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Kulturnachrichten

Freitag, 6. Februar 2015

Nafea faa ipoipo: Gauguin-Bild hat neuen Besitzer

Das bestätigte Ruedi Staechelin vom Rudolf Staechelin Family Trust der Deutschen Presse-Agentur.

Angaben zum Preis und zum Käufer machte Staechelin nicht. Laut
Medienberichten soll das 1892 auf Tahiti gemalte Nafea faa ipoipo für 300 Millionen US-Dollar nach Qatar verkauft worden sein. Damit wäre es das teuerste Gemälde der Welt. Bislang war Nafea im Kunstmuseum Basel zu sehen. Dort bedauerte man in einer Stellungnahme den Verkauf. Das Gemälde gehörte zu 18 Werken der Sammlung Staehelin, die seit 2002 ständige Leihgaben waren. Dieser Vertrag wurde vom Trust wegen der sanierungsbedingten Schließung des Kunstmuseums Basel gekündigt. Ob die 17 Bilder nach Ende der Arbeiten im April 2016 wieder zurückkehren, sei "unwahrscheinlich", erklärte Ruedi Staechelin. Ab dem 8. Februar soll das Bild in einer Gauguin-Retrospektive in der Fondation Beyeler in Basel gezeigt werden. Weitere Stationen sind Madrid und Washington.

Eurovision Song Contest 2016: Türkei wieder dabei

Das Land nimmt seit letztem Jahr nicht mehr an dem internationalen Schlagerwettbewerb teil.

Der Chef des staatlichen Fernsehensenders TRT sagte der Zeitung "Milliyet", "unsere Forderungen werden erfüllt und deshalb werden wir zurückkehren." Es habe einige "bedeutende Verbesserungen" gegeben, so Senol Göka. Sie beträfen das Auswahlverfahren als auch die "moralischen Standards". Vor drei Jahren hatte die Türkei den Ausstieg mit einer niedrigen Einschaltquote und Automatismen bei den Regeln für die Endausscheidung begründet. 2013 hatte Gastgeber Schweden zwei sich während der Proben küssende Tänzer gezeigt. Auf den Sieg von Conchita Wurst im vergangenen Jahr hatte der heutige türkische Europaminister Volkan Bozkir mit dem Satz reagiert: "Jedes Mal, wenn ich diesen Österreicher sehe, der beim Eurovision Song Contest gesiegt hat, sage ich mir, 'glücklicherweise gehören wir nicht mehr dazu'". Seit 2013 veranstaltet die Türkei ihren eigenen Wettbewerb namens "Turkvision".

Nach Mail-Desaster: Chefin von Sony Pictures muss gehen

Amy Pascal werde im Mai aufhören, berichteten US-Medien unter Berufung auf die Produktionsfirma.

Sony Pictures war im Dezember kurz vor dem geplanten Filmstart der Nordkorea-Satire «The Interview» Opfer einer Hacker-Attacke geworden, die nahezu das gesamte Computersystem des Studios zum Absturz brachte. Zudem erbeuteten die Angreifer Massen an vertraulichen Informationen, die teilweise veröffentlicht wurden. Inhalt und Stil lösten neue Schlagzeilen aus. Amy Pascal werde nun ein von Sony finanziertes Tochterunternehmen übernehmen. "Ich habe fast mein gesamtes Berufsleben bei Sony Pictures verbracht", erklärte die 57jährige. Ich "freue mich auf dieses neue Kapitel."

Verlagsgruppe Beltz: übernimmt Campus-Verlag

Das teilten die Verlagshäuser in einer gemeinsamen Erklärung mit. Zum Kaufpreis schweigen sowohl Verkäufer als auch Käufer.

Die Übernahme gilt ab sofort. Verleger Thomas Carl Schwoerer übergibt die Leitung des 1975 von seinem Vater gegründeten Campus Verlags an Beltz-Geschäftsführerin Marianne Rübelmann. Beltz hielt bisher 50 Prozent an Campus. Der Verlag werde "in seiner programmatischen Struktur" mit den Kernsegmenten Wirtschaft und Gesellschaft am Standort Frankfurt weitergeführt, erklärte Rübelmann. Das gelte auch für die Wissenschaftsbücher. Der Campus-Verlag hat nach eigenen Angaben 40 Mitarbeiter, die knapp 200 Neuerscheinungen pro Jahr betreuen. Der bisherige Campus-Verleger Schwoerer scheidet Anfang März nach 29 Jahren aus dem Unternehmen aus. Die Beltz-Gruppe - mit den Schwerpunkten Pädagogik und Psychologie sowie Kinder- und Jugendbuch - wird als Familienunternehmen in der sechsten Generation geführt.

Brandanschlag auf Roma-Kulturzentrum in Malmö: Antiziganismus in Schweden tief verwurzelt

Ein Polizeisprecher sagte, dieser also auch Brandanschläge vor gut einem Monat auf Moscheen seien vermutlich rassistisch motiviert.

Nahezu zeitgleich mit dem Angriff wurde ein von der schwedischen Regierung in Auftrag gegebene Studie über die Lage von Sinti und Roma vorgestellt. Darin kritisieren unabhängige Wissenschaftler, dass Schweden die seit mehr als 500 Jahren in Schweden ansässige Minderheit der Roma nicht ausreichend vor "Diskriminierung und Rassismus" schütze. "Antiziganismus ist in Schweden weit verbreitet und tief in der Gesellschaft verwurzelt", sagte das Kommissionsmitglied Thomas Hammerberg. Vergangenen Monat hatte der UN-Menschenrechtsrat darauf hingewiesen, dass sich Berichte aus Schweden über rassistische Verbrechen gegen Minderheiten häuften. Er verwies in diesem Zusammenhang auf erstarkende Parteien wie die "Schwedendemokraten". Die etwa 50.000 Roma in Schweden haben den Status einer nationalen Minderheit - ebenso wie Juden, Sami und zwei finnischsprachige Gruppen.

Heute im ZDF-Hauptprogramm: An Jan Böhmermann scheiden sich die Geister

Bei ZDFneo lief er sich gestern warm. Heute um Mitternacht läuft Neo Magazin Royale zum ersten Mal in der ersten Reihe des Zweiten Deutschen Fernsehens - und polarisiert wieder.

"Bei der Premiere fehlt dem Moderator über weite Strecken die Coolness, die ihn sonst auszeichnet" mäkelt die Süddeutsche Zeitung, macht dafür aber auch das neue "blitzblank gewienerte Studio" verantwortlich. Auch für den Kritiker der "Welt" hat die "rotzige Dreistigkeit" des 33jährigen "durchaus Unterhaltungswert –wäre er nur nicht so furchtbar überheblich. An Böhmermanns sarkastischer Teflon-Überheblichkeit mag zwar ein Shitstorm abperlen wie Wasser an einer Chemie durchtränkten Regenkutte, aber der würdige Anwärter auf den Late-Night-Thron der Zukunft hat noch Luft nach oben." Immerhin: Ein uneingeschränktes Lob bekommt der Comedian von der "Zeit": "Jan Böhmermann springt souverän ins ZDF-Hauptprogramm" und das hat "Wumms".

Konzerthaus München: Kritik nun auch vom Deutschen Musikrat

Den Umbau des Gasteig nannte Generalsekretär Christian Höppner die
"schlechteste aller denkbaren Lösungen".

Die am Montag vom bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer (CSU) und dem Münchener Oberbürgermeister Reiter (SPD) bekanntgegebene Entscheidung, auf einen dritten Saal zugunsten eines Umbaus der Philharmonie am Gasteig zu verzichten, sei "kein Ruhmesblatt" und habe eine "negative Signalwirkung für unser ganzes Kulturland, die weit über die Stadt und die bayerischen Grenzen" hinausreiche. Seit Land und Stadt die über 10 Jahre währende Diskussion um ein neues Konzerthaus für beendet erklärt haben, hagelt es Kritik.

Schaden statt Schmuck: Kirche muss seine Geschichte umschreiben

Das barocke Deckenfresko von Giovanni Francesco Marchini im Chorraum der Wiesentheider Sankt Mauritius Kirche ist für die Generalsanierung von Denkmalpflegern untersucht worden.

Sie stellten fest, dass die bislang für die "Gesetztafeln von Mose" gehaltenen Darstellungen Flecken eines undatierten Wasserschadens sind. Das teilte die Bischöfliche Pressestelle mit. Das 1732 nach den Plänen von Balthasar Neumann geweihte Gotteshaus in Franken wurde zum letzten Mal 1896 saniert. Wegen der Fresken auf 3000 Quadratmetern werden die aktuell geplanten Arbeiten an die 5 Millionen Euro kosten.

Raumsonde im Anflug auf Zwergplanet Ceres

Detailreiche Bilder gefunkt

Die Raumsonde "Dawn" hat die bislang detailreichsten Bilder vom Anflug auf den Zwergplaneten Ceres im Asteroidengürtel gefunkt. Mit dem deutschen Kamerasystem konnte die Sonde aus 145 000 Kilometern Entfernung eine bislang nicht abgelichtete Seite des Himmelskörpers fotografieren. Das teilte das Jet Propulsion Laboratory der US-Raumfahrtbehörde Nasa im kalifornischen Pasadena mit. Die Sonde habe insgesamt eine Vierteldrehung von Ceres aufgezeichnet, ergänzte das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen, unter dessen Federführung das Kamerasystem entwickelt worden war. Die Aufnahmen zeigen vergleichsweise helle Flecken und beeindruckende Krater, wie das Institut erläuterte. Hell sei dabei allerdings relativ. Der Zwergplanet ist schwarz wie Kohle. Die helleren Flecken seien immer noch so dunkel wie eine Asphaltfläche. Die Raumsonde soll Ceres Anfang März erreichen.

Katholischer Medienpfarrer Heeg gestorben

Er wurde nur 50 Jahre alt

Der katholische Medienpfarrer Dietmar Heeg ist gestern im Alter von 50 Jahren gestorben. Das teilte die Katholische Fernseharbeit heute im sozialen Netzwerk Facebook mit. Heeg war seit 2000 katholischer Beauftrager für RTL, seit 2003 auch für ProSieben und SAT1. Der Geistliche war Priester des Bistums Mainz und lebte in Bensheim an der Bergstraße.

Münchner Residenztheater zeigt voraussichtlich umstrittenen "Baal"

Brecht-Erben wollen Castorfs Inszenierung verbieten lassen

Heute steht die umstrittene "Baal"-Inszenierung von Frank Castorf am Münchner Residenztheater noch einmal unverändert auf dem Spielplan. "Wir gehen davon aus, dass die Aufführung stattfindet", sagte ein Theatersprecher. Und auch von Seiten des Berliner Suhrkamp-Verlages, der die Inszenierung aus Urheberrechtsgründen verbieten lassen will, hieß es: "Zum jetzigen Zeitpunkt müssen wir davon ausgehen, dass gespielt wird." Castorf inszeniert Brechts Frühwerk "Baal" unter anderem als Auseinandersetzung mit dem Vietnam-Krieg und fügte dazu Texte ein, die Brecht gar nicht geschrieben hat. Seinen Erben geht das zu weit.

Stiftung soll WestLB-Kunstsammlung im Land halten

Einige Werke sollen unter Kulturschutz gestellt werden

Nordrhein-Westfalens Landesregierung will die zum Verkauf stehende Kunstsammlung der ehemaligen WestLB über eine Stiftung und private Investoren für das Land sichern. Das sagten Kulturministerin Ute Schäfer und Finanzminister Norbert Walter-Borjans nach dem Runden Tisch zur Zukunft der Sammlung. Fest stehe aber, dass die rund 400 Kunstwerke zu Marktpreisen von der WestLB-Nachfolgerin Portigon veräußert werden müssten, betonte Walter-Borjans. Eine konkrete Summe nannte er nicht.Bereits gestern hatte Kulturministerin Schäfer den Plan mitgeteilt, zwölf Kunstwerke unter nationalen Kulturschutz stellen zu lassen. Die zwölf Objekte seien "lediglich ein Anfang", so Schäfer. Weitere 60 Kunstwerke würden derzeit fachlich bewertet. Werke, die in das Verzeichnis national wertvollen Kulturguts eingetragen sind, dürfen zwar verkauft, aber nicht ausgeführt werden.

Körperwelten-Schau - Gericht entscheidet über Eröffnung

Fronten im Streit um ein Museum mit plastinierten Leichen bleiben verhärtet

Kann die vom Berliner Bezirk Mitte nicht genehmigte Körperwelten-Ausstellung am 18. Februar eröffnet werden oder nicht? Bis spätestens zum 11. Februar soll die Frage von einem Verwaltungsgericht im Eilverfahren entschieden werden, sagte ein Sprecher des Gerichts. Mittes Bezirksbürgermeister Christian Hanke bekräftigte, dass der Bezirk weiter mit allen juristischen Mitteln gegen die Ausstellung am Fuß des Fernsehturms am Alexanderplatz vorgehe. Mit der Verweigerung einer Genehmigung unterlag der Bezirk bereist einmal gegen den umstrittenen Leichenplastinator Gunther von Hagens und sein Menschen-Museum vor Gericht.

Die 65. Berlinale ist eröffnet

Festival startete mit Grönland-Drama und Juliette Binoche

Die 65. Berlinale ist eröffnet. Als erster Film der Berlinale startete jgestern abend das Grönland-Drama "Nobody Wants the Night" mit Juliette Binoche ins Rennen um die Trophäen. Die spanische Regisseurin Isabel Coixet konkurriert mit 18 weiteren Filmemachern im offiziellen Wettbewerb. Mit Werner Herzog, Andreas Dresen und Sebastian Schipper haben auch drei Deutsche Chancen auf einen Bären. Mehr als 1600 Gäste waren zur Eröffnungsgala in den Berlinale-Palast gekommen - darunter Hollywoodstar James Franco und Oscar-Preisträger Christoph Waltz.

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