Seit 04:05 Uhr Tonart

Sonntag, 22.09.2019
 
Seit 04:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Freitag, 20. Februar 2015

Kommentierte "Mein Kampf"-Ausgabe soll 2016 erscheinen

Urheberrechte des Freistaates Bayern laufen Ende 2015 aus

Das Institut für Zeitgeschichte (IfZ) will seine kommentierte Ausgabe von Hitlers "Mein Kampf" voraussichtlich Anfang Januar 2016 veröffentlichen. Ende 2015, gut 70 Jahre nach Hitlers Tod, laufen die Urheberrechte aus, die der Freistaat Bayern als Rechtsnachfolger des nationalsozialistischen Franz-Eher-Verlages innehat. Bis zu 2000 Seiten lang soll die zweibändige Ausgabe sein, wie der stellvertretende Institutsdirektor Magnus Brechtken sagte.
Im vergangen Jahr hatten die Justizminister der Bundesländer entschieden, dass die unkommentierte Verbreitung von Hitlers Hetzschrift auch nach dem Auslaufen der Urheberschutzfrist in Deutschland verboten bleibt. Ein Sondergesetz soll es zwar nicht geben, die geltende Rechtslage aber, etwa der Straftatbestand der Volksverhetzung, reiche aus, um den Nachdruck zu verhindern.

Französischer Filmpreis César wird verliehen

40. Preisgala am Abend

In Paris wird am Abend zum 40. Mal der französische Filmpreis verliehen. Als Favoriten für die Césars gehen unter anderem zwei Filme ins Rennen, die sich mit dem Leben des legendären französischen Modedesigners Yves Saint Laurent befassen: "Saint Laurent" des Regisseurs Bertrand Bonello ist für zehn Césars nominiert, "Yves Saint Laurent" von Jalil Lespert für sieben der Auszeichnungen. Mit acht Nominierungen hat auch der Film "Timbuktu" über die Besetzung der malischen Stadt durch Islamisten beste Chancen. Mit einem Ehren-César wird Hollywood-Star Sean Penn ausgezeichnet.

Schriftsteller Zaimoglu ist Mainzer Stadtschreiber

Deutsch-türkischer Autor hat Amt am Nachmittag angetreten

Der deutsch-türkische Schriftsteller Feridun Zaimoglu ist heute offiziell in sein Amt als neuer Mainzer Stadtschreiber eingeführt worden. Der 50 Jahre alte Autor ("Kanak Sprak", "Hinterland") ist der 31. Träger des von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz gestifteten und mit 12 500 Euro dotierten Literaturpreises. Dem Autoren wird auch ein Jahr lang die Stadtschreiberwohnung im Mainzer Gutenberg-Museum zur Verfügung gestellt. Zaimoglu lebt seit Jahren in Kiel und schreibt seine Bücher nach eigener Aussage auf einer Schreibmaschine.

Wichtigstes Beuys-Werk kommt nach Berlin

"Das Kapital" hat nach langem Rechtsstreit einen neuen Besitzer.

Das wichtigste Werk von Joseph Beuys, "Das Kapital Raum 1970-1977", kommt nach Berlin. Der Sammler Erich Marx überlässt die weltberühmte Installation der Nationalgalerie als Dauerleihgabe. Das teilte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz heute mit. Um die monumentale Raumskulptur hatte es einen jahrelangen Rechtsstreit gegeben. Zuletzt war sie in den Hallen für Neue Kunst im schweizerischen Schaffhausen ausgestellt.
2004 erhoben drei beteiligte Kunstsammler Anspruch auf das Werk und bekamen schließlich Recht. Am Freitag teilte die Stadt Schaffhausen mit, "Das Kapital" sei an einen neuen Eigentümer verkauft worden. Ein Preis wurde nicht genannt.

Streit um Stradivari-Geige - Portigon ist gesprächsbereit

Leihvertrag von Stargeiger Frank Peter Zimmermann läuft aus

Zitterpartie um die wertvolle Stradivari "Lady Inchiquin": Kurz vor Ablauf des Vertrags mit dem Geiger Frank Peter Zimmermann ist die Portigon auf den weltbekannten Musiker zugegangen. Portigon halte ein Gesprächsangebot "weiterhin aufrecht", heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief der WestLB-Nachfolgerin Portigon AG. Zimmermann hat eine Kaufoption auf die millionenteure Geige, allerdings gibt es nach dpa-Informationen Streit um den Kaufpreis. Zimmermann kündigte an, das Instrument noch heute zurückzugeben.
Seit 2002 hat der weltbekannte Geiger einen Leihvertrag mit der damaligen WestLB. Die Portigon AG muss nun im Zuge der Abwicklung der inzwischen zerschlagenen WestLB auch die millionenschwere Kunst- und Instrumentensammlung der einstigen Westdeutschen Landesbank veräußern. Um den geplanten Verkauf der Sammlung zu Marktpreisen hatte es seit Wochen Streit in der Politik und mit den nordrhein-westfälischen Kulturschaffenden gegeben.

Banksy-Kunstwerk unter Denkmalschutz

Streetart-Werk war über Nach aufgetaucht

Ein Wandbild des geheimnisvollen Streetart-Künstlers Banksy an einem Haus im englischen Cheltenham ist vom Stadtrat unter Denkmalschutz gestellt worden. Das Bild war im vergangenen April wie viele Werke des Phantom-Künstlers über Nacht aufgetaucht. Es zeigt drei Männer mit Abhörgeräten. Sie tragen Trenchcoats und Schlapphüte und erinnern an Agenten. Vor dem Wandbild mit dem Titel "Spy Booth" steht eine Telefonzelle. Es wirkt, als würden die Männer dort Telefonate mithören. Pikant: In Cheltenham befindet sich der Hauptsitz des umstrittenen britischen Abhördienstes GCHQ.

Bertelsmann plant Hochschul-Netzwerk

Medienriese will in Medizinhochschulen in den USA und Asien investieren

Der Medienriese Bertelsmann weitet sein Bildungsgeschäft aus und steigt bei der US-Hochschule Alliant International University in Kalifornien ein. Das teilte das Unternehmen heute mit. Die auf Psychologie spezialisierte Hochschule hat zehn Standorte - neben Kalifornien auch in Mexiko-Stadt, Tokio und Hongkong. Das Investment über die US-Tochter von Bertelsmann Arist Education umfasst laut Branchenkreisen eine mittlere zweistellige Millionensumme in Dollar.
Bertelsmann plane, in den nächsten Jahren ein Netzwerk von Hochschulen in den Fächern Medizin und Humanwissenschaften aufzubauen, die als besonders begehrt und lukrativ gelten. Nach früheren Angaben wollen die Gütersloher ihren Umsatz im Bereich Bildung auf eine Milliarde Euro im Jahr steigern.

Simbabwe: Kein "Fifty Shades of Grey"

Kinos setzen zensierte Version ohne Erotikszenen ab

Was bleibt von einem Erotikfilm übrig, wenn die Zensur die meisten Erotikszenen herausschneidet? Offenbar so wenig, dass alle Kinos des südafrikanischen Landes die freigegebene Version von "Fifty Shades of Grey" aus dem Programm nahmen, wie der örtliche Filmvertrieb Ster Kinekor mitteilte. Am Valentinstag hätten einige noch die zensierte Fassung gezeigt, hieß es. Die Zensurbehörde argumentierte, die herausgenommenen Szenen seien zu unanständig, als dass sie öffentlich gezeigt werden könnten. Der Vorsitzende des Gremiums, der 95-jährige Heya Melaba, ist bisher immer kompromisslos gegen Erotik in Filmen vorgegangen.

Kulturnachrichten hören

Februar 2015
MO DI MI DO FR SA SO
26 27 28 29 30 31 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 1

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur