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Kulturnachrichten

Sonntag, 22. Februar 2015

Mehr Geld für die Deutsche Welle

Zusätzliche 12 Millionen Euro in Aussicht gestellt

Die Deutsche Welle kann sich Hoffnungen auf mehr Geld machen. Wie aus Kreisen der Bundesregierung verlautete, hat das Bundesfinanzministerium für die Zeit ab 2016 jährlich zusätzliche 12 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Das ist doppelt soviel, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) erbeten hatte. Die Summe wird nun Gegenstand von Haushaltsberatungen sein. Das Geld soll die Tariferhöhungen beim DW-Personal aus den vergangenen zwei Jahren auffangen. Der Etat des deutschen Auslandssenders mit Sitz in Bonn und Berlin ist komplett aus Steuermitteln finanziert. Er beträgt in diesem Jahr 272 Millionen Euro. DW-Mitarbeiter wollen an diesem Montag in Bonn gegen eine "Unterfinanzierung" des Senders demonstrieren.

Zentralrats-Präsident: Juden vertrauen in Deutschland

"Wir leben hier unser jüdisches Leben"

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat "nach wie vor ein hohes Vertrauen" in die Bundesrepublik. "Wir sind angekommen, wir bleiben. Wir leben hier unser jüdisches Leben", sagte Zentralratschef Josef Schuster am Sonntag bei der Eröffnung der vierten Jüdischen Kulturtage im Rheinland in Düsseldorf. Unter dem Motto "angekommen - jüdisches (er)leben" präsentiert sich die Vielfalt der jüdischen Kultur bis zum 22. März unter anderem mit Ausstellungen, Filmen, Lesungen und Musik. 15 Städte, darunter Aachen, Düsseldorf und Essen, bieten den Angaben zufolge über 360 Veranstaltungen an.

Jazz-Trompeter Clark Terry gestorben

Grammy-Preisträger war Vorbild für Miles Davis

Er spielte mit Größen wie Billie Holiday, Ella Fitzgerald und Ray Charles, gestern ist Clark Terry im Beisein seiner Familie und von Freunden gestorben. Er wurde 94 Jahre alt. Nach eigenen Angaben hat Terry mehr als 900 Aufnahmen und damit mit die meisten in der Geschichte des Jazz gemacht. Der US-amerikanische Musiker galt als Meister des warmen Tons und erreichte nur mit dem Lippenansatz zahlreiche Artikulationsnuancen. Seine Spielweise hat viele Trompeter, darunter Miles Davis, beeinflusst. Terry, der auch Bandleader und Komponist war, hat maßgeblich dazu beigetragen, das Flügelhorn in der Jazzmusik populär zu machen.

Rechtsstreit um Schindlers Liste in Jerusalem

Klägerin verlangt Herausgabe von Dokumenten

Ein Streit um die Besitzansprüche an Schindlers Liste beschäftigt die Justiz in Jerusalem. Das Bezirksgericht der Stadt ließ ein Gesuch der Vermächtnisnehmerin von Schindlers Frau Emilie zu, wie die Zeitung "Haaretz" berichtet. Die Klägerin verlangt demnach von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem die Herausgabe der historischen Dokumente, die Oskar Schindler hinterließ und die 1999 aus Deutschland nach Jerusalem gelangten. Dazu gehört die Liste, mit deren Hilfe der Fabrikant 1200 jüdische Zwangsarbeiter vor der Ermordung durch die Nazis rettete. Berühmt wurde Schindlers Liste durch den gleichnamigen Film von Steven Spielberg aus dem Jahr 1993, der mit sieben Oscars ausgezeichnet wurde. Die Liste war in einem Reisekoffer voller persönlicher Dokumente erst 1999, 25 Jahre nach dem Tod Oskar Schindlers, in Hildesheim entdeckt worden.

Schaubühne Berlin in Indien erfolgreich

Publikum erkennt sich in Inszenierung wieder

Die Schaubühne Berlin ist derzeit auf Gastspielreise durch Indien. Nach einer Vorstellung in Dehli, trat das Team um Thomas Ostermeier gestern Abend in Kalkutta auf. Ibsens Drama "Ein Volksfeind", in dem ein Badearzt gegen den Widerstand der örtlichen Presse und Lokalpolitik öffentlich machen will, dass das Wasser des Kurortes vergiftet ist, hat Ostermeier in seiner Inszenierung mit dem linken Manifest "Der kommende Aufstand" ergänzt und bittet das Publikum um seine Meinung zu dem Fall. Bei der Premiere im voll besetzten Theaterhaus reagierten die Zuschauer begeistert und diskutierten lebhaft mit den Schauspielern und untereinander. Das Publikum hätte sich in dem Stück wieder gefunden, so Ostermeier. Spätestens wenn es im Text heiße, "eine Gesellschaft, in der die Wahrheit keinen Platz hat, verdient den Untergang" oder "Euer Wohlstand speist sich aus einer Lüge", könnten die Leute die Situation auf ihr Leben übertragen.

Eine Million Dollar für zwei Paar Handschuhe

Aus einem der legendärsten Kämpfe der Boxgeschichte

In New York sind vier gebrauchte Handschuhe für eine knappe Million Dollar versteigert worden. 50 Jahre nach einem der legendärsten Kämpfe der Boxgeschichte, in dem die Vorbesitzer Muhammad Ali und Sonny Liston die Handschuhe getragen hatten, haben die Handschuhe des Duells 956 000 Dollar (850 000 Euro) gebracht. Das Duell mit Liston vom 25. Mai 1965 wurde zur Legende, weil Ali seinen Erzrivalen schon in der ersten Runde zu Boden schickte. Obwohl er ihn mit "Steh' auf, Du Penner!" anschrie, blieb Liston liegen und galt als k.o., das Foto davon gilt als eines der bekanntesten Sportfotos. Vor allem der «Phantomschlag», der wegen seiner Schnelligkeit von vielen Zuschauern nicht gesehen wurde, hatte zu Vermutungen geführt, dass der Kampf abgesprochen gewesen sei. Mittlerweile geht man allerdings davon aus, dass Liston tatsächlich ausgeknockt war.

"Goldtopas" an Schauspielerin Nicole Heesters

Theaterauszeichnung auf Lebenszeit

Die Schauspielerin Nicole Heesters ist für ihre herausragenden Bühnenleistungen mit dem renommierten Louise-Dumont-Goldtopas geehrt worden. Die in Potsdam geborene zweite Tochter von Johannes Heesters folgt der 2012 gestorbenen Maria Becker vom Zürcher Schauspielhaus als Goldtopas-Trägerin nach. Heesters, die von 1958 bis 1971 zum Ensemble des Düsseldorfer Schauspielhauses gehörte, sei "eine der profiliertesten Theaterschauspielerinnen", hatte die Jury in Düsseldorf befunden. Ihre Charakterdarstellungen seien "von großer Ausstrahlung, ungeheurer Intensität und hohem Intellekt geprägt". Der Goldtopas gilt als das Gegenstück zu dem nur Männern vorbehaltenen Iffland-Ring.

Otto Modersohn immer noch Vorbild

Landschaftsmaler heute vor 150 Jahren geboren

Der Kunstexperte Rainer Noeres sieht den Mitbegründer der Künstlerkolonie in Worpswede, Otto Modersohn (1865-1943), als Vorbild für zeitgenössische junge Maler. "Ihm waren persönliche Hingabe und Empfindung gegenüber dem Eindruck der unwiederbringlich bedrohten Natur noch maßstäbliche Werte und unverzichtbare Bestandteile künstlerischer Äußerung", sagte der Leiter des Otto Modersohn Museums in Fischerhude bei Bremen. Modersohn wurde am 22. Februar vor 150 Jahren im westfälischen Soest geboren und zählt zu den bedeutendsten deutschen Landschaftsmalern. Noeres schätzt, dass zum Werk von Modersohn etwa 12.000 Arbeiten zählen, von denen aber erst gut die Hälfte in einem Verzeichnis erfasst ist. I

Goldene Himbeeren in Los Angeles verliehen

Anti-Oscars für die schlechtesten Filmleistungen des Jahres

Die Goldene Himbeere für die schlechteste Hauptdarstellerin räumte Hollywoodstar Cameron Diaz für ihre Leistungen in den Komödien "Die Schadenfreundinnen" und "Sex Tape" ab. Die Auszeichnung in der Kategorie schlechtester Hauptdarsteller, schlechtestes Drehbuch, schlechtester Film des Jahres und schlechtestes Leinwandpaar gingen alle an den Weihnachtsfilm "Saving Christmas". Der Film, der in Deutschland nicht in die Kinos kam, war in den USA auch bei den Kritikern komplett durchgefallen: Laut der Internetseite Rotten Tomatoes, die Filmkritiken sammelt, gab es keine einzige positive Bewertung. Die Goldene Himbeere für den schlechtesten Regisseur bekam Michael Bay für "Transformers 4". Die Goldenen Himbeeren werden traditionell am Vorabend der Oscar-Gala vergeben, die am Sonntagabend in Los Angeles stattfindet (02.30 MEZ) stattfindet. Meistens verzichten die Preisträger darauf, die mit Goldfarbe besprühten Plastik-Himbeeren persönlich entgegenzunehmen.

Theater- und Opernregisseur Luca Ronconi tot

Er galt als Rebell des italienischen Theaters

Der Theater- und Opernregisseur Luca Ronconi ist gestern im Alter von 81 Jahren in einem Mailänder Krankenhaus gestorben. Das Opernhaus Mailänder Scala, mit dem Ronconi Jahrzehnte zusammengearbeitet hatte, würdigte ihn als "eine der führenden Figuren im europäischen Theater". Ronconi galt als Rebell des italienischen Theaters. Er arbeitete unter anderem als künstlerischer Direktor des Piccolo Teatro in Mailand, feierte aber auch große internationale Erfolge.

Terrormiliz IS hat Moschee im Westirak zerstört

Eine der ältesten Moscheen der Region

Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat haben in der Provinz Anbar ein sunnitisches Gotteshaus aus der Zeit des Kalifen Omar ibn Chattab zerstört. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurde das Gebäude dem Erdboden gleichgemacht. Die IS-Extremisten folgen einer besonders strengen Auslegung des Korans. Um einen Heiligenkult zu verhindern, zerstören sie außer Denkmälern anderer Religionen und Kulturen auch islamische Gotteshäuser und Grabstätten. Selbst die von Gefährten des Propheten Mohammed sind davor nicht sicher.

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