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Kulturnachrichten

Montag, 17. Februar 2014

Cornelius Gurlitt veröffentlicht Statement im Internet

Cornelius Gurlitt hat sich seit Monaten nicht öffentlich geäußert.

Jetzt haben Gurlitts Anwälte eine Internetseite zu dessen umstrittener Kunstsammlung eingerichtet. Auf "www.gurlitt.info" findet sich auch ein Statement des 81-Jährigen. Darin schreibt er, er habe nur in Frieden und in Ruhe mit seinen Bildern leben wollen. Gurlitts Anwälte beklagen, ihr Mandant sei ungerecht behandelt worden, und fordern die vor zwei Jahren von der Augsburger Staatsanwaltschaft beschlagnahmte Sammlung zurück. Nur bei einem Bruchteil der Werke bestehe überhaupt der Verdacht, es handele sich um Raubkunst.

Kinderschutzbund: Pornografie verletzt die Würde von Kindern

Kinderpornografie beginnt da, wo die Würde eines Kindes verletzt wird.

So sieht es der Deutsche Kinderschutzbund, der sich angesichts der Affäre um den SPD-Politiker Sebastian Edathy klarere Regeln wünscht. Bundesgeschäftsführerin Paula Honkanen-Schoberth sagte dem Evangelischen Pressedienst, die massenhafte Verbreitung und kommerzielle Ausbeutung solcher Bilder sei kriminell. Honkanen-Schoberth hält es außerdem für wichtig, dass Kinder ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass Nacktfotos nicht ins Internet gehören. Sie könnten nicht einschätzen, welche Folgen solche Aufnahmen für sie hätten. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat unterdessen angekündigt, die Gesetze gegen Kinderpornografie zu überprüfen.

Sportwissenschaftler Lange über den Sport als größtes Drama unserer Zeit

Das Drama um die Halswirbelsäule von Skifahrer Felix Neureuther ist im Moment einfach interessanter als die politische Kritik an den Olympischen Spielen.

Das hat Harald Lange beobachtet, Direktor des Frankfurter Instituts für Fankultur. Im Deutschlandradio Kultur bezeichnete der Sportwissenschaftler den Sport als das größte Drama unserer Zeit. Die Inszenierungen im Fernsehen hätten alles, was ein großes, klassisches Drama brauche. Und das stelle viele im Vorfeld der Spiele in Sotschi diskutierten Themen - wie etwa Menschenrechtsverletzungen, Homophobie und Umweltzerstörung - in den Schatten. Somit ist die Rechnung des russischen Präsidenten Wladimir Putin aus Langes Sicht aufgegangen: Russland habe bewiesen, dass es sogar an einem eigentlich ungeeigneten Ort olympische Winterspiele aus dem Boden stampfen könne.

Das vollständige Interview lesen und hören Sie hier.

Nach Verurteilung zu Lagerhaft: Olympia-Kritiker Witischko im Hungerstreik

Vergangene Woche wurde der Olympia-Kritiker Jewgeni Witischko zu drei Jahren Lagerhaft verurteilt.

Jetzt ist der Umweltaktivist in den Hungerstreik getreten. Das teilte die Organisation "Umweltschutz im Nordkaukasus" mit. Witischko war wegen Sachbeschädigung verurteilt worden, weil er mit Plakaten gegen ein Ferienhaus des Gouverneurs von Krasnodar in einem Naturschutzgebiet protestiert hatte. Er hatte im Vorfeld der Olympischen Spiele zudem wiederholt die Umweltzerstörung rund um Sotschi angeprangert. Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte das Strafmaß bei seinem Besuch am Sonntag als "ziemlich unverhältnismäßig" bezeichnet. - Das Internationale Olympische Komitee hatte erklärt, es sehe sich für den Fall Witischko nicht zuständig.

Intendant des Wiener Burgtheaters verteidigt sich gegen Vorwürfe

Matthias Hartmann wehrt sich.

In einem Interview hat der Intendant des Wiener Burgtheaters seine Arbeit und seinen Sparkurs verteidigt. Hartmann sagte der Zeitung "Der Standard", er habe seit seinem Amtsantritt die Zuschauereinnahmen gesteigert, die Produktionskosten gehalten und beim künstlerischen Personal ebenfalls "um knapp 30 Prozent optimiert". "Wir hatten einen künstlerischen Höhenflug", so Hartmann wörtlich. Vergangene Woche hatte das Ensemble der "Burg" dem Intendanten das Misstrauen ausgesprochen. Damit solidarisierten sich die Schauspieler mit der entlassenen kaufmännischen Geschäftsführerin Silvia Stantejsky, der Misswirtschaft vorgeworfen wird.

Hier lesen Sie das vollständige Interview.

Israelische Mossad-Agenten bekommen Rabbiner als Coach

Die Agenten des Mossad bekommen einen Rabbiner an ihre Seite gestellt.

Inzwischen gebe es in den Reihen des israelischen Geheimdienstes so viele fromme Juden, dass man für sie einen geistlichen Berater engagiert habe, schreibt die Zeitung "Maariv". Der Rabbiner soll die Agenten beispielsweise bei der Frage nach koscherer Ernährung auf Auslandseinsätzen, der Einhaltung des Sabbats und der religiösen Zulässigkeit bestimmter Geheimdienstoperationen beraten.

Religionspädagoge Karl Ernst Nipkow gestorben

Der Theologe Karl Ernst Nipkow ist tot.

Wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mitteilte, starb er bereits vergangenen Donnerstag im Alter von 85 Jahren in Marburg. Er war zuletzt Professor für Praktische Theologie und Religionspädagogik in Tübingen. Von ihm stammt das Standardwerk "Grundfragen der Religionspädagogik". Nipkow war unter anderem Mitglied der EKD-Synode und gut ein Jahrzehnt lang Vorsitzender der EKD-Kammer für Bildung und Erziehung.

Bundesregierung unterstützt Erforschung psychischer Krankheiten mit 35 Millionen Euro

Psychische Krankheiten gehören inzwischen zu den fünf häufigsten Gründen für einen Arbeitsausfall.

Die Erforschung von Ursachen, Diagnosen und Therapien seelischer Störungen will die Bundesregierung in den kommenden vier Jahren mit 35 Millionen Euro fördern. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka betonte in Berlin, der Regierungskoalition sei die Bekämpfung von Volkskrankheiten außerordentlich wichtig. Mithilfe der Forschung wolle man die Versorgung Betroffener verbessern und Präventionsmaßnahmen ausbauen. - Zu diesem Zweck haben sich neun auf einzelne Krankheiten spezialisierte Forschungsverbünde zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. - Beteiligt sind unter anderem die Berliner Charité, das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim sowie die Universitäten Dresden, Aachen, Marburg, München und Regensburg.

Holocaust-Mahnmal: Pflastersteine mit QR-Code ermöglichen Besuchern Konzerterlebnis

Die neuen Pflastersteine am Berliner Holocaust-Mahnmal verbinden Besucher mit dem Internet.

Sie sind nämlich mit einem QR-Code versehen. Wer diesen mit seinem Smartphone einscannt, wird zu einer speziellen App weitergeleitet, die beim Gang durch das Mahnmal ein Konzert abspielt. Dabei verändert sich das Hörerlebnis mit der Position im Stelenfeld. Zu hören ist eine 17-minütige Komposition von Harald Weiss mit dem Titel "Vor den Verstummten". Verlegt wurden die ersten Pflastersteine von der Schauspielerin Iris Berben.

Presserat arbeitet an Regeln für Userkommentare im Netz

Userkommentare im Internet sollten genauso behandelt werden wie Leserbriefe.

Dieser Ansicht ist der Deutsche Presserat, der jetzt erstmals Regeln für Beiträge in Online-Foren formulieren will. Ursula Ernst, Sprecherin des Gremiums, sagte, Beleidigungen oder Schmähungen sollten entweder vorab oder zumindest zeitnah nachträglich gelöscht werden. Zurzeit ist eine Arbeitsgruppe dabei, Richtlinien zu erarbeiten. Am Mittwoch stellt der Presserat seine Jahresbilanz vor. Ernst sagte, inzwischen bezögen sich 60 Prozent der Eingaben auf Texte aus dem Netz.

"Pink Parking": Türkisches Einkaufszentrum hat Ärger wegen extrabreiter Frauenparkplätze

Auf diese Frauenparkplätze können die meisten Frauen wohl verzichten.

Ein Einkaufszentrum im türkischen Antalya hat sich mit seinem Angebot namens "Pink Parking" Diskriminierungsvorwürfe eingehandelt. Die Parkplätze sind von pinkfarbenen Wänden umgeben und etwa einen Meter breiter als normale Stellplätze. Auf diese Weise könnten Frauen ruhiger rückwärts einparken, sagte einer der Planer des Parkhauses. Kritik kam unter anderem von Feministinnen, die den Parkhausbetreibern Scheinheiligkeit vorwarfen.

Studie: Nur 9,5 Prozent der US-Amerikaner sagen, sie glauben an Evolutionstheorie

Evolutionstheorie oder Schöpfungsmythos - beides sind mögliche Antworten auf die Frage nach der Entstehung des Universums.

In den USA scheint die wissenschaftliche Erklärung den wenigsten plausibel zu sein. Das geht aus einer Studie hervor, deren Ergebnisse beim Jahrestreffen des Wissenschaftsverbands AAAS (American Association for the Advancement of Science) in Chicago präsentiert wurden. Demnach glauben rund 90 Prozent der mehr als 10.000 Befragten, dass Gott oder eine andere höhere Macht zumindest teilweise mit der Entstehung des Alls, der Erde und des menschlichen Lebens zu tun hat.

Korrektur (20.02.2014): Die Deutsche Presseagentur hat diese Meldung im Nachhinein berichtigt. Nur 9,5 Prozent der Menschen glauben demnach an die Evolutionstheorie. Der Rückschluss, dass 90 Prozent diese Theorie ablehnen, sei nicht korrekt, da allein 30 Prozent der Befragten die gestellte Frage nach der Entstehung der Erde nicht beantwortet hätten.

Komp über den Crowdfunding-Erfolg des Stromberg-Kinofilms

"Es war unglaublich chaotisch!"

So erinnert sich Frédéric A. Komp an den Start der Crowdfunding-Aktion für den Stromberg-Kinofilm. Dem Handelsblatt sagte der Mitarbeiter der Produktionsfirma Brainpool, innerhalb einer Woche seien alle Anteile im Wert von zusammengenommen einer Million Euro verkauft worden. 3.300 Leute hätten mitgemacht, die ab der kommenden Woche am Erfolg des Films in den Kinos beteiligt werden sollen. Komp zufolge wird der Break-Even für die Investoren schon bei einer Million Kinobesuchern erreicht.

Das ausführliche Interview lesen Sie hier.

Sexualtherapeut David Schnarch über guten Sex

"Selbstachtung ist das beste Aphrodisiakum."

Dieser Ansicht ist der Psychologe David Schnarch, in den USA einer der führenden Sexualtherapeuten. Im Deutschlandradio Kultur sagte Schnarch, in längeren Beziehungen passe sich oft einer der Partner den Vorlieben des anderen an - meistens die Frau. Dabei bestehe guter Sex aus den Überbleibseln von dem, was Paare bis dato nicht verwirklicht hätten. Schnarch ist überzeugt, dass man den besten Sex in fortgeschrittenem Alter erreichen kann - und zwar, ohne den Partner zu wechseln. Ganz wichtig dabei sei, offen miteinander zu sprechen.

Belgischer Sänger Stromae über Melancholie

Viele Lieder des belgischen Musikers Stromae haben eine traurige Melodie und einen lustigen Text - oder umgekehrt.

Für den 28-Jährigen ist das kein Problem, wie er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte. Vielmehr entstehe so Melancholie und dies sei ein Gefühl, das ihn sehr anspreche. Melancholie ist für Stromae aber nicht dasselbe wie Traurigkeit, sondern Traurigkeit mit Würde. In seinen Liedern geht es oft um Dinge, die er erlebt oder zumindest beobachtet hat. Seine eigene Geschichte zu erzählen, findet Stromae aber uninteressant. Denn man habe nie genug Abstand.

"Bravo Trendmonitor": Jugendliche lesen noch immer Bücher

Die "Digital Natives" sind trotz allem noch eine literarische Generation.

Diese Schlussfolgerung legt nach Ansicht des Internetportals "W&V" der aktuelle "Bravo Trendmonitor" des Bauer Verlags nahe. Aus der Befragung von knapp 1.000 Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren geht unter anderem hervor, dass fast alle im vergangenen halben Jahr fünf bis sechs Bücher gelesen haben. Die Umfrage bestätigte aber auch, dass diese Altersgruppe im Internet sehr aktiv ist und Geräte wie Smartphones und Tablet-PCs intensiv nutzt.

Deutsche Archäologen entdecken fehlende Teile der Kolosse von Memnon

Deutsche und ägyptische Archäologen haben einen bedeutenden Fund gemacht.

Sie entdeckten fehlende Teile der berühmten Kolosse von Memnon. Wie das ägyptische Ministerium für Altertümer in Kairo mitteilte, handelt es sich um Stücke vom Sockel der einen Statue und vom Rumpf der anderen. Die beiden 18 Meter hohen Kolosse sind eine der ältesten Touristenattraktionen des Landes und befinden sich im Niltal bei Theben. Sie stellen beide Pharao Amenhotep den Dritten dar, der damals als Gottheit verehrt wurde. Die Statuen sind die einzigen Überbleibsel eines großen Tempels, der einst im Gedenken an den Pharao errichtet worden war.

Installation von Ai Weiwei bleibt in Bamberg

Im Bamberger Diözesanmuseum herrscht große Freude.

Denn wie das Erzbistum mitteilte, bleibt ein Werk des chinesischen Künstlers Ai Weiwei dem Haus als Dauerleihgabe erhalten. Es handelt sich um die Bodeninstallation "Five Raincoats holding up a Star" von 1986. Die Arbeit besteht aus fünf grünen chinesischen Arbeiter-Regenmänteln, die zusammen einen Kreis bilden und deren Ärmel mittels Kupferstangen zugleich einen Stern formen. Sie wird im Museum unmittelbar vor dem berühmten "Sternenmantel" Kaiser Heinrichs des Zweiten aus der Zeit um 1020 präsentiert. Nach Ansicht des Museumsleiters konfrontieren beide Werke den Betrachter mit Sinnbildern der Macht.

Sohn von Jim Henson gestorben

Sein Vater war der wohl berühmteste Puppenkünstler der Welt.

Wie "CNN" berichtet, ist John Henson im Alter von 48 Jahren nach einem schweren Herzinfarkt gestorben. Er war Anteilseigner und Aufsichtsratmitglied der von seinem Vater gegründeten The Jim Henson Company. Viele Jahre hatte John Henson auch einer der Muppets-Figuren seine Stimme geliehen.

US-Forscherin: Afro-Amerikaner noch immer benachteiligt

Rassentrennung ist in den USA schon seit einem halben Jahrhundert kein Thema mehr.

Und doch wirken die damals geschaffenen strukturellen Ungleichheiten sich immer noch auf die Gegenwart aus. Die Forscherin Virginia Parks hat sich die Daten der US-Zensus-Behörde der Stadt Chicago genauer angesehen und herausgefunden, dass Afro-Amerikaner im Schnitt einen längeren Arbeitsweg haben als weiße US-Amerikaner. Im Vergleich sind sie pro Woche insgesamt vierzig Minuten länger unterwegs. Der Grund: Viele Afro-Amerikaner wohnen noch immer in abgelegeneren Stadtvierteln, die zudem oft schlecht an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sind.

"12 Years A Slave" Gewinner der britischen Filmpreise Bafta

"12 Years a Slave" ist der große Gewinner der britischen Filmpreise Bafta.

Das Sklaverei-Drama des britischen Regisseurs Steve McQueen erhielt in London den Preis für den besten Film. Hauptdarsteller Chiwetel Ejiofor wurde zudem als bester Schauspieler ausgezeichnet. Den Preis für die beste Hauptdarstellerin erhielt Cate Blanchett für ihre Rolle in Woody Allens Film "Blue Jasmine". Als besten britischen Film zeichneten die Veranstalter Alfonso Cuarons Weltraum-Drama "Gravity" aus. "12 Years a Slave" und "Gravity" werden auch als große Favoriten für die Oscar-Verleihung am zweiten März gehandelt.

Clooney und Johnson streiten über Elgin Marbles

Die so genannten Elgin Marbles im British Museum sollten endlich an Griechenland zurückgegeben werden.

Das verlangte Hollywood-Star George Clooney bei einer Pressekonferenz zu seinem aktuellen Film "Monuments Men" in London. Die Stücke waren 1801 von britischen Forschern aus der Athener Akropolis gebrochen, nach London gebracht und später ans British Museum verkauft worden. Londons Bürgermeister Boris Johnson teilt Clooneys Ansicht nicht. Er sagte, Clooney verfechte eine Agenda der Beutekunst wie einst Hitler. Der Schauspieler reagierte gelassen auf diesen Vergleich: Johnsons Übertreibung sei vielleicht auf ein paar Whiskeys zurückzuführen.

Mehrere Bundesminister wohnen im Büro

Besuch von ihren sieben Kindern kann Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Berlin nicht empfangen.

Denn anstatt einer Wohnung nutzt die CDU-Politikerin an ihrem Dienstort einen 7,4 Quadratmeter großen Durchgangsraum zum Sanitärbereich mit einem schmalen Bett. Das sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums dem "Spiegel". Eine Anfrage der Linkspartei hat ergeben, dass auch andere Minister im Büro wohnen. Sowohl Arbeitsministerin Andrea Nahles als auch Justizminister Heiko Maas und Familienministerin Manuela Schwesig fühlen sich in der Nähe des Schreibtischs wohl.

Doch mit dieser Form von Sparsamkeit ist die Linkspartei nicht einverstanden. Denn die Nutzung der Diensträume kostet keine Miete, die Minister müssen sie lediglich in der Steuererklärung angeben. Nach Ansicht von Linken-Politikerin Gesine Lötzsch sollten Minister mit ihrem üppigen Salär in der Lage sein, eine Wohnung zu mieten.

Daimler-Konzern klagt gegen SWR wegen Reportage

Der Automobilhersteller Daimler hat vor dem Landgericht Stuttgart gegen den Südwestrundfunk auf Unterlassung geklagt.

Damit soll verhindert werden, dass ein kritischer Bericht über die Arbeitsbedingungen im Daimler-Werk in Untertürkheim erneut ausgestrahlt wird. Der Konzern wirft dem SWR vor, widerrechtlich gefilmt zu haben. Wie eine Daimler-Sprecherin der "Stuttgarter Zeitung" sagte, seien die Aufnahmen darüber hinaus manipulativ. Der Sender weist die Vorwürfe zurück. Für die Reportage mit dem Titel „Hungerlohn am Fließband" hatte sich ein SWR-Journalist als Fremdarbeiter in das Unternehmen einschleusen lassen.

EU zieht Konsequenzen aus Schweizer Referendum

Keine Arbeitnehmerfreizügigkeit, keine Anbindung an europäische Bildungs- und Forschungsprogramme.

Das ist die Konsequenz, die die Europäische Union aus dem Schweizer Referendum über die Zuwanderung aus der EU zieht. Dabei hatte sich eine knappe Mehrheit der Bürger für eine Begrenzung der Zuwanderung ausgesprochen. Am Samstag hatte das Justizministerium daraufhin erklärt, den Arbeitsmarkt nicht wie geplant für Kroaten zu öffnen. Die Schweiz ist kein Mitglied der Europäischen Union. Dennoch war der Arbeitsmarkt des Landes bisher für EU-Bürger frei zugänglich.

"Eckiger Tisch" bemängelt einseitige Debatte im Fall Edathy

Die Debatte um den Fall des SPD-Politikers Sebastian Edathy wird falsch geführt.

Das meinen Vertreter der Initiative "Eckiger Tisch", die sich um Missbrauchsopfer kümmert. Die Organisation rief Politik und Medien auf, in der Diskussion die Perspektive der Opfer nicht aus dem Blick zu verlieren. Es gebe Berichte, wonach die Bilddateien vor allem Kinder aus Rumänien und der Ukraine zeigten. Die Betroffeneninitiative fordert, dass die deutsche Außenpolitik diesen Ländern Unterstützung für die Opfer anbietet.

Ausstellung erinnert an Brand in Amalia Bibliothek vor zehn Jahren

Fast zehn Jahre sind seit dem Brand in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar vergangen.

Seitdem wurden rund 20 Millionen Euro für die Beschaffung und Wiederherstellung der kostbaren Buchbestände aufgewendet. Die Klassik Stiftung hat jetzt eine Austellung angekündigt, in der ab Ende August eine Bilanz der oft mühsamen Restaurierungsarbeiten gezogen werden soll. Das Feuer in der Nacht zum 3. September 2004 hatte 50.000 Bücher unwiederbringlich zerstört. 62.000 Bände wurden durch Wasser oder Feuer beschädigt. Teilweise blieben nur einzelne Seiten erhalten.

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