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Kulturnachrichten

Donnerstag, 27. Februar 2014

Kommunikationswissenschaftler: Medien haben Wulff zu Unrecht aus dem Amt getrieben

Christian Wulff kann nach dem Freispruch zwar aufatmen - einige Vorwürfe werden aber wohl an ihm haften bleiben.

Das sagte der Kommunikationswissenschaftler Mathias Kepplinger in Mainz. Auch wenn sich der ehemalige Bundespräsident über das Gerichtsurteil freuen könne, werde er in der Bevölkerung nicht wieder vollkommen rehabilitiert sein. Laut Kepplinger hängt das auch mit der Rolle der Medien zusammen. Sie hätten kein Interesse daran, sich einzugestehen, dass sie - Zitat - "Wulff zu Unrecht aus dem Amt getrieben haben". Der Deutsche-Journalisten-Verband hat die Arbeit der Medien allerdings verteidigt. Der Bundesvorsitzende des Vereins, Michael Konken, sagte, die Journalisten hätten ihre Wächterfunktion ernst genommen. Aus gelegentlichen Übertreibungen einzelner Medien dürfe man nicht auf eine generelle Hetzjagd schließen.

Konken erinnerte auch daran, dass Wulff selbst vor mehr als zwei Jahren in einem Fernsehinterview Fehler in der Affäre um seinen umstrittenen Hauskredit eingeräumt habe.

Tim Renner wird neuer Berliner Kulturstaatssekretär

Der künftige Berliner Kulturstaatssekretär kommt aus der Musikindustrie.

Wie der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit bekanntgab, wird er dem Senat den Manager Tim Renner für das Amt vorschlagen. Dieser würde die Nachfolge von André Schmitz antreten, der wegen einer Steueraffäre in den Ruhestand versetzt wurde. Der 49-jährige Renner ist SPD-Mitglied, war bislang aber nicht in der Politik tätig. Er leitet derzeit das von ihm gegründete Musiklabel Motor. Früher war er Geschäftsführer der Plattenfirma Universal Music Deutschland. In Berlin ist der Kultur-Staatssekretär der ranghöchste Kulturpolitiker des Landes nach dem Regierenden Bürgermeister.

Er ist auch für die Belange der Kirchen und Religionsgemeinschaften zuständig. Renner soll am kommenden Dienstag vom Senat ernannt werden.

Israelische Botschaft spendet 300 Anne-Frank-Bücher

Anne Frank-Bücher sind wieder ausleihbar.

Die israelische Botschaft in Japan hat 300 Exemplare der Bücher von Anne Frank an öffentliche Bibliotheken in Tokio gespendet. Darunter befinden sich auch Exemplare von Franks weltberühmtem Tagebuch. Mit der Spende sollen die mehr als 300 Ausgaben ersetzt werden, die von Unbekannten seit Januar mutwillig zerstört wurden. Ein Vertreter der israelischen Botschaft sagte während der Übergabe, er glaube, der Vandalismus sei ein Einzelfall und spiegele nicht das Gefühl der Japaner wider.

Anne Frank schrieb das Tagebuch während ihrer zweijährigen Flucht vor den Nazis. Sie starb 1945 in einem Konzentrationslager.

Wien: Albrecht Dürers "Feldhase" nach zehn Jahren wieder ausgestellt

Das Bild ist so lichtempfindlich, dass es normalerweise in einem speziellen Depot gelagert wird.

Nach mehr als zehn Jahren wird der "Feldhase" von Albrecht Dürer wieder ausgestellt. In der Wiener Albertina ist das weltberühmte Aquarell in der Schau "Die Gründung der Albertina. Zwischen Dürer und Napoleon" zu sehen. Eine Sprecherin des Museums erklärte, das Werk werde hinter einer besonderen Glasscheibe gezeigt, die die schädlichen UV-Strahlen herausfiltere. Die Albertina besitzt mit einer Million Kunstwerken eine der größten Sammlungen der Welt. Für die Sonderschau wurden die 150 wertvollsten Werke ausgewählt.

Die Ausstellung läuft vom 14.03.14 bis zum 29.06.14 in Wien.

Minister Müller: Homo-Gesetz in Uganda sollte finanzielle Konsequenzen für das Land haben

Die ugandische Regierung hat mit dem neuen Homo-Gesetz eine rote Linie überschritten.

Das sagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller in Berlin und forderte die ugandische Regierung auf, das Gesetz zurückzunehmen. Andernfalls wolle er sich mit anderen EU-Ministern dafür einsetzen, eine finanzielle Zahlung von 20 Millionen Euro zu blockieren. Müller betonte, Uganda habe die internationale Vereinbarung über die Einhaltung der Menschenrecht unterzeichnet. Ein Verstoß dagegen dürfe von der internationalen Gemeinschaft nicht hingenommen werden.

Der ugandische Präsident Yowei Museveni hatte am Montag ein Gesetz unterzeichnet, mit dem Schwule und Lesben mit lebenslanger Haft bestraft werden können.

Bundesverwaltungsgericht: Beamtete Lehrer dürfen weiterhin nicht streiken

Warnstreiks sind für beamtete Lehrer weiterhin tabu.

Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Zur Begründung hieß es, für Beamte gelte ein generelles Streikverbot allein aufgrund ihres Status'. Die Rechte und Pflichten von Pädagogen seien in Deutschland klar geregelt. Ein Streikverbot sei in diesem austarierten Gefüge nicht sinnvoll. Die Richter bestätigten mit ihrer Entscheidung auch die Disziplinarstrafe gegen eine frühere Lehrerin. Die Frau aus Nordrhein-Westfalen hatte sich 2009 an Warnstreiks beteiligt und danach gegen ihre Strafe geklagt.

Mittlerweile hat sie den Schuldienst verlassen.

Bauhaus-Direktor Oswalt bewirbt sich für weitere Amtszeit

Lange hat er sich nicht zu seinen Zukunftsplänen geäußert.

Doch heute hat der scheidende Direktor der Bauhaus-Stiftung, Philipp Oswalt, sein Schweigen gebrochen. Er kündigte in Dessau-Rosslau an, sich für eine weitere Amtszeit zu bewerben. Sein aktueller Vertrag endet morgen. Der Stiftungsrat hatte Ende des vergangenen Jahres beschlossen, die Direktorenstelle neu auszuschreiben und Oswalts Vertrag nicht zu verlängern. Kritiker werfen dem Architekten und Publizisten mangelnde Bereitschaft zur Kooperation vor.

Laut Kultusministerium sind mehr als fünf Bewerber für die neu ausgeschriebene Direktorenstelle im Rennen.

Neues Berliner "Tatort"-Duo soll Gegensätze vereinen

Neues "Tatort"-Duo soll Gegensätze vereinen.

Meret Becker und Mark Waschke lösen im Frühjahr 2015 die bisherigen Berliner "Tatort"-Darsteller ab. Becker spielt eine raue, aber herzliche Kommissarin aus dem Westberliner Arbeiterbezirk Wedding. Waschke mimt den melancholischen und intellektuellen Kommissar aus Pankow im Osten. Das neue Revier wird sich in Friedrichshain-Kreuzberg befinden, wo Ost und West aufeinanderprallen.

Im vergangenen Herbst hatte der RBB das Aus für die bisherigen "Tatort-Kommissare" bekannt gegeben. Die neuen Dreharbeiten sollen im Oktober beginnen.

Becker ist die Stieftochter des im vergangenen Jahr gestorbenen Schauspielers Otto Sander. Waschke gehört zum Ensemble der Berliner Schaubühne.

Belgischer Ausstellungsmacher Hoet gestorben

Der belgische Ausstellungsmacher Jan Hoet ist tot.

Wie die Nachrichtenagentur Belga berichtet, starb er im Alter von 77 Jahren in Gent. Hoet leitet 1992 die neunte Documenta-Ausstellung für zeitgenössische Kunst in Kassel. 2009 war er verantwortlich für das Kunstprojekt "Colossal.Kunst-Fakt-Fiktion", das in Osnabrück an die Varus-Schlacht vor 2000 Jahren erinnerte. In seiner Heimatregion Flandern galt er als der "Kunstpapst".

In Belgien war Hoet unter anderem als Stifter und Direktor des Stedelijk Museum voor Actuele Kunst in Gent bekannt.

Gladiatoren-Schule in Österreich virtuell rekonstruiert

Netze schleudern, Dreizack werfen oder mit bloßen Händen Mann gegen Mann kämpfen - das haben Gladiatoren hier gelernt.

Forscher haben eine römische Gladiatoren-Schule bei Wien virtuell rekonstruiert und schreiben darüber in der Fachzeitschrift "Antiquity". Dort heißt es, von der 2011 entdeckten Anlage seien zwei- und dreidimensionale Nachbildungen erstellt worden - und zwar mit Hilfe von Luftaufnahmen sowie eines Bodenradars. Das Trainingszentrum mit Unterkünften, Arena, Badebereich und Garten sei ein "spektakulärer" Fund und stehe auf einer Stufe mit den Schulruinen hinter dem Kolosseum in Rom, betonen die Forscher. Nach ihren Angaben wurden Gladiatoren im Römischen Reich an insgesamt 100 Schulen für ihre Wettkämpfe ausgebildet. Die meisten Schulen seien aber zerstört oder überbaut worden.

Feuilletons ehren Paco de Lucía

"Der Aristokrat des Flamenco."

Mit dieser Überschrift ehrt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" den gestern gestorbenen spanischen Gitarristen Paco de Lucía. Die "Süddeutsche Zeitung" bezeichnet den Musiker als "Erneuerer" und spielt damit darauf an, dass der Gitarrist als Wegbereiter des modernen Flamenco gilt. Die "Franfurter Rundschau" nennt Paco de Lucía "das stolze Straßenkind", denn er stammte aus einer armen Roma-Familie. 1973 war ihm der internationale Durchbruch gelungen. Als legendär gilt das jazzgeprägte Album "Friday Night in San Francisco" von 1981.

Der Musiker wurde 66 Jahre alt.

Google muss islamfeindliches Schmähvideo aus dem Netz nehmen

Das Video "Die Unschuld der Muslime" sorgte im Sommer 2012 weltweit für heftige antiwestliche Proteste mit etlichen Toten.

Nun muss Google das Video von seinem Portal YouTube entfernen. Dazu wurde der Internetkonzern von einem Berufungsgericht im US-Staat Kalifornien verurteilt. Gegen das islamfeindliches Schmähvideo hatte Cindy Lee Garcia geklagt, die als Schauspielerin an dem Streifen mitgewirkt hatte. Dem Urteil zufolge verletzte er ihr Urheberrecht. Garcia hatte ausgesagt, die Macher des Amateur-Films hätten sie über den Inhalt getäuscht. In dem 14-minütigen Werk wird der Prophet Mohammed als Gewalttäter, Frauenheld, Homosexueller und Kinderschänder verunglimpft.

Paul McCartney für 50-jährige Musikkarriere geehrt

50 Jahre erfolgreich im Musikgeschäft - das muss ihm erstmal jemand nachmachen.

In London ist Paul McCartney vom einflussreichen Magazin "New Musical Express", kurz NME, für seine lange Karriere geehrt worden. Das Publikum applaudierte dem 71-Jährige Ex-Beatle im Stehen als er einen Spezialpreis als Songwriter entgegennahm. Die Auszeichnung wurde ihm von Blur-Sänger Damon Albarn überreicht. McCartney erklärte, er wisse nicht genau, wie er Songs schreibe - deshalb könne er auch nicht darüber sprechen.

In seiner Zeit bei den Beatles schuf er unter anderem "Let it Be", später schrieb er den Bond-Song "Live and Let Die" mit seiner Frau Linda.

Brasiliens Indigenenbehörde räumt Reservat

Dieses Volk ist in seinem Reservat besonders bedroht.

Deshalb räumt jetzt in Brasilien die staatliche Indigenenbehörde das Gebiet der Awa-Guaja im Nordosten des Landes. Wie die brasilianische Presse berichtet, werden mehr als 400 weiße Siedler und Holzhändler ausgewiesen, weil sie nicht zu den Awa gehören und sich dort widerrechtlich angesiedelt hatten. Ihre Häuser werden niedergerissen. Das Volk der Awa lebt als Nomaden auf dem Territorium, das knapp halb so groß ist wie Luxemburg. Laut Survival International gilt es als bedrohtestes Volk der Welt. Medienberichten zufolge haben zwar schon viele weiße Familien das Reservat verlassen, aber die Indigenenbehörde will mit einer Einheit des brasilianischen Militärs dafür sorgen, dass auch die verbliebenen Siedler bis Anfang März gehen.

Große Teile der Waldgebiete sollen schon gerodet worden sein. - Hier geht es zur Seite von Survival International über die Awa.

Schweizer Studenten definitiv nicht beim Erasmusprogramm dabei

Der Volksentscheid in der Schweiz, der die Zuwanderung dort begrenzt, hat für die Studenten des Landes negative Folgen.

Jetzt steht endgültig fest, dass sie im kommenden Jahr nicht am europäischen Austauschprogramm "Erasmus plus" teilnehmen können. EU-Sozialkommissar Laszlo Andor sagte in Straßburg, der Termin für die Stipendienvergabe 2014 sei abgelaufen. Nach dem umstrittenen Referendum vor zwei Wochen waren Gespräche über die Schweizer Beteiligung an dem Austauschprogramm auf Eis gelegt worden. Abgebrochen wurden auch Verhandlungen darüber, ob das Land in das milliardenschwere EU-Forschungsprogramm "Horizon 2020" einbezogen wird.

Steinzeithöhle eröffnet nach 12 Jahren wieder

Aus allen Teilen der Welt kamen die Anfragen.

Heute werden die ersten auserwählten Besucher wieder in die Altamira-Höhle an der Nordküste Spaniens gelassen. Sie gehört wegen ihrer berühmten steinzeitlichen Felsmalereien zum Weltkulturerbe, war aber lange für die Öffentlichkeit geschlossen. Jetzt sollen bis August pro Woche fünf Personen durch die Höhle geführt werden, um zu testen welche Wirkung menschliche Ausdünstungen auf die Malereien haben. Das Los entscheidet, wer hinein darf. Die Besucher müssen Overalls und Masken tragen und dürfen sich nur 37 Minuten in der Höhle aufhalten. In den vergangenen Jahren hatten Wissenschaftler vor einer Wiedereröffnung der Altamira-Höhle gewarnt.

Entdeckt wurde sie 1868 zufällig von einem Jäger. In ihr befinden sich mehr als 260 Zeichnungen aus der Altsteinzeit: vor allem Tierbilder, aber auch abstrakte Zeichen, die noch nicht gedeutet werden konnten. Durch Besucher waren sie in Mitleidenschaft gezogen worden. - Hier geht es zur englischsprachigen Seite des Altamira-Museums.

Wissenschafts-Akademien beantworten Fragen zur globalen Erwärmung

Skeptiker der Erderwärmung sollen mit dieser Informationskampagne überzeugt werden.

Die US-Wissenschaftlergesellschaft National Academy of Sciences und die britische Royal Society haben eine Broschüre für Laien veröffentlicht, mit 20 Fragen und Antworten zum Klimawandel. Darin wird zum Beispiel erklärt, warum sich die Erderwärmung seit kurzem verlangsamt, was es mit der Versauerung der Meere auf sich hat und wie die Wissenschaft mit Zweifeln umgeht. Der Autor der 36-Seiten-Broschüre betont: Die Erderwärmung durch den Menschen sei keine Glaubenssache, es gebe keine Zweifel mehr daran. Mit unserer Ignoranz würden wir uns selbst schaden.

Hier geht es zur Broschüre in pdf-Form.

Buchheim-Stiftung lässt Herkunft der Museumswerke erforschen

Woher stammen die Werke des Buchheim-Museums?

Das will die gleichnamige Stiftung fachkundig erforschen lassen. Sie verwaltet die Sammlung des 2007 gestorbenen Autors und Kunstkenners Lothar-Günther Buchheim. Der Bestand solle einer fachkundigen Provenienzforschung" unterzogen werden. Dafür werde sie Fördermittel beantragen, betonte die Stiftung, denn so eine finanziell aufwendige Recherche könne sie nicht aus eigenen Mitteln bestreiten. Den Angaben zufolge hat Buchheim erst 1951 begonnen, systematisch Kunstwerke zu sammeln. - 1998 hatte sich die Bundesregierung im Washingtoner Abkommen bereit erklärt, in Museen und anderen öffentlichen Einrichtungen nach Werken suchen zu lassen, die in der NS-Zeit beschlagnahmt worden waren. Am vergangenen Wochenende war bei einer Tagung auch an private Sammler appeliert worden, die Herkunft ihrer Werke freiwillig prüfen zu lassen.

"FAZ"-Bericht eines ehemaligen Quotenzuschauers

Wer noch einen alten Röhrenfernseher hat, kommt nicht für die Messung der Fernsehquote in Frage.

Das beschreibt ein Insider in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" im Artikel "Liebling, ich habe die Quote geschrumpft". Zwölf Jahre lang habe er mit seiner vierköpfigen Familie zu den Zuschauern gehört, deren Fernsehverhalten mit einem speziellen Gerät statistisch erfasst wurde. Dabei wäre es ein Leichtes gewesen, die Quote zu manipulieren, wenn die Familie das gewollt hätte, so der Autor. Schließlich sei die Familie aus der Quotengruppe geworfen worden, weil ihr alter Fernseher nicht mehr mit dem neuen Messgerät kompatibel war.

Späte Vaterschaft birgt Gesundheitsrisiken für Nachwuchs

Wenn ein älterer Mann Vater wird, kann sich das negativ auf die Gesundheit des Kindes auswirken.

Das haben Wissenschaftler aus den USA und Schweden in einer umfangreichen Studie veröffentlicht. Darin stellen sie einen Zusammenhang mit psychischen Krankheiten her. Kinder der älteren Männer hatten ein drei Mal höheres Risiko, an Autismus zu erkranken, außerdem ein doppelt so hohes Risiko einer Psychose und ein 25 Mal höheres Risiko für bipolare Störungen. Das könnte daran liegen, dass ältere Männer mehr fehlerhafte Spermien produzieren. - Für die Studie wurden Daten von gut zweieinhalb Millionen Kindern in Schweden ausgewertet. Dabei verglichen sie Väter, die entweder zwischen 20 und 24 Jahren oder über 45 Jahre alt waren.

Hier geht es zur Studie.

Kameramann Ballhaus will keine Filme mehr drehen

Michael Ballhaus legt seine Kamera endgültig beiseite.

Der mehrfach oscar-nominierte Deutsche hatte schon 2007 seinen Rückzug aus Hollywood verkündet - aber nun will er überhaupt keine Filme mehr drehen. Er an genügend Produktionen mitgewirkt und sei auch nicht mehr der Jüngste, sagte Ballhaus der "Bild"-Zeitung. Der 78-Jährige will sich auch langsam von seinen Lehrverpflichtungen an der Hochschule für Film und Fernsehen in München zurückziehen. - Ballhaus war in den Siebzigern durch seine Arbeit mit Rainer Werner Fassbinder bekannt geworden. Später drehte er zahlreiche Filme mit Hollywood-Größen wie Francis Ford Coppola oder Martin Scorcese.

Leipziger Buchmesse wächst dank Manga

Fans der Comic- und Manga-Kultur sollen in Leipzig mehr Platz bekommen.

Deshalb wird die Buchmesse in diesem Jahr deutlich erweitert: Zum ersten Mal findet die Manga-Comic-Convention in einer eigenen Halle statt. Vor allem dadurch erwartet die Messe Mitte März mehr Aussteller als im Vorjahr. Rund 2.200 Verlage, Buchhändler und Autoren hätten Stände angemeldet - im vergangenen Jahr waren es rund 100 weniger. Auch beim Literaturfest "Leipzig liest", das parallel zur Messe stattfindet, werden in diesem Jahr mehr Lesungen, Diskussionen und Workshops veranstaltet.

Hier geht es [zur Homepage der Leipziger Buchmesse|www.leipziger-buchmesse.de].

Ex-Präsident Bush zeigt selbstgemalte Bilder

George W. Bush gibt einen seltenen Einblick in sein Privatleben.

Der frühere US-Präsident zeigt etliche seiner selbstgemalten Bilder. Mehr als zwei dutzend Werke sollen im April in Dallas ausgestellt werden - und zwar in der so genannten Präsidentenbibliothek. Die wird für jeden US-Präsidenten in seinem Heimatbundesstaat eingerichtet und enthälte Dokumente und Werke zu seiner Amtszeit. Wie die Einrichtung mitteilte, erforschen die Bush-Bilder seine Beziehungen zu anderen Staatenlenkern. - George W. Bush war 2009 aus der Politik ausgeschieden und ist seitdem nur noch selten in der Öffentlichkeit aufgetreten.

Gainsbourg: Rolle als Nymphomanin könnte Kindern peinlich sein

"Ich hoffe, dass diese Arbeit meine Kinder nicht zu sehr verstört."

Das meint die französische Schauspielerin Charlotte Gainsbourg über ihren aktuellen Film "Nymphomaniac". Die 42-Jährige sagte der "Stuttgarter Zeitung", sie fürchte, ihre Rolle als Nymphomanin könnte für die Kinder sehr peinlich sein. Gainsbourg spricht aus Erfahrung: Ihr Vater, der Chanson-Sänger Serge Gainsbourg, habe sie in ihrer Kindheit selbst in solche Situationen gebracht. Mit dem Song "Lemon Incest" habe ihr Vater sie einem Skandal ausgesetzt: In dem Video zum Lied trat der Chansonnier halbnackt mit seiner Tochter auf.

Der Film "Nymphomaniac" ist das neue Werk des dänischen Regisseurs Lars von Trier. Darin geht es um die Zwänge einer Sexsüchtigen.

Riesige Windparks als Schutz gegen tropische Wirbelstürme

Der Hurrikan Katrina hätte 2005 deutlich weniger Schäden anrichten können - wenn es vor der Küste der USA Windparks gegeben hätte.

Das meinen jedenfalls einige US-Wissenschaftler. Sie schreiben im Fachmagazin "Nature Climate Change", sie hätten simuliert, ob und wie Windräder einen solchen tropischen Wirbelsturm aufhalten könnten. Ihrer Meinung nach wären die Schäden bis zu 80 Prozent geringer ausgefallen, wenn damals vor der Golfküste 78.000 Windräder gestanden hätten. Die hätten Katrinas Maximalgeschwindigkeit von 280 Stundenkilometern um bis zum 150 Stundenkilometer verringern können, erklären die Forscher. Allerdings ist so ein Windpark momentan utopisch: Der heute größte Offshore-Windpark der Welt liegt vor Großbritannien und zählt nur 175 Windräder.

Hier geht es zum Artikel in "Nature Climate Change".

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Fazit

Margaret Atwood wird 80Humanistin und hellsichtige Mahnerin
Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood (picture alliance / AP / Invision / Arthur Mola)

Weltberühmt wurde sie mit ihrer Dystopie "Der Report der Magd". Heute feiert die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood ihren 80. Geburtstag. Über ihre teilweise düsteren Visionen sagt sie: "Ich beschreibe nur, was wir schon tun oder tun könnten."Mehr

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