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Kulturnachrichten

Mittwoch, 12. Februar 2014

NS-Raubkunst: Zu wenig Experten für Provenienzforschung

Die Provenienzforschung in deutschen Museen, Bibliotheken und Archiven soll gestärkt werden.

Das sagte die Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, Isabel Pfeiffer-Poensgen, nach einem Treffen von Kulturpolitikern in Berlin. Zur Begründung erklärte sie, dass es bislang zuwenig Fachleute für die notwendigen Recherchen zur Klärung der Eigentumsrechte von Kunstwerken gebe. Mittel für dauerhafte Stellen müssten bereitgestellt werden. Wie viele der von den Nationalsozialisten enteigneten Kunstwerke sich in öffentlichen Sammlungen befinden, ist bislang unklar, sagte Pfeiffer-Poensgen. Schätzungen gehen von bis zu einer Million Objekten aus.

Taskforce Gurlitt mit österreichischen Behörden im Gespräch

Nach der Entdeckung weiterer Kunstwerke aus der Sammlung Gurlitt in Salzburg, suchen die deutschen Behörden das Gespräch mit den Österreichern.

Das sagte ein Sprecher der Taskforce "Schwabinger Kunstfund". Die Staatsanwaltschaft Augsburg äußerte sich nicht dazu, welche Auswirkungen der neue Fund auf die Ermittlungen gegen Gurlitt wegen des Verdachts auf ein Steuerdelikt hat. Die 60 Bilder - darunter Werke von Picasso, Monet und Renoir - wurden inzwischen an einen sicheren Ort gebracht. Gurlitts Sprecher sagte gestern, Experten sollten prüfen, ob bei diesen Werken der Verdacht der Raubkunst vorliege.

Bernd Neumann als Präsident der Filmförderanstalt gewählt

Bernd Neumann ist ein Glücksfall für die Filmwirtschaft.

Das sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters in Berlin bei der Wahl des neuen Präsidenten der Filmförderungsanstalt. Sie sei sicher, dass die FFA ihre Erfolgsgeschichte mit Neumann an der Spitze fortsetzen werde. Als Kulturstaatsminister habe Neumann maßgeblich die Weichen für den deutschen Film auf Erfolg gestellt.

Zwei neue Shakespeare-Portraits in Mainz vorgestellt

Diese beiden Porträts stellen Shakespeare lebensgetreu dar.

Davon ist die Forscherin Hildegard Hammerschmidt-Hummer überzeugt, die die beiden Bilder heute erstmals im Dom- und Diözesanmuseum in Mainz vorstellte. Sie habe das Jugend und Altersbildnis des Dichters umfassend auf Identität und Echtheit überprüft. Die Expertin glaubt, dass Shakespeare den Malern persönlich Modell gesessen habe.

http://news.discovery.com/history/art-history/two-new-portraits-of-shakespeare-found-140212.htm

Russischer Umweltschützer scheitert mit Berufung

Jewgeni Witischko ist einer der prominentesten russischen Umweltschützer.

Der 40-jährige Olympia-Kritiker ist mit einem Widerspruch gegen eine Verurteilung zu drei Jahren Lagerhaft gescheitert. Wie ein Justizsprecher der Nachrichtenagentur Interfax sagte, bestätigte ein Gericht das international kritisierte Urteil. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sprach von einem politisch motivierten Richterspruch. - Witischko hatte 2011 gegen das Ferienhaus des Gouverneurs von Krasnodar protestiert, weil es in einem Naturschutzgebiet liegt. Er und mehrere Mitstreiter wurden daraufhin beschuldigt, den Zaun des Grundstücks zerstört zu haben.

Marshallinseln verzichten auf umstrittenen UNESCO-Botschafter

Diese Personalie löste eine Kontroverse bei der UNESCO aus.

Wie die französische Nachrichtenagentur afp berichtet, haben die Marshallinseln nach Protesten nun darauf verzichtet, den ehemaligen libanesischen General Dschamil al-Sayed zum Botschafter bei der UNESCO ernennen. Der Pariser "Figaro" hatte über die umstrittene Entscheidung berichtet. Al-Sayed war im Zusammenhang mit den tödlichen Anschlag auf den libanesischen Ministerpräsidenten Rafic Hariri vier Jahre inhaftiert.

Kunsthistoriker Bredekamp über den gefälschten "Sternenboten" von Galileo Galilei

In ihrer Begeisterung für Galileo Galileis "Sternenboten" ist dem Berliner Kunsthistoriker Horst Bredekamp und seinen Kollegen nicht aufgefallen, dass es sich um eine Fälschung handelt.

Bredekamp sagte im Deutschlandradio Kultur, seine Forschungsergebnisse zum Verhältnis von Kunst und Wissenschaft seien durch den gefälschten Tuschezeichnungen allerdings nicht beeinträchtigt. Trotzdem hätten er und seine Kollegen ihre Fehler in der Forschung analysiert und ihre Ergebnisse in einem Buch zusammengetragen. Darin stellen sie auch neue Methoden vor, mit denen Fälschungen leichter entschlüsselt werden könnten. Bredekamp sagte, dies habe für ihn etwas "Entlastendes, vielleicht sogar Kathartisches".

Schweizer Universitäten befürchten Isolation nach Volksentscheid

Schweizer Wissenschaftler fürchten sich nach dem Volksentscheid vor einer Isolation in Europa.

Der Generalsekretär der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten, Raymond Werlen, sieht die Gefahr, dass Akademiker aus EU-Ländern eine Professur wegen der künftigen Restriktionen nicht mehr annehmen dürften. Sie könnten sich zudem gegen einen Forschungsaufenthalt entscheiden, wenn ihre Angehörigen nicht in die Schweiz ziehen könnten. Fast die Hälfte aller Professoren an den Schweizer Universitäten stammten aus dem Ausland, darunter viele aus Deutschland. Werlen warnte auch davor, dass Schweizer nicht mehr wie bisher an EU-Forschungsprogrammen teilnehmen dürfen.

Schweiz: "Mehr Demokratie" verteidigt Volksentscheid

Die einen sprechen von einem Vorbild für die Demokratie - die anderen sehen die Abstimmung in der Schweiz mit Sorge.

Die Initiative "Mehr Demokratie" hat die Volksinitiative verteidigt. Vorstand Michael Efler sagte, kontroverse Entscheidungen dieser Art seien in der Schweiz eher die Ausnahme. Das macht seiner Meinung nach die Vorzüge direkter Demokratie sichtbar. Auch seien Volksentscheide nicht zwangsläufig für Populismus anfällig. Die Schweizer Universitäten fürchten hingegen, dass sie in Europa isoliert werden könnten. Es bestehe die Gefahr, dass Wissenschaftler aus EU-Ländern eine Professur wegen der künftigen Restriktionen nicht mehr annehmen dürften.

Fast die Hälfte aller Professoren an den Schweizer Universitäten stammen aus dem Ausland, darunter viele aus Deutschland.

Bund will Lehrerausbildung mit 500 Millionen Euro fördern

Junge Lehrer sollen nicht nur fachlich sehr gut ausgebildet werden.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka will darüber hinaus noch andere Qualifikationen anregen. Die CDU-Politikerin sagte der "Rheinischen Post", der Bund wolle in die Lehrerausbildung 500 Millionen Euro investieren. Die Universitäten könnten damit zusätzliche Projekte einrichten, die Nachwuchslehrer zum Beispiel auf die Inklusion vorbereiteten. Daneben seien Veranstaltungen für eine individuelle Förderung von Schülern denkbar. Nach Wankas Vorstellung könnten angehende Mathelehrer auch lernen, "mehr Freude an diesem Fach" zu vermitteln.

Norwegen will nur noch Geldscheine mit Meeres-Motiven

Norwegen will neue Geldscheine einführen und hat dafür einen künstlerischen Wettbewerb ausgerufen.

Acht Künstler sollen die Vorder- und Rückseite der Scheine entwerfen, und zwar ausschließlich mit Meeresmotiven. Zentralbank-Chef Øystein Olsen sagte, das Meer sei die Voraussetzung für die Entwicklung der norwegischen Wirtschaft, Gesellschaft und Identität. Man habe dabei aber keine Befürchtungen, dass sich die Binnenland- und Gebirgsbewohner ausgeschlossen fühlten. Das neue Geld würde im Übrigen vor allem aus Sicherheitsgründen eingeführt. Insgesamt sollen 130 Millionen Scheine ausgewechselt werden. Das entspricht umgerechnet 4,8 Milliarden Euro.

Misereor fordert Aufnahme von 100.000 Syrern in Deutschland

"Es ist einfach lächerlich, dass es so wenig Aufnahmebereitschaft von Flüchtlingen aus Syrien gibt."

Dieser Ansicht ist Misereor-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon. Er sagte den "Aachener Nachrichten", Deutschland sollte statt der bislang zugesagten 10.000 Syrer mindestens 100.000 Menschen aufnehmen. Das wäre ein Zeichen und würde den Druck auf die anderen EU-Länder erhöhen, ihre Kontingente ebenfalls zu erhöhen. Er kritisierte außerdem, dass bei den Friedensverhandlungen für Syrien in Genf "die eigentlich Betroffenen, die Flüchtlinge", nicht mit am Tisch säßen.

Hilfe braucht nach den Worten des Misereor-Geschäftsführers auch der Libanon, der fast 900.000 registrierte Flüchtlinge aufgenommen habe. Bröckelmann-Simon sagte, dass könne der Libanon nicht alleine schaffen.

Zentralafrika: Gezielte Tötung von Muslimen

In der Zentralafrikanischen Republik beobachten Menschenrechtler eine ausufernde Gewalt gegen Muslime.

Die Organisation Amnesty International spricht von "ethnischen Säuberungen". Mindestens 200 Muslime seien umgebracht worden. Zehntausende sind auf der Flucht. Die Täter sollen christliche Milizen sein. Sie wollen sich offenbar dafür rächen, dass eine islamistische Rebellengruppe vor knapp einem Jahr die Regierung gestürzt hatte und seitdem für Chaos und Gewalt sorgt.

Durch die Kämpfe und die vielen Flüchtlinge droht der Zentralafrikanischen Republik inzwischen eine Hungerkatastrophe. In der Hauptstadt Bangui soll fast der gesamte Lebensmittelhandel lahm liegen. Der war traditionell in der Hand der muslimischen Bevölkerung, die fast komplett geflohen ist.

Hemingways Unterlagen aus Kuba digitalisiert

Die Kuratorin der Bostoner Bibliothek, Susann Wrynn, ist ins Schwärmen geraten.

Denn 2.500 persönliche Unterlagen und Notizen von Ernest Hemmingway sind digitalisiert worden und können ab sofort eingesehen werden. Wrynn sagte, es sei ein sehr persönlicher Einblick in Hemingways Leben. Zu den Dokumenten gehörten nicht nur Telegramme oder ein Waffenschein für Kuba, sondern auch Rezepte und Stierkampfkarten. Die Unterlagen lagerten in Hemingways früheren Anwesen auf Kuba, wo er mehr als 20 Jahre lebte. Hier schrieb er unter anderem "Wem die Stunde schlägt" und "Der alte Mann und das Meer".

Die Kennedy Bücherei in Boston hat die weltweit größte Sammlung von Artefakten Hemingways.

Jerusalem: Orthodoxe wehren sich gegen Filmdreh

Das Leben ist auch für Oskar-Preisträger manchmal nicht einfach.

Diese Erfahrung hat Schauspielerin Natalie Portman gerade in Jerusalem gemacht. Sie steht bei den Bewohnern eines ultraorthodoxen Jerusalemer Wohnviertels in der Kritik, weil sie in dem Stadtteil einen Film drehen will - und zwar in unmittelbarer Nähe zu vielen Heiligen Stätten und Synagogen. Wie israelische Onlinemedien berichteten, befürchten die Anwohner, dass Fremde in ihr Wohnviertel eindringen. Die Orthodoxen kritisieren zudem, dass die Stadt es versäumt habe, die Bewohner früh genug über den Dreh zu informieren. Allerdings sei versichter worden, dass die Schauspieler sich angemessen kleiden. - Die Verfilmung des Romans "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" des jüdischen Autoren Amos Oz ist Portmans Debüt als Filmregisseurin.

Shirley Temple: Tschechien würdigt die Ex-Botschafterin

Die am Montag verstorbene Schauspielerin Shirley Temple wird nicht nur wegen ihrer Filme in Erinnerung bleiben.

Das tschechische Außenministerium würdigte die Verdienste der US-Amerikanerin als Diplomatin. Als US-Botschafterin in Prag in den Jahren 1989 bis 1992 habe Shirley Temple große Popularität bei Tschechen und Slowaken genossen. Die Ernennungsurkunde war ihr noch vom sozialistischen Präsidenten Gustav Husak überreicht worden. Nur wenige Monate darauf begann mit der "Samtrevolution" die demokratische Wende in der damaligen Tschechoslowakei. Zuvor war Shirley Temple bereits Botschafterin in Ghana gewesen. Sie wurde 85 Jahre alt.

Nürnberger Stiftung will Vorbesitzer alter Geige suchen: Verdacht der Raubkunst

Die alte italienische Geige gehörte ursprünglich dem jüdischen Instrumentenhändler Felix Hildesheimer aus Speyer.

Er hatte sie 1938 gekauft, sich aber kurz darauf das Leben genommen. Seine Frau und seine Töchter flüchteten vor den Nazis in die USA - die Geige aber ließen sie zurück. Seit den 70er Jahren ist sie im Besitz der "Franz Hofmann und Sophie Hagemann Stiftung" in Nürnberg. Die will jetzt nach den rechtmäßigen Erben der Geige suchen. Die Stiftung ist bereit, den rechtmäßigen Besitzer zu entschädigen und das Instrument restaurieren zu lassen. Es könnte dann eine sechsstellige Summe wert sein. Später könnte es hochbegabten Schülern der Nürnberger Musikhochschule zur Verfügung gestellt werden.

Die Geige wurde 1706 in Italien gebaut.

Kulturwissenschaftler Stuart Hall gestorben

Der britische Soziologe Stuart Hall ist tot.

Laut Medienberichten starb er am Montag im Alter von 82 Jahren in London. Hall war einer der Begründer und Hauptvertreter der Cultural Studies. Dem "Independent" zufolge galt er als "Pate des Multikulturalismus". Er war zudem einer der schärfsten Kritiker Margot Thatchers und prägte den Begriff "Thatcherismus", heißt es im "Telegraph".

Hall beschäftigte er sich hauptsächlich mit kulturellen Praktiken und lieferte wichtige Impulse für antikolonialistische Bewegungen. Der Soziologe stammte gebürtig aus Jamaica und gelangte mit einem Stipendium an die Universität Oxford. Nach seinem Studium arbeitete er am Center for Contemporary Cultural Studies in Birmingham.

Syrien: Neue Kampagne zum Schutz von Kulturstätten

Wer über Syrien spricht, denkt jetzt wahrscheinlich an Homs und an tausende Tote und Vertriebene.

Aber "so gut wie niemand spricht über die Schäden, die einem der größten Kunst-Schätze der Welt angetan werden". Darauf hat der frühere italienische Kulturminister Francesco Rutelli zum Start einer neuen Kampagne verwiesen. Die Aktion, zu der viele namhafte Archäologen und Politiker aufgerufen haben, will auf die gefährdeten Kulturstätten in Syrien aufmerksam machen. Rutelli zufolge sind in dem Bürgerkriegsland rund 10.000 Denkmäler, Museen und historische Städte von der Zerstörung bedroht. Ein anderer Experte sprach von illegalen Grabungen und Plünderungen antiker Stätten.

Reporter ohne Grenzen prangert Einschränkung der Pressefreiheit an

Die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen beobachtet auch in traditionellen Demokratien eine zunehmende Einschränkung der Pressefreiheit.

Vorstandssprecher Rediske sagte in Berlin, selbst Staaten wie die USA und Großbritannien rückten "investigative Journalisten und ihre Hinweisgeber mittlerweile in die Nähe des Terrorismus". Die Organisation legte ihre jährliche "Rangliste der Pressefreiheit" vor. Demnach haben Journalisten in Finnland die besten Bedingungen. Die Schlusslichter bilden wie seit Jahren Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan. Deutschland konnte seine Stellung gegenüber der vorhergegangenen Bestandsaufnahme leicht verbessern und liegt nun auf Rang 14.

In der Bundesrepublik sei im vergangenen Jahr deutlich geworden, wie sehr Journalisten im Visier in- und ausländischer Sicherheitsbehörden stünden. So habe der US-Geheimdienst versucht, beim Bundesverfassungsschutz Auskunft über einen deutschen Reporter zu erhalten. Zudem habe der niedersächsische Verfassungsschutz mehrere Journalisten über Jahre hinweg überwacht.

Libyscher Journalist in Tripolis verschleppt

Ein libyscher Journalist ist in der Hauptstadt Tripolis entführt worden.

Wie die amtliche Nachrichtenagentur Lana mitteile, saß der Reporter am Montagnachmittag in einem Café im Zentrum der Stadt, als er verschleppt wurde. Die Täter seien vier Männer in Uniform gewesen. Wo sich der entführte Journalist jetzt befinde, sei unklar.

Medienangaben zufolge sind uniformierte Männer in Libyen oft Mitglieder von Milizen. Die libysche Regierung brauche sie, um die Sicherheit im Land aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig werden sie aber oft für Übergriffe oder Entführungen verantwortlich gemacht.

Star-Fotograf schenkt Picasso-Museum 160 Bilder

Das Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster ist mit einer Schenkung überrascht worden.

Der Fotograf David Douglas Duncan hat dem Haus 160 seiner Fotos vermacht. Wie das Museum mitteilte, zeigen die Bilder Picasso in seiner Villa La Californie in Südfrankreich. Duncan war mit dem Maler längere Zeit befreundet. Er war einer der wenigen Fotografen, die Picasso bei der Arbeit ablichten durften. Bereits vor zwei Jahren war eine umfangreiche Foto-Ausstellung mit Picasso-Bildern von Duncan in Münster zu sehen.

Duncan arbeitete für das US-Magazin "Life". Bekannt wurde er vor allem mit Fotos aus dem Koreakrieg.

Israel: Rabbiner gegen Soldatenkostüme beim Purimfest

In Israel verkleiden sich kleine Jungen beim karnevalsähnlichen Purimfest gerne als Soldaten.

Nun hat ein Rabbiner an die strenggläubigen jüdischen Familien appelliert, dies zu untersagen. Wie der Sender Arutz Scheva berichtet, begründete der Geistliche dies mit dem Streit um den Militärdienst für Thora-Studenten. Zudem entsprächen Verkleidungen mit Armeebezug nicht dem freudigen Festcharakter. Als Alternativen empfahl der Rabbiner, die Knaben sollten sich mit amerikanischen oder britischen Uniformen verkleiden.

Apollo-Statue im Gaza-Steifen gefunden

Ist die Statue wirklich im Gaza-Streifen gefunden worden oder wurde sie dorthin geschmuggelt?

Darüber haben palästinensiche Medien spekuliert, nachdem eine Apollo-Statue aufgetaucht ist. Das Ministerium im Gaza-Streifen gab diese Woche bekannt, dass ein Fischer sie am Strand entdeckt habe. Ein Sprecher der Hamas sagte, man versuche noch zu klären, woher der Fund stamme. Neben der Herkunft wird im Gaza-Streifen auch darüber diskutiert, wie man das Standbild am besten ausstellen sollte. Aus dem Ministerium hieß es, ein Problem sei die Nacktheit. Man werde einige Stellen wohl verhüllen müssen.

Die Statue war bereits im vergangenen Jahr entdeckt worden. Nach Angaben der Hamas wurde sie anschließend konfisziert.

Neues Goethe-Institut in Birma eröffnet

Nach mehr als 50 Jahren gibt es in Birma wieder ein Goethe-Institut.

Die Erwartungen seien hoch, die Perspektiven aber auch vielversprechend, sagte Goethe-Instituts-Präsident Klaus-Dieter Lehmann bei der Eröffnung. Bei der Zeremonie war auch Bundespräsident Gauck anwesend, der die Bedeutung der kulturellen Zusammenarbeit beider Länder hervorhob. Ende der 50er Jahre war in Birma erstmals ein Goethe-Institut gegründet worden, unter die Militärdiktatur musste es allerdings wieder schließen.

Die jetzt eröffnete Einrichtung ist das 159. Goethe-Institut weltweit.

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Fazit

Margaret Atwood wird 80Humanistin und hellsichtige Mahnerin
Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood (picture alliance / AP / Invision / Arthur Mola)

Weltberühmt wurde sie mit ihrer Dystopie "Der Report der Magd". Heute feiert die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood ihren 80. Geburtstag. Über ihre teilweise düsteren Visionen sagt sie: "Ich beschreibe nur, was wir schon tun oder tun könnten."Mehr

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