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Sonntag, 27.09.2020
 
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Kulturnachrichten

Sonntag, 27. September 2020

Erste Statue für schwarze Heldin in Paris

Paris will eine Heldin im Kampf gegen die Sklaverei mit einer Statue ehren - es wäre die erste Statue für eine schwarze Frau in der französischen Hauptstadt. Bürgermeisterin Anne Hidalgo weihte am Samstag einen Park ein, der nach der jungen Schwarzen Solitude benannt wurde und in dem die Statue errichtet werden soll. Solitude war Anfang des 19. Jahrhunderts eine der Schlüsselfiguren des Aufstands gegen die französischen Kolonialherrscher auf der Karibikinsel Guadeloupe, dem sich zahlreiche ehemalige Sklavinnen anschlossen.
Sie wurde am 29. November 1802 im Alter von 30 Jahren hingerichtet. Einen Tag vor ihrer Hinrichtung hatte sie noch ein Kind zur Welt gebracht. Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, sprach auf Twitter von einem "starken Symbol". Die Initiative solle dafür sorgen, dass Solitudes "Kampf nie in Vergessenheit gerät."

Weihnachtsmarkt-Schausteller lehnen Alkoholverbot ab

Der Deutsche Schaustellerbund lehnt ein Alkoholverbot auf Weihnachtsmärkten in der Corona-Pandemie ab. "Natürlich ist das Glühweintrinken ritualisiert. Niemand geht nur auf den Weihnachtsmarkt, um eine Wollmütze zu kaufen", sagte Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg der "Rheinischen Post" vom Samstag.
Zuletzt hatten sich mehrere Politiker dafür ausgesprochen, Weihnachtsmärkte mit Hygienevorgaben zu erlauben, jedoch starke Beschränkungen beim Alkoholausschank verlangt. Hakelberg sagte der "Rheinischen Post", die Schausteller wüssten genau, dass die diesjährigen Weihnachtsmärkte eine Bewährungsprobe für die Volksfeste im kommenden Jahr seien, und wollten entsprechend restriktiv beim Ausschank vorgehen. "Allen ist klar, dass die Ordnungsbehörden Dauergast auf den Weihnachtsmärkten sein werden und streng kontrollieren."

Teil der Olbricht-Sammlung wird in Köln versteigert

Teile der Kunstkollektion des Privatsammlers Thomas Olbricht werden am Samstag in Köln versteigert. Die Auktion umfasst nach Angaben des Auktionshauses Van Ham etwa 500 Objekte. Die Sammlung Olbricht gilt als eine der wichtigsten Privatsammlungen in Deutschland. In Berlin hatte Olbricht zehn Jahre lang den "me Collectors Room" betrieben. Der Schwerpunkt der Auktion liegt bei der zeitgenössischen Kunst mit Malerei, Skulptur, Fotografie und Installation. Ein besonderer Blickfang sei John M. Armleders Neonlichtinstallation "O.T. (target)", deren Größe auf dem Auktionsmarkt bisher einzigartig sei. Der Schätzpreis liege bei 80.000 bis 120.000 Euro.

Theodor-Heuss-Preis für Filmregisseur Andreas Dresen

Der Filmregisseur Andreas Dresen ist in Stuttgart mit dem "Theodor-Heuss-Preis" ausgezeichnet worden. Die Verleihung stand in diesem Jahr unter dem Motto "Nach 30 Jahren. Wie schafft Demokratie Einheit in Vielfalt?". Wie die Theodor-Heuss-Stiftung erklärte, erhält Andreas Dresen die Auszeichnung für sein künstlerisches Werk, das auf ehrliche und kraftvolle Weise Geschichten aus Ostdeutschland für ein gesamtdeutsches Publikum erzähle. Das komme vor allem bei Filmen wie "Gundermann" und "Als wir träumten" zum Ausdruck. In ihnen mache Andreas Dresen "das Selbstverständnis vieler Ostdeutscher mit Geschichten von Anpassung und Widerstand zum Thema. Plakative politische Aussagen sind ihm fremd“, so die Stiftung. Der Preis wird zur Erinnerung an den ersten Bundespräsidenten vergeben.

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