Seit 15:05 Uhr Tonart

Montag, 14.10.2019
 
Seit 15:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Montag, 6. Februar 2017

Neue Dauerausstellung zur "Weißen Rose"

Im Lichthof der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität

Zur Widerstandsbewegung "Weiße Rose" wird am 18. Februar an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität eine neue Dauerausstellung eröffnet. Die Schau biete einen umfassenden Blick auf die Geschichte der Gruppe und stelle ihr Handeln in den Kontext von NS-Diktatur und verbrecherischem Krieg, kündigte die Weiße-Rose-Stiftung in München an. Thematisiert würden auch die Ausweitung der Aktionen in andere Städte sowie die Wirkungsgeschichte der Weißen Rose im In- und Ausland. Ort der neu gestalteten Ausstellung ist die sogenannte Denkstätte Weiße Rose im Lichthof der LMU. Dort waren Hans und Sophie Scholl, die führenden Mitglieder der Gruppe, am 18. Februar 1943 verhaftet worden, nachdem sie Flugblätter in den Hof geworfen hatten. Darauf wandte sich die Widerstandsgruppe gegen Krieg und Massenmord. Sechs Mitglieder der Weißen Rose, unter ihnen die Scholls, wurden wenige Tage später zum Tod verurteilt und hingerichtet. Die Überarbeitung der Schau wurde vom Freistaat Bayern sowie der Stadt München gefördert.

Medien-Bündnis gegen Falschinformationen

Gemeinsame Internetseite

Ein Bündnis aus Medien und Internetfirmen will im französischen Präsidentschaftswahlkampf gegen Falschinformationen kämpfen. Im Projekt "CrossCheck" werden Journalisten zusammenarbeiten, um im Internet zirkulierende Informationen zu überprüfen, wie die Initiatoren mitteilten. 17 Redaktionen seien bereits an Bord - darunter das öffentlich-rechtliche Fernsehen France Télévisions, die französische Nachrichtenagentur AFP sowie die großen Zeitungen "Libération" und "Le Monde". Hinter dem Projekt stehen das Netzwerk First Draft, in dem sich große Redaktionen und Internet-Unternehmen zusammengeschlossen haben, sowie das Google News Lab. Auch Facebook werde "CrossCheck" unterstützen. Das Projekt soll Ende Februar mit einer eigenen Webseite an den Start gehen.

Kunstprojekt in Dresden erinnert an Aleppo

Proteste der fremdenfeindlichen "Pegida"-Bewegung

Im Dresdner Stadtzentrum erinnert eine Kunstinstallation an den Krieg in Syrien. Auf dem zentralen Neumarkt vor der Frauenkirche hat der Deutsch-Syrer Manaf Halbouni drei Buswracks hochkant aufgestellt. Die Installation mit dem Titel "Monument" erinnert an ein Bild aus Aleppo, das 2015 um die Welt ging. Damals hatte die Zivilbevölkerung drei Busse ebenso hochkant aufgerichtet, um sich zu schützen. Das temporäre Kunstwerk "Monument" soll am Dienstag in Dresden feierlich eröffnet werden. Der 1984 in Damaskus geborene Halbouni, Absolvent der Dresdner Hochschule für Bildende Künste, will mit der Skulptur "ein Zeichen für Frieden, Freiheit und Menschlichkeit setzen". Zur Eröffnung des Projektes wurden in sozialen Netzwerken Proteste angekündigt. Noch vor dem Aufbau am Montag unter Polizeischutz hatten Anhänger der fremdenfeindlichen "Pegida"-Bewegung und der AfD das Kunstwerk scharf kritisiert und unter anderem als "Schrott" und einen "Missbrauch der Kunstfreiheit" bezeichnet.

Sibel Kekilli verlässt den Kieler "Tatort"

NDR bedauert Ausstieg

Schauspielerin Sibel Kekilli wird noch zweimal in neuen Folgen als Kieler "Tatort"-Kommissarin zu sehen sein - dann ist für sie Schluss in ihrer Rolle als Sarah Brandt. Wie der Norddeutsche Rundfunk in Hamburg mittteilte, werden die beiden Fälle im März und im Mai dieses Jahres Premiere in der ARD-Krimireihe haben, beide seien bereits abgedreht. "Wer künftig im Kieler "Tatort" an der Seite von Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg) ermitteln wird, wird der NDR rechtzeitig bekannt geben", hieß es weiter. Seit Herbst 2010 war Kekilli, die ihr Filmdebüt als Hauptdarstellerin in Fatih Akins Drama "Gegen die Wand" (2004) gab, auf Verbrecherjagd an der Förde zu sehen. "Es braucht natürlich eine Portion Mut, nicht weiter zu machen, aber ich möchte als Schauspielerin wieder mehr Freiraum für andere Projekte und Rollenangebote haben", sagte Kekilli der "Süddeutschen Zeitung". Der NDR bedauerte ihre Entscheidung. "Schade, dass Sibel Kekilli künftig nicht mehr die Kommissarin Sarah Brandt spielen möchte", erklärte Thomas Schreiber, Leiter des NDR Programmbereichs Fiktion & Unterhaltung. "Sie hat dem Kieler "Tatort" gut getan."

Teilerfolg für Architekt Braunfels

Streit um Münchner Konzertsaal

Im Streit um das Vergabeverfahren beim Wettbewerb für einen neuen Münchner Konzertsaal hat der Architekt Stephan Braunfels einen Teilerfolg gegen den Freistaat Bayern erzielt. Die Vergabekammer der Regierung von Oberbayern kam Braunfels' Beschwerde nach, der gegen seinen frühzeitigen Ausschluss aus dem Wettbewerb vorgegangen war. Demnach ist es dem Freistaat untersagt, "vor einer Neubewertung der Bewerbung von Professor Braunfels die in der Ausschreibung für die besten Bewerbungen vorgesehenen Preise zu vergeben", sagte der Sprecher der Regierung von Oberbayern, Martin Nell. Er bestätigte damit eine am Sonntag veröffentlichte Mitteilung von Braunfels' Rechtsanwalt. Einen weitergehenden Antrag von Braunfels zur Aufhebung des gesamten Wettbewerbs habe die Kammer zurückgewiesen, ergänzte Nell. Der Zeitplan für den neuen Konzertsaal ist eng. Die Entscheidung im Architektenwettbewerb soll im Mai fallen. Der Bau soll schon im kommenden Jahr beginnen.

Schauspielerin Inge Keller gestorben

Eine der bedeutendsten deutschen Bühnenschauspielerinnen

Die Schauspielerin Inge Keller ist tot. Sie starb im Alter von 93 Jahren in Berlin, wie der Deutschen Presse-Agentur aus dem Bekanntenkreis von Keller bestätigt wurde. Zuvor hatte die Zeitung "Neues Deutschland" darüber berichtet. Geboren wurde die selbstironische ernannte "diensthabende Gräfin der DDR" 1923 als Fabrikantentochter in Berlin-Friedenau. 1942 debütierte sie am Berliner Theater am Kurfürstendamm. 1950 schloss sich Inge Keller dem Deutschen Theater im Ostteil der Stadt an. Dort spielte sie ununterbrochen bis 2001 als Ensemblemitglied und darüber hinaus weiter als Gast. Sie arbeitete eng mit Regisseuren wie z.B. Wolfgang Langhoff und Wolfgang Heinz zusammen und avancierte zu einer der bedeutendsten deutschen Bühnenschauspielerinnen. Im Jahre 2000 wurde sie zum Ehrenmitglied des Deutschen Theaters ernannt, und 2005 konnte sie dort ihr 55-jähriges Bühnenjubiläum begehen. In ihren rund 50 Bühnenrollen spielte sie vor allem kluge, stolze und emanzipierte Frauen, und immer wieder gewann sie dem Klischee der Dame von Welt neue Nuancen ab.

Neues Studium "Literarisches Schreiben"

Erster Gastprofessor ist der Schriftsteller Ulrich Peltzer

In Nordrhein-Westfalen können sich Studenten bald an einer Hochschule zum Schriftsteller ausbilden lassen. An der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) gibt es ab Oktober den Studienschwerpunkt "Literarisches Schreiben". Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Kulturministerin Christina Kampmann stellten den neuen Schwerpunkt in Düsseldorf vor. Bislang gibt es in Deutschland erst zwei Hochschulen, an denen man den Schriftstellerberuf studieren kann, eine in Leipzig und eine im niedersächsischen Hildesheim. Teil des Studiums in Köln ist auch eine Residenzphase auf Burg Hülshoff im Münsterland, dem Geburtsort der Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff. Beim Aufbau des Studiums soll der Kölner Autor Navid Kermani als Berater mitarbeiten. Erster Gastprofessor soll der in Krefeld geborene Schriftsteller Ulrich Peltzer sein.

Julian Reichelt wird Vorsitzender der "Bild"-Chefredaktionen

36-Jähriger leitete bislang Bild Digital

Julian Reichelt, Chefredakteur von "Bild Digital", übernimmt zusätzlich die Funktion als Vorsitzender der "Bild"-Chefredaktionen. Der 36-Jährige trägt damit ab sofort die übergeordnete redaktionelle Gesamtverantwortung für die "Bild"-Marke, wie das Medienhaus Axel Springer in Berlin mitteilte. In seiner zusätzlichen Funktion steuere Reichelt Strategie, Personalpolitik sowie die redaktionellen Abläufe im Zusammenspiel von Print und Digital. "Mit der Zuordnung dieser Entscheidungsinstanz bei Julian Reichelt soll sichergestellt werden, dass auch nach dem Ausscheiden des ehemaligen Bild-Herausgebers Kai Diekmann die Marke "Bild" aus einer Hand geführt wird", teilte das Unternehmen weiter mit. Tanit Koch bleibt als Chefredakteurin verantwortlich für die Printausgabe der "Bild"-Zeitung. Marion Horn bleibt wie bisher Chefredakteurin von "Bild am Sonntag".

Busoni-Kompositionspreis an Benjamin Scheuer

Preis geht an junge Komponisten

Der Hamburger Komponist Benjamin Scheuer wird mit dem Busoni-Kompositionspreis der Berliner Akademie der Künste auszeichnet. Der 1987 geborene Musiker erhält die mit 6000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Arbeit, die sich durch direkt erfahrbare Sinnlichkeit und Humor auszeichne, wie die Akademie mitteilte. Scheuer lebt als freischaffender Komponist in Hamburg. Er studierte dort und in Karlsruhe, zuletzt bei Wolfgang Rihm. Der Preis wird am 24. November in Berlin vergeben. Er wurde 1988 von dem Komponisten Aribert Reimann gestiftet und geht alle zwei bis drei Jahre an junge, noch wenig bekannte Komponisten.

Brand in Kuwaits neuem Opernhaus

Der Bau hat ca. 700 Millionen Euro gekostet

Nur drei Monate, nachdem das neue Opernhaus in Kuwait eröffnet worden ist, hat ein Brand Teile des Gebäudes zerstört. Der futuristische Bau mit dem Namen Sheikh Jaber Al Ahmad Cultural Center hat rund 700-Millionen Euro gekostet. Seine Oberfläche besteht aus geometrischen Formen. Aufnahmen zeigen eine dicke schwarze Rauchfahne. Am Donnerstag sollte dort das Broadway-Musical Cats aufgeführt werden.

Ticketverkauf für Berlinale hat begonnen

Wieder lange Schlangen vor den Verkaufsstellen

Drei Tage vor dem Start der 67. Internationalen Filmfestspiele in Berlin hat heute um 10 Uhr der Vorverkauf für die begehrten Tickets begonnen. Die Preise liegen zwischen etwa 4 Euro für das Kinderprogramm und 14 Euro für die Filme im Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären. Viele Kino-Fans warteten traditionell stundenlang, um eine Karte zu bekommen. Zahlreiche Cineasten haben sich für die "Berlinale" sogar freigenommen. Tickets gibt es in den Potsdamer Platz Arkaden, im Kino International, im Haus der Berliner Festspiele und in der Audi City am Kurfürstendamm. Auch im Internet sind Karten erhältlich und können direkt auf der Programmseite gekauft werden. Mit etwas Glück bekommt man sie auch an den Tageskassen der Kinos . Planung ist gefragt: Die Karten gibt es immer drei Tage im Voraus. 2016 hat das Festival-Team um "Berlinale"-Chef rund 336.000 Tickets verkauft.

Bremerhavener Bürgerpreis für Aris Fioretos

Schwedischer Autor wird im Mai ausgezeichnet

Der mit 7500 Euro dotierte Bremerhavener Bürgerpreis für Literatur "Jeanette Schocken" geht in diesem Jahr an den schwedischen Autor Aris Fioretos. Er werde insbesondere für seinen Roman "Mary" ausgezeichnet, teilten die Organisatoren mit. Das Buch sei eine Passionsgeschichte und ein leidenschaftlicher Appell für moralische Werte wie Empathie und Courage. Den Preis, der alle zwei Jahre vergeben wird, erhält Fioretos am 14. Mai. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Irene Dische, Imre Kertész, George Tabori und Gerhard Roth. Die Preissumme stammt ausschließlich aus Spenden von Bremerhavener Bürgern.

Medienboard unterstützt neue Produktionen

Frisches Geld für die Filmwirtschaft in Berlin und Brandenburg

Das Medienboard Berlin-Brandenburg hat einen ersten Förderbeitrag für das Jahr 2017 beschlossen. Um die Filmwirtschaft in der Hauptstadtregion zu unterstützen, gab die Gesellschaft Mittel in Höhe von 5,5 Millionen Euro frei. Zu den 41 unterstützten Projekten zählt auch auch der Science-Fiction-Thriller "Inversion" mit Hollywood-Star Samuel L. Jackson ("Pulp Fiction", "Django Unchained"). Darin geht es um die Anziehungskraft der Erde, die langsam schwindet. Gedreht werde im Studio Babelsberg, die Förderung belaufe sich auf 700.000 Euro. Die Fördergesellschaft der beiden Länder kommt mehrmals im Jahr zusammen und beschließt dann jeweils, welche Filmprojekte unterstützt werden. 2016 lag die gesamte Filmförderung bei 26,5 Millionen Euro.

Kulturnachrichten hören

Februar 2017
MO DI MI DO FR SA SO
30 31 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 1 2 3 4 5

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur