Seit 15:05 Uhr Tonart

Montag, 14.10.2019
 
Seit 15:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Donnerstag, 9. Februar 2017

67. Berlinale mit Film über Jazz-Legende Django eröffnet

Große Gala am ersten Abend der Filmfestspiele

Mit einem Film über die Jazz-Legende Django Reinhardt sind am Abend die 67. Berliner Filmfestspiele eröffnet worden. Auf dem Roten Teppich vor dem Berlinale-Palast am Potsdamer Platz kamen Prominente aus Film, Gesellschaft und Politik. Zu ihnen gehörten Kulturstaatsministerin Grütters, Berlins Regierender Bürgermeister Müller, Jury-Präsident Verhoeven und Berlinale-Direktor Kosslick. Bei den Festspielen sind bis zum 19. Februar insgesamt 399 Filme zu sehen, darunter 123 Produktionen mit deutscher Beteiligung. Im Wettbewerb laufen 24 Filme, 18 konkurrieren um den Goldenen und die Silbernen Bären, darunter drei deutsche Werke. Die Berlinale ist mit rund 500.000 Besuchern das größte Publikumsfilmfestival der Welt. Auf dem Roten Teppich vor dem Festivalpalast hatte sich viel deutsche Prominenz aus Kino und Fernsehen angesagt, darunter Mario Adorf, Iris Berben, Wim Wenders und Sandra Hüller. In der kommenden Woche werden internationale Stars wie Penelope Cruz, Kristin Scott Thomas, Richard Gere, Sienna Miller oder Catherine Deneuve erwartet.

Ungewöhnliche Performance in New York

Künstlerinnen sperren sich zehn Tage hinter Glasscheiben

Mit einer an Trainings für Astronauten erinnernden Performance-Aktion wagen drei Künstlerinnen im New Yorker Whitney Museum ein ungewöhnliches Experiment. Zehn Tage wollen Amapola Prada, Elizabeth Marcus-Sonenberg und MPA, die nur unter diesem Akronym auftritt, in einem schmalen, abgeschlossenen Raum zwischen zwei Fensterscheiben des Museums verbringen. Die am Donnerstag begonnene Performance "Red in View (Orbit)" ist inspiriert von Simulationen, die Menschen für lange Aufenthalte in Raumschiffen und ein Leben auf dem Mars vorbereiten sollen. Während der Performance leben die drei von einem für zehn Tage reichenden Vorrat an Wasser und Lebensmitteln, schlafen auf einfachen Matratzen und nutzen eine Kompost-Toilette. Körperlich fit halten sie sich auf einem Laufband und vertreiben sich die Zeit unter anderem mit Musikinstrumenten. Die Aktion wird von drei Kameras rund um die Uhr gefilmt, Besucher können sie während normaler Öffnungszeiten des Museums beobachten.

Ade will sich bei "Toni Erdmann"-Remake heraushalten

Keine aktive Rolle bei US-Verfilmung

Die Regisseurin Maren Ade und die Produktionsfirma Komplizen Film würden bei einem US-Remake von "Toni Erdmann" keine aktive Rolle einnehmen. "Wir sind sehr glücklich mit unserem Film, wie er ist, und freuen uns über die vielen Kinobesucher, die schönen Reaktionen, die zahlreichen Preise weltweit und unsere Oscar-Nominierung", teilten die Produzenten Janine Jackowski und Jonas Dornbach in Berlin weiter mit. Es stimme, dass es Verhandlungen über den Verkauf der Remake-Rechte gebe. Weitere Angaben gab es dazu nicht. Zuvor hatte das Branchenmagazin "Variety" berichtet, der deutsche Oscar-Kandidat solle in den USA neu verfilmt werden und Jack Nicholson darin ein Comeback feiern. Die weibliche Hauptrolle soll demnach "Ghostbusters"-Star Kristen Wiig spielen.

Merkel spricht mit Hollywood-Star Richard Gere

Schauspieler zählt Kanzlerin zu mutigsten Politikern

Bundeskanzlerin Merkel hat Hollywood-Star Richard Gere im Kanzleramt in Berlin zu einem Gespräch getroffen. Inhalt des Treffens war die Lage in Tibet, teilte Regierungssprecher Seibert mit. Gere besuchte Merkel in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der International Campaign for Tibet. Konkrete Gesprächsinhalte wurden nicht bekannt. In der "Passauer Neuen Presse" hatte Gere angekündigt, der Kanzlerin "eine persönliche Botschaft des Dalai Lama" überbringen zu wollen. Gere sagte, er setze im Bemühen um ein Ende der Unterdrückung der Tibeter in China voll auf Merkel. "Sie gehört zu den mutgisten Politikern und hat ein klares Interesse an dem Schicksal der Tibeter." Der Tibet-Aktivist kündigte an, eine Konferenz organisieren zu wollen, die in Deutschland stattfinden solle. Im Vorfeld des Treffens hatte sich die Bundesregierung zur Ein-China-Politik bekannt, die auch mit Blick auf Tibet gelte. Gleichzeitig verwies eine Regierungssprecherin auf den Einsatz für die Achtung der Menschenrechte.

Europäisches Jahr des Kulturerbes

Erstmalig 2018

Die EU will im kommenden Jahr die Kulturschätze Europas feiern. Dazu soll 2018 zum ersten "Jahr des Kulturerbes" erklärt werden. Vertreter des Europaparlaments, der EU-Staaten und der EU-Kommission einigten sich in Brüssel auf das Vorhaben. Ziel sei es, den Menschen die Geschichte und die Werte Europas näher zu bringen, teilte der Rat als Vertretung der EU-Staaten mit. Zusätzliche Kosten sind nicht vorgesehen. Das Budget von acht Millionen Euro soll aus bestehenden Fördertöpfen kommen. Für welche konkreten Aktionen das Geld ausgegeben wird, müssten die Mitgliedstaaten nach EU-Angaben noch entscheiden. Formell müssen die Staaten und das Europaparlaments dem Plan noch zustimmen.

Südkoreanische Künstler reichen Klage ein

Schwarze Liste diskriminiert Kritiker

Hunderte südkoreanische Künstler reichten Klage gegen die vorläufig entmachtete Staatschefin Park Geun Hye und zwei Beamte wegen einer staatlichen "Schwarzen Liste" ein, auf der Künstler und Kreative aufgeführt sind, die Kritik an den Behörden geäußert hatten. Sie werfen Parks ehemaligem Stabschef und ihrer Ex-Kulturministerin vor, die Liste mit annähernd 10.000 Künstlern aus Musik, Literatur, Film und weiteren Bereichen angelegt zu haben. Den als "linksgerichtet" eingestuften Künstlern sollten auf diese Weise Zuschüsse verwehrt bleiben. Die angeschlagene Saenuri-Partei von Staatschefin Park steht gleichzeitig vor einer Namensänderung. Sie soll künftig den Namen "Liberales Korea" tragen. Angesichts in diesem Jahr anstehender Wahlen will sich die konservative Partei mit der Umbenennung von der Korruptionsaffäre um Präsidentin Park distanzieren mit der sie seit Oktober kämpfen. Das südkoreanische Parlament stimmte im Dezember für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Park. Sie verlor umgehend ihre Amtsvollmachten, behielt aber den Titel als Staatschefin und bleibt im Präsidentenpalast, bis das Verfassungsgericht über die Amtsenthebung entschieden hat.

Entwicklungsministerium fördert Filmschaffende in Afrika

Ausbildungsgang für Fernsehjournalisten

Mit rund drei Millionen Euro will das Entwicklungsministerium etwa 1.000 Filmschaffende in 18 afrikanischen Ländern weiterbilden und einen Ausbildungsgang für Fernsehjournalisten unterstützen. "Die Berlinale-Preisträger von morgen werden schon heute in Afrika ausgebildet", sagte Entwicklungsminister Müller dem "Tagesspiegel". Und fügte hinzu: "Damit auch wir die Welt von morgen mit afrikanischen Augen sehen können." Mit den Finanzmitteln sollen unter anderen zwei Projekte ausgeweitet werden. Die Regisseure Tom Tykwer mit seiner Produktionsfirma "One Fine Day" in Kenia und Volker Schlöndorff mit dem IPRC Kwetu Film Institute hatten sie in Ruanda begonnen. Darüber hinaus will das Ministerium der Firma Weltfilme in Sierra Leone beim Aufbau einer Filmbranche helfen und mit der African Media Initiative eine Plattform für zwölf Fernsehsender aufbauen.

57 Nominierte für Echo Jazz

Von Norah Jones bis Max Mutzke

Die Nominierten für den Jazz-Echo in diesem Jahr stehen fest: Internationale Stars wie die US-Musiker Norah Jones und Brad Mehldau sowie der Norweger Nils Petter Molvær gehören ebenso dazu wie nationale Größen, darunter Max Mutzke, Joo Kraus und das Pablo Held Trio, wie die Veranstalter mitteilten. Auch Newcomer der Szene wie Anna-Lena Schnabel und das Clara Haberkamp Trio gehen ins Rennen um die Trophäen, die am 1. Juni in Hamburg verliehen werden. Insgesamt 57 Nominierte in 19 Kategorien hat die Jury ausgewählt. Das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) ehrt seit 1992 jährlich mit dem Musikpreis Echo nationale und internationale Musiker, 1994 kam der Echo Klassik dazu. Der Echo Jazz wird seit 2010 vergeben, Hamburg ist zum fünften Mal Schauplatz der Gala und soll es auch im nächsten Jahr bleiben. In der Hansestadt startet am Tag nach der Preisverleihung, am 2. Juni, wieder das Elbjazz-Festival.

Berlinale-Jury setzt auf Qualität statt auf Politik

"Film ist Kunst keine Politik"

Die Internationale Jury der 67. Berlinale will trotz der angespannten Weltlage keine politischen Entscheidungen treffen. Jury-Präsident Paul Verhoeven sagte im Deutschlandradio Kultur, dass Film Kunst sei und keine Politik. Wenn man beobachte, was zur Zeit in den USA passiere und in gewissem Maße auch in Europa, finde man die Politik an einem Punkt, an dem sie bisher noch nie war, so Verhoeven weiter. All das müsse man immer im Kopf haben. Dennoch sei Film eben keine Politik. Jury-Mitglied, die Schauspielerin Julia Jentsch, sagte im Deutschlandradio Kultur, sie beurteile Filme danach, ob sie von ihnen so "hineingezogen wird", dass sie nicht mehr über irgendwelche Kriterien nachdenke.Der mexikanische Schauspieler und Produzent Diego Luna ergänzte als Mitglied des siebenköpfigen Gremiums: "Wir sind nicht dazu da, Botschaften zu senden. Wir sind dazu da, Botschaften zu empfangen." US-Schauspielerin Maggie Gyllenhaal verzichtete gleichwohl nicht auf einen Seitenhieb auf den amerikanischen Präsidenten Donald Trump. "Bitte, bitte, Sie sollen alle wissen, dass es bei uns sehr viele gibt, die Widerstand leisten", sagte sie.

Verlage fürchten um Vielfalt durch Urheberrechtsänderung

Autoren und Verleger starten Appell im Internet

Führende Verlage und Autoren aus dem Bildungs- und Wissenschaftsbereich appellieren an die Bundesregierung und die Länder, ihre Rechte bei den anstehenden Reformplänen im Urheberrecht zu wahren. "Die Bildungsrepublik braucht freie Autoren und eine vielfältige Verlagslandschaft mehr denn je", lautet der Titel des Appells, den bislang über 900 Autoren, Verleger, Studenten und Bürger unterzeichnet haben. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels unterstützt die Aktion. Gesetzgeber, Wissenschaftsorganisationen und Bibliotheksverbände griffen mit ihren Reformplänen die Existenzgrundlage von Autoren und Verlagen an, heißt es in der Erklärung. Die Bundesregierung plane, das Urheberrecht im Bereich Bildung und Wissenschaft deutlich einzuschränken.

Deutscher Filmförderfonds wird aufgestockt

Grütters kündigt Erhöhung auf 75 Millionen Euro an

Die Filmbranche in Deutschland bekommt mehr staatliche Unterstützung. Der Deutsche Filmförderfonds (DFF) wird in diesem Jahr um 25 Millionen Euro auf 75 Millionen Euro aufgestockt, wie Kulturstaatsministerin Grütters anlässlich der Eröffnung des Berliner Filmfestivals Berlinale mitteilte. Sie wolle damit den Filmstandort Deutschland stärken und nationale und internationale Großproduktionen anlocken. Der Filmstandort Deutschland müsse nachhaltig und dauerhaft international wettbewerbsfähig bleiben. Deshalb will sie auch dafür sorgen, dass "große deutsche Produktionen nicht ins Ausland abwandern". Grütters stellte zudem weitere Erhöhungen ab dem kommenden Jahr in Aussicht. Sie sei "sehr zuversichtlich", in den Gesprächen mit Bundesfinanzminister Schäuble über den Kulturetat noch "weitere substanzielle Erhöhungen" des DFF zu erreichen, erklärte Grütters. Die gesamte Filmförderung aus dem Kulturetat liegt laut Grütters in diesem Jahr bei rund hundert Millionen Euro. Davon entfallen 75 Millionen Euro auf den DFF und 25 Millionen Euro auf weitere Filmproduktionsförderungen.

Rückenwind für neue Kunstmesse Art Düsseldorf

Messegesellschaft MCH beteiligt sich

Die Schweizer Messegesellschaft MCH Group, die auch die Art Basel veranstaltet, steigt in die neue Kunstmesse Art Düsseldorf ein. Das Unternehmen habe 25,1 Prozent der Gesellschaft erworben, der Rest bleibe im Besitz der bisherigen Eigentümer, teilte die Messe mit. MCH habe die Option, in den nächsten Jahren eine Mehrheitsbeteiligung zu erwerben. Die neue Düsseldorfer Kunstmesse ist aus der Kölner Art.Fair, der bundesweit drittgrößten Kunstmesse hervorgegangen, die nun unter neuem Namen in die NRW-Landeshauptstadt zieht. Erstmals werden sich vom 16. bis 19. November etwa 100 Galerien auf der Art Düsseldorf präsentieren.

Kabarettist Klaus Peter Schreiner gestorben

Er gehörte zu den Gründern der Münchner Lach -und Schießgesellschaft

Der Kabarettist Klaus Peter Schreiner starb bereits am Dienstag im Alter von 86 Jahren, wie seine Ehefrau Petra Westphalen-Schreiner mitteilte. Schreiner war von 1958 bis 2000 Hausautor der Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Ihren Vorläufer hatte er in Studententagen mitgegründet. Nach Angaben des Deutschen Kabarettarchivs verfasste Schreiner außerdem Texte für die Kabarettbühnen Münchner Zwiebel, Kölner Senftöpfchen und Stuttgarter Renitenztheater, für die Fernsehserie "Notizen aus der Provinz", die TV-Reihe "Scheibenwischer" und die Comedyserie "Klimbim". Schreiner war Ehrenpreisträger des Landes Rheinland-Pfalz beim Deutschen Kleinkunstpreis.

67. Berlinale wird eröffnet

Filmfestspiele eröffnen mit Wettbewerbsfilm "Django"

Festivalleiter Dieter Kosslick empfängt am Abend Filmschaffende und Prominente im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz zur Vorführung des Wettbewerbsfilms "Django". Bis zum 18. Februar konkurriert der französische Film des Regisseurs Etienne Comar über das Leben des Gipsy-Gitarristen Django Reinhardt mit 17 anderen um die Hauptpreise Goldener und Silberner Bär. Unter den Bären-Kandidaten sind auch drei Filme aus Deutschland. Der Wettbewerbsjury sitzt in diesem Jahr der niederländische "Elle"-Regisseur Paul Verhoeven vor. Binnen elf Tagen werden bei dem Publikumsfestival fast 400 Produktionen gezeigt.

Deutscher Vorentscheid zum Eurovision Song Contest

Fünf Nachwuchs-Musiker sind im Wettbewerb

Vier Sängerinnen und ein Sänger treten heute Abend in Köln zum deutschen Vorentscheid im Eurovision Song Contest an. Der Gewinner darf Deutschland am 13. Mai im ESC-Finale in Kiew vertreten. Neben dem Künstler bestimmt das Publikum auch das Lied, mit dem Deutschland vertreten ist. Ins Rennen gehen die Nachwuchs-Musiker Yosefin Buohler (21), Axel Maximilian Feige (28), Felicia Lu Kürbiß (21), Isabella "Levina" Lueen (25) und Helene Nissen (20). Ursprünglich hatten sich rund 2000 Menschen beworben. In der Jury sitzen ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut, Volksmusik-Moderator Florian Silbereisen und Sänger Tim Bendzko. Das Trio hat allerdings nur kommentierende Funktion - die Entscheidung liegt am Ende allein bei den Zuschauern.

Stephen Sondheim erhält PEN-Preis

Komponist erschuf Musik für viele Hollywood-Filme

Der Komponist und Musiktexter Stephen Sondheim erhält den diesjährigen Preis der Schriftsteller- und Menschenrechtsorganisation PEN. Er werde ihm am 25. April bei einer Gala im American Museum of Natural History in New York überreicht, teilte die Gruppe mit. Schauspielerin Meryl Streep werde die Auszeichnung übergeben. Sondheim hat Musik, Texte oder beides für Filme wie "West Side Story", "Sweeney Todd" und "Into the Woods" geschaffen. Zudem will PEN den Verleger John Sargent für seine Bemühungen um Rechte von Autoren und Publizisten ehren. Zum zweiten Mal infolge zeichnet die Organisation damit einen Verleger aus, der sich mit dem Internet-Buchhändler Amazon angelegt hat. Im Jahr 2010 hatte das Unternehmen die "Kaufen"-Buttons bei Büchern aus Sargents Verlagsgruppe Macmillan entfernt. Grund war damals ein Streit über die Preise von E-Books.

Philosoph und Essayist Tzvetan Todorov gestorben

Todorov war 25 Jahre lang Forschungsdirektor am Centre national de la recherche scientifique

Der französische Philosoph, Essayist und Wissenschaftler Tzvetan Todorov ist tot. Der Vertreter des Strukturalismus starb im Alter von 77 Jahren an den Folgen einer Erkrankung des Nervensystems, wie die Nachrichtenagentur AFP von der Familie erfuhr. Todorov, der in Sofia in Bulgarien geboren wurde, kam Anfang der 60er Jahre nach Paris. Über 25 Jahre lang war er Forschungsdirektor am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in Paris. Sein Interesse galt der Literaturwissenschaft, Semiotik, Politik, Soziologie, Geschichte und Philosophie. Einen Namen machte er sich zunächst mit Essays über die Gattung der fantastischen Literatur. Seine Veröffentlichungen erhielten zahlreiche internationale Auszeichnungen, etwa den Prinz-von-Asturien-Preis für Sozialwissenschaften. Auf Deutsch sind von ihm "Die verhinderte Weltmacht. Reflexionen eines Europäers" und "Die Angst vor den Barbaren. Kulturelle Vielfalt versus Kampf der Kulturen" erschienen. Er war bis 2014 mit der französisch-kanadischen Bestsellerautorin Nancy Huston verheiratet.

Grammys würdigen Prince und George Michael

Zwei Auftritte zu Ehren der verstorbenen Stars

Bei der diesjährigen Grammy-Verleihung werden die verstorbenen Sänger Prince und George Michael gewürdigt. Wie die Organisatoren bekanntgaben, wird es zwei Auftritte zu Ehren der Stars geben, die im vergangenen Jahr gestorben waren. Wer dabei auf der Bühne stehen wird, wurde nicht mitgeteilt. Die Musikpreise werden am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles verliehen. Moderator der Show ist der TV-Komiker James Corden. Bei der diesjährigen Grammy-Verleihung treten unter anderen Adele, Alicia Keys, Lady Gaga, John Legend, Bruno Mars und Metallica auf. Prince war im April 2016 im Alter von 57 Jahren an einer versehentlich eingenommenen Überdosis Schmerzmittel gestorben. George Michaels Tod folgte an Weihnachten. Nach Angaben seines Managers starb der 53-Jährige an Herzversagen.

Wettbewerb "Jugend komponiert" kürt Bundespreisträger

Außerdem wurden 16 Förderpreisträger gekürt

Der Wettbewerb "Jugend komponiert" hat für dieses Jahr 14 Bundespreisträger ernannt. Sie stammen aus den Bundesländern Sachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sowie Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und dem Saarland, gab die Kulturorganisation Jeunesses Musicales Deutschland bekannt. Außerdem wurden 16 Förderpreisträger gekürt. Für den neuen Jahrgang hatten knapp 150 junge Leute im Alter von 12 bis 22 Jahren rund 300 Kompositionen eingereicht. Die besten 30 Arbeiten wurden ausgezeichnet. Nach Ansicht des Künstlerischen Leiters Philipp Vandré hat sich die «insgesamt hohe Qualität» erneut bestätigt. Die Preisträger wurden zu einer Kompositionswerkstätten auf Schloss Weikersheim in Baden-Württemberg eingeladen. Dort treffen sie mit namhaften Komponisten zusammen.

Komponist Michael Hirsch mit 58 Jahren gestorben

Seine Oper "Dido" hatte Ende Januar Premiere

Der Komponist Michael Hirsch ist mit 58 Jahren gestorben. Hirsch starb überraschend am Montag, wie die Deutsche Oper heute mitteilte. Seine Oper "Dido" hatte Ende Januar an der Deutschen Oper Berlin Premiere. Der in München geborene Komponist lebte seit 1981 in Berlin und trat auch als Musiker und Performer auf. Hirsch schrieb mehrere Opern, unter anderem das 2000 in Bielefeld uraufgeführte Werk "Das stille Zimmer" sowie die Madrigaloper "Tragicomedia", 2009 in Stuttgart uraufgeführt. Neben Instrumentalmusik, Musiktheater und Oper schrieb Hirsch auch Hörspiele. Nach einer Phase als Autodidakt studierte er danach Komposition bei Josef Anton Riedl und Dieter Schnebel. "Dido" war Hirschs erstes Werk, das an der Deutschen Oper Berlin aufgeführt wurde. Das aus Hirschs Kurzoper "Didone Abbandonata" und seiner neuen Bearbeitung von Henry Purcells "Dido and Aeneas" entstandene Auftragswerk hatte am 28. Januar in der "Tischlerei" des Opernhauses Premiere.

Daniel Brühl und Max Riemelt erhalten Ritterehre

Hoher französischer Orden

Die Schauspieler Daniel Brühl (38) und Max Riemelt (33) werden während der Berlinale mit dem französischen Ritterorden für Kunst und Literatur ausgezeichnet. Die Ehrung wird ihnen bei einem Empfang am Montag in Berlin verliehen, wie es in der Ankündigung heißt. Auch die Filmwissenschaftlerin Birgit Kohler, Co-Direktorin des Arsenal-Filminstituts, wird in der französischen Botschaft mit dem Orden "Chevalier des Arts et des Lettres" geehrt. Dieser würdigt Persönlichkeiten für ihre Verdienste in der deutsch-französischen Kultur.

Kulturnachrichten hören

Februar 2017
MO DI MI DO FR SA SO
30 31 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 1 2 3 4 5

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur