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Kulturnachrichten

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Regisseur Claude Régy gestorben

Der französische Theaterregisseur Regisseur Claude Régy ist mit 96 Jahren gestorben. In seiner 64 Jahre umfassenden Karriere inszenierte er mit vielen französischen Stars, darunter Isabelle Huppert und Gérard Depardieu. 1991 wurde er mit dem Grand Prix national du théâtre ausgezeichnet. Régy liebte die Dichtung des manischen Außenseiters und gilt in Frankreich als Erneuerer der modernen Theaterästhetik durch sein abstraktes und formstrenges Sprechtheater.

Renommierter Opernsänger Peter Schreier gestorben

Der Opernsänger und Dirigent Peter Schreier ist tot. Wie seine langjährige Sekretärin mitteilte, starb er gestern im Alter von 84 Jahren nach langer Krankheit in Dresden. Schreier gehörte zu den renommiertesten deutschen Tenören. Sein Debüt gab er 1966 bei den Bayreuther Festspielen. Später gastierte er 25 Jahre lang bei den Salzburger Festspielen. Engagements hatte Schreier unter anderem an der New Yorker Met und der Mailänder Scala. Als Dirigent arbeitete er mit zahlreichen Orchestern zusammen.

Türkisches Verfassungsgericht urteilt pro Wikipedia

Die von der türkischen Regierung vor mehr als zweieinhalb Jahren angeordnete Sperre des Internet-Lexikons "Wikipedia" ist rechtswidrig. Ein entsprechendes Urteil des Verfassungsgerichts in Ankara sei mit zehn gegen sechs Stimmen der höchsten Richter ergangen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtet. Die Sperrung verstoße gegen die Meinungsfreiheit. Von der Regierung kam zunächst keine Reaktion auf das Urteil. Unklar blieb auch, wann der Zugang zu Wikipedia freigegeben wird. Im April 2017 hatte die türkische Telekommunikationsbehörde erklärt, Wikipedia behaupte, die Türkei unterstütze Terrororganisationen.

Kulturrat: Kulturbetrieb ist politisch stark gefordert

Der Deutsche Kulturrat sieht den Kulturbetrieb vor wachsenden Herausforderungen. Dazu zählt "der zunehmende Einfluss von Rechten in und außerhalb der Parlamente und der dadurch entstehende unmittelbare Druck auf Künstler, Kultureinrichtungen und Kulturinitiativen" ebenso wie "die deutlich zunehmende Behinderung der Arbeit der Zivilgesellschaft durch staatliche Maßnahmen und die Trippelschritte der Bundesregierung beim Klimaschutz", teilte Geschäftsführer Olaf Zimmermann mit. Der Deutsche Kulturrat ist Dachverband von mehr als 250 Bundeskulturverbänden und Organisationen.

Norwegischer Autor Ari Behn gestorben

Der norwegische Schriftsteller Ari Behn ist tot. Er starb im Alter von 47 Jahren. Behn veröffentlichte Romane, Erzählungen und Theaterstücke und drehte Dokumentarfilme. In seinem letzten Buch "Inferno" von 2018 schilderte er den Kampf gegen seine psychischen Probleme. 15 Jahre lang war der gebürtige Däne mit der norwegischen Prinzessin Märtha Louise verheiratet, bevor sich das Paar im Jahr 2017 scheiden ließ. Nach Angaben von Behns Familie beging der Autor und Künstler Suizid.

Italienischer Bildungsminister tritt zurück

Der italienische Bildungsminister Lorenzo Fioramonti hat seinen Rücktritt eingereicht. Der 42-jährige Politiker der Fünf-Sterne-Bewegung begründete dies mit der mangelhaften finanziellen Ausstattung seines Ressorts. Der Rücktritt des Ministers kommt nicht überraschend. Er hatte drei Milliarden Euro mehr für sein Ministerium gefordert und sich dabei auch für Steuererhöhungen ausgesprochen. Am frühen Montagabend billigte das Abgeordnetenhaus in einer Vertrauensabstimmung den Etat 2020 - ohne die geforderte Erhöhung. Diese Abstimmung habe er noch abwarten wollen, schrieb Fioramonti auf Facebook. Er hatte das Ministeramt mit der Vereidigung der neuen Mitte-Links-Regierung am 5. September übernommen.

Steinmeier würdigt Fotografin Barbara Klemm

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat der Fotografin Barbara Klemm zu ihrem 80. Geburtstag gratuliert. "Meine Glückwünsche gelten einer Meisterin des richtigen Moments und einer Chronistin der Gesellschaft und Geschichte unseres Landes", sagte Steinmeier in Berlin. Klemm wurde am 27.12.1939 in Münster geboren. Sie war langjährige Mitarbeiterin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", veröffentlichte aber auch in anderen Zeitungen und in Wochenmagazinen und Büchern. Eines der berühmtesten Bilder Klemms zeigt den sogenannten Bruderkuss zwischen Erich Honecker und Leonid Breschnew im Jahr 1979.

Lübecker Buddenbrookhaus vor dem Umbau

Das Buddenbrookhaus in Lübeck wird umgebaut und zum Jahresende für voraussichtlich drei Jahre geschlossen. Zuvor zeigt sich das Literaturmuseum noch einmal in einem besonderen Licht: Vom 26. bis zum 29. Dezember wird die Fassade zur Leinwand. Videoprojektionen und ein eigener Soundtrack sollen die Geschichte des Hauses und der Familie Mann lebendig werden lassen. Das Haus in der Mengstraße gehörte den Großeltern von Thomas Mann. In seinem Roman "Buddenbrooks" hat er ihm ein literarisches Denkmal gesetzt. Große Teile der Geschichte einer großbürgerlichen Kaufmannsfamilie spielen in dem Haus, das so zum Handlungsort der Weltliteratur wird. Für den 1901 erschienenen Roman wurde Thomas Mann 1929 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

Warnstreik bei der Schlösserstiftung

Mit einem Warnstreik vor dem Neuen Palais im Potsdamer Park Sanssouci und vor dem Berliner Schloss Charlottenburg haben Mitarbeiter der Schlösserstiftung für die Aufnahme von Tarifverhandlungen demonstriert. Vor beiden Schlössern hätten sich insgesamt rund 50 Beschäftigte an der Aktion beteiligt, berichtete die Verhandlungsführerin der Dienstleistungsgesellschaft Verdi, Andrea Germanus.
Verdi bemüht sich nach eigenen Angaben seit einem halben Jahr vergeblich, Tarifverhandlungen mit der Geschäftsführung der Fridericus Service Gesellschaft der Schlösserstiftung aufzunehmen, sagte Germanus. Eine Vielzahl der Beschäftigten sei nur geringfügig mit Stundenverträgen angestellt, kritisierte sie. Für die Beschäftigten im Besucherservice der Schlösser gelte seit 2006 kein Tarifvertrag mehr. Dem widersprach Stiftungssprecher Frank Kallensee: Die Mitarbeiter des Besucherservice seien in dem Tarifvertrag des Sicherheitsgewerbes eingruppiert, der noch bis Ende kommenden Jahres laufe.

Engere kulturelle Zusammenarbeit mit Frankreich

Die Kulturpolitiker Deutschlands und Frankreichs wollen sich in Zukunft intensiver austauschen. Man wolle der Kooperation eine neue Qualität geben, sagte die Vorsitzende des Ausschusses, Katrin Budde. Als Beispiele nannte sie das Urheberrecht, die Filmförderung und die Rückgabe von Objekten aus den Kolonialzeiten beider Länder. Zudem sollen sich die für Kultur zuständigen Abgeordneten beider Parlamente zweimal im Jahr treffen - einmal in Frankreich, einmal in Deutschland. Dabei werde man über gemeinsame Beschlüsse für Gesetzgebungsverfahren und ein gemeinsames europäisches Auftreten beraten, sagte die SPD-Politikerin.

Brände in Valparaíso weitgehend unter Kontrolle

Die schweren Waldbrände in der chilenischen Weltkulturerbe-Stadt Valparaíso konnten weitgehend eingedämmt werden, wie der Gouverneur der Region, Jorge Martínez, mitteilte. Über Weihnachten wurden durch die Brände rund 245 Häuser zerstört oder teilweise beschädigt. Todesopfer gab es nach Angaben der Behörden nicht. Zwölf Feuerwehrleute trugen Verletzungen davon. Die Altstadt von Valparaíso mit ihren bunten Häusern und engen und steilen Gassen gehört seit 2003 zum Weltkulturerbe.

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