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Kulturnachrichten

Dienstag, 7. Februar 2017

Bob Marleys verschollene Magnetbänder restauriert

Restaurierung dauerte mehr als zwöf Monate

Experten haben in mühevoller Kleinarbeit einen lange verschollenen musikalischen Schatz gerettet: Mehrere über 40 Jahre alte Tonbänder mit einzigartigen Konzertmitschnitten der Reggae-Ikone Bob Marley sind nach britischen Medienberichten restauriert worden. Die Magnetbänder lagen völlig ramponiert in einer Kiste in einem Londoner Hotel-Keller, Wasser hatte ihnen arg zugesetzt. Mehr als zwölf Monate dauerte die Restaurierung. Die Experten sind verblüfft von der hohen Aufnahmequalität damals, wie es weiter heißt. Es soll sich um Mitschnitte von Konzerten in London und Paris zwischen 1974 und 1978 handeln. "Ich war ehrlich gesagt sprachlos", zitierten die Zeitungen den Sänger Louis Hoover. Ihm waren den Berichten zufolge die Bänder von einem Geschäftsmann angeboten worden, der ein Marley-Fan ist. Von den 13 Bändern konnten demnach zehn restauriert werden.

Wörlitzer Gartenreich will mehr internationale Gäste

Brigitte Mang als neue Leiterin ins Amt eingeführt

Die neue Chefin der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, Brigitte Mang, will das Wörlitzer Gartenreich international bekannter machen. Neben der Pflege des einzigartigen Kulturdenkmals sehe sie den Schwerpunkt ihrer Arbeit darin, Besucher aus der ganzen Welt für die Schätze des Gartenreichs zu begeistern. Dafür sollen Kooperationen mit neuen Partnern außerhalb der Region geschlossen werden. Mang wurde offiziell von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff in ihrem neuen Amt begrüßt. Die studierte Landschaftsarchitektin Mang war zuletzt Direktorin der historischen österreichischen Bundesgärten mit rund 230 Mitarbeitern. Die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz mit Sitz auf Schloss Großkühnau verwaltet das Gartenreich, das die Schlösser Wörlitz, Luisium, Oranienbaum und Mosigkau prägen. Die im 18. Jahrhundert entstandene Kulturlandschaft mit denkmalgeschützten Parks, kleinen Tempeln, Brücken und Kanälen gehört seit dem Jahr 2000 zum Unesco-Welterbe.

Philosoph und Essayist Tzvetan Todorov gestorben

Todorov war 25 Jahre lang Forschungsdirektor am Centre national de la recherche scientifique (CNRS)

Der französische Philosoph, Essayist und Wissenschaftler Tzvetan Todorov ist tot. Der Vertreter des Strukturalismus starb im Alter von 77 Jahren an den Folgen einer Erkrankung des Nervensystems, wie die Nachrichtenagentur AFP von der Familie erfuhr. Todorov, der in Sofia in Bulgarien geboren wurde, kam Anfang der 60er Jahre nach Paris. Über 25 Jahre lang war er Forschungsdirektor am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in Paris. Sein Interesse galt der Literaturwissenschaft, Semiotik, Politik, Soziologie, Geschichte und Philosophie. Einen Namen machte er sich zunächst mit Essays über die Gattung der fantastischen Literatur. Seine Veröffentlichungen erhielten zahlreiche internationale Auszeichnungen, etwa den Prinz-von-Asturien-Preis für Sozialwissenschaften. Auf Deutsch sind von ihm "Die verhinderte Weltmacht. Reflexionen eines Europäers" und "Die Angst vor den Barbaren. Kulturelle Vielfalt versus Kampf der Kulturen" erschienen. Er war bis 2014 mit der französisch-kanadischen Bestsellerautorin Nancy Huston verheiratet.

Störungen bei Eröffnung von Kunstinstallation

Deutsch-Syrischer Künstler will in Dresden an das Leid in Syrien erinnern

Unter massiven Störungen ist die Installation „Monument" des Deutsch-Syrers Manaf Halbouni in Dresden vor der Frauenkirche eröffnet worden. Halbouni hat auf dem Neumarkt drei ausrangierte Buswracks hochkant aufstellen lassen. Das Kunstwerk soll an ein Foto aus dem zerstörten Aleppo von 2015 erinnern. Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert wurde von Anhängern der fremdenfeindlichen „Pegida"-Bewegung mit „Volksverräter"- und „Hau ab"-Rufen überhäuft. Auch Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt sah sich Beschimpfungen ausgesetzt. Die Polizei hatte Mühe, Demonstranten mit Plakaten und eine Teilnehmerin mit Megafon vom Platz zu verweisen. Halbouni will mit dem Projekt eine Brücke zum Nahen Osten schlagen, an den Krieg in Syrien und das Leid der Zivilbevölkerung erinnern.

Jazzmusiker Svend Asmussen mit 100 Jahren gestorben

Däne trat mit Benny Goodman, Duke Ellington und Django Reinhardt auf

Der dänische Jazzmusiker Svend Asmussen ist im Alter von 100 Jahren gestorben. Das bestätigte die Familie des weltberühmten Violinisten der Zeitung "Politiken". Der Däne war in seiner langen Karriere mit Jazzgrößen wie Benny Goodman, Duke Ellington und Django Reinhardt aufgetreten. In seiner Heimat war Asmussen häufig auf Revue-Bühnen zu sehen. In der dänischen Version des Disneyfilms "Das Dschungelbuch" lieh er dem Affenkönig King Louie seine Stimme. Am 28. Februar wäre der Däne 101 Jahre alt geworden. Er stand noch mit 94 Jahren auf der Bühne.

Streit um Führung des Beuys-Museums Moyland

Ehemalige Leiterin auf Posten als Vize-Direktorin zurückversetzt

Um die Führung des renommierten Beuys-Museums Schloss Moyland am Niederrhein tobt ein Rechtsstreit. Seit fast einem Jahr ist der Posten der künstlerischen Leitung des Museums mit einem einzigartigen Bestand von rund 6000 frühen Arbeiten des Künstlers Joseph Beuys nicht mehr besetzt. Der Sieben-Jahres-Vertrag der Leiterin Bettina Paust sei nicht verlängert worden, sagte der Vorstandssprecher der Stiftung Museum Moyland, Franz Rudolf van der Grinten. Zuvor hatte die "Rheinische Post" darüber berichtet. Paust sei auf ihren früheren Posten als Vize-Direktorin zurückversetzt worden. Dagegen klagte sie vor Gericht - und gewann. Die Stiftung Moyland ging in Berufung. Nächste Instanz ist nun das Landesarbeitsgericht Düsseldorf, das in wenigen Monaten entscheiden will. Scheitert die Berufung, wäre Pausts Vertrag als Direktorin des Museums unbefristet.

Marion Poschmann erhält Düsseldorfer Literaturpreis 2017

Jury lobt besonders ihr lyrisches Werk

Die in Berlin lebende Schriftstellerin Marion Poschmann erhält den mit 20 000 Euro dotierten Düsseldorfer Literaturpreis 2017. Die Lyrikerin, Essayistin und Romanautorin sei "die Biografin unserer denaturierten Natur in Zeiten der Globalisierung", begründete die Jury ihre Entscheidung. In ihrem Gedichtband "Geliehene Landschaften" beschreibe sie "mit humordurchsetzter Verzweiflung die Gärten ihrer Generation". Die 47-jährige Suhrkamp-Autorin Poschmann wurde in Essen geboren. Der Preis wird durch die Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Patrick Roth, Christoph Peters, Katharina Hacker, Ulrich Peltzer, Ursula Krechel, Thomas Hettche, Michael Köhlmeier und zuletzt Marcel Beyer.

Biennale in Venedig mit 81 Länderpavillons

Deutscher Pavillon wird von Performancekünstlerin Anne Imhof gestaltet

Unter dem Motto "Viva Arte Viva" stellt die Biennale in Venedig dieses Jahr 120 internationale Künstler vor. 103 von ihnen sind erstmals in der Hauptausstellung vertreten, wie Präsident Paolo Baratta bei der Vorstellung des Programms in Berlin ankündigte. Die 57. Ausgabe der Kunstschau findet vom 13. Mai bis zum 26. November in Venedig statt. Aus Deutschland sind Michael Beutler, Andy Hope, Fiete Stolte, und Franz Erhard Walther von der französischen Kuratorin Christine Macel zur Hauptausstellung geladen. Zudem lebt und arbeitet fast ein Dutzend der internationalen Künstler in Berlin. Nach Angaben von Präsident Baratta lässt sich die Ausstellung angesichts des aktuellen Weltgeschehens vom Humanismus inspirieren. "Es ist ein Humanismus, in dem das künstlerische Handeln gleichzeitig ein Akt des Widerstands, der Befreiung und der Freigebigkeit wird", sagte er. Kuratorin Macel vom Pariser Centre Pompidou kündigte an, die Situation der Künstler in den Mittelpunkt zu stellen. Neben der Hauptausstellung präsentieren sich 81 Länder mit eigenen Pavillons.

Strafbefehl wegen Volksverhetzung gegen Autor Pirinçci

Autor kündigt Einspruch gegen Strafe in Höhe von 11700 Euro an

Wegen einer Hetzrede bei der islamfeindlichen Pegida-Bewegung in Dresden soll der deutsch-türkische Autor und Rechtspopulist Akif Pirinçci 11700 Euro Strafe zahlen. Ein entsprechender Strafbefehl sei am 1. Februar zugestellt worden, sagte eine Gerichtssprecherin. Pirinçci selbst veröffentlichte das Schreiben auf seiner Facebook-Seite. Daraus geht hervor, dass er wegen Volksverhetzung 180 Tagessätze zu je 65 Euro zahlen soll. Zuerst hatte "Bild Plus" berichtet. Wie die Gerichtssprecherin weiter sagte, kündigte der Autor an, Einspruch gegen den Strafbefehl einzulegen. Der Einspruch sei bislang jedoch nicht beim Gericht eingegangen. Pirinçci hatte bei seinem Auftritt in Dresden von "Umvolkung" gesprochen und Flüchtlinge als "Invasoren" bezeichnet. Vor allem der Satz in Pirinçcis Rede, "es gäbe natürlich andere Alternativen, aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb", hatte Empörung ausgelöst.

Deutsch-iranischer Autor Said erhält Felsenburg-Preis

Preis wird am 10. September im Rahmen des Projektes "literaturland westfalen" vergeben

Der deutsch-iranische Schriftsteller Said erhält den "Alfred-Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur 2017". Mit dem in München lebenden Lyriker werde ein Schriftsteller ausgezeichnet, "dessen Werke auch nach Jahrzehnten im deutschen Exil nicht durch Wortlosigkeit, sondern durch Wortmächtigkeit in Erscheinung treten", teilte die Jury in Schwerte mit. Die Verleihung des Preises soll am 10. September im Rahmen des Projektes "literaturland westfalen" in Unna stattfinden. Said verließ mit 17 Jahren seine Heimat und lebt seit 1965 in Deutschland. Der freie Autor schreibt Lyrik und Prosa in deutscher Sprache. Grundthemen sind Liebe und Exil. Er erhielt zahlreich Auszeichnungen, darunter 1992 den Civis-Hörfunkpreis, 2006 die Goethe-Medaille und 2010 den Literaturpreis des Freien Deutschen Autorenverbands (FDA). 2014 bekam Said das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Münchner Zentrum für Holocaust-Studien wird ausgebaut

Bisher wurde rund 40 Gastwissenschaftlern ein Forschungsaufenthalt ermöglicht

Das Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München wird fester Bestandteil der Internationalen Holocaust-Forschung. Dafür werden seine Kapazitäten entsprechend ausgebaut. Mit Beginn des Jahres sei das Personal bereits um sechs weitere wissenschaftliche Mitarbeiter auf zehn aufgestockt worden. Dazu kommen noch fünf Verwaltungskräfte. Außerdem bezog die Münchner Einrichtung größere Räume. Das Zentrum sehe sich auch als Brücke nach Osteuropa. Der Leiter des Zentrums, Frank Bajohr, sieht im Standort München nach eigenen Worten ein "Erfolgsmodell". Mit der Infrastruktur des IfZ und der Anbindung an die LMU sei es gelungen, bisher rund 40 internationalen Gastwissenschaftlern einen Forschungsaufenthalt zu ermöglichen. Im gleichen Zeitraum sei eine rege eigene Forschungs- und Publikationsleistung an den Tag gelegt worden.

Auswahl für Berliner Theatertreffen bekannt gegeben

Gezeigt werden Arbeiten von Johan Simons und Milo Rau

Die Auswahl für das 54. Berliner Theatertreffen steht. Die Jury wählte die zehn "bemerkenswertesten" Produktionen der Saison für das Festival vom 5. bis 21. Mai aus. Dazu gehören sechs Inszenierungen aus Deutschland, zwei Inszenierungen aus der Schweiz und zwei internationale Koproduktionen, wie die mit Theaterkritikern besetzte Jury bekanntgab. Regisseure wie Johan Simons, Herbert Fritsch, Ersan Mondtag, Simon Stone und Milo Rau werden ihre Arbeiten bei dem Berliner Festival zeigen.

Neues Online-Portal für Kirchenmusik

Deutscher Musikrat will umfassenden Überblick liefern

Das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) startet ein neues Online-Portal zur Kirchenmusik. Es solle umfassend und systematisch über die aktuelle Situation des kirchenmusikalischen Lebens in Deutschland informieren, teilte der Deutsche Musikrat in Bonn mit. Das MIZ ist eine Einrichtung des Musikrats. Über die Kirchenmusik in der evangelischen und katholischen Kirche hinaus werde auch die Musik in anderen Glaubensgemeinschaften in den Blick genommen. Derzeit engagieren sich nach Angaben des MIZ in der evangelischen und katholischen Kirche über 900 Tausend Amateurmusizierende. außerdem seien mehr als 3.300 Kantorenstellen in Deutschland mit professionellen Musikern in Voll- oder Teilzeit besetzt. Laut MIZ sind nur rund 10 Prozent der Kirchenmusiker in Deutschland hauptamtlich tätig.

Schwedischer Polarpreis für Sting und Wayne Shorter

Auszeichnet wird im Juni vergeben

Der britische Musiker Sting und der Jazz-Saxofonist Wayne Shorter teilen sich in diesem Jahr den schwedischen Polar-Musikpreis. Das gab die Jury in Stockholm bekannt. "Sting hat seinen Anker in mehr musikalischen Häfen ausgeworfen als vielleicht jeder andere Künstler seiner Generation", hieß es in der Preisbegründung. Außerdem sei Sting ein Weltbürger, der seine Prominenz auch für den Kampf für Menschenrechte genutzt habe. Den US-amerikanischen Jazzmusiker Shorter lobte die Jury als Entdecker, der "im Laufe einer außergewöhnlichen Karriere stets unbetretene Pfade ausgemacht hat". Der Polarpreis ist mit je einer Million schwedischen Kronen (rund 105 600 Euro) dotiert und wird jedes Jahr an zwei Künstler vergeben. Die Preisträger nehmen die Auszeichnung am 15. Juni in Stockholm aus den Händen von Schwedens König Carl XVI. Gustaf entgegen.

Juliette Gréco feiert ihren 90. Geburtstag

Französische Sängerin und Schauspielerin musste Abschiedstour abbrechen

Die Französische Chansonsängerin und Schauspielerin Juliette Gréco wird heute 90 Jahre alt. Als "Muse" der Existenzialisten wurde sie bekannt und prägte mit ihrer dunkel-markanten Stimme und ihrer schwarzen Kleidung ab Ende der 1940er Jahre eine ganze Generation. Nicht nur in Frankreich, auch in Deutschland, den USA und Japan hat sich die Sängerin mit Chansons wie "L'accordéon", "La Javanaise" und "Déshabillez-moi" in den 50er und 60er Jahren einen Namen gemacht. Dabei tat sich die "Grande Dame de la Chanson" besonders als Interpretin von Texten französischer Dichter und Denker hervor. Nach einem Schlaganfall im Frühjahr 2016 musste Juliette Gréco ihre Abschiedstournee mit dem Titel "Merci" (Danke) abbrechen.

Kanye West löscht seine Tweets über Trump

Bilder vom gemeinsamen Treffen von der Seite genommen

Rapper Kanye West hat alle Hinweise auf sein Treffen mit Donald Trump von seinem Twitter-Kanal gelöscht. Die Tweets über den US-Präsidenten seien zwischen Sonntag und Montag von der Seite verschwunden, berichteten US-Medien. In den Beiträgen hatte West nach dem Treffen im Dezember erklärt, dass die beiden über "multikulturelle Angelegenheiten" wie Schulen und Gewalt gesprochen hätten. Er hatte auch ein Bild einer von Trump signierten Zeitschrift gezeigt, auf der der Präsident den Rapper "seinen großartigen Freund» nennt. West hat sich bislang nicht zu den Gründen für das Entfernen der Tweets geäußert. Medien mutmaßten, er habe sich aus Unzufriedenheit über die ersten zwei Wochen von Trumps Amtszeit distanzieren wollen. West hatte zuvor gesagt, er habe zwar nicht gewählt - aber wenn, dann hätte er für Trump gestimmt.

Neue Dauerausstellung zur "Weißen Rose"

Im Lichthof der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität

Zur Widerstandsbewegung "Weiße Rose" wird am 18. Februar an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität eine neue Dauerausstellung eröffnet. Die Schau biete einen umfassenden Blick auf die Geschichte der Gruppe und stelle ihr Handeln in den Kontext von NS-Diktatur und verbrecherischem Krieg, kündigte die Weiße-Rose-Stiftung in München an. Thematisiert würden auch die Ausweitung der Aktionen in andere Städte sowie die Wirkungsgeschichte der Weißen Rose im In- und Ausland. Ort der neu gestalteten Ausstellung ist die sogenannte Denkstätte Weiße Rose im Lichthof der LMU. Dort waren Hans und Sophie Scholl, die führenden Mitglieder der Gruppe, am 18. Februar 1943 verhaftet worden, nachdem sie Flugblätter in den Hof geworfen hatten. Darauf wandte sich die Widerstandsgruppe gegen Krieg und Massenmord. Sechs Mitglieder der Weißen Rose, unter ihnen die Scholls, wurden wenige Tage später zum Tod verurteilt und hingerichtet. Die Überarbeitung der Schau wurde vom Freistaat Bayern sowie der Stadt München gefördert.

Medien-Bündnis gegen Falschinformationen

Gemeinsame Internetseite

Ein Bündnis aus Medien und Internetfirmen will im französischen Präsidentschaftswahlkampf gegen Falschinformationen kämpfen. Im Projekt "CrossCheck" werden Journalisten zusammenarbeiten, um im Internet zirkulierende Informationen zu überprüfen, wie die Initiatoren mitteilten. 17 Redaktionen seien bereits an Bord - darunter das öffentlich-rechtliche Fernsehen France Télévisions, die französische Nachrichtenagentur AFP sowie die großen Zeitungen "Libération" und "Le Monde". Hinter dem Projekt stehen das Netzwerk First Draft, in dem sich große Redaktionen und Internet-Unternehmen zusammengeschlossen haben, sowie das Google News Lab. Auch Facebook werde "CrossCheck" unterstützen. Das Projekt soll Ende Februar mit einer eigenen Webseite an den Start gehen.

Kunstprojekt in Dresden erinnert an Aleppo

Proteste der fremdenfeindlichen "Pegida"-Bewegung

Im Dresdner Stadtzentrum erinnert eine Kunstinstallation an den Krieg in Syrien. Auf dem zentralen Neumarkt vor der Frauenkirche hat der Deutsch-Syrer Manaf Halbouni drei Buswracks hochkant aufgestellt. Die Installation mit dem Titel "Monument" erinnert an ein Bild aus Aleppo, das 2015 um die Welt ging. Damals hatte die Zivilbevölkerung drei Busse ebenso hochkant aufgerichtet, um sich zu schützen. Das temporäre Kunstwerk "Monument" soll am Dienstag in Dresden feierlich eröffnet werden. Der 1984 in Damaskus geborene Halbouni, Absolvent der Dresdner Hochschule für Bildende Künste, will mit der Skulptur "ein Zeichen für Frieden, Freiheit und Menschlichkeit setzen". Zur Eröffnung des Projektes wurden in sozialen Netzwerken Proteste angekündigt. Noch vor dem Aufbau am Montag unter Polizeischutz hatten Anhänger der fremdenfeindlichen "Pegida"-Bewegung und der AfD das Kunstwerk scharf kritisiert und unter anderem als "Schrott" und einen "Missbrauch der Kunstfreiheit" bezeichnet.

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