, ob der ultrakonservative Crivella der Veranstaltung fernbleiben würde. Crivella ist Bischof der "Universellen Kirche des Königreichs Gottes", einer evangelikalen Mega-Kirche, und kann dem Karneval nichts abgewinnen.

US-Medien kritisieren Ausschluss von Pressebriefing

NY Times-Chefredakteur Baquet: So etwas habe es noch nie gegeben

Der Ausschluss von mehreren namhaften US-Medien von einem Pressebriefing des US-Präsidialamts ist in der Branche auf scharfe Kritik gestoßen. "So etwas hat es im Weißen Haus in unserer langen Geschichte der Berichterstattung über viele Regierungen verschiedener Parteien noch nie gegeben", erklärte der Chefredakteur der "New York Times", Dean Baquet. CNN nannte den Vorgang auf Twitter inakzeptabel: "Offenbar ist das die Art, wie sie zurückschlagen, wenn man über Fakten berichtet, die ihnen nicht gefallen." Der Präsident der White House Correspondents' Association (WHCA), Jeff Mason von der Nachrichtenagentur Reuters, legte im Namen des Verbandes Protest ein. Präsidialamtssprecher Sean Spicer hatte die übliche, direkt im Fernsehen übertragene Pressekonferenz durch ein Gespräch ohne Kameras ersetzt. Diese Form eines Pressetermins ist an sich in den USA nicht ungewöhnlich. Allerdings waren diesmal Vertreter der "New York Times", von CNN, Politico, der "Los Angeles Times" und BuzzFeed ausgeschlossen. Etwa zehn andere Medien, darunter Reuters, wurden zugelassen. Ein Reporter von Hearst Newspapers bereitete einen Pool-Bericht für die ausgeschlossenen Medien vor, andere teilnehmende Journalisten gaben ihre Tonaufnahmen an Kollegen weiter. Einen Grund für den Vorgang nannte Spicer nicht. "Wir wollen sicherstellen, dass wir Ihre Fragen beantworten", sagte er. "Aber wir müssen nicht jeden Tag alles vor laufender Kamera machen."

Protestaktionen vor der Oscar-Verleihung

Schauspieler und Regisseure kritisieren öffentlich die Politik des US-Präsidenten

Kinostars wie Jodie Foster und Michael J. Fox haben sich bei einer Protestkundgebung in Beverly Hills für Pressefreiheit sowie die Rechte von Einwanderern und Minderheiten engagiert. Zu der Aktion "United Voices" hatte die Künstleragentur United Talent Agency (UTA) eingeladen, mehr als 1500 Menschen beteiligten sich. Der von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreisestopp für Menschen aus bestimmten Ländern war für die Agentur Anlass, ihre traditionelle Oscar-Party abzusagen und das Party-Budget für Flüchtlings- und Bürgerrechtsorganisationen zu spenden. Die Kundgebung war nicht die einzige Protestaktion: Sechs Regisseure von Filmen mit Aussichten auf den Auslands-Oscar veröffentlichten ein Statement, in dem sie "das Klima von Fanatismus und Nationalismus" verurteilen, "das wir heute in den USA und in so vielen anderen Ländern sehen, in Teilen der Bevölkerung, und, was am bedauerlichsten ist, unter führenden Politikern". Zu den Unterzeichnern gehören der iranische Regisseur Asghar Farhadi, der Däne Martin Zandvliet, Hannes Holm aus Schweden, die deutsche Filmemacherin Maren Ade und das australische Regisseur-Duo Martin Butler und Bentley Dean.

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