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Freitag, 23.08.2019
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 23. August 2019

Schlagertexterin Irma Holder gestorben

Sie schrieb Hits wie "Hello Again" von Howard Carpendale und textete Schlager für Michelle, Heino, Freddy Quinn und Udo Jürgens. Nun ist die Schlagertexterin Irma Holder im Alter von 93 Jahren in baden-württembergischen Gärtringen gestorben. Holder, die rund 1000 Musiktitel geschrieben hat, starb bereits am 16. August. In den 1970er Jahren fing die gelernte Bankkauffrau unter anderem mit Texten für Udo Jürgens und Monica Morell an, später arbeitete sie auch für Roy Black, Tommy Steiner und Karel Gott. Von Holder stammt unter anderem der Text für den ersten Erfolg von Stefanie Hertel ("Über jedes Bacherl geht a Brückerl"), den Schlager "Und morgen früh küss' ich Dich wach" von Helene Fischer sowie für Andrea Bergs Hit "Du hast mich tausendmal belogen". Hunderte Songs aus ihrer Feder schafften es in die Charts. 2017 wurde Irma Holder mit dem Deutschen Musikautorenpreis geehrt.

Pilgerweg der Franken will Weltkulturerbe werden

Der alte Pilgerweg der Franken nach Rom, die Via Francigena, bewirbt sich als Weltkulturerbe der Unesco. Eine italienische Studie dazu soll nach Aussage von Luca Bruschi, Präsident der Europäischen Vereinigung der Vie Francigene, im Herbst mit den drei anderen Ländern am Frankenweg besprochen werden. Nach den Konsultationen mit Großbritannien, Frankreich und der Schweiz wolle man sich mit dem Projekt bei der Unesco bewerben, sagte Bruschi im Interview mit Vatican News. Die Via Francigena ist ein System alter Pilger- und Handelsstraßen, das vom englischen Canterbury über Reims und Lausanne nach Rom führt. Die Route ist seit dem 9. Jahrhundert bekannt. Seit einigen Jahren erlebt der Frankenweg wie auch der Jakobsweg eine Renaissance.

Deutscher Filmpreis künftig auch für "Visuelle Effekte"

Beim Deutschen Filmpreis gibt es künftig auch eine Auszeichnung in der Kategorie "Beste visuelle Effekte und Animation". Visuelle Effekte gehörten inzwischen zum Standardrepertoire erfolgreicher Filmproduktionen und würden immer wichtiger, erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Den neuen Preis, der mit 10 000 Euro dotiert ist, beschloss sie gemeinsam mit der Deutschen Filmakademie. Deutsche Firmen seien in diesen Technologien international sehr gefragt, so Grütters. Mit der neuen Preiskategorie solle diese Leistung gewürdigt werden. Die "Lolas", die wichtigste Auszeichnung für das deutsche Kino, werden das nächste Mal im April 2020 verliehen.

Verfassungsschutz mit Comedy gegen Salafisten

Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz hat zwei Youtube-Kanäle zur Salafismus-Prävention gestartet. Wenn Salafisten wie der Islamische Staat ihre Propaganda ins Netz stellten, dann dürfe das nicht unwidersprochen bleiben, sagte Innenminister Herbert Reul bei der Vorstellung des Projekts auf der Spielemesse Gamescom in Köln. Der NRW-Verfassungsschutz ist die erste Sicherheitsbehörde in Deutschland mit eigenem Angebot gegen islamistische Propaganda auf der Videoplattform. Auf einem Kanal setze die Behörde auf Witz und Humor. Ziel des zweiten Youtube-Kanals sei es, Fakten gegen Lügen zu setzen. 32 Folgen seien für den Comedy-Kanal ("Jihadi Fool") und 16 für den Wissenskanal geplant.

Interesse an Klassik steigt laut Orchestervereinigung

Deutschlands Orchester vermelden ein größeres Publikumsinteresse an klassischer Musik, insbesondere die Besucherzahlen bei Open-Air-Konzerten seien ein Beleg, dass Klassik auf dem Erfolgskurs sei, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung, Gerald Mertens. Allein zum Open-Air-Konzert der Berliner Philharmoniker am Brandenburger Tor unter dem neuen Chefdirigenten Kirill Petrenko würden am kommenden Samstag über 30.000 Menschen erwartet. Weiter verwies Mertens auf "45.000 Besucher bei der Oper für alle mit Deutscher Staatsoper und Staatskapelle Berlin auf dem Bebelplatz im Juni und 75.000 Besucher im Nürnberger Luitpoldhain bei den Nürnberger Philharmonikern." Diese Tausenden Musikliebhaber tauchten jedoch bislang in keiner offiziellen Besucherstatistik auf, denn der Eintritt zu vielen großen Klassik-Open-Air-Veranstaltungen sei frei, sagte der Geschäftsführer.

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