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Kulturnachrichten

Montag, 31. Dezember 2018

Zahl der getöteten Journalisten 2018 gestiegen

Gefährlichstes Land für Journalisten war Afghanistan

In diesem Jahr sind nach einem Bericht der Internationalen Journalisten-Föderation weltweit 94 Journalisten getötet worden. Das seien zwölf mehr als im Jahr 2017, heißt es in einem Bericht des Dachverbandes. Damit geht der Trend wieder nach oben. Seit 2012, als 121 tote Journalisten gezählt wurden, war ihre Zahl jedes Jahr stetig gesunken. Gefährlichstes Land für Journalisten 2018 war Afghanistan, wo 16 Journalisten ums Leben kamen, gefolgt von Mexiko mit elf. Neun Tote wurden im Jemen gezählt und acht in Syrien. Prominentestes Todesopfer war der saudische Journalist Jamal Khashoggi, der im Konsulat seines Heimatlandes in Istanbul ermordet wurde.

Venedig kostet demnächst Eintritt

Tagestouristen sollen 2,50 bis 5 Euro zahlen

Italiens Haushaltsplan für 2019 hat auch Folgen für Venedig-Touristen: Das Gesetz sieht ein Eintrittsgeld von 2,50 bis 5 Euro für jeden Besucher vor, der "mit einem beliebigen Beförderungsunternehmen" in die Lagunenstadt reist. Wie italienische Medien berichten, soll das neue Venedig-Ticket die bisherige Beherbergungstaxe ersetzen und von Tagestouristen erhoben werden. Die Regierung in Rom hatte den überarbeiteten Haushaltsplan gestern mit einer Vertrauensfrage durch das Parlament gebracht. Heute sollten die Abgeordneten endgültig über das Gesetz abstimmen. Details zum Venedig-Ticket sind noch unklar. Laut den Berichten soll es voraussichtlich als Zuschlag von Bus-, Fähr- und Fluggesellschaften wie auch Kreuzfahrtunternehmen erhoben werden. Venedig diskutiert seit längerem eine Regulierung des Besucherzustroms. 2017 wurden nach Angaben der Regionalregierung 9,5 Millionen Touristen verzeichnet.

Strukturfonds für Museen in Afrika gefordert

Hilfen für Institutionen in Herkunftsländern kolonialer Kunst angeregt

Die Rückgabe von Kulturgütern aus deutscher Kolonialzeit sollte aus Sicht der Stiftung Preußischer Kulturbesitz begleitet werden von Hilfen an Institutionen der Herkunftsländer. "Es bräuchte einen Strukturfonds zur Unterstützung von Museen in Afrika und anderen Teilen der Welt", sagte Stiftungspräsident Hermann Parzinger der Deutschen Presse-Agentur. Kooperationspartner deutscher Museen benötigten Hilfe zur Lösung infrastruktureller Probleme oder beim Kulturerhalt durch Restaurierung, Konservierung oder Digitalisierung. Häufig fehle es an technischer Ausstattung. "Hier könnte mit überschaubarem Aufwand sehr viel erreicht werden.", sagte Parzinger.

Jüdischer Widerstandskämpfer stirbt mit 108 Jahren

Georges Loinger rettete rund 350 jüdische Kinder vor dem Konzentrationslager

In Frankreich ist mit 108 Jahren der jüdische Widerstandskämpfer Georges Loinger gestorben. Das teilte die Pariser Stiftung zur Erinnerung an die Schoah mit. Im Zweiten Weltkrieg brachte der gebürtige Straßburger im besetzten Frankreich rund 350 jüdische Kinder über die Schweizer Grenze und rettete sie so vor dem Abtransport in das NS-Vernichtungslager Auschwitz. Loinger erhielt zahlreiche Auszeichnungen in Frankreich, Israel und Deutschland, darunter 2016 das Bundesverdienstkreuz.

ROG: Deutschen Journalisten in Venezuela freilassen

Billy Six werden in Venezuela Spionage und Rebellion vorgeworfen

Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert die Freilassung eines in Venezuela inhaftierten deutschen Journalisten. Dem Reporter Billy Six (32) wird nach Berichten aus dem Land Spionage und Rebellion vorgeworfen. "Die erhobenen Vorwürfe sind zum größten Teil hanebüchen und außerdem in keiner Weise belegt. Nach allem, was wir wissen, ist Six wegen seiner journalistischen Recherchen verhaftet worden", sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist ein gängiges Mittel autoritärer Regime, recherchierende Journalisten der Spionage zu bezichtigen." Six, der mehrfach für die rechtskonservative Wochenzeitung "Junge Freiheit" geschrieben hat, war nach Angaben, die auf der Facebookseite Freebillysix veröffentlicht wurden, am 17. November in Punto Fijo festgenommen worden. Er werde seitdem in einem Gefängnis des Geheimdienstes Sebin in Caracas festgehalten. Im Falle einer Verurteilung durch ein Militärtribunal drohen ihm bis zu 28 Jahre Haft. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erklärte in Berlin, Six werde seit Anfang Dezember konsularisch betreut.

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