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Kulturnachrichten

Freitag, 22. März 2019

Bauhaus-Jubiläum in Weimar

Zum Jubiläum des Bauhauses sind allein im April und Mai in Weimar rund 300 Veranstaltungen geplant. Das haben die Stadt und die beteiligten Akteure bekannt gegeben. Der Höhepunkt ist die Eröffnung des neuen Bauhaus-Museums am 5. April mit anschließendem Festwochenende bei freiem Eintritt. Zum Festwochenende gehört auch eine Parade mit Volksfestcharakter, die am 6. April mit Umzugswagen von der Bauhaus-Uni zum neuen Museum durch die Stadt zieht. Vor 100 Jahren gründete Walter Gropius in Weimar mit dem Bauhaus eine der einflussreichsten Schulen für Kunst, Design und Architektur. Das Bauhaus zog später aus Weimar mangels politischer Unterstützung nach Dessau und schließlich nach Berlin. 1933 wurde es auf Druck der Nationalsozialisten geschlossen.

Merlin-Verlagsgründer mit Kurt-Wolff-Preis geehrt

Der Verleger Andreas J. Meyer ist mit dem Kurt-Wolff-Preis geehrt worden. Der 91-jährige Gründer des bei Lüneburg ansässigen Merlin Verlags nahm die mit 26.000 Euro dotierte Auszeichnung für sein Lebenswerk auf der Leipziger Buchmesse entgegen. Der renommierte Preis wurde erstmals an eine Einzelperson vergeben. Meyer werde für die Energie, den literarischen Spürsinn und die Ausdauer geehrt, mit der er den Merlin Verlag zum Modell eines Kleinverlages gemacht habe, erklärte die Leipziger Kurt Wolff Stiftung. Sie würdigte Meyer als "eine große Verlegerpersönlichkeit in der Welt der kleinen Verlage". Der gebürtige Hamburger habe bei der Auswahl der erschienenen Werke "konsequent auf das Unkonventionelle, oft Unbequeme gesetzt". Meyer hatte sich 2005 aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und den Verlag an seine Tochter Katharina E. Meyer übergeben. Die Kurt-Wolff-Stiftung vergibt den Verlagspreis seit 2001. Sie versteht sich als Förderin einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene.

Iffland-Ring geht an den Jens Harzer

Der neue Träger des höchst renommierten Iffland-Rings ist der deutsche Schauspieler Jens Harzer. Das gab Österreichs Kulturminister Gernot Blümel bekannt. Der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz, der im Februar gestorben war, hatte den 47-Jährigen testamentarisch zu seinem Nachfolger bestimmt. Jens Harzer wurde in den 90er Jahren, noch vor seinem Abschluss an der Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München, von Dieter Dorn an die Münchner Kammerspiele geholt. Seitdem wurde er immer wieder mit seinem Vorbild Bruno Ganz verglichen. Weitere Stationen am Theater waren die Berliner Schaubühne, das Bayrische Staatsschauspiel und die Salzburger Festspiele. Seit 2009 ist er Ensemble-Mitglied am Hamburger Thalia-Theater. Bereits zweimal wurde er von der Fachzeitschrift "Theater heute" zum Schauspieler des Jahres gewählt. Auf der Leinwand war er zuletzt u.a. in der Serie "Babylon Berlin" als Dr. Anno Schmidt zu sehen. Den Iffland-Ring erhält der "jeweils bedeutendste und würdigste Bühnenkünstler des deutschsprachigen Theaters" auf Lebenszeit.

"Mondbrief" wird versteigert

Einer der sogenannten Mondbriefe soll heute Mittag in Stuttgart versteigert werden. Der Startpreis liegt bei 22 000 Euro. Nach einer heimlichen Reise ins All vor rund 48 Jahren lösten die Briefe einen kleinen Skandal bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa aus. Astronauten der "Apollo 15"-Mission hatten sie ohne Genehmigung mit zum Mond und wieder zurück zur Erde genommen. Davis Scott, Alfred Worden und James Irwin ließen sich für den Transport der 100 Briefe wohl bezahlen, wie eine Sprecherin des Stuttgarter Auktionshauses Eppli sagte. Die Folgen waren laut dem Auktionshaus erheblich: Die drei Astronauten durften an der nächsten Mission nicht teilnehmen, ihren Kollegen war es fortan nur noch erlaubt, zwölf persönliche Gegenstände mit einem Gesamtgewicht von 230 Gramm mit ins All zu nehmen.

Mueller-Stahl: "Ost und West sind sich noch immer fremd"

Auch 30 Jahre nach der friedlichen Revolution sieht der Schauspieler Armin Mueller-Stahl noch eine große Kluft zwischen Ost- und Westdeutschland. "Ost und West sind sich immer noch fremd", sagte der 88-Jährige dem "Handelsblatt". "Diese Einheit ist ein Prozess, der noch lange nicht abgeschlossen ist - vielleicht wird er nie beendet sein." Als Ursache für das anhaltende Fremdeln vermutet der Schauspieler die Überlegenheitsgefühle der Westdeutschen. Diese seien lange in einer privilegierten Situation gewesen und hätten die Menschen im Osten "eher als minderwertig wahrgenommen, wenn man es mal ganz brutal sagen will". Mueller-Stahl, der 1980 aus der DDR in den Westen ausgereist war, einst aber in Westberlin Musik studiert hatte, fühlt sich selbst weder den einen noch den anderen zugehörig. In keinem Deutschland habe er sich bislang wirklich wohl gefühlt, am ehesten noch im wiedervereinigten Deutschland.

Yoko Ono will nach Leipzig kommen

Rund 60 Arbeiten der US-japanischen Künstlerin Yoko Ono sind vom 4. April an im Leipziger Museum der bildenden Künste zu sehen. Unter dem Titel "Yoko Ono - Peace is Power" würden sehr unterschiedliche Kunstformen wie Installationen, Filme, Performances und Zeichnungen präsentiert, teilte das Museum mit. Sie gäben einen Überblick über das künstlerische Schaffen der 86-jährigen Witwe von Beatles-Sänger John Lennon. Zur Eröffnung wird Yoko Ono in Leipzig erwartet. Sie gilt laut Museum als eine der einflussreichsten und umstrittensten Künstlerinnen unserer Zeit. Zentrales Thema in ihrem Leben und Schaffen sei das Kräfteverhältnis zwischen Krieg und Frieden. Die Ausstellung in Leipzig sollte ursprünglich im Dezember eröffnet werden. Wegen der umfangreichen Vorarbeiten in Leipzig und an Onos Wohnort New York war die Eröffnung verschoben worden.

Ärger über "Kohleausstiegs-Geld" für Kultur

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Willingmann ist verärgert, dass das sogenannte "Kohle-Geld" für Kulturvorhaben verwendet werden. Die Sofortmaßnahmen im Rahmen des Kohleausstiegs sollten im Kernrevier stattfinden und dafür sorgen, dass neue Industriearbeitsplätze entstehen, sagte der SPD-Politiker der "Mitteldeutschen Zeitung". Die Reinigung des Naumburger Doms sei in erhöhter Weise erklärungsbedürftig. Ein Zusammenhang mit dem Kohleausstieg erschließe sich auf den ersten und auch auf den zweiten Blick nicht. Das Gleiche gelte für den Ausbau des Rosariums Sangerhausen, so der Minister.

Bundesdatenschützer: Vorwurf an Facebook

Nach der neuen Sicherheitspanne bei Facebook hat der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber dem US-Online-Dienst Fahrlässigkeit vorgeworfen. Ein Datenschutzvorfall bei Facebook sei mittlerweile leider keine große Überraschung mehr, sagte der SPD-Politiker. Skandalös sei allerdings, dass einer der weltweit größten IT-Konzerne offensichtlich nicht wisse, wie Kundenpasswörter gespeichert werden müssten. Damit setze Facebook seine Kunden einem unnötigen Risiko aus. Er sei sich jedoch sicher, dass der Fall penibel von den Datenschutzaufsichtsbehörden untersucht werde, so Kelber. Das Online-Netzwerk hatte zuvor eingeräumt, die Passwörter von hunderten Millionen Nutzern in unverschlüsselter Form auf internen Servern gespeichert zu haben.

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