Seit 10:05 Uhr Plus Eins

Sonntag, 22.09.2019
 
Seit 10:05 Uhr Plus Eins

Kulturnachrichten

Dienstag, 4. Februar 2014

Berliner Kulturstaatssekretär Schmitz gibt Rücktritt bekannt

"Ich tue diesen für mich persönlich schmerzhaften Schritt, um Schaden für das Amt und für die Berliner Kulturpolitik zu vermeiden."

Mit diesen Worten hat der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz seinen Rücktritt bekanntgegeben. Schriftlich teilte der SPD-Politiker mit, er habe den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit gebeten, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden. Nach Medienberichten hatte Schmitz eingeräumt, die Erträge seines bei einer Schweizer Bank angelegten Vermögens nicht versteuert zu haben. Die Steuern habe er nachgezahlt, ein Strafverfahren sei gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt worden. Das Amt als Staatssekretär für Kultur in Berlin hatte Schmitz, der als Vertrauter Wowereits gilt, seit 2006 inne.

Wirtschaftssenatorin Yzer: Berlinale bringt Berlin 125 Millionen Euro ein

Die Berlinale hat nicht nur künstlerische, sondern auch wirtschaftliche Bedeutung.

Darauf hat Berlins Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer hingewiesen. Die CDU-Politikerin sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Filmfestival bringe der Stadt eine zusätzliche Wirtschaftskraft von rund 125 Millionen Euro. Berlin sei Deutschlands wichtigster Film- und Fernsehstandort, betonte Yzer und verwies auf 3.500 Firmen und 25.000 Beschäftigte in der Branche. Die 64. Berlinale wird am Donnerstag eröffnet und läuft bis zum 16. Februar.

An der Grenze zur Pädophilie? Essener Museum Folkwang sagt Balthus-Ausstellung ab

Das Museum Folkwang befürchtet "ungewollte juristische Konsequenzen".

Deshalb hat das Essener Museum eine für April geplante Ausstellung mit Polaroids des Künstlers Balthus abgesagt. Balthus ist vor allem für seine erotischen Gemälde junger Mädchen bekannt und gilt deshalb als umstritten. Die Fotografien, die bis zum Tode des Künstlers 2001 unveröffentlicht blieben, zeigen laut "Westdeutscher Allgemeiner Zeitung" ein halbwüchsiges Mädchen in zweideutigen Posen und oft fast nackt.

In einer Erklärung teilte das Museum mit, die Entscheidung, die Schau abzusagen, habe man unter anderem auf Anraten des Essener Jugendamts getroffen. - Die "Zeit" hatte schon Ende vergangenen Jahres kritisiert, Balthus habe die Sexualisierung des Kindes betrieben - und das Museum Folkwang gebe sich mit der geplanten Ausstellung eben dafür her.

Portugiesisches Gericht erlaubt Versteigerung von 85 Mirós

Nur wenige Stunden vor Beginn der Auktion hat das Verwaltungsgericht in Lissabon grünes Licht gegeben.

Die Richter halten es für zulässig, dass die portugiesische Regierung heute Abend in London 85 Werke des spanischen Künstlers Joan Miró versteigern lässt, um die Staatskasse aufzubessern. Das mit dem Verkauf beauftragte Auktionshaus Christie's schätzt den Wert der Sammlung auf umgerechnet mehr als 36 Millionen Euro.

Die 84 Gemälde und eine Skulptur sind seit 2008 im Besitz der portugiesischen Regierung. Damals übernahm diese die Skandalbank BNP - und mit ihr die Mirós. Opposition und Kulturszene hatten den geplanten Verkauf scharf kritisiert. Kulturstaatssekretär Jorge Barreto Xavier hatte ihn mit den Worten verteidigt, es gebe im hochverschuldeten Portugal dringlichere Probleme.

"Reporter ohne Grenzen" verurteilt Repressalien gegen ecuadorianischen Karikaturisten

"Die Forderung, eine Karikatur zu korrigieren, ist ebenso absurd wie gefährlich."

Mit diesen Worten kritisiert Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, die Sanktionen der Medienaufsicht in Ecuador gegen den Karikaturisten Xavier Bonilla. Die Behörde hatte Bonilla aufgefordert, eine Ende Dezember erschienene Zeichnung zu korrigieren. Darin hatte der Karikaturist eine Razzia im Haus eines Journalisten kritisiert. Die Zeitung "El Universo", in der die Karikatur erschienen war, soll deshalb eine Strafe in Höhe von zwei Prozent des Quartalsumsatzes bezahlen. Reporter ohne Grenzen spricht von einem besorgniserregenden Präzedenzfall für die Anwendung des 2013 eingeführten Mediengesetzes.

Chefmeteorologe in Sotschi beteuert: Das schöne Wetter ist echt

Wenige Tage vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele herrscht in Sotschi Bilderbuchwetter.

Und das ist alles echt! Das hat der Chefmeteorologe der Veranstaltung, Waleri Lukjanow hingewiesen. Er sagte der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass, Versuche etwa in den Alpen hätten gezeigt, dass es unmöglich sei, das Wetter in den Bergen zu beeinflussen. Das sei nur im Sommer und bei bestimmten Wolken möglich. Angesichts des schönen Wetters waren Spekulationen laut geworden, es sei im Vorfeld der Spiele manipuliert worden. - 2010 in Peking waren kurz vor der Eröffnungsfeier Regenwolken mit Silberjodid beschossen worden, um sie außerhalb der Stadt zum Abregnen zu bringen.

Menschenrechtler werfen Olympia-Gastgeber Russland erneut Homophobie vor

Die Organisatoren der Olympischen Spiele haben wiederholt beteuert, dass in Sotschi niemand ausgegrenzt wird.

Menschenrechtler haben trotzdem ihre Kritik an Gastgeber Russland erneuert: Die Organisation Human Rights Watch schreibt in einer Mitteilung, das Land dulde Gewalt gegen Schwule und Lesben. Funktionäre, staatsnahe Journalisten und Prominente könnten in den vom Kreml gesteuerten Medien ungehindert Hasskampagnen gegen Minderheiten führen. Auch auf Hilfe von der Polizei könnten misshandelte Homosexuelle in Russland nicht hoffen, beklagte die Organisation.

EU-Parlament verabschiedet neues Gesetz zum Schutz von Musikrechten im Netz

Dieses Gesetz soll die Bürokratie im digitalen Musikgeschäft verringern.

Das EU-Parlament in Straßburg hat einem neuen Gesetz zum Verkauf von Musik im Internet zugestimmt. Es sieht vor, dass Rechte an Musikstücken nicht mehr in 28 EU-Staaten einzeln, sondern zentral erworben werden. Zudem sollen die Interessen der Künstler besser geschützt und Lizenzgebühren schneller ausgezahlt werden. Das neue Gesetz soll 2016 in Kraft treten und hat vor allem für Online-Anbieter wie Spotify, Deezer oder Juke Bedeutung.

Inflationsberechnung: Türkische Statistik-Behörde nimmt Pilger-Fahrt nach Mekka in den Warenkorb auf

Um die Inflation zu berechnen, stellen Statistiker regelmäßig einen Warenkorb zusammen.

In ihm ist all das enthalten, was der repräsentative Bürger für ein geregeltes Leben so braucht. In der Türkei gehört dazu ab sofort auch die Umra, die kleine Pilgerreise nach Mekka. Ein Sprecher der zuständigen Behörde erklärte, in den Warenkorb werde alles hineingenommen, was mehr als 0,1 Prozent der Gesamtausgaben ausmache. Herausgefallen sind aus der Berechnung hingegen MP3-Player.

Regisseur Hans Neuenfels will wieder mehr Theater machen

Auf den Theaterbühnen herrscht im Moment eine "unerhörte Irritationslosigkeit".

So sieht es der Regisseur Hans Neuenfels. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, in den Theatern werde schnell gearbeitet und nichts werfe einen Anker. Der 72-Jährige plädierte für mehr Schließtage, an denen keine Vorstellungen stattfinden, sondern geprobt wird. Denn: Theater brauche Zeit, so Neuenfels.

Bei aller Kritik wünscht sich der Regisseur, selbst wieder mehr Theater zu machen. Er könne nicht von ihm lassen, sagte Neuenfels. Und fügte hinzu: "Ich biete mich an wie eine Hure".

"Borgen"-Schauspieler moderiert Eurovision Song Contest in Kopenhagen

Die Politik-Serie "Borgen" ist einer der erfolgreichsten dänischen Fernseh-Exporte der vergangenen Jahre.

Vom Erfolg der Serie wollen offenbar auch die Organisatoren des Eurovision Song Contest in Kopenhagen profitieren: Sie haben Pilou Asbaek als Moderator des Gesangswettbewerbs engagiert. Asbaek spielt in "Borgen" den Spin-Doctor Kasper Juul. Gemeinsam mit den Moderatoren Nikolaj Koppel und Lisa Rønne wird er durch die Halbfinals und das Finale am zehnten Mai führen. In Deutschland ist "Borgen" seit 2012 unter dem Titel "Gefährliche Seilschaften" zu sehen. Weltweit wurde die Serie um die Politikerin Birgitte Nyborg nach Angaben des Fernsehsenders DR in mehr als 70 Ländern ausgestrahlt.

Welterbe-Gebiete: Total verzichtet auf Erdölförderung

Die UNESCO sieht darin eine "historische Entscheidung".

Der französische Energiekonzern Total hat sich verpflichtet, kein Erdöl mehr in schützenswerten Welterbe-Gebieten zu fördern. Nach Angaben der Weltkulturorganisation waren zuvor bereits der britisch-niederländische Energieriese Royal Dutch Shell und die Vereinigung der 22 weltweit größten Minen-Unternehmen eine entsprechende Selbstverpflichtung eingegangen. Das Welterbe-Komitee hatte die Erdöl-Konzerne aufgerufen, trotz Fördererlaubnissen nicht in den Nationalpark von Virunga in der Demokratischen Republik Kongo einzugreifen. Die UNESCO hofft nun, dass weitere Unternehmen dem Beispiel von Shell und Total folgen.

Virunga gilt nach Angaben der Umweltorganisation WWF als der Nationalpark mit der größten Artenvielfalt Afrikas und ist Heimat für 200 vom Aussterben bedrohte Berggorillas.

Komitee: Falscher Chagall muss verbrannt werden

Martin Lang will ein Gemälde, für das er umgerechnet 120.000 Euro bezahlt hat, nicht zerstören.

Der englische Geschäftsmann hatte 1992 ein vermeintliches Werk von Marc Chagall gekauft, dessen Echtheit aber nicht beglaubigt war. Für die englische Fernsehshow "One´s Fake Or Fortune?", die sich mit Kunstwerken und Fälschungen beschäftigt, wurde das Gemälde zunächst von Experten untersucht. Mit einer letzten Prüfung beauftragte Lang das Chagall-Komitee in Paris. Es wird von den Enkeln des Künstlers geleitet, die den Ruf ihres Vorfahren schützen wollen. Das Komitee teilte Lang mit, sein Bild sei eine Fälschung und müsse nach französischem Recht verbrannt werden. Der Geschäftsmann nannte die Forderung gegenüber der BBC "bizarr". Sie schrecke keine Kunstfälscher ab, sondern halte vielmehr ehrliche Kunstsammler davon ab, ihre Bilder testen zu lassen.

"Ein selbstloser Fürsprecher der Musik": Feuilletons würdigen Gerd Albrecht

"Er wollte nicht nur der Kunst dienen, sondern suchte auch die gesellschaftliche Wirkung."

Mit diesen Worten würdigt der "Tagesspiegel" den verstorbenen Dirigenten Gerd Albrecht. Er habe früher als seine Kollegen erkannt, wie wichtig die Förderung des Nachwuchses sei, schreibt die Zeitung. Die "Süddeutsche Zeitung" lobt vor allem Albrechts "nie versiegende Neugier auf Unbekanntes". Dabei sei er kein "Zappelphilipp" gewesen, sondern ein "im besten Sinne deutscher Kapellmeister ersten Ranges". Und die "Welt" bilanziert: "Mit ihm verliert Hamburg einen selbstlosen, unermüdlichen Fürsprecher der Musik." - Der 78-Jährige war am Sonntag Abend in Berlin gestorben. Nach Stationen in Kassel, Berlin und Zürich war Albrecht von 1988 bis 1997 Generalmusikdirektor und Operndirektor in Hamburg.

Weltbild-Verlag: Kurzfristige Darlehen sollen helfen

Der insolvente Weltbild-Verlag erhält offenbar Soforthilfe von der katholischen Kirche.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, einigten sich das Erzbistum München-Freising und die Familie Hugendubel auf einen Kompromiss. Demnach stellt das Erzbistum im Laufe des Tages ein Darlehen von zehn Millionen Euro zur Verfügung. Für den Kredit haften die Geschwister Hugendubel mit Teilen ihres Privatvermögens. Mit dem Geld soll die Buch Handels GmbH aufrecht erhalten werden. Sie gehört dem Weltbild-Verlag und dem Buchhandelsunternehmen Hugendubel. Auch mehrere Gläubigerbanken stellen nach Informationen der Zeitung kurfristig zehn Millionen Euro bereit, um die Zeit bis zur Vorlage eines Sanierungsgutachtens und einer endgültigen Finanzierung überbrückt werden.

Die Weltbild-Gruppe mit 6.300 Beschäftigten hatte im Januar einen Insolvenzantrag gestellt. Die kirchlichen Gesellschafter waren nicht mehr bereit, weitere Millionenbeträge zuzuschießen.

Chaos-Computer-Club : Kanzlerin möglicherweise der Beihilfe schuldig

Der Chaos-Computer-Club fordert die Aufnahme von Ermittlungen gegen die Bundesregierung.

Die Sprecherin des Clubs, Constanze Kurz, sagte im "Deutschlandfunk", Angela Merkel sei zwar auch Opfer, habe sich aber möglicherweise der Beihilfe zu Massenüberwachung schuldig gemacht. Der Chaos-Computer-Club habe deshalb Strafanzeige - unter anderem gegen die Kanzlerin - gestellt. Die Regierung habe Geheimdienst-Tätigkeiten auf deutschem Boden geduldet und versuche nun, diese Skandale totzuschweigen. In den USA haben führende Internet-Konzerne neue Daten über die Anfragen des Geheimdienstes NSA veröffentlicht. Demnach verlangte die NSA von den Firmen Yahoo, Google, Microsoft, LinkedIn und Facebook Auskunft über private Inhalte von insgesamt rund 59.000 Nutzerkonten.

"Der Beste seiner Generation: Feuilletons würdigen Philip Seymour Hoffman

Nach den internationalen Nachrufen würdigen heute auch die deutschen Feuilletons Philip Seymour Hoffman.

Die Zeitung "Die Welt" bezeichnet den verstorbenen Schauspieler als "völlig unersetzlich" und fragt: "Wer soll denn jetzt diese Figuren spielen, deretwegen so viele Filme dann doch Seele hatten?" Für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" war Hoffman "der Beste seiner Generation". Keiner sonst sei wandlungsfähiger und dennoch völlig unverwechselbar gewesen. Und die "Süddeutsche Zeitung" lobt, der Schauspieler sei bereit gewesen, das Maximum aus seinen Figuren herauszuholen. Der 46-Jährige war am Sonntag in seiner Wohnung in New York tot aufgefunden worden. Die Polizei geht davon aus, dass er an einer Überdosis Heroin gestorben ist.

de Maiziere: Thema Menschenrechte wichtig für Vergabe von Großereignissen

Thomas de Maiziere erhofft sich Änderungen bei der Vergabe von Großereignissen.

Der Bundesinnenminister sagte dem Sport-Informations-Dienst, er sei sich sicher, dass die Debatten zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi und der Fußball-WM in Katar nicht spurlos an der FIFA und dem IOC vorübergegangen seien. De Maiziere betonte, das Thema Menschenrechte sei ein wichtiges Vergabekriterium. Er erwarte, dass dies in Zukunft stärker berücksichtigt werde. Die Olympischen Spiele seien schließlich eine Bewegung für Sportler aus aller Welt. Es müsse möglich sei, dass die verschiedenen Herkünfte und politischen Auffassungen während der Spiele klar zu sehen seinen.

Sotschi: Niederländer protestieren gegen königliche Delegation

Viele internationale Spitzenpolitiker haben ihren Besuch bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi abgesagt.

In den Niederlanden haben jetzt 35.000 Bürger gegen die Teilnahme des Königspaares und des Ministerpräsidenten Mark Rutte bei der Eröffnungsfeier protestiert. Die Petition wurde gestern Abend der Regierung in Den Haag übergeben. Darin fordern die Unterzeichner, angesichts der Anti-Homosexuellen-Gesetze in Russland müsse die Reise abgesagt werden. Auch zahlreiche Politiker kritisierten die ungewöhnlich hochrangige Delegation der Niederlande. Sie verwiesen auf die Absagen aus Deutschland, Frankreich und den USA. Rutte versicherte, er werde den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Sotschi bei einem Treffen am Freitag auf die Lage der Menschenrechte ansprechen.

Sotschi-Aktivist wegen Rowdytums festgenommen

Er wollte kritisch über die Bauarbeiten für die Olympischen Winterspiele in Sotschi berichten.

Ein russischer Aktivist und Umweltschützer ist wegen Rowdytums vor Gericht gestellt und zu 15 Tagen Haft verurteilt worden. Wie sein Anwalt mitteilte, befanden die Richter den Mann für schuldig, weil er angeblich an einer Bushaltestelle geflucht hatte. Der Aktivist wollte nach Sotschi reisen, um dort seinen Bericht über die Folgen der Olympischen Spiele für die Umwelt vorzulegen. Menschenrechtsgruppen werfen den russischen Behörden vor, Aktivisten und Journalisten in der Gegend um Sotschi zu schikanieren und unabhängige Berichterstattung zu verhindern.

Broadway-Gedenken an Philip Seymour Hoffman - Polizei bestätigt Heroinfund

Zu Ehren von Philip Seymour Hoffman sollen die Bühnen dunkel bleiben.

Die Broadway-Theater in New York wollen morgen zum Gedenken an den verstorbenen Schauspieler ihre Lichter für eine Minute dimmen. Die Vorsitzende der Theatervereinigung Broadway League, Charlotte St. Martin, würdigte den Oscar-Preisträger als einen "wahren Künstler, der das Theater liebte". Hoffman war am Sonntag mit einer Spritze im Arm auf dem Boden seines Badezimmers gefunden worden. Inzwischen haben Ermittler den Fund von Heroin in der Wohnung des Schauspielers bestätigt. Wie der US-Sender ABCNews berichtet, waren in dem New Yorker Apartment 65 Umschläge mit Heroin entdeckt worden. Offiziell wurde diese Zahl nicht bestätigt.

Nach Steuerbetrug: Berliner Kulturstaatssekretär Schmitz will offenbar zurücktreten

Seine Erklärung wird mit Spannung erwartet.

Der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz zieht offenbar die Konsequenzen aus der Steueraffäre. Nach Berichten mehrerer Medien will er heute seinen Rücktritt bekannt geben. Der SPD-Politiker hatte eingeräumt, 425.000 Euro bei einer Schweizer Bank angelegt und die Zinserträge nicht versteuert zu haben. Die Steuern habe er nachgezahlt, ein 2012 eingeleitetes Strafverfahren sei gegen eine Geldauflage eingestellt worden. SPD-Chef Gabriel hatte die Steuerhinterziehung des Berliner Kulturstaatssekretärs scharf kritisiert. Politische Repräsentanten hätten eine Vorbildfunktion, der sie gerecht werden müssten, sagte Gabriel nach einer SPD-Klausur in Potsdam.

Muslimbruderschaft: Ägypten streitet über die Rolle der Frauen

Dürfen Ehemänner sich scheiden lassen, wenn ihre Frauen die Muslimbruderschaft unterstützen?

Diese Frage wird derzeit in Ägypten unter islamischen Rechtsgelehrten diskutiert. Das zuständige Institut für religiöse Rechtsfragen, das "Haus der Fatwa" in Kairo, widersprach einem Aufruf mehrerer Experten. Die Nähe der Ehefrau zu einer politischen Gruppe sei kein Scheidungsgrund, sagte der Berater des Großmuftis, Magdy Ashour, der Online-Zeitung "Egypt Independent". Hierzu finde sich nichts in den religiösen Schriften. Zugleich kritisierte er, derartige Äußerungen führten zur Spaltung der Gesellschaft und der Familie.

Anne Frank: Glasmurmeln aufgetaucht

Fast 70 Jahre nach ihrem Tod sind Glasmurmeln von Anne Frank aufgetaucht.

Diese hatte die Blechkiste mit dem Spielzeug zusammen mit einem Puppen-Service und einem Buch einem Nachbarsmädchen zur Aufbewahrung gegeben - kurz bevor die Familie Frank 1942 vor den Nationalsozialisten untertauchen musste. Die heute 83 Jahre alte Tooske Kupers sagte im niederländischen Fernsehen, nach dem Krieg habe sie die Schätze Annes Vater Otto Frank übergeben wollen. Die Murmeln habe sie aber behalten dürfen. Bei einem Umzug habe sie die Blechkiste jetzt wiederentdeckt und dem Amsterdamer Anne-Frank-Haus übergeben. Ab heute sind die Murmeln erstmals in einer Ausstellung über den Zweiten Weltkrieg der Kunsthalle Rotterdam zu sehen.

Komiker Dieudonné provoziert nach Einreiseverbot erneut

Nach dem Einreiseverbot hetzt Dieudonné gegen Großbritannien.

Der französische Komiker, hat bei einem Auftritt in der Schweiz erneut den sogenannten Quenelle-Gruß gezeigt, der an den Hitler-Gruß erinnert. Dieudionné, der wegen seiner antisemitischen Äußerungen umstritten ist, machte die Geste während einer Tirade gegen seine Gegner. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP bezog er sich damit auch auf die britische Königin Elizabeth II. Großbritannien hatte dem Komiker die Einreise verweigert. Das Innenministerium in London hatte erklärt, es gebe Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Ordnung und Sicherheit.

Schweiz: Referendum über Sexualkunde in der Schule

Sexualkunde in Schulen und Kindergärten - an diesem Thema scheiden sich die Geister, nicht nur in Deutschland.

Die Schweizer dürfen in den kommenden Monaten per Referendum über das Thema abstimmen. Wie die Bundeskanzlei bekanntgab, erreichte eine von der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei eingebrachte Initiative die nötigen 100.000 Unterschriften. Damit muss das Referendum angesetzt werden, ein Datum steht noch nicht fest. Die Initiatoren wollen damit die Rolle der Eltern bei der Sexualerziehung stärken. Sie fordern, dass dieser Unterricht erst Kindern ab neun Jahren gegeben wird.

Grimme-Preis: Vier Nachnominierungen

Die Jury des renommierten Grimme-Preises möchten im diesjährigen Wettbewerb mehr Filme zur Auswahl haben.

Deshalb nominierte das Gremium vier Produktionen nach. Wie das Grimme-Institut im nordrhein-westfälischen Marl mitteilte, sind nun 66 Filme in der engeren Auswahl. An dem Wettbewerb teilnehmen dürfen nun in der "Kategorie "Information und Kultur" auch die Streifen "Staatsgeheimnis Bankenrettung", "Versicherungsvertreter" und "Gerhard Richter - Painting". In der Kategorie "Fiktion" wurde der Film "Mobbing" auf die Nominierungsliste gesetzt. Die Gewinner des 50-ten Grimme-Preises werden am 19. März bekanntgegeben.

Wedel: "Regisseur muss Quadratur des Kreises schaffen"

Für Dieter Wedel ist eine Auszeichnung bei der Berlinale kein Garant für den Kinoerfolg eines Films.

Der Regisseur sagte der "Deutschen Presse-Agentur", populäre Stoffe fänden die Kritiker meist nicht so gut. Und umgekehrt: Gefalle etwas den Filmexperten, komme es oft erst gar nicht in die Kinos. Beides gleichzeitig zu erreichen bezeichnete Wedel als "Quadratur des Kreises", die aber hin und wieder gelinge. Die 64. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden ab dem 6. Februar statt.

Reggae-Musiker Bunny Rugs gestorben

Die jamaikanische Reggae-Szene hat einen ihrer bekanntesten Musiker verloren.

Der Sänger William "Bunny Rugs" Clarke ist im Alter von 65 Jahren an einer Krebserkankung gestorben, wie aus seinem Umkreis mitgeteilt wurde. Rugs war seit den 70er Jahren Sänger und Gitarrist der Band "Third World". Zudem veröffentlichte er mehrere Soloalben. Musikalisch beeinflusst wurde er von Nat King Cole und Aretha Franklin. Die jamaikanische Kulturministerin Lisa Hanna würdigte vor allem Clarkes Charisma. Mit seiner Bühnenpräsenz habe er das Publikum verzaubert.

Schloss Moyland: Bronzeskulptur gestohlen

Für das Museum Schloss Moyland ist der Diebstahl einer Bronzeplastik ein herber Verlust.

Nach Angaben der Polizei stahlen Metalldiebe die lebensgroße Skulptur "Mädchen mit Hut" aus dem Park des Museums - vermutlich mit einer Sackkarre. Das 1972 vom Münchner Bildhauer Roland Friederichsen geschaffene Kunstwerk wird auf 20.000 Euro geschätzt, der Materialwert dürfte allerdings nur einen Bruchteil betragen. Schloss Moyland im nordrhein-westfälischen Bedburg zeigt hauptsächlich Kunst von Joseph Beuys. Im Skulpturenpark im Kreis Kleve stehen aber auch etwa 70 Plastiken verschiedener Künstler.

Kulturnachrichten hören

Februar 2014
MO DI MI DO FR SA SO
27 28 29 30 31 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 1 2

Fazit

Solidaritätslesung für HongkongJeder ist die Revolution
Die Künstlerin Alice Kahei Yu aus Hongkong sitzt hinter einem Blumenstrauß auf dem Pflaster, sie trägt eine Sonnenbrille und auf ihrem Pullover steht "Steht Hongkong bei" (Tomas Fitzel)

Die Proteste in Hongkong gegen den wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung finden weltweite Aufmerksamkeit und Unterstützung. In Berlin organisierte die deutsche Sektion der Schriftstellervereinigung P.E.N. eine spontane Solidaritätslesung.Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur