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Kulturnachrichten

Samstag, 15. Februar 2014

Berlinale: Goldener Bär für "Schwarze Kohle, dünnes Eis"

Der Goldene Bär geht nach China.

Bei der Berlinale hat der Krimi "Schwarze Kohle, dünnes Eis" des Regisseurs Yinan Diao den Preis für den besten Film gewonnen. Der Preis für die beste Regie wurde an den US-Filmemacher Richard Linklater vergeben. Die Jury würdigte damit sein Langzeit-Spielfilmprojekt mit dem Titel "Boyhood" über das Heranwachsen eines Jungen aus Texas.

Ein Silberner Bär ging an den chinesischen Schauspieler Fan Liao für seine Rolle in "Schwarze Kohle, dünnes Eis". Als beste Schauspielerin wurde die Japanerin Haru Kuroki für ihre Darstellung eines Dienstmädchens in dem Drama "Das kleine Haus" geehrt. Der deutsche Wettbewerbsbeitrag "Kreuzweg" erhielt den Silbernen Bären für das beste Drehbuch. Der Große Preis der Berlinale-Jury ging an Wes Andersons "Grand Budapest Hotel".

Verfassungsschutz-Präsident: Journalisten verraten Geheimnisse um Auflage zu steigern

Wenn es um den Verrat von Geheimnissen geht, versteht der Präsident des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, keinen Spaß.

Auf einer Veranstaltung der Evangelischen Journalistenschule warf er Medienvertretern vor, Geheimnisse vor allem preiszugeben, um die Auflage zu steigern. Den wenigsten gehe es dabei um das Aufdecken von Missständen. Der Vorsitzende des Netzwerks Recherche, Oliver Schröm, wehrte sich gegen den Vorwurf. Seiner Berufsgruppe Eigennutz anzudichten sei eine Unterstellung, schließlich seien er und seine Kollegen Journalisten und keine Verleger. Damit stelle man die vierte Gewalt in der Demokratie und müsse Ungerechtigkeiten entlarven.

Chinesische Blogger fordern Unterstützung von US-Regierung

Der chinesische Blogger Zhang Jialong hat die USA dazu aufgefordert, Internetaktivisten bei ihrem Kampf zu unterstützen.

Bei einem Treffen mit US-Außenminister John Kerry in Peking lenkte er die Aufmerksamkeit nicht nur auf die staatliche Internet-Kontrolle Chinas. Auch US-Unternehmen, so Zhang, seien daran beteiligt, den Zugang zum Internet und zu den sozialen Netzwerken einzuschränken. Kerry zeigte sich überrascht darüber und versprach, sich der Sache anzunehmen. Zudem unterstrich er, dass die USA das Thema Menschenrechte bei Gesprächen mit der chinesischen Regierung immer wieder auf die Agenda setzen werden.

Vor der WM: Brasilianischer Journalist erschossen

In Brasilien ist erneut ein Journalist getötet worden.

Wie die Nachrichtenagentur Agência Brasil mitteilte, handelt es sich um den Inhaber einer regionalen Wochenzeitschrift. Nach Angaben der Polizei wurde er vor seinem Haus in Miguel Pereira, einer Kleinstadt in der Nähe von Rio de Janeiro, von Unbekannten erschossen. Erst vor anderthalb Wochen war ein brasilianischer Kameramann bei einer Demonstration ums Leben gekommen. Er hatte Ausschreitungen gefilmt und war dabei von einem Feuerwerkskörper getroffen worden.

Venezolanische Regierung blockiert Twitter

Eine solche Vorgehensweise sei man sonst nur aus China gewohnt.

So äußert sich ein Sprecher des US-Unternehmens Twitter über das Verhalten der venezolanischen Regierung. Demnach konnten die Nutzer des Internetdienstes innerhalb des Landes keine Bilder mehr versenden. Man vermute, so der Twitter-Sprecher, dass die Weitergabe von staatlichen Telekommunikationsunternehmen blockiert werde. In Venezuela gibt es seit längerem Proteste gegen die Regierung, bei denen bereits mehrere Menschen getötet wurden. So waren etwa vor zwei Tagen zwei Demonstranten erschossen worden. Anschließend zirkulierten Handy-Bilder von dem Vorfall über den Internetdienst.

Intendant des Wiener Burgtheaters meldet sich zu Wort

Nachdem sich das Ensemble des Wiener Burgtheaters mit einem Misstrauensvotum gegen die eigene Führung ausgesprochen hat, meldet sich nun der Intendant zu Wort.

Matthias Hartmann sagte dem österreichischen "Kurier", er nehme das Votum sehr ernst. Die Tatsache, dass er vielen Ensemble-Mitgliedern seine Bemühungen zur Bewältigung der Krise nicht habe verdeutlichen können, mache ihn betroffen. Das Ensemble hatte gegen den Intendanten und dessen Darstellung gestimmt, für das millionenschwere Defizit der vergangenen Spielzeit sei allein die ehemalige kaufmännische Geschäftsführerin, Silvia Stantejsky, verantwortlich.

Elbphilharmonie: Hamburger Bürgerschaft diskutiert Untersuchungsausschuss-Bericht

Das Desaster beim Bau der Elbphilharmonie empört wieder einmal die Hamburger Bürgerschaft.

In der gestrigen Debatte zum Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses warfen SPD, Grüne und Linkspartei den Verantwortlichen erneut Versagen vor - unter anderem dem früheren Bürgermeister und CDU-Politiker Ole von Beust. Nach Ansicht der Sozialdemokraten offenbart sich darin ein schonungsloses Bild der "lückenhaften Planung". Die Grünen monierten "fehlende Prüf- und Kontrollmechnismen". Und die Linken kritisierten Risiken für die Stadt mit der Übernahme der Bauherrenrolle für Hotel, Parkhaus und Gastronomie.

Die Kosten für das Konzerthaus stiegen inzwischen um das Zehnfache auf 800 Millionen Euro.

Nach Frei.Wild: Echo-Preis bekommt Beirat

Die Verleihung des Echo-Musikpreises wird in Zukunft von einem unabhängigen Gremium begleitet.

Wie die Zeitung "Die Welt" schreibt, soll der Beirat in Zweifelsfällen angerufen werden. Hintergrund ist die Debatte um die Band Frei.Wild. Im vergangenen Jahr war die Gruppe von der Liste der Nominierten gestrichen worden. Zuvor hatten andere Künstler mit Boykott gedroht, weil sie der Band eine rechte Gesinnung unterstellen.

Stiftung Bauhaus Dessau: Erste Gespräche für Direktorenposten noch im März

Der Direktorenposten für die Stiftung Bauhaus Dessau soll rasch besetzt werden.

Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh will nach eigenen Angaben bereits im März Gespräche mit Kandidaten führen. Man habe aus den nationalen und internationalen Kandidaten eine Vorauswahl getroffen, nun solle der Stiftungsrat entscheiden. Die Stiftung Bauhaus Dessau hatte den Direktorenposten neu ausgeschrieben, nachdem der Vertrag mit Amtsinhaber Philipp Oswalt nicht verlängert worden war. Die genauen Gründe für diese Entscheidung wurden nicht genannt.

Polen: Kirchensender Trwam landesweit zu empfangen

In Polen strahlt der umstrittene Kirchensender "Trwam" ab heute sein Programm landesweit über Antenne aus.

Bislang waren die Live-Übertragungen von katholischen Gottesdiensten oder Berichte über Auslandsreisen des Papstes nur über Satellit, Kabel und Internet zu empfangen. Die polnische Rundfunkbehörde hatte im Juli auf Druck Zehntausender Demonstranten und der Bischöfe eine Sendelizenz für das neue Digitalnetz vergeben. Kritiker werfen dem Kirchensender Meinungsmache für die konservative Opposition sowie nationalistische und antisemitische Tendenzen vor.

Chef des Jüdischen Weltkongresses schaltet sich in ungarische Holocaustgedenk-Debatte ein

Wenn die ungarische Regierung möchte, dass diese Denkmäler auch für die jüdischen Opfer errichtet werden, dann sollte sie sich mit der jüdischen Gemeinde vor Ort auseinandersetzen.

Mit diesen Worten schaltet sich der Chef des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder, in die anhaltende Debatte zum Holocaust-Gedenken in Ungarn ein. Er schlug weiter vor, die Pläne für die Denkmäler noch einmal zu überarbeiten. Vertreter der jüdischen Gemeinden in Ungarn hatten kritisiert, dass sie bei der Planung nicht einbezogen worden waren. Zudem werde bei den Monumenten die Beteiligung Ungarns an den NS-Verbrechen ignoriert. Das Land hat mit 100.000 jüdischen Gläubigen eine der größten Gemeinden Europas.

Homosexuellen-Recht: Ugandas Präsident will Anti-Schwulengesetz unterschreiben

Erst fand Ugandas Präsident Yoweri Museveni den Gesetzesentwurf zu hart, nun will er ihn doch unterzeichnen.

Der Entwurf sieht vor, homosexuelle Handlungen zu bestrafen - teilweise mit lebenslanger Haft. Nach Angaben eines Regierungssprechers hat sich der ugandische Staatschef dazu entschieden, nachdem ihm Mediziner erklärt haben, dass Homosexualität nicht genetisch bedingt ist. Museveni hatte seine Ablehnung ursprünglich damit begründet, dass "krankhafte" Menschen nicht eingesperrt, sondern medizinisch behandelt werden müssten. Nicht nur für den Gesetzentwurf, sondern auch für diese Äußerung war die ugandische Regierung kritisiert worden.

Norwegischer Regisseur Sørensen: Keine Anerkennung für romantische Komödien

Norwegische Drehbuchautoren scheinen keine Lust auf Romantik zu haben.

Das kritisiert der Regisseur Per-Olav Sørensen im öffentlich-rechtlichen Sender NRK. Er habe sogar nachgezählt: In den vergangenen zehn Jahren seien in Norwegen 270 Filme produziert worden - darunter nur vier romantische Liebeskomödien. Sørensen vermutet als Grund die fehlende öffentliche Anerkennung für Filmemacher auf diesem Gebiet. Dabei gebe es durchaus ein Kino-Publikum, das sehen möchte, wie sich die Verliebten am Ende eines Filmes auch bekämen. Um sich diesen Wunsch zu erfüllen, kritisiert der Regisseur, müssten die Norweger aber vor allem auf ausländische Produktionen zurückgreifen.

Nasa klärt Auftauchen des mysteriösen Donut-Steins

Aufgrund seines Aussehens hatte der Mars-Stein schnell seinen Namen gefunden: Die Internetgemeinde taufte ihn "Jelly Doughnut", nach einem süßen Gebäck.

Die Nasa hat nun geklärt, woher der mysteriöse Stein kommt. Sie bestätigte Vermutungen, wonach der Mars-Rover Opportunity mit seinem Rad selbst ein Stück eines Felsens abgebrochen hat. Ende des Jahres hatte die Weltraumbehörde Vorher-Nachher-Bilder veröffentlicht, auf denen plötzlich ein Stein auftaucht, der zuvor an der gleichen Stelle noch nicht zu sehen war. Daraufhin wurde wild spekuliert, wie das auf einem unbewohnten Planeten möglich sein kann.

Archäologen entdecken Hundefriedhof der Azteken

Hundefriedhöfe könnte man für eine Erfindung der Neuzeit halten - hätte es nicht die Azteken gegeben.

Archäologen der Universität Mexiko-Stadt haben unter einem Gebäude einen historischen Hundefriedhof ausgegraben. Bei den mexikanischen Ureinwohnern wurde den Tieren religiöse Bedeutung beigemessen. Bislang hatte man ähnliche Überreste allerdings vor allem als Beigabe in Menschengräbern entdeckt. Nach Einschätzung der Wissenschaftler ist ein reiner Friedhof für Hunde deshalb ein außergewöhnlicher Fund.

Initiativgruppe übergibt Dokumente zu russischen Kriegstoten

An den Ersten Weltkrieg erinnern nicht nur Gedenkfeiern, sondern auch die Gräber der Toten.

Die Initiative Kriegsgefangenenfriedhof in Frankfurt an der Oder hat nun der russischen Botschaft eine Dokumentation über einen Friedhof mit Gräbern von fast 600 russischen Soldaten übergeben. In den Unterlagen befinden sich Namenslisten der Toten und Angaben aus den Sterbebüchern. Die deutsch-russische Initiative setzt sich dafür ein, dass das Gelände am Frankfurter Stadtrand als Kriegsgräberstätte anerkannt wird. Der Friedhof wurde bis 1945 gepflegt, geriet aber später in Vergessenheit.

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