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Kulturnachrichten

Sonntag, 29. Januar 2017

Indische Filme dürfen wieder in Pakistan laufen

Film-Gutachter sollen anti-pakistanische Propaganda aufspüren

Die pakistanische Regierung hat ein Vorführungsverbot für Filme aus dem Nachbarland Indien aufgehoben. Indische Produktionen hätten positive Auswirkungen auf die Filmindustrie in Pakistan, begründete Informationsministerin Marriyum Aurangzeb am Sonntag in einer Stellungnahme. Medienberichten zufolge kommt am Montag erstmals ein neu geschaffenes Gutachter-Komitee zusammen, das indische Filme auf anti-pakistanische Propaganda überprüfen soll, bevor sie im Nachbarland gezeigt werden dürfen. Das Vorführungsverbot war im Oktober nach einem schweren Zwischenfall an der indisch-pakistanischen Grenze verhängt worden.

Ex-Black-Sabbath-Keyboarder Geoff Nicholls gestorben

Ozzy Osbourne beklagt Verlust eines "großen Freundes"

Der langjährige Keyboarder der britischen Heavy-Metal-Band Black Sabbath, Geoff Nicholls, ist tot. Wie der Gitarrist Tony Iommi auf Facebook mitteilte, starb Nicholls am Samstag mit 68 Jahren an Lungenkrebs. Lead-Sänger Ozzy Osbourne beklagte bei Twitter den Verlust eines "großen Freundes". Nicholls wurde erstmals 1980 auf dem Album "Heaven and Hell" als Musiker von Black Sabbath aufgeführt, erhielt aber erst Mitte der 80er Jahre den Titel eines offiziellen Bandmitglieds. Nicholls schied 2004 aus der Band aus und wurde durch Adam Wakeman ersetzt.

Deutscher Film beim Sundance Filmfest ausgezeichnet

"Axolotl Overkill" erhielt Cinematographie-Preis

Der deutsche Beitrag "Axolotl Overkill" ist beim Indiefilmfestival Sundance im US-Bundesstaat Utah mit dem Cinematographie-Preis ausgezeichnet worden. Der Preis würdigte die Kameraführung des Belgiers Manu Dacosse. Die Tragikomödie nach dem Buch und unter der Regie von Helene Hegemann kommt voraussichtlich Ende Juni ins Kino. Ein weiterer Cinematographie-Preis ging an Rodrigo Trejo Villanueva, den Kameramann der von Indien, Deutschland und Finnland koproduzierten Dokumentation "Machines". Sie handelt vom Alltag in einer Textilfabrik im indischen Gujarat. Die deutsch-schwedisch-dänische Koproduktion "The Nile Hilton Incident" wurde mit einem der Drama-Preise geehrt. Das von Hollywoodstar Robert Redford gegründete Sundance Festival in Park City geht am Sonntag zu Ende. Es ist das größte Festival für unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Filme.

"La La Land" gewinnt Filmpreis der US-Produzenten

Letzter wichtige Auszeichnung vor den Oscars

Die Musical-Romanze "La La Land" hat den Filmpreis der US-Produzenten erhalten und damit ihre Chancen auf einen Oscar weiter verbessert. Der Film von Damien Chazelle mit den Hauptdarstellern Emma Stone und Ryan Gosling holte am Samstagabend (Ortszeit) in Los Angeles die Trophäe des Verbands Producers Guild of America (PGA). Frühere Preisträger gewannen häufig den Oscar als "Bester Film", wie etwa "Birdman" (2015), "12 Years a Slave" (2014) und "Argo" (2013). Im vorigen Jahr fiel die Wahl allerdings anders aus: Die Finanzsatire "The Big Short" gewann den Produzenten-Preis, der Oscar ging an das Enthüllungsdrama "Spotlight". In diesem Jahr ist "La La Land" mit 14 Nominierungen der große Oscar-Favorit. Hollywoods wichtigster Filmpreis wird am 26. Februar verliehen.

Max-Ophüls-Preis für österreichischen Jugendfilm

"Siebzehn" setzte sich gegen 15 andere Spielfilme durch

Die Regisseurin Monja Art beschäftigt sich in ihrem Spielfilm-Debüt "Siebzehn" mit Machtspielen in jugendlichen Liebesbeziehungen. Die Jury lobte, wie "sensibel und entschlossen inszeniert", der Film von der ersten Liebe und der Suche nach der eigenen Identität erzählt. Hauptdarstellerin Elisabeth Wabitsch als 17-jährige Paula wurde mit dem Preis als beste Nachwuchsschauspielerin geehrt. Bester Nachwuchsschauspieler wurde Leonard Kunz für seine Rolle in "Jenny" von Lea Becker. Insgesamt wurden beim 38. Max-Ophüls-Filmfestival 15 Preise verliehen. Das Festival in Saarbrücken zählt zu den wichtigsten Foren für Nachwuchsfilmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Zuckerberg kritisiert Trump für Einwanderungspolitik

Facebook-Gründer ruft dazu auf, für Flüchtlinge und Hilfsbedürftige die "Türen offen" zu lassen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump mit pauschalen Einreiseverboten und Abschiebungen kritisiert. "Die Vereinigten Staaten sind eine Nation von Einwanderern, und wir sollten stolz darauf sein", schrieb Zuckerberg auf seiner Facebookseite. Darin verwies er auch auf die Herkunft seiner Ur-Großeltern, die aus Deutschland, Österreich und Polen gekommen seien. Die Erlasse zur Einwanderung beunruhigten ihn, schrieb Zuckerberg. Er rief zudem dazu auf, für Flüchtlinge und Hilfsbedürftige die "Türen offen" zu lassen. Einige seiner besten Schüler seien Kinder illegaler Einwanderer ohne Papiere gewesen, als er vor einigen Jahren an einer örtlichen Schule Unterricht gegeben habe. "Auch sie sind unsere Zukunft", erklärt der 32-Jährige. Trump hatte am Freitag die Einreise aller Flüchtlinge in die USA für vorerst 120 Tage verboten.

Stampa neuer Leiter des Festspielhauses Baden-Baden

Intendant des Dortmunder Konzerthauses übernimmt ab Sommer 2019

Der Intendant des Dortmunder Konzerthauses, Benedikt Stampa, wird neuer künstlerischer Leiter des Festspielhauses Baden-Baden. Der 51-Jährige soll das Amt nach dpa-Informationen im Sommer 2019 übernehmen. Zuvor hatte der Stiftungsrat der privaten Trägerstiftung des Festspielhauses die Personalie abgesegnet. Stampa folgt auf Andreas Mölich-Zebhauser, der das Haus in Baden-Baden seit 1998 leitet und zum Ende der Saison 2018/2019 in den Ruhestand geht. Der aus dem westfälischen Emsdetten stammende Musikmanager Stampa war vor seinem Wechsel nach Dortmund Geschäftsführer der Laeiszhalle, der früheren Musikhalle Hamburg. Die Leitung des damals noch jungen Konzerthauses Dortmund übernahm er im Jahr 2005. Er entwickelte dort Formate wie "Popabo" und "Exklusivkünstler", unter anderem auch um ein junges Publikum für die Klassik zu gewinnen.

Fotograf Lennart Nilsson gestorben

Fötenaufnahmen machten ihn weltberühmt

Der für seine Aufnahmen von Föten berühmte schwedische Fotograf Lennart Nilsson ist tot. Wie seine Familie der schwedischen Nachrichtenagentur TT sagte, starb er im Alter von 94 Jahren. Zunächst Kriegs- und Porträtfotograf, wandte er sich in den 50er Jahren der Fotografie mit optischen Makrospezialgeräten zu. 1959 veröffentlichte er ein vielbeachtetes Werk über Ameisen. Später fotografierte Nilsson mit Hilfe von Endoskopen in den Mutterleib hinein. Das New Yorker Magazin "Life" brachte Nilssons Bild eines in seiner Fruchtblase schwimmenden Embryos 1965 auf seiner Titelseite. Damit war der Fotograf mit einem Schlag weltbekannt. Der darauf folgende Band "Ein Kind entsteht" - eine Bilddokumentation über entstehendes Lebens im Mutterleib - ist bis heute weltweit ein Bestseller. Darin findet sich auch das berühmte Bild eines Fötus, der an seinem Daumen zu lutschen scheint.

Hans Otto Theater sucht neuen Intendanten

Amtszeit von Tobias Wellemeyer endet im Sommer 2018

Die Stadt Potsdam sucht einen neuen Intendanten für das Hans Otto Theater und schreibt die Stelle aus. Die Amtszeit von Tobias Wellemeyer ende im Sommer 2018 nach neun Jahren, teilte die Stadt mit. Wellemeyer und Oberbürgermeister Jann Jakobs hatten zum Jahresende den Wechsel vereinbart. Die Landeshauptstadt strebe neue künstlerische Impulse an, hieß es. Die Bewerber sollen demnach Konzepte vorlegen, wie sie das künstlerische Profil stärken und das Haus mit seinen personellen und finanziellen Ressourcen erfolgreich führen wollen. Der künftige Intendant soll gleichberechtigt mit dem Geschäftsführenden Direktor das Haus leiten. Zur Auswahl des Kandidaten wird eine Findungskommission gebildet.

Peter Brandt leitet Beirat für Karl-Marx-Ausstellung

Neue Schau soll im Mai 2018 eröffnet werden

Der Historiker Peter Brandt, Sohn von Ex-Bundeskanzler Willy Brandt, ist zum Chef eines wissenschaftlichen Beirats für die neue Dauerausstellung im Geburtshaus von Karl Marx in Trier berufen worden. "Ich habe da nicht lange überlegt", sagte Brandt (68) in Trier. Die neue Schau soll zum 200. Geburtstag des Philosophen Marx im Mai 2018 im Museum Karl-Marx-Haus eröffnet werden. Marx, einer der geistigen Väter des Kommunismus, verbrachte die ersten 17 Jahre seines Lebens in Trier. "Wir wollen versuchen, ein objektives Bild von Marx zu zeichnen und nichts glattzubügeln", sagte Brandt am Rande der Konstituierung des insgesamt neunköpfigen Beirats. Es solle in der neuen Schau nicht nur um die Person Marx gehen, sondern vor allem um die Wirkungsgeschichte seines Werkes. Diese werde künftig mehr als die Hälfte der gesamten Ausstellungsfläche von 450 Quadratmetern beanspruchen. Die bisherige Ausstellung in dem Museum endet inhaltlich im Jahr 1989. "Sie soll aktualisiert werden", sagte der Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), Kurt Beck.

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