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Kulturnachrichten

Donnerstag, 20. Februar 2014

Kairo: Prozess gegen 20 Journalisten beginnt

In Kairo hat heute der Prozess gegen 20 Journalisten begonnen.

Den 16 Ägyptern wird vorgeworfen, Mitglieder der Muslimbruderschaft zu sein und damit einer terroristischen Vereinigung anzugehören. Die vier ausländischen Reporter sollen ihre Kollegen durch Ausrüstung, Informationen und falsche Berichterstattung unterstützt haben. Neun Angeklagte sind Mitarbeiter des kritischen Nachrichtensenders Al-Jazeera. Der Fall hat in den vergangenen Wochen weltweit Proteste ausgelöst. "Reporter ohne Grenzen" sprach von einem "neuen Tiefpunkt für die Pressefreiheit in Ägypten". Auf der Liste der Pressefreiheit der Organisation liegt das Land inzwischen auf Platz 159 von 179.

Pussy Riot veröffentlichen neues Video

Pussy Riot lassen sich nicht unterkriegen.

Auch von den jüngsten Festnahmen nach Protesten am Rande der Olympischen Spiele in Sotschi nicht. Die kremlkritischen Musikerinnen haben im Internet ein neues Punkrockvideo veröffentlicht. Der Titel: "Putin bringt dir bei, die Heimat zu lieben". Das Video ist ein erneuter Protest gegen den russischen Präsidentn. Die beiden Musikerinnen Nadeschda Tollokonnikowa und Maria Aljochina haben in Sotschi eine Pressekonferenz angekündigt. Sie waren erst im Dezember vorzeitig aus dem Straflager entlassen worden.

Das Video finden Sie hier.

Facebook kauft WhatsApp für 19 Milliarden Dollar

Für so viel Geld hat Facebook noch kein anderes Unternehmen gekauft.

Das soziale Netzwerk übernimmt den Kurzmitteilungsdienst WhatsApp für insgesamt 19 Milliarden Dollar. Laut Facebook soll WhatsApp als eigenständiges Unternehmen weitergeführt werden. Der Mitteilungsdienst hat derzeit nach eigenen Angaben 450 Millionen Nutzer und ist besonders bei jungen Nutzern beliebt. WhatsApp ermöglicht es, Kurznachrichten, Fotos und Audiodateien per Smartphone über eine Internetverbindung zu verschicken.

Peking: Frau von Liu Xiaobo im Krankenhaus

Ihr Gesundheitszustand hat sich massiv verschlechtert.

Wie der Anwalt der Familie mitteilt, ist die chinesische Künstlerin Liu Xia in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die Frau des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo steht seit dessen Verhaftung unter Hausarrest. Liu Xia habe Herzprobleme und Depressionen, so der Anwalt. Die Familie dürfe aber über weitere Details nicht sprechen. Der Schriftsteller und Menschenrechtler Liu Xiaobo wurde 2009 zu elf Jahren Haft verurteilt.

News International: Ex-Sun-Chefredakteurin in einem von fünf Punkten freigesprochen

Zumindest in einem von fünf Anklagepunkten ist die ehemalige Chefredakteurin der britischen "Sun", Rebekah Brooks, schon einmal freigesprochen.

Wie der Richter mitteilte, gibt es keinen Hinweis darauf, dass Brooks einen Beamten bestochen hat. Sie und sechs Mitangeklagte müssten sich aber weiterhin wegen verschiedener Delikte, etwa dem illegalen Abhören von Telefonen, verantworten. In dem Prozess werden die Praktiken britischer Boulevard-Zeitungen aufgearbeitet, deren Bekanntwerden unter anderem zur Schließung der Zeitung "News of the World" geführt hatte.

Internationales Filmfestival im Iran immer noch von Zensur geprägt

Die "Süddeutsche Zeitung" spricht von einer "sanften Umbruchstimmung".

Das Teheraner Filmfestival habe aber auch gezeigt, dass die Filmbranche im Iran weiter von Zensur geprägt ist. Die diesjährige Ausgabe war die erste unter der Regierung des neuen iranischen Präsidenten Hassan Rohani. Wie die SZ berichtet, sagte er in seinen Grußworten, dass die finstere Ära des iranischen Kinos zu Ende gehen müsse. Trotzdem sind laut SZ die Filmemacher im Land längst nicht vor Zensur sicher. So sei ein Beitrag der Regisseurin Rakhshan Bani Etemad von der Liste des Zuschauerpreises gestrichen worden. Und aus der Fernsehübertragung der Preisverleihung habe man sorgsam alle Statments herausgeschnitten, die auf die Zensur eingingen.

Kunstmesse-Madrid: Verwirrung über Mehrwertsteuersatz

Die diesjährige Arco-Messe geht als die des steuerlichen Durcheinanders in die Annalen ein.

Mit diesen Worten kritisiert die spanische Zeitung "El País" einen Beschluss der spanischen Regierung. Nach Protesten aus der Kunstszene hatte diese den Steuersatz für Kunstwerke von 21 auf zehn Prozent gesenkt. Der günstigere Satz gelte aber nur für Werke, die direkt vom Künstler und nicht über eine Galerie gekauft würden. Die Messeleitung hat das daraus resultierende Wirrwarr mit einen Kompromiss beendet: Sie hat einen eigenen Satz von 15,5 Prozent verhängt.

Wikipedia: Crowdfunding für die Printversion

Wie groß Wikipedia tatsächlich ist, kann man sich erst vorstellen, wenn man alle Beiträge ausdruckt.

So sieht es das Autorenteam und will das nun in die Tat umsetzen. Wie der britische "Guardian" schreibt, wurde auf der Fundraising Plattform Indiegogo eine entsprechende Initiative gestartet. 50.000 britische Pfund sollen so gesammelt werden. Insgesamt sollen am Ende eintausend Bücher gedruckt werden, mit je 1.200 Seiten. Ziel ist es auf der Wikimania-Konferenz im August eine Printversion der über 4 Millionen englischsprachigen Artikel zu präsentieren.

John Cage: Neue App spielt 4'33'' Stille

Der Pianist kommt auf die Bühne, sitzt dort vier Minuten und dreiunddreißig Sekunden vor seinem Klavier, bevor er aufsteht und, ohne einen Ton gespielt zu haben, geht.

Dieses von John Cage komponierte Stück, 4'33'', kann nun auch als App heruntergeladen werden. Laut der offiziellen Internetseite des Künstlers, geht es dabei nicht nur darum, sich Stille anzuhören, sondern seine eigene Variante des Stückes zu gestalten. Denn so wie Cage die Aufmerksamkeit des Publikums auf die alltäglichen Hintergrundgeräusche habe lenken wollen, so könne jeder Besitzer der App sein eigenes Stille-Stück produzieren und hochladen. Auf der Internetseite kann man bereits erste Ergebnisse auf einer Weltkarte anklicken.

Norweger müssen sich ab Montag zwischen zwei TV-Serien entscheiden

Serien sind mittlerweile fast überall erfolgreicher als Spielfilme.

Das ist auch in Norwegen so. Doch was, wenn sich die Fernsehzuschauer zwischen einer dänischen und einer norwegischen Serie entscheiden müssen? Der Privatsender "TV2" will ab Montagabend zur besten Sendezeit die norwegische Produktion "Das dritte Auge" zeigen. Zur gleichen Zeit läuft aber auf dem öffentlich-rechtlichen Sender "NRK" die neue Staffel der dänischen Erfolgsserie "Die Erben". Die Norweger müssen sich also entscheiden. Denn wie eine Gallup-Umfrage vor kurzem ergeben hat, schauen sie am liebsten das vorgegebene Fernsehprogramm. Aufnahmen von Sendungen machen demnach nur knapp vier Prozent des gesamten Fernsehkonsums der Norweger aus.

"American Hustle"-Regisseur Russell ist beeindruckt von Leidenschaft

"Jeder muss sich entscheiden, wer er oder sie sein will. Sie müssen es lieben oder hassen, es verändern oder nicht verändern."

So fasst es David O. Russell zusammen. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur erklärte der Regisseur, das habe er auch am Charakter Irving Rosenfeld in seinem aktuellen Film "American Hustle" so faszinierend gefunden. Aber nicht, weil der etwas vorspiele, sondern weil er Leidenschaft und Aufrichtigkeit habe. "American Hustle" ist für die Oscar-Verleihung in zehn Kategorien nominiert.

Nach Theater-Brand: Hamburg Ballett sagt Vorstellungen ab

In meiner 44-jährigen Amtszeit als Ballettdirektor ist es noch nie zu einem solchen Vorfall gekommen.

So kommentiert der Chef-Choreograf des Hamburg Ballett, John Neumeier, das missglückte Finale seiner US-Tournee. Eigentlich sollten zwei Auftritte im Chicagoer Harris-Theater die dreiwöchige Reise krönen. Bei einer Generalprobe war aber in der Unterbühne Feuer ausgebrochen. Er müsse die Vorstellungen nun Absagen, so Neumeier, denn die Sicherheit der Kompanie gehe vor.

Washington: Zukunftsplan für Corcoran Kunstgalerie

Wenn der Plan umgesetzt wird, bedeutet es das Ende des ältesten und größten privaten Kunstmuseums von Washington D.C.

Die seit 145 Jahren bestehende Corcoran Kunstgalerie hat ein Partnerschaftsabkommen mit der Nationalen Kunstgalerie und der George Washington Universität angekündigt. Der Plan sieht vor, dass die Nationale Kunstgalerie eine Auswahl der 16.000 Werke trifft und sie als Sammlung Corcoran ausstellt. Der Rest soll auf andere US-Museen verteilt werden. Die George Washington Universität wird Eigentümerin des Corcoran-Gebäudes, in dem die Nationale Kunstgalerie weiterhin Ausstellungen organisiert. Die Corcoran Kunstgalerie war schon lange finanziell stark angeschlagen.

ESA startet "Projekt Plato"

Die Erde ist einzigartig - oder etwa nicht?

Wissenschaftler fragen sich schon seit langem, ob es irgendwo im Weltall noch eine zweite Erde gibt. Um das herauszufinden, arbeitet die Europäische Weltraumagentur ESA an einem Projekt namens Plato. In spätestens zehn Jahren soll die gleichnamige Raumsonde mit ihren 34 Teleskopen starten, um sechs Jahre lang den Himmel nach erdähnlichen Planeten abzusuchen. So soll es auch möglich werden, unser Sonnensystem mit anderen Planetensystemen zu vergleichen. Die Leitung der Mission liegt in Deutschland, beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Lévy in der "FAZ": Sotschi boykottieren

Für Bernard-Henri Lévy sind die Olympischen Spiele in Sotschi ein Schlag ins Gesicht der Intelligenz.

In einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" beschreibt der französische Journalist und Publizist den nahezu vollkommenen Einklang von zwei Zeremonien: der Olympischen Spiele, die sich ihrem Schlusspunkt nähern, und der Beerdigung des europäischen Traums auf dem Majdan in Kiew durch ein Volk, das noch daran glaubte. Lévy fordert angesichts der Gewalt und der vielen Toten in der Ukraine eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats. Und appelliert, wenigstens die Abschlussfeier der Olympischen Spiele zu boykottieren, damit sie nicht als Spiele der Schande und Niederlage Europas in die Geschichte eingehen.

Papst-Sonderbriefmarken zur Heiligsprechung

Der frühere Papst Johannes Paul II. dürfte einigen Empfängern von Post aus dem Vatikan und Polen demnächst mit Segensgestus und Heiligenschein entgegenlächeln.

Am 21. März bringt die Vatikanpost zusammen mit Polen eine Sondermarke mit diesem Motiv im Wert von 85 Cent heraus. Papst Johannes Paul II. wird am 27. April in Rom heiliggesprochen - zusammen mit Papst Johannes XXIII., der 1962 das Zweite Vatikanische Konzil einberufen hatte. Auch ihm widmet die Vatikanpost in Kooperation mit Italien eine Sondermarke.

Brit Awards für David Bowie, Ellie Goulding und Daft Punk

Die Brit Awards gehören zu den wichtigsten Musikpreisen der Welt.

Trotzdem blieb David Bowie gestern Abend lieber zu Hause in New York, als sich seine Auszeichnung als bester britischer Solo-Künstler persönlich abzuholen. Stattdessen kam Model Kate Moss zur Verleihung nach London und nahm die Trophäe für ihn entgegen.

Großer Gewinner des Abends war die englische Indie-Rockband Arctic Monkeys, die den Preis in der Kategorie bestes Album des Jahres holte. Außerdem wurden die Musiker um Frontmann Alex Turner bereits zum dritten Mal als beste britische Band ausgezeichnet.

Die Preise als beste internationale Solokünstler erhielten der US-Singer-Songwriter Bruno Mars und die 17-jährige neuseeländische Sängerin Lorde.

In den Kategorien bestes Video und Globaler Erfolg wurde die britisch-irische Boygroup One Direction geehrt.

Bericht: Deutsche Bank vor Vergleich mit Kirch-Erben

Der elf Jahre dauernde Gerichtsprozess zwischen der Deutschen Bank und den Erben des Medienunternehmers Leo Kirch geht womöglich nicht mehr in die letzte Runde.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, stehen die beteiligten Parteien vor einer außergerichtlichen Einigung. Man sei - Zitat - so dicht dran wie noch nie. Die FAZ beruft sich auf nicht näher genannte Verhandlungskreise.
Im Gespräch ist ein Betrag von rund 800 Millionen Euro. Von den Gremien der Bank sei die Lösung allerdings noch nicht förmlich genehmigt worden. Leo Kirch hatte die Deutsche Bank zu Lebzeiten auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagt, nachdem der damalige Vorsitzende Rolf Breuer in einem Interview die Kreditwürdigkeit des Kirch-Konzerns angezweifelt hatte.

Buch im digitalen Zeitalter: Deutsch-französische Einigkeit

Bücher sind kein bloßes Handelsobjekt - darin sind sich die beiden Kulturstaatsministerinnen von Deutschland und Frankreich einig.

In Paris unterzeichneten Monika Grütters und Aurélie Filipetti eine gemeinsame Erklärung, in der sie die Europäische Kommission, das Parlament und den Ratsvorsitz dazu auffordern, diesem traditionellen europäischen Kulturverständnis die entsprechenden Rahmenbedingungen zu verschaffen. So sollten beispielsweise die Buchpreisbindung und die ermäßigte Mehrwertsteuer auch für digitale Veröffentlichungen gelten.

Streit um Noah-Darstellung in Hollywoodfilm

Können in den USA erzkonservative und bibeltreue Christen einen saufenden Noah auf der Filmleinwand ertragen?

Aus Sorge vor einem Flop an der Kinokasse hatten Manager der Paramount-Studios mehrere Marktforschungs-Unternehmen beauftragt, Testvorführungen zu veranstalten - gegen den Willen von Star-Regisseur Darren Aronofsky. Denn immerhin soll der Monumentalfilm 125 Millionen Dollar kosten. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, kam die Rohfassung des Films beim strenggläubigen Testpublikum allerdings entgegen den Befürchtungen gut weg. Eigentlich sollten diese Ergebnisse gar nicht veröffentlicht werden. Die Paramount-Studios sahen sich aber dazu gezwungen, nachdem die Zeitschrift "Variety" von negativen Ergebnissen einer Umfrage zu dem Noah-Film berichtet hatte.

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