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Kulturnachrichten

Montag, 9. Februar 2015

Höherer Marktanteil für deutsche Filme

Der deutsche Film legt in der Gunst des Kinopublikums weiter zu

Im vergangenen Jahr stieg der Marktanteil heimischer Produktionen leicht auf 26,7 Prozent, das zweitbeste Ergebnis seit dem Rekordjahr 2009 (27,4 Prozent). Diese Bilanz zog die Filmförderungsanstalt heute. Die Zahl der Kinobesucher ging allerdings um 6,1 Prozent auf 121,7 Millionen zurück. Davon sahen 32,1 Millionen Zuschauer Filme aus Deutschland. Beim Umsatz verfehlte die Kinobranche den Milliarden-Umsatz knapp mit 978 Millionen Euro. Erfreulich sei, dass vor allem kleine Häuser die Hilfen für die Digitalisierung nutzten und vermehrt auch Erstaufführungen zeigen könnten, sagte FFA-Vorstand Peter Dinges.

Grammys-Awards

Sam Smith ist der Gewinner der Nacht

Bei den diesjährigen Grammy-Awards wurde Sam Smith mit vier Grammys ausgezeichnet. Der 22-Jährige gewann bei der Gala in Los Angeles die Trophäen unter anderem für seinen Titel "Stay with me". Der Titel wurde als Song und Aufnahme des Jahres geehrt. Seine Platte "In The Lonely Hour" gewann in der Kategorie Popgesangs-Album. Außerdem wurde er zum Newcomer des Jahres gekürt. In der Kategorie des besten Albums musste sich der Brite allerdings überraschend dem US-Songwriter Beck geschlagen geben, der den Preis für "Morning Phase" erhielt. 20 Jahre nach seinen ersten Erfolgen feierte der 44-Jährige damit ein Comeback. Insgesamt wurden die goldenen Grammophone, die als die wichtigsten Musikpreise der Welt gelten, in mehr als 80 Kategorien verliehen. Über die Sieger entscheiden rund 13 000 Musikexperten aus der Branche.

Kirchenmusik-Studium in Bremen soll abgeschafft werden

Renommiertem Studiengang droht das Aus

Der Ausbildung an der Hochschule für Künste (HfK) Bremen droht wegen Kürzungen von mehreren hunderttausend Euro pro Jahr die Schließung, teilte der Deutsche Musikrat in Berlin mit. Auf einen Appell des Musikrats an Bremens Bildungssenatorin Quante-Brandt, den Studiengang in bisherigem Umfang zu sichern, habe die Politikerin erklärt, sie sehe könne den Fachbereich nicht länger unterstützen. Der kleine, aber hoch angesehene Studiengang mit 18 Studierenden im Fach Kirchenmusik steht damit zur Disposition. Der Generalsekretär des Deutschen Musikrates, Christian Höppner, nannte es „absurd, an einer Hochschule mit Schwerpunkt Alter Musik die Kirchenmusik als ergänzenden musikalischen Partner zu gefährden. Damit versündige sich die Senatorin nicht nur am kulturellen Erbe, sondern auch an der bundesweiten Ausbildungssituation im Bereich der Kirchenmusik, die bereits jetzt von einem dramatischen Nachwuchsmangel geprägt sei.

Umbaudebakel bei Münchner Philharmonie befürchtet

Kritik reißt nicht ab - Online Petition mit 16000 Unterzeichnern

Der Akustikexperte Karlheinz Müller befürchtet ein Debakel beim geplanten Totalumbau der Münchner Philharmonie, denn es gebe viele Unwägbarkeiten. Das Schlimmste wäre, wenn man erst während des Umbaus merken würde, dass es nicht ohne Totalabriss geht. Dann würden die Kosten explodieren. Müller gilt als einer der weltweit renommiertesten Fachleute für Bau- und Raumakustik. Auch eine Online-Petition für den Bau eines neuen Konzertsaals, den die die Münchner Pianistin Valentina Babor am vergangenen Mittwoch initiiert hatte, hat weiter Zulauf. Bisher unterschrieben mehr als 16000 Menschen Petition.
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hatten vor kurzem bekannt gegeben, dass in München kein neuer Konzertsaal gebaut werden soll. Stattdessen solle die erst 30 Jahre alte Philharmonie im Gasteig-Kulturzentrum umgebaut werden.

Steven Spielberg finanziert Kino-Projekt für Araber und Juden

Filme sollen Araber und Juden zusammenbringen

Ein Projekt der Jerusalemer Cinematheque soll die Begegnung von Arabern und Juden fördern, berichtet die israelische Zeitung "Haaretz". Die Mittel stammten unter anderem aus Einnahmen des Films "Schindlers Liste" des US-amerikanschen Regisseurs Steven Spielberg. Spielbergs "Righteous Persons Foundation" will sicherstellen, dass israelische Araber Zugang zum Kino haben, und Juden und Araber über Filme zusammengebracht werden. Monatlich sollen etwa fünf israelische und ausländische Filme mit arabischen Untertiteln ins Programm genommen werden.

Kultureinrichtungen laden zum Festival "Weltoffenes Dresden" ein

Aktion soll Offenheit Dresdens für andere Kulturen unterstreichen

Dresdner Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen laden vom 12. bis zum 23. Februar zu einem spontanen Kulturfestival unter dem Motto "Weltoffenes Dresden" ein. Im Mittelpunkt stehen sieben gelbe Container, die auch häufig zur Unterbringung von Flüchtlingen verwendet werden und die auf prägnanten Plätzen in der Dresdner Altstadt aufgestellt werden, teilte die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten gGmbH mit. Die Container werden als Raum für Kunst, Kultur und Wissenschaft dienen. Mit der Aktion solle ein Zeichen dafür gesetzt werden, dass in Dresden Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen zusammenleben und die Stadt durch einen aktiven und inspirierenden Dialog bereichern. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft der sächsischen Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) und der Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU).

Jubel und Enttäuschung bei deutschen Grammy-Nominierten

Deutsche Nominierte spärlich bedacht

Einige der begehrtesten Musikpreise der Welt gingen auch an deutsche Nominierte. So gewann das Klassiklabel CPO aus dem niedersächsischen Georgsmarienhütte den Preis für die beste Opernaufnahme („La descente d'Orphée aux enfers). Das Label Deutsche Grammophon wurde am Sonntagabend (Ortszeit) für ein Album der US-Violinistin Hilary Hahn für die beste Kammermusikaufführung ausgezeichnet. Zahlreiche andere deutsche Nominierte gingen allerdings leer aus. Der Osnabrücker DJ Robin Schulz, der mit „Waves für die beste Remix-Aufnahme nominiert war, und der ebenfalls aus Niedersachsen stammende Tonstudio-Inhaber Günter Pauler und sein Toningenieur Hans-Jörg Maucksch, die für das „Beste Surround-Sound-Album nominiert waren, bekamen keine Preise. Auch die Berliner Philharmoniker, die für die beste Orchester-Aufführung nominiert waren, gingen leer aus.

Leonard Bernstein Award 2015 geht an Krzysztof Urbanski

Schleswig-Holstein Musik Festival zeichnet polnischen Dirigenten aus

Krzysztof Urbanski (32) erhält den diesjährigen Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Der polnische Dirigent erfülle den Anspruch an die Träger der renommierten Auszeichnung zu 100 Prozent, betonte heute Festivalintendant Christian Kuhnt. Der junge Musiker begeistere sowohl Orchester als auch Publikum mit viel Feuer und Temperament. Krzysztof Urbanski ist Musikdirektor des Indianapolis Symphony Orchestra und Chefdirigent des Trondheim Symfoniorkester. Im Mai 2014 gab er sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern.
Der Nachwuchspreis wird ihm am 17. Juli in der Lübecker Musik- und Kongresshalle verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Franz-Hessel-Preis verliehen

Esther Kinsky und Christine Montalbetti werden mit dem deutsch-französischen Preis ausgezeichnet

Kulturstaatsministerin Grütters und die französische Kulturministerin Pellerin überreichten die mit jeweils 10.000 Euro dotierte Auszeichnung an die beiden Autorinnen in Berlin. Der Franz-Hessel-Preis wird zum fünften Mal an Autoren vergeben, die im jeweiligen Nachbarland noch nicht bekannt sind und deren Werke noch nicht übersetzt wurden. Er solle dazu beitragen, den literarischen und intellektuellen Dialog zwischen Deutschland und Frankreich zu vertiefen und zu beleben. Kinsky veröffentlichte im vergangenen Jahr den Roman "Am Fluß", von Montalbetti erschien im gleichen Jahr "Plus rien que les vagues et le vent".

Kinderbuchautor Peter Abraham mit 79 Jahren gestorben

"Das Schulgespenst" war sein bekanntester Roman

Der Schriftsteller Peter Abraham, einer der bekanntesten Kinderbuchautoren der DDR, ist im Alter von 79 Jahren in Potsdam gestorben. Dies teilte sein Verlag Kulturmaschinen aus Ochsenfurt (Bayern) mit. Bekannt wurde er ab Mitte der 1970er Jahre durch sein Buch "Das Schulgespenst". 1986 wurde das Buch verfilmt. Nach der Wende schrieb Abraham Fortsetzungen über die Erlebnisse des Schulgespenstes. 2011 erschien Abrahams Autobiographie über seine Kindheit in der Nazi-Zeit.
Nach Angaben des Verlages hat Abraham insgesamt mehr als 30 Bücher geschrieben.

"Boyhood" gewinnt Bafta für besten Film

Die britische Filmakademie hat gewählt

Das ungewöhnliche Filmprojekt "Boyhood" von US-Regisseur Richard Linklater hat den britischen Bafta-Award für den besten Film gewonnen. Linklater gewann in London zudem den Regiepreis der britischen Film- und Fernsehakademie. Einen dritten Bafta für die Oscar-nominierte Produktion holte US-Schauspielerin Patricia Arquette als beste Nebendarstellerin. Mit fünf Baftas erhielt nur die Komödie "The Grand Budapest Hotel" mehr Auszeichnungen, unter anderem in den Kategorien Kostüm, Original-Drehbuch und Filmmusik. Der Film von US-Regisseur Wes Anderson hatte mit elf die meisten Nominierungen und war auch um den Titel als bester Film ins Rennen gegangen. Dagegen war "The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben" mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle der große Verlierer des Abends. Das Oscar-nominierte Drama war für neun Baftas nominiert, ging aber komplett leer aus.

Bonner Kunstpreis geht an Anna Lea Hucht

Berliner Künstlerin erhält Atelierstipendium in Paris

Anna Lea Hucht erhält den Kunstpreis, weil es ihr gelinge in der Tradition des Surrealismus mit ihren Bildern und Skulpturen, realistische Wahrnehmungen und poetische Empfindungen miteinander zu verschmelzen, hieß es zur Begründung der Jury. Die Zeichnerin und Bildhauerin will sich vor allem mit afrikanischer Kunst auseinandersetzen. Ihre Ergebnisse sollen im November 2016 im Kunstmuseum Bonn ausgestellt werden. Der Bonner Kunstpreis wird seit 1985 von der Stadt Bonn und der IVG-Stiftung verliehen und ermöglicht dem Gewinner ein drei- bis sechsmonatiges internationales Atelierstipendium.

Bamberger Wahrzeichen muss notsaniert werden

Die Klosterkirche Sankt Michael ist marode

Deshalb muss das 1.000 Jahre alte Bamberger Wahrzeichen jetzt saniert werden. Ein spezialisierter Statiker sei zu dem Ergebnis gekommen, dass an dem Wahrzeichen "fast nichts mehr im Lot ist", teilte die Stadt Bamberg mit. Bereits 2012 musste die Kirche wegen erheblicher statischer Mängel geschlossen werden. Die Probleme sind nun der Untersuchung zufolge sehr gravierend. Die Kosten für die Notsanierung werden auf rund 160.000 Euro geschätzt. Damit sei das Gotteshaus im Jubiläumsjahr jedoch noch nicht wieder betretbar.

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