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Kulturnachrichten

Dienstag, 20. Januar 2015

Autor und Dramatiker Georg Lohmeier gestorben

88-Jähriger verstarb nach langer schwerer Krankheit

Lohmeier hatte in zahlreichen Werken die bayerische Tradition und Kultur beleuchtet. Mit seiner Forderung, Bayern wieder einen König zu geben, galt er als großer bayerischer Patriot. Lohmeier hatte zahlreiche Bücher geschrieben, Theaterstücke inszeniert und Episoden für Rundfunk und Fernsehen produziert. Dabei hielt er fest, was er als Junge in der Wirtsstube seines Vaters kennengelernt hatte. Für seine Arbeit, darunter die Drehbücher für das "Königlich bayerische Amtsgericht", erhielt er unter anderem den Valentin-Orden.

Coen-Brüder leiten Cannes-Jury

"Besondere Ehre" für Joel und Ethan

Die Coen-Brüder werden bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes gemeinsam die Jury leiten. Die beiden amerikanischen Regisseure, die mit Filmen wie "The Big Lebowski" oder "No Country for Old Men" berühmt wurden, sind wahre Cannes-Veteranen: Sieben ihrer 16 Werke präsentierten sie an der Croisette. 1991 wurden sie dort für "Barton Fink" mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

Amazon will Hollywood Konkurrenz machen

Deutsche Filmproduzenten begrüßen die Pläne

Nach dem erfolgreichen Ausflug in die Welt der Fernsehserien will Amazon auch Hollywood herausfordern. Der Online-Händler wird eigene Kinofilme produzieren und fremde Streifen kaufen, kündigte Amazon an. Ziel sei es, bis zu 12 Filme pro Jahr zu produzieren, sagte Roy Price, Vizepräsident von Amazon Studios. Die deutschen Filmproduzenten haben die Pläne von Amazon begrüßt. "Wir finden es toll, wenn Bewegung in den Markt kommt und sich Online-Plattformen in den Wettbewerb einschalten", sagte der Sprecher der Deutschen Produzentenallianz, Jens Steinbrenner. "Wir hoffen, dass dadurch in Zukunft ein Zweitverwertungsmarkt entsteht, von dem wir profitieren können."

Zwei "Tatort"-Folgen für Grimme-Preis nominiert

Privatsender wurden ausschließlich in der Kategorie "Unterhaltung" nominiert

Zwei "Tatort"-Folgen sind dieses Jahr im Rennen um den Grimme-Preis. "Im Schmerz geboren" mit Ulrich Tukur (HR) und "Der irre Iwan" mit Christian Ulmen und Nora Tschirner (MDR/Degeto) wurden für den renommierten Fernsehpreis nominiert, wie das Grimme-Institut in Marl heute mitteilte. Für den 51. Grimme-Preis haben die Nominierungskommissionen insgesamt 62 Produktionen in den drei Kategorien Fiktion, Information & Kultur und Unterhaltung vorgeschlagen. Bis zu zwölf Preise können vergeben werden. Die Jurys tagen Anfang Februar, die Preisträger werden im März bekanntgegeben. Die Verleihung findet am 27. März statt.

Dresdner Kupferstich-Kabinett gibt Romantiker-Zeichnung zurück

Das Bild wurde 1944 für das sogenannte "Führermuseum" erworben

Das Dresdner Kupferstich-Kabinett hat den Nachkommen einer Wiener Jüdin eine Zeichnung des Künstlers Friedrich Olivier (1791-1859) aus seinem Bestand zurückgegeben. Die frühere Besitzerin war zum Verkauf des Blattes gezwungen worden und fiel später dem Holocaust zum Opfer. Die Herkunft der 1816 entstandenen Federzeichnung "Welke Blätter" sei im Zuge eines Forschungsprojekts geprüft worden, teilten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) heute mit.

WDR stellt "Zimmer frei" 2016 ein

Die Sendung wurde 2000 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet

Nach 20 Jahren stellt der WDR die Fernsehshow "Zimmer frei" ein. Der Sender teilte heute mit, die beiden Moderatoren Christine Westermann und Götz Alsmann wollten sich im Sommer 2016 mit einer großen Jubiläumssendung von den Zuschauern verabschieden. In "Zimmer frei" suchen die Moderatoren als Mitglieder einer fiktiven Wohngemeinschaft einen Mitbewohner. In dieser Rolle führen sie Gespräche mit einem prominenten Gast und stellen ihm Aufgaben.

Houllebecq verteidigt Roman

Erster öffentlicher Auftritt nach Pariser Terroranschlägen in Köln

Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq, 56, hat gestern bei seiner bislang einzigen Lesung in Köln seinen umstrittenen Roman "Unterwerfung" verteidigt. Seit dem Erscheinen des Romans vor zwei Wochen und den Anschlägen müsse er ständig zwei Dinge erklären: "Erstens, dass mein Buch kein islamfeindliches Buch ist", und zweitens, dass man aber das Recht haben müsse, ein solches Buch zu schreiben. Nach den Terroranschlägen hätten ihm die Demonstrationen Eines klar gezeigt: "Dass die Franzosen sich etwas ganz Einfaches wünschen - und zwar Meinungsfreiheit."

Musiker-Gewerkschaft warnt vor weiterem Orchestersterben

Die Zahl der Orchester sinkt seit Jahren, die verbleibenden Orchester haben zunehmend ein anderes Publikum

Die Deutsche Orchestervereinigung warnt vor weiteren Schließungen oder Fusionen von öffentlich finanzierten Orchestern in den nächsten Jahren. Die Diskussionen darüber würden sich in den kommenden Jahren noch einmal verschärfen, sagte der Geschäftsführer der Orchestermusikergewerkschaft, Gerald Mertens, heute in Berlin. Das sei ein "Megaproblem". Maßgeblich seien die Neuordnung des Länderfinanzausgleiches und der Finanzströme an Länder und Kommunen bis 2019. Die noch existierenden Orchester spielen indessen immer mehr für Kinder und Jugendliche. Die Zahl traditioneller Sinfoniekonzerte dagegen geht zurück. In der Saison 2013/14 hatten die Ensembles mehr als 4100 Auftritte für jungen Menschen. Das seien 10,8 Prozent mehr als bei letzten Erhebung zwei Jahre zuvor, teilte die Deutsche Orchestervereinigung heute in Berlin mit. Die Zahl der Sinfoniekonzerte ging um knapp elf Prozent auf 5500 Aufführungen zurück.

Streit um Körperwelten-Museum in Berlin geht weiter

Bezirk Mitte will weiter gegen das geplante Körperwelten-Museum im Fernsehturm vorgehen

Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) sagte, man wolle gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts von Ende Dezember in Berufung gehen. Das Gericht hatte ein Verbot des Museums durch den Bezirk Mitte für nicht rechtmäßig erklärt. Dieser hatte im Ausstellen präparierter Leichen einen Verstoß gegen das Bestattungsrecht gesehen. Das Museum des Mediziners Gunter von Hagens mit etwa 20 präparierten Leichen und 200 Präparaten sollte ursprünglich im Herbst eröffnet werden. Die Berufung ändere nichts an der für Februar geplanten Eröffnung, sagte eine "Körperwelten"-Sprecherin. Wann das Thema erneut vor Gericht geht, ist offen.

Achenbach muss Schadenersatz in Millionenhöhe zahlen

Landgericht Düsseldorf verurteilt Kunstberater zur Zahlung von über 19 Mio Euro

Der Kunsthändler Helge Achenbach muss an die Erben des Aldi-Nord-Gründers Schadenersatz in Millionenhöhe zahlen. Die 6. Zivilkammer des Landgerichts Düsseldorf verurteilte Achenbach heute zur Zahlung von 19.360.760,70 Euro an die fünf Erben von Berthold Albrecht. Die Kammer befand Achenbach für schuldig, Albrecht im Zusammenhang mit dem Kauf von Kunstwerken und Oldtimer-Fahrzeugen zusätzlich zu seiner vereinbarten Provision noch Millionenaufschläge berechnet zu haben, die nicht vereinbart worden seien. Achenbach sitzt wegen eines Strafprozesses in Essen in Untersuchungshaft. Seine Beteuerung, die Aufschläge seien mit dem 2012 vestorbenen Albrecht für ein Rückgaberecht vereinbart worden, überzeugte das Gericht nicht.

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