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Kulturnachrichten

Donnerstag, 13. Februar 2014

Türkei will Osmanisches Archiv in Bosnien wiederaufbauen

Die Sorge um die historischen Dokumente war wohl unbegründet.

Nachdem Demonstranten in der vergangenen Woche den bosnischen Präsidentenpalast in Sarajewo in Brand gesetzt hatten, hat die Türkei Experten dorthin geschickt. In einem Nebengebäude ist nämlich das Osmanische Archiv untergebracht. Jetzt gaben die Fachleute Entwarnung: Das Bauwerk sei zwar beschädigt worden, die Dokumente aber fast alle intakt. Es würden nur wenige Schriftstücke zur Osmanischen Ära in Bosnien vermisst. Die türkische Regierung will das Gebäude jetzt wieder aufbauen lassen. Dabei soll das Archiv auch einen besseren Brandschutz bekommen.

Neuer Gurlitt-Fund: Jewish Claims Conference fordert Liste

Cornelius Gurlitt soll eine Liste der neu entdeckten Bilder in seinem Besitz veröffentlichen.

Das fordert die Jewish Claims Conference. Ihr Repräsentant in Deutschland, Ruediger Mahlo, betonte, anders könnten Überlebende des Holocaust und deren Familien keine Ansprüche anmelden. In Gurlitts Haus in Salzburg waren nach den gut 1.000 in München gefundenen Bildern 60 weitere Kunstwerke aufgetaucht, darunter Werke von Monet und Picasso. Gurlitts Sprecher Stephan Holzinger sagte der "Deutschen Presse-Agentur", bisher lägen keine neuen Anfragen möglicher Erben vor. Im ORF erklärte Holzinger, nicht alle Bilder seien in einem guten Zustand. Weitere Details sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

Landemuseum Württemberg entdeckt 29 Fälle von NS-Raubgut

Bei 29 Objekten handelt es sich um NS-Raubkunst.

Zu diesem Schluss ist das Landesmuseum Württemberg bei Recherchen im eigenen Haus gekommen. Wie Direktorin Cornelia Ewigleben in Stuttgart mitteilte, wurden dazu Inventare der seit 1933 erworbenen Kunstwerke untersucht. Die meisten als Raubgut identifizierten Objekten stammten aus dem Eigentum von Personen, die wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt wurden. Ewigleben erklärte, man habe in allen Fällen versucht, Kontakt zu den Erben aufzunehmen.

Archäologen finden gut 3.500 alte Mumie

Das Grab gehörte wohl einem hohen Beamten der 17. Pharaonendynastie.

Spanische Archäologen haben bei Ausgrabungen in Ägypten eine gut 3.500 Jahre alte Mumie entdeckt. Wie das Altertumsministerium in Kairo mitteilte, lag sie in der Nähe von Luxor in einem Schacht. Die Bemalung des hölzernen Sarkophags zeige das Gesicht des Verstorbenen. Die Mumie sei unversehrt.

Jerusalem: Proteste gegen Dreharbeiten von Portman-Film

Die strenggläubigen Anwohner sind von dem Filmprojekt alles andere als angetan.

In Jerusalem gibt es Proteste gegen die Dreharbeiten für das Regie-Debüt von Oscar-Preisträgerin Natalie Portman. Die israelisch-amerikanische Schauspielerin verfilmt den Roman "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" von Amos Oz. Medienberichten zufolge haben sich ultraorthodoxe Juden in einem Brief bei der Bezirksverwaltung beschwert. Sie kritisierten, dass die Dreharbeiten in der Nähe von Synagogen stattfinden und dass sie nicht informiert worden seien. In Graffitis werden die Angehörigen des Filmteams als "ausländische Invasoren" bezeichnet.

Fotos von Beuys-Aktion werden nach Ausstellungsverbot wieder gezeigt

Die Fettecken sind wieder da.

Ab Sonntag zeigt das niederrheinische Schloss Moyland erstmals wieder Fotos einer Aktion des Künstlers Joseph Beuys - fast fünf Jahre, nachdem die Ausstellung per Gerichtsurteil verboten worden war. Es geht um Aufnahmen, die ein Fotograf 1964 von der Herstellung einer für Beuys typischen Fettecke gemacht hatte. Schloss Moyland hatte sich jahrelang mit der Witwe des Künstlers über die Urheberrechte gestritten. Das Museum verlor in niedrigeren Instanzen, im vergangenen Jahr hob der Bundesgerichtshof die Urteile aber auf.

Russen klettern illegal auf zweithöchsten Turm der Welt

Sie bestiegen schon den Kölner Dom und die Pyramiden im ägyptischen Gizeh.

Jetzt sind zwei junge Russen heimlich auf den zweithöchsten Turm der Welt in Schanghai geklettert. Ein Video zeigt sie auf der Spitze des noch im Bau befindlichen "Shanghai Towers". Die Russen berichten über ihre illegalen Aktionen regelmäßig in ihrem Blog. Nach der Klettertour in Ägypten hatte sich einer von ihnen reumütig gezeigt und sich im US-Fernsehen entschuldigt.

Kunsthistorikerin: "Monuments Men" lenkt Aufmerksamkeit auf NS-Raubgut

"Monuments Men" bedient zwar Hollywood-Klischees, ist aber trotzdem positiv zu bewerten.

Dieser Meinung ist die Kunsthistorikerin Andrea Baresel-Brand, die für die Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste in Magdeburg arbeitet. Sie sagte der "Katholischen Nachrichten-Agentur", durch den Film von George Clooney beschäftige sich eine breite Masse mit dem Thema NS-Raubkunst - ganz unabhängig davon, ob es sich um eine historisch-kritische Wiedergabe der Geschehnisse handele. - "Monuments Men" basiert auf der wahren Geschichte einer Sondereinheit der Alliierten, die von den Nationalsozialisten entwendete Kunst retten soll.

EuGH: Internet-Links auf Zeitungsartikel sind erlaubt

Wer auf seiner Webseite einen frei zugänglichen Zeitungsartikel verlinkt, verstößt nicht gegen das Urheberrecht.

Das hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschieden. Im konkreten Fall ging es um Links zu Texten der Zeitung "Göteborgs-Posten" auf einer kostenpflichtigen schwedischen Internetseite zur Medienbeobachtung. Die Richter urteilten, dabei handele es sich nicht um eine "Wiedergabe", für die die Zeitung ihr Einverständnis hätte geben müssen. Anderes gelte nur, falls mit der Verlinkung die Bezahlschranke eines Mediums umgangen werde.

Dresden erinnert an Opfer der Bombardierung vor 69 Jahren

Heute gibt es in Dresden anders als in den Vorjahren keinen Aufmarsch von Neonazis.

Ein Sprecher der Stadt bestätigte, die geplante Demonstration zum Jahrestag der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg sei abgesagt worden. Allerdings waren gestern Abend knapp 500 Rechte mit Fackeln und Transparenten durch die Dresdner Innenstadt gezogen. Das offizielle Gedenken an die Zerstörung der Stadt vor 69 Jahren begann heute mit Andachten und Kranzniederlegungen vor der Frauenkirche. Am Abend ist wie schon in den vergangenen Jahren eine Menschenkette durch die Innenstadt geplant.

Sanierung der Stuttgarter Oper wird laut Zeitung teuer

Stuttgart könnte bald eine teure Baustelle mehr haben:

Wie die "Stuttgarter Zeitung" berichtet, wird die Sanierung des Opernhauses wohl hunderte Millionen Euro kosten. Das Blatt beruft sich auf ein Gutachten, das offiziell Ende März veröffentlicht werden soll. Intendant Marc-Oliver Hendriks hatte den Sanierungsbedarf in der Vergangenheit mit dem in Köln und Berlin verglichen. Die Opern-Umbauten dort sind zur Zeit mit 253 beziehungsweise 297 Millionen Euro veranschlagt.

"Entartete Kunst": Münchner Ausstellung von 1937 in New York neu zusammengestellt

Die Ausstellung über "entartete Kunst" wird zum zweiten Mal gezeigt - allerdings in einem völlig anderen Kontext.

Das erste Mal war sie 1937 in München zu sehen und wurde von den Nationalsozialisten organisiert. Ab heute werden die gleichen Kunstwerke in New York ausgestellt, unter anderem von Max Beckmann, Georg Grosz und Paul Klee. Wie die "Neue Galerie" in Manhattan mitteilte, wird die Schau über den historischen Hintergrund und die Geschichte der Bilder informieren.

Die "Neue Galerie" in New York hat sich auf Kunst aus dem deutschsprachigen Raum spezialisiert. Sie wurde 2001 eröffnet.

Blogger wollen Akkreditierung für den Bundestag durchsetzen

Wer als Journalist über Debatten im Bundestag berichten will, braucht dafür eine Akkreditierung.

Auch mehrere Blogger und Internet-Publizisten fordern den generellen Zugang zum Parlament - bislang allerdings ohne Erfolg. Damit wollen sie sich allerdings nicht abfinden. Der Gründer der Internetplattform netzpolitik.org sagte, man behalte sich rechtliche Schritte vor. Der Betreiber des Netz-Videoformates "Jung & Naiv" fügte hinzu, er hoffe auf wirksame Unterstützung der Abgeordneten. Der Bundestag hatte den beiden nach ihren Angaben eine Jahresakkreditierung zur Berichterstattung verweigert.

Frankreich: Leerer Wahlzettel bei Europawahl gilt als Protest

Ein leerer Wahlzettel ist in vielen Ländern einfach eine ungültige Stimme.

In Frankreich soll das anders werden, und zwar schon bei der kommenden Europawahl. Dann können Franzosen bewusst kein Kreuzchen setzen. Das französische Parlament hat entschieden, dass weiße Stimmzettel als offizieller Protest gegen die aufgestellten Kandidaten und Parteien interpretiert werden. Wahlenthaltungen sollen damit eindeutig von ungültigen, weil falsch ausgefüllten Stimmzetteln getrennt werden. Die leeren Wahlzettel fließen allerdings nicht in die Berechnung des Wahlergebnisses ein. Dies hätte weitere Gesetzesänderungen notwendig gemacht.

Mondfahrzeug Yutu: China hat Hoffnung auf Weiterführung der Mondmission

Ist "Yutu" doch noch zu retten?

Seit Tagen hat das chinesische Mondfahrzeug technische Probleme. Nach ersten Meldungen vom möglichen Aus der gesamten Mission auf dem Mond gibt es jetzt neue Hoffnungen. Wie eine chinesische Nachrichtenagentur mitteilte, hat "Yutu" die letzte Nacht gut überstanden. Der Rover habe einige Signale empfangen. Es sei durchaus möglich, das Mondprogramm fortzuführen. Gestern noch hatte es geheißen, dass China "Yutu" aufgeben müsse, weil es wegen der extrem niedrigen Temperaturen auf dem Mond erfroren sei und Funktionsprobleme habe.

"Yutu" - übersetzt das "Jadekaninchen" - war seit Mitte Dezember auf dem Mond unterwegs. Kurz nach der ersten chinesischen Mondlandung überhaupt begann seine Erkundungsfahrt. Eigentlich sollte Yutu drei Monate lang über die Mondoberfläche fahren und unter anderem nach Bodenschätzen suchen.

Abiturzeugnis von Enigma-Codebrecher in Polen gefunden

Henryk Zygalski knackte mit zwei Landsleuten den Code der deutschen Chiffriermaschine 'Enigma'.

Schon zu Schulzeiten glänzte der polnische Kryptologe in Mathematik. Das zeigt sein Abiturzeugnis, das nun im Staatsarchiv im westpolnischen Poznan gefunden wurde. Wie die Behörde mitteilte, stießen die Archivare zufällig auf das Dokument aus dem Jahr 1926. Im Reifezeugnis des Maria-Magdalena-Gymnasiums hatte der spätere Codebrecher ein 'sehr gut' in Mathematik. - Die polnischen Mathematiker hatten bereits 1933 die Grundlagen von 'Enigma' entziffert und damit wichtige Vorarbeit für die spätere Arbeit britischer Dechiffrierexperten während des Zweiten Weltkrieges geleistet.

Israel will Talmudhochschule in Ost-Jerusalem bauen

Die neue jüdische Talmudhochschule soll mitten in einem Palästinenserviertel in Ost-Jerusalem gebaut werden.

Der Planungsausschuss des Stadtrats stimmte gestern der Errichtung des neunstöckigen Gebäudes zu. Die israelische Bürgerrechtsgruppe "Frieden jetzt" kritisierte, dass die Pläne für den Bau der großen Jeschiwa nur für eine 60 Tage währende Einspruchsfrist ausgelegt werden.

Rekordumsätze auf dem Kunstmarkt

Für den Kunstmarkt war 2013 ein Jahr der Superlative.

Wie Artprice, die nach eigenen Angaben weltweit führende Datenbank zu Notierungen im Kunstbereich, in Paris mitteilte, verzeichnete die Branche ein Wachstum von 13 Prozent. Bei Auktionen weltweit seien mehr als 12 Milliarden Dollar umgesetzt worden. Auf dem ersten Platz lag China, es folgten die USA und dann Großbritannien. Allein in China seien für mehr als vier Milliarden Dollar Bilder, Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien verkauft worden. In Deutschland, das auf dem fünften Platz rangierte, wurde Kunst für 207 Millionen Dollar veräußert.

Catherine Deneuve hat keine Probleme mit dem Altern

Catherine Deneuve hat kein Problem mit dem Altern.

Sie sei bei diesem Thema realistisch, sagte die Schauspielerin der "Süddeutschen Zeitung". Es würde ihr auch nicht gefallen, wie jemand auszusehen, der sie nicht sei. Sie wolle auch nicht so tun, als wäre sie jünger oder verführerischer. Stattdessen versuche sie, ihrem Alter entsprechend zu leben.

Gerade läuft in Deutschland der Film "Madame empfiehlt sich" an. Darin spielt die 70-jährige Catherine Deneuve eine ungefähr 60-Jährige, die nur kurz Zigaretten kaufen fahren will und dafür eine längere Reise unternimmt.

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