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Sonntag, 25.08.2019
 
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Kulturnachrichten

Sonntag, 25. August 2019

Kraftklub-Sänger denkt an Wegzug aus Chemnitz

Der Sänger der Chemnitzer Band Kraftklub, Felix Kummer, sieht Berlin als neue mögliche Heimat, sollte die AfD nach der Landtagswahl in Sachsen an einer Regierung beteiligt sein. "Wenn die AfD hier wirklich in die Landesregierung kommt, dann bin ich wahrscheinlich weg von hier. Dann schmeiß ich all meinen Chemnitz-Lokalpatriotismus über Bord, geh nach Berlin und gentrifiziere schön was weg", sagte Kummer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Sachsen gehen am 1. September an die Wahlurnen. Kraftklub machte im vergangenen Jahr gemeinsam mit anderen Musikern in Chemnitz beim Gratis-Konzert #wirsindmehr mit 65 000 Besuchern gegen Rechts mobil. Es war eine Reaktion auf rechte Demonstrationen und fremdenfeindliche Übergriffe in der Stadt, nachdem ein 35-jähriger Deutscher am Rande des Stadtfestes erstochen worden war.

Bond-Dreharbeiten in Kulturhauptstadt Matera

In der europäischen Kulturhauptstadt Matera haben Dreharbeiten für den nächsten James-Bond-Film "No Time To Die" stattgefunden. Regionale Medien veröffentlichten Videos vom Dreh einer Actionszene. Darin war zu sehen, wie der berühmte Aston Martin DB5 bei strahlendem Sonnenschein durch die abgesperrte Innenstadt der süditalienischen Stadt rast - dicht gefolgt von einem Fahrzeug mit Kameraaufsatz. Daniel Craig, für den es wohl der letzte Einsatz als Agent 007 sein wird, war beim Dreh zunächst nicht zu sehen. Er wird laut britischen Medien aber für weitere Aufnahmen in Süditalien erwartet.

Erneut Journalist in Mexiko getötet

In Mexiko ist erneut ein Journalist getötet worden. Condés Jaramillo leitete eine Internetseite für Lokalnachrichten und moderierte bei einem lokalen Radiosender. Der 42-jährige wurde gestern in der Gemeinde Cerro de Cacalotepec im Bundesstaat Mexiko mit vier Stichwunden gefunden. Der Journalist hatte nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) zuvor Morddrohungen erhalten. Condés Jaramillo ist bereits der vierte Medienschaffende, der innerhalb der vergangenen vier Wochen in Mexiko eines gewaltsamen Todes starb. Er arbeitete häufig in der Region Tierra Caliente, die von Verbrecherbanden kontrolliert wird. Zu seinen Themen zählten Kriminalität wie auch Übergriffe der Polizei.
Nach ROG-Angaben zählt Mexiko mit Syrien und Afghanistan zu den gefährlichsten Ländern für Medienschaffende.

"Musée de la Libération" eröffnet in Paris

In Paris wird der 75. Jahrestag der Befreiung der französischen Hauptstadt Paris von der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg gefeiert. Zu diesem Anlass eröffnet das neue "Musée de la Libération".
Es soll einer breiten Öffentlichkeit das historische Ereignis näher bringen und beleuchtet dazu auch die Geschichte von zwei französischen Heldenfiguren der Epoche: Die des Wiederstandskämpfers Jean Moulin und die des Generals Philippe Leclerc de Hauteclocque. Vier Jahre lang haben 25 Historiker und Konservatoren an der Konzeption der Ausstellung gearbeitet. Das Projekt hat 20 Millionen Euro gekostet.

Unterstützung für entlassene Kunstexpertin Hollberg

Nach der überraschenden Entlassung der deutschen Kunstexpertin Cecilie Hollberg von ihrem Posten in der Galleria Dell'Accademia in Florenz haben sich mehrere Museumsdirektoren hinter ihre Kollegin gestellt. Die Entscheidung, den Vertrag von Hollberg vorzeitig zu beenden und nicht zu verlängern, sei "zutiefst" bedauerlich, hieß es in der veröffentlichten Erklärung. Unterzeichnet wurde sie von 15 derzeitigen oder früheren Museumsdirektoren, darunter Anna Coliva von der Galleria Borghese in Rom und Peter Assmann vom Palazzo Ducale in Mantua. Sie lobten Hollberg für "die Kompetenz, den Einsatz, die Hingabe, die Kreativität, die Loyalität, die Erfolge", die sie in vier Jahren an der Galleria Dell'Accademia bewiesen habe. Die Galleria ist weltweit für Michelangelos David-Skulptur bekannt und gehört zu den meistbesuchten Museen in Italien. Hollberg ist nicht die einzige ausländische Museumsdirektorin, die nach einer Museumsreform der Regierung Italien verlässt.

Scarlett Johansson ist bestbezahlte Schauspielerin

Zum zweiten Mal in Folge führt Scarlett Johansson die "Forbes"-Liste der bestverdienenden Schauspielerinnen an. Doch mit den Gagen ihrer männlichen Kollegen kann der "Avengers"-Star nicht mithalten. Johansson, die in mehreren Marvel-Produktionen die Figur Black Widow verkörpert, kam demnach zwischen Juli 2018 und Juni 2019 auf Gesamteinnahmen von rund 56 Millionen Dollar. Auf den weiteren Rängen folgen Sofia Vergara mit 44,1 Millionen Dollar und Reese Witherspoon mit 35 Millionen Dollar.

Streamingdienst "Disney+" startet mit exklusiven Serien

Am 12. November startet in den USA der Streamingdienst Disney Plus. Er
soll Netflix und Amazon kräftig Konkurrenz machen. Auf der Expo D23 in Anaheim wurden erstmals konkrete Inhalte vorgestellt. Unter anderem sollen nicht nur alle Disney Filme und Serien auf der Plattform zu finden sein. Zu den wichtigsten Attraktionen, mit denen Disney Plus Publikum anlocken soll, gehören drei Star-Wars-Episoden. Der schottische Schauspieler Ewan McGregor bestätigte, dass er wieder als Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi mitspielen werde.

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