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Kulturnachrichten

Sonntag, 1. Februar 2015

Pianist Aldo Ciccolini gestorben

Er galt als Wiederentdecker von Erik Satie

Der französische Pianist Aldo Ciccolini ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der Musiker italienischen Ursprungs starb in der Nacht zu heute in der Nähe von Paris, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf seinen Manager berichtete. Ciccolini gab noch 2013 eine Walzer-CD heraus. Seine große Liebe galt neben Satie Komponisten wie Ravel, Debussy und Saint-Saëns. Mit seiner Einspielung des kompletten Klavierwerks von Satie aus den 70er-Jahren trug er zur Wiederentdeckung des Vorreiters der Minimal Music bei. Der in Neapel geborene Pianist wurde 1969 französischer Staatsbürger. Im Jahr 2002 erhielt er für seine Aufnahme des gesamten Klavierwerks von Leos Janácek und Robert Schumann den französischen Schallplattenpreis Diapason d'Or.

Peter Handke mit Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis geehrt

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert

Für sein Gesamtwerk hat der österreichische Schriftsteller Peter Handke den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis erhalten. "Seine Bücher sind frei von routinierten Kniffen. Mit jedem Werk macht er sich auf, um sich selbst und die Welt zu entdecken", sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) laut Mitteilung bei der Vergabe im Pfalztheater in Kaiserslautern. Handke wurde unter anderem mit dem Sprechstück "Publikumsbeschimpfung" (1966) bekannt. Der Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis wird seit 1993 von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur vergeben. Er soll die deutschsprachige Dramatik fördern und zählt zu den höchstdotierten Dramatikerpreisen Deutschlands. Ausgezeichnet wurden bislang unter anderem René Pollesch (2012), Roland Schimmelpfennig (2010) und Elfriede Jelinek (2003).

"Me & Earl & The Dying Girl" gewinnt beim Sundance Film Festival

Auch der Zuschauerpreis ging an den Film

Das Freundschaftsdrama "Me & Earl & The Dying Girl" hat den Hauptpreis beim Sundance Film Festival gewonnen. Der Film des amerikanischen Fernseh- und Filmregisseurs Alfonso Gomez-Rejon handelt von einem High-School-Schüler (Thomas Mann), der sich mit einem leukämiekranken Mädchen (Olivia Cook) anfreundet. Die Auszeichnung für die beste Dokumentation ging an "The Wolfpack". Darin zeichnet die New Yorker Regisseurin Crystal Moselle das Leben von sieben Geschwistern nach, die von ihren Eltern in New York von der Außenwelt isoliert großgezogen wurden. Die Preisträger wurden gestern Abend im Wintersportort Park City im US-Staat Utah bekanntgegeben.

Ägyptens Präsident begnadigt inhaftierten Reporter aus Australien

Zwei Kollegen sind aber weiter in Haft

In den Fall der drei seit mehr als einem Jahr in Ägypten inhaftierten Al-Dschasira-Journalisten kommt Bewegung. Nach einem Erlass von Präsident Abdel Fattah al-Sisi kam der australische Kollege Peter Greste heute nach 400 Tagen Haft aus dem Gefängnis frei. Er soll noch am Abend Ägypten via Flugzeug in Richtung Zypern verlassen haben, hieß es unter Berufung auf Informanten am Kairoer Flughafen. Zunächst ungewiss blieb das Schicksal seiner Kollegen Mohammed Fahmy und Baher Mohammed. Alle drei waren Ende 2013 in einem Kairoer Hotel festgenommen worden.
Sie hatten über die kurz zuvor als Terrororganisation verbotene Muslimbruderschaft berichtet. Ägypten warf ihnen daraufhin die Unterstützung der Bruderschaft vor. Ein Gericht verurteilte sie im Juni vergangenen Jahres zu Haftstrafen zwischen sieben und zehn Jahren. Das Urteil stieß weltweit auf scharfe Kritik.

Drei Nachnominierungen für Grimme-Preis

Weitere Nachnominierungen möglich

Die Fernsehfilme "Es ist alles in Ordnung" (WDR) und "Männertreu" (HR) sind für den Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion nominiert worden. Die seit gestern tagenden Jurys der Wettbewerbsbereiche Fiktion sowie Information und Kultur hätten von ihrem Recht zur Nachnominierung Gebrauch gemacht, teilte das Grimme-Institut in Marl mit. Außerdem sei die Dokumentation "Die Arier" (ZDF/Arte) zusätzlich vorgeschlagen worden. Die Jury des Grimme-Preises für die Kategorie Unterhaltung kommt den Angaben zufolge morgen zusammen. Sie könne ebenfalls noch eine Nachnominierung aussprechen, hieß es. Die Jurys des 51. Grimme-Preises tagen bis zum 5. Februar. Die Preise werden am 27. März in Marl verliehen.

Harald Schmidt kehrt aufs ZDF-"Traumschiff" zurück

Folgen sollen zum Jahreswechsel gesendet werden

TV-Entertainer Harald Schmidt kehrt auf das ZDF-"Traumschiff" zurück. Der 57-jährige wird am 20. Februar in Neukaledonien an Bord gehen und in zwei neuen Folgen an Weihnachten und Anfang Januar 2016 im Fernsehen zu sehen sein, wie die "Bild am Sonntag" berichtete. "Er spielt wieder die Rolle des Oskar und ist als Kreuzfahrtdirektor mit großer Freude dabei", sagte "Traumschiff"-Produzent Wolfgang Rademann der Zeitung. Als Oskar war Schmidt zuletzt im Januar 2012 zu sehen. Danach war er durch seine fast tägliche Show im Bezahlsender Sky "unabkömmlich", wie Rademann erklärte. "Jetzt kann ich wieder mit ihm planen."

Miss-Marple-Darstellerin Geraldine McEwan gestorben

McEwan wurde 82 Jahre alt

Die Miss-Marple-Darstellerin Geraldine McEwan ist tot. Sie sei nach einem im Oktober erlittenen Schlaganfall am Freitag friedlich eingeschlafen, teilte die Familie der Schauspielerin mit. McEwan hatte die Gestalt der berühmten Hobby-Detektivin aus der Feder von Romanautorin Agatha Christie in den Jahren 2004 bis 2009 für eine Serie des britischen Senders ITV gespielt. Der Erfolg ihrer berühmten Vorgängerin in der Rolle, Margaret Rutherford (1892 - 1972), war ihr aber nicht beschieden. McEwan hatte erfolgreich auch in Kinofilmen mitgewirkt und Theater gespielt. 1991 war sie an der Seite von Kevin Costner in der Robin-Hood-Verfilmung "König der Diebe" zu sehen. Ehrungen der britischen Krone lehnte sie stets ab - unter anderem als sie 2002 als "Dame" die höchste Auszeichnung der Queen entgegennehmen sollte.

Portigon-Kunstsammlung wohl weniger wert als vermutet

Der geplante Verkauf der Sammlung hatte für Proteste gesorgt

Die Kunstsammlung der West-LB-Nachfolgerin Portigon ist Zeitungsberichten zufolge wohl weniger wert als bisher angenommen. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, schätzen Experten den wahren Wert der Sammlung deutlich unter dem der Versicherungssumme von 28 Millionen Euro. Sie gehen von einem einstelligen Millionenbetrag aus, da die Sammlung vermutlich kaum Unikate enthält. Bei den meisten Werken handele es sich vor allem um Arbeiten auf Papier und um Grafiken, hieß es. Die Portigon AG will als Nachfolgerin der aufgelösten Landesbank West LB mehrere hundert Kunstwerke verkaufen. Die Direktoren mehrerer großer Museen in Nordrhein-Westfalen kritisieren die Pläne als "Tabubruch" und "kulturpolitische Bankrotterklärung". Aufgrund des großen Widerstands will nun die rot-grüne Landesregierung Nordrhein-Westfalens "alles in ihren Kräften Stehende tun, um Kunstwerke der Sammlung für Nordrhein-Westfalen zu sichern".

Wim Wenders freut sich "wie Bolle" über den Berlinale-Ehrenbären

Wenders erhält den Ehrenbären für sein Lebenswerk

Wim Wenders (69) freut sich "wie Bolle" über den Berlinale-Ehrenbären. "Zuhause so geehrt zu werden, in der eigenen Stadt, das ist wunderbar, und da bin ich der Berlinale und dem Dieter Kosslick sehr dankbar", sagte der Regisseur der "Welt am Sonntag". Wenders ist zudem mit seinem Film "Das Salz der Erde" für den Oscar nominiert. Auf die Frage, ob dies der eine Preis sei, der ihm noch fehle, sagte er: "Ob er fehlt, weiß ich nicht. Und ob er mein Leben verändert, wenn er nicht mehr fehlt, bezweifle ich."

Planeta-Präsident Lara Bosch tot - Großverleger und Medienzar

Er erlag gestern einem Krebsleiden

Der spanische Großverleger und Medienzar José Manuel Lara Bosch ist tot. Der Präsident und Besitzer der Verlagsgruppe Planeta starb im Alter von 68 Jahren in seiner Heimatstadt Barcelona an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Der Konzern Grupo Planeta ist nach eigenen Angaben Marktführer in Spanien und Lateinamerika, rangiert in Frankreich an zweiter Stelle und gehört zu den acht größten Verlagen der Welt. Der korpulente und bärtige Lara Bosch hatte das Familienunternehmen seit 1997 als Geschäftsführer geleitet. Nach dem Tod seines Vaters José Manuel Lara Hernández, der den Verlag 1949 gegründet hatte, wurde er 2003 der Präsident der Gruppe. Zu Grupo Planeta gehören mehr als 100 Einzelverlage, für die mehr als 15 000 Autoren schreiben. Die Gruppe vergibt einmal im Jahr den mit rund 600 000 Euro dotierten Planeta-Preis, den höchstdotierten Literaturpreis in der spanischsprachigen Welt.

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