Seit 10:05 Uhr Lesart

Mittwoch, 21.08.2019
 
Seit 10:05 Uhr Lesart

Kulturnachrichten

Sonntag, 30. Dezember 2018

Zahl der getöteten Journalisten 2018 gestiegen

Gefährlichstes Land für Journalisten war Afghanistan

In diesem Jahr sind nach einem Bericht der Internationalen Journalisten-Föderation weltweit 94 Journalisten getötet worden. Das seien zwölf mehr als im Jahr 2017, heißt es in einem Bericht des Dachverbandes. Damit geht der Trend wieder nach oben. Seit 2012, als 121 tote Journalisten gezählt wurden, war ihre Zahl jedes Jahr stetig gesunken. Gefährlichstes Land für Journalisten 2018 war Afghanistan, wo 16 Journalisten ums Leben kamen, gefolgt von Mexiko mit elf. Neun Tote wurden im Jemen gezählt und acht in Syrien. Prominentestes Todesopfer war der saudische Journalist Jamal Khashoggi, der im Konsulat seines Heimatlandes in Istanbul ermordet wurde.

Venedig kostet demnächst Eintritt

Tagestouristen sollen 2,50 bis 5 Euro zahlen

Italiens Haushaltsplan für 2019 hat auch Folgen für Venedig-Touristen: Das Gesetz sieht ein Eintrittsgeld von 2,50 bis 5 Euro für jeden Besucher vor, der "mit einem beliebigen Beförderungsunternehmen" in die Lagunenstadt reist. Wie italienische Medien berichten, soll das neue Venedig-Ticket die bisherige Beherbergungstaxe ersetzen und von Tagestouristen erhoben werden. Die Regierung in Rom hatte den überarbeiteten Haushaltsplan gestern mit einer Vertrauensfrage durch das Parlament gebracht. Heute sollten die Abgeordneten endgültig über das Gesetz abstimmen. Details zum Venedig-Ticket sind noch unklar. Laut den Berichten soll es voraussichtlich als Zuschlag von Bus-, Fähr- und Fluggesellschaften wie auch Kreuzfahrtunternehmen erhoben werden. Venedig diskutiert seit längerem eine Regulierung des Besucherzustroms. 2017 wurden nach Angaben der Regionalregierung 9,5 Millionen Touristen verzeichnet.

Strukturfonds für Museen in Afrika gefordert

Hilfen für Institutionen in Herkunftsländern kolonialer Kunst angeregt

Die Rückgabe von Kulturgütern aus deutscher Kolonialzeit sollte aus Sicht der Stiftung Preußischer Kulturbesitz begleitet werden von Hilfen an Institutionen der Herkunftsländer. "Es bräuchte einen Strukturfonds zur Unterstützung von Museen in Afrika und anderen Teilen der Welt", sagte Stiftungspräsident Hermann Parzinger der Deutschen Presse-Agentur. Kooperationspartner deutscher Museen benötigten Hilfe zur Lösung infrastruktureller Probleme oder beim Kulturerhalt durch Restaurierung, Konservierung oder Digitalisierung. Häufig fehle es an technischer Ausstattung. "Hier könnte mit überschaubarem Aufwand sehr viel erreicht werden.", sagte Parzinger.

ROG: Deutschen Journalisten in Venezuela freilassen

Billy Six werden in Venezuela Spionage und Rebellion vorgeworfen

Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert die Freilassung eines in Venezuela inhaftierten deutschen Journalisten. Dem Reporter Billy Six wird nach Berichten aus dem Land Spionage und Rebellion vorgeworfen. "Die erhobenen Vorwürfe sind zum größten Teil hanebüchen und außerdem in keiner Weise belegt. Nach allem, was wir wissen, ist Six wegen seiner journalistischen Recherchen verhaftet worden", sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist ein gängiges Mittel autoritärer Regime, recherchierende Journalisten der Spionage zu bezichtigen." Six, der mehrfach für die rechtskonservative Wochenzeitung "Junge Freiheit" geschrieben hat, war nach Angaben, die auf der Facebookseite Freebillysix veröffentlicht wurden, am 17. November in Punto Fijo festgenommen worden. Er werde seitdem in einem Gefängnis des Geheimdienstes Sebin in Caracas festgehalten. Im Falle einer Verurteilung durch ein Militärtribunal drohen ihm bis zu 28 Jahre Haft. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erklärte in Berlin, Six werde seit Anfang Dezember konsularisch betreut.

Jüdischer Widerstandskämpfer stirbt mit 108 Jahren

Georges Loinger rettete rund 350 jüdische Kinder vor dem Konzentrationslager

In Frankreich ist mit 108 Jahren der jüdische Widerstandskämpfer Georges Loinger gestorben. Das teilte die Pariser Stiftung zur Erinnerung an die Schoah mit. Im Zweiten Weltkrieg brachte der gebürtige Straßburger im besetzten Frankreich rund 350 jüdische Kinder über die Schweizer Grenze und rettete sie so vor dem Abtransport in das NS-Vernichtungslager Auschwitz. Loinger erhielt zahlreiche Auszeichnungen in Frankreich, Israel und Deutschland, darunter 2016 das Bundesverdienstkreuz.

Beisetzung von Amos Oz im Kibbuz Chulda

Zuvor wird der Sarg in Tel Aviv aufgebahrt

Der israelische Schriftsteller Amos Oz soll morgen beigesetzt werden. Morgens soll sein Sarg nach Medienberichten im Kulturzentrum Zavta in Tel Aviv aufgebahrt werden, damit die Öffentlichkeit Abschied von dem weltbekannten Autoren nehmen kann. Mittags beginnt eine Trauerzeremonie. Die Beisetzung ist am Nachmittag im Kibbutz Chulda geplant, dem Oz 1954 beitrat. Oz ("Eine Geschichte von Liebe und Finsternis") war im Alter von 79 Jahren gestorben. Oz galt als Galionsfigur der israelischen Friedensbewegung und wurde immer wieder als Kandidat für den Literaturnobelpreis genannt.

"Jakarta-Abhandlung" gegen religiösen Extremismus

Indonesische Regierung wird aufgefordert, mäßigend in Religionsfragen zu wirken

Prominente islamische und katholische Kleriker beziehen gemeinsam Stellung gegen einen zunehmenden Einfluss des ultrakonservativen Islam in Indonesien. Konservatismus werde dann zu einer "ernsten Gefahr", wenn er sich "in religiöse Ausschließlichkeit und Extremismus" verwandele und "zu einem Werkzeug für politische Interessen" werde«, zitiert das Nachrichtenportal "Jakarta Post" aus dem "Jakarta-Abhandlung" genannten Dokument. Darin wird Indonesiens Regierung aufgefordert, eine "aktivere Rolle" zur Erreichung "religiöser Mäßigung" einzunehmen. Beobachter befürchten, dass es im kommenden Wahlkampf im Frühjahr zu einer Neuauflage der islamistischen Kampagne von 2017 gegen die Wiederwahl des christlichen Gouverneurs von Jakarta, Basuki "Ahok" Tjahaja Purnama, kommen könnte. Ahok verlor die Wahl und wurde wegen Blasphemie zu zwei Jahren Haft verurteilt. Seitdem ist ein fundamentalistischer Islam salafistischer Prägung auf dem Vormarsch.

Schauspielerin June Whitfield 93-jährig gestorben

In Deutschland war sie vor allem durch die Serie "Absolutely Fabulous" bekannt

Die britische Schauspielerin June Whitfield ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Über Großbritannien hinaus wurde sie vor allem in den 60ern, 70ern und 80ern durch die Comedy-Serien "Absolutely Fabulous" und "Terry and June"  bekannt. Nach Angaben ihres Agenten verstarb sie am Freitag. Ihre Karriere startete sie mit einer Radio-Comedy in den 1950er Jahren. Whitfields langer Erfolg beruhte auf schwarzem britischen Humor, für den sie viele Ehrungen und Preise bekam.

Kulturnachrichten hören

Dezember 2018
MO DI MI DO FR SA SO
26 27 28 29 30 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31 1 2 3 4 5 6

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur