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Kulturnachrichten

Samstag, 14. Februar 2015

Kulturmanager sieht Konzertsaal-Entscheidung gelassen

Debatte über Lösung zu Konzertsaal in München bleibt heftig

Der Kulturmanager und frühere Leiter des Münchner Kulturzentrums Gasteig, Eckard Heintz, sieht die umstrittene Konzertsaal-Entscheidung gelassen. "Dass kein neuer Saal gebaut wird, ist nicht die große Katastrophe, die manche heraufbeschwören", sagte Heintz, der das Kulturzentrum 16 Jahre lang bis Ende 1998 geleitet hatte, dem Nachrichtenmagazin "Focus". Die akustischen Probleme der Philharmonie ließen sich vergleichsweise kostengünstig beheben. Bühneneinbauten für drei Millionen Euro würden den Klang in diesem Saal spürbar verbessern. Das löse aber nicht andere Probleme, insbesondere bei der Terminvergabe, sagte Heintz der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Es ist noch Entscheidendes zu prüfen: Die Frage einer Akustikverbesserung in der Philharmonie und die der bisher mangelhaften Unterbringung von Gastorchestern, insbesondere des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks." Die Münchner Philharmoniker hatten bei der Terminplanung bisher Vorrang. Selbst wenn eine Gleichberechtigung beider Orchester gewährleistet sei, bleibe eine dauerhafte Problematik bei Konzerten auch privater Veranstalter, sagte Heintz.

Hennig von Lange erhält Clemens-Brentano-Preis

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird am 30. Juni 2015 überreicht

Die Autorin Saskia Hennig von Lange erhält den diesjährigen Clemens-Brentano-Förderpreis für Literatur der Stadt Heidelberg. Hennig von Lange werde für ihren ersten Roman "Zurück zum Feuer" ausgezeichnet, teilte die Stadt Heidelberg am Freitagabend mit. Mit ihrem Roman sei der Autorin "ein sprachlich kompaktes, atmosphärisch dichtes Debüt, aufgebaut auf den Spuren der Boxlegende Max Schmeling" gelungen, heißt es in der Würdigung der Jury. Hennig von Lange verstehe es, drei Erzählstränge so zu verbinden, dass sich unterschiedliche Verlusterfahrungen überlagerten. Die Autorin wurde 1976 geboren und studierte Angewandte Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte. Sie forscht und arbeitet an der Justus-Liebig-Universität Gießen an ihrer Dissertation zum Verhältnis von Bild, Rahmen und Körper in der spätmittelalterlichen Kunst.

Moritzburg Halle präsentiert Werke von "Brücke"-Künstlern

Werke stammen aus der Sammlung "Die Maler der Brücke" von Hertha und Hermann Gerlinger

In der Moritzburg Halle ist am Samstag eine Ausstellung mit Werken der Künstlervereinigung "Die Brücke" eröffnet worden. Zu sehen sind rund 70 Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken sowie ein Relief der Expressionisten. Erstmals überhaupt öffentlich gezeigt wird ein Selbstporträt des damals fast 90-jährigen Karl Schmidt-Rottluff von 1974. Wie das Museum mitteilte, sind auch einige bedeutende Neuerwerbungen zu sehen, darunter eine Selbstbildniszeichnung Ernst Ludwig Kirchners von 1906. Die Künstlervereinigung "Die Brücke" war 1905 in Dresden gegründet worden und hatte ihren Mittelpunkt ab 1911 in Berlin. Die Expressionisten prägten einen dynamischen, stark farbigen Mal- und Zeichenstil. 1913 löste sich die Gruppe auf.

Handke übergibt Teil des Ibsen-Preisgeldes

Er spendet 50 000 Euro für den Bau eines Schwimmbades

Der Schriftsteller Peter Handke wird das aus seinem Ibsen-Preis stammende Geld am Montag in der Kosovo-Gemeinde Velika Hoca übergeben. Er ist nach Serbien und ins Kosovo gereist, um 50 000 Euro für den Bau eines Schwimmbades zu spenden. Das berichtete die Zeitung "Novosti" heute in Belgrad. In dem Ort wohnt eine kleine serbische Minderheit mitten unter der albanischen Bevölkerungsmehrheit. Bei der Überreichung des Literaturpreises im vergangenen Dezember in Oslo war Handke wegen seiner proserbischen Haltung von Demonstranten als Faschist beschimpft worden. Als Reaktion hatte er angekündigt, einen Teil des Preisgeldes in Höhe von umgerechnet 306 000 Euro im Kosovo spenden und den Rest an den norwegischen Staat zurückgeben zu wollen.

Netanjahu macht in Israel-Preis-Vergabe Rückzieher

Netanjahu hatte drei Mitglieder der Jury ausgeschlossen

Nach Protesten gegen seine Einmischung in die Vergabe des renommierten Israel-Preises hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu einen Rückzieher gemacht. Netanjahu setze eine Empfehlung von Generalstaatsanwalt Jehuda Weinstein um, während des laufenden Wahlkampfes die Ernennung von Jurymitgliedern nicht zu beeinflussen, teilte das Büro des Ministerpräsidenten mit. Der für den Preis nominierte Schriftsteller David Grossman und andere hatten gegen Netanjahus Intervention protestiert. Netanjahu hatte in dieser Woche drei Mitglieder der Jury ausgeschlossen und dieser vorgeworfen, in den vergangenen Jahren "mehr und mehr Extremisten und Anti-Zionisten" für die bedeutendste Auszeichnung des Landes ausgewählt zu haben. Die Israel-Preise für herausragende Leistungen in der Literatur, der Künste und den Wissenschaften werden alljährlich am israelischen Unabhängigkeitstag verliehen, mit dem an die Ausrufung des Staates Israel am 14. Mai 1948 erinnert wird.

"Weltbild" trennt sich von fast jeder zweiten Filiale

Mittelständische Buchhandelskette kauft rund 70 Läden

Der angeschlagene Buchhändler Weltbild gibt in Deutschland fast die Hälfte seiner derzeitigen Filialen ab. Rund 70 Läden müssten wegen zu hoher Struktur- und Mietkosten verkauft werden, teilte das Unternehmen gestern in Augsburg mit. Käufer sei eine mittelständische Buchhandelskette aus Ahaus. Rund 75 Filialen bleiben bei Weltbild. Die Mitarbeiter in den vom Verkauf betroffenen Filialen werden den Angaben zufolge von dem neuen Eigentümer übernommen. Weltbild kündigte zugleich an, im kommenden Geschäftsjahr etwa zehn neue Filialen an interessanten Standorten eröffnen zu wollen. Auch in den folgenden Jahren sollten jährlich etwa zehn weitere Geschäfte hinzukommen. Den jetzt verkündeten Verkauf der Filialen bezeichnete Weltbild-Geschäftsführer Patrick Hofmann als "unumgänglich". Die Erwartungen an die Entwicklung des Geschäfts an einigen Standorten hätten sich aufgrund zu hoher Struktur- und Mietkosten nicht erfüllt.

Richter drücken Andreas Dresen die Daumen

Dresen ist seit November 2012 Laienrichter

Filmregisseur Andreas Dresen hat im Wettbewerb der Berlinale höchstrichterliche Unterstützung: "Wir drücken ihm alle die Daumen, dass er zur nächsten Sitzung den Goldenen Bären mitbringt", sagte der Präsident des Brandenburger Verfassungsgerichts, Jes Möller, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. Dresen ist seit November 2012 Laienrichter in dem neunköpfigen Kollegium, das einmal im Monat über Verfassungsbeschwerden von Bürgern oder Institutionen entscheidet. "Dresen ist regelmäßig dabei", betonte Möller. Der Regisseur ist bei der Berlinale mit seinem Wende-Drama "Als wir träumten" im Rennen.

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