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Sonntag, 24.03.2019
 
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Kulturnachrichten

Sonntag, 24. März 2019

Demonstrationen gegen Urheberrechtsreform

In 40 deutschen Städten haben zehntausende Menschen gegen die geplante Urheberrechtsreform der EU demonstriert. Sie verlangten vor allem die Streichung des Artikels 13. Danach sollen Plattformen wie YouTube künftig schon beim Hochladen prüfen, ob Inhalte urheberrechtlich geschütztes Material enthalten. Kritiker befürchten, dass dies nur über automatisierte Filter möglich ist, was einer Zensur gleichkommen könnte. Das EU-Parlament will am Dienstag über den Entwurf zur Urheberrechtsreform abstimmen.

Chefdirigent der Domspatzen geht in Ruhestand

Der Domkapellmeister der Regensburger Domspatzen, Roland Büchner, geht zum Schuljahresende in den Ruhestand. Büchner leitete den Chor war 25 Jahre lang. Wer ihm in das Amt folgt, ist noch nicht bekannt. Unter den Bewerbern sind auch Frauen – es könnte also erstmals in der mehr als 1000-jährigen Geschichte des Chores eine Domkapellmeisterin die Leitung übernehmen.

Fahrradhelm-Kampagne stößt auf Empörung

Eine Fahrradhelm-Kampagne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit leicht bekleideten Models ist auf Empörung gestoßen. Die Umsetzung des eigentlich richtigen Themas sei "peinlich, altbacken und sexistisch", sagte SPD-Fraktionsvize Katja Mast der "Passauer Neuen Presse". "Halbnackte Frauen und Männer sollten nicht mit Steuergeldern auf Plakate gebannt werden". Die SPD-Bundestagsabgeordnete Manja Schüle nannte die Kampagne "zutiefst sexistisch". Das Bundesverkehrsministerium hatte die Kampagne mit dem Titel "Looks like shit. But saves my life" gestern vorgestellt. Sie soll vor allem junge Radfahrerinnen und Radfahrer zum Tragen eines Helms animieren. Die Plakate sollen von kommender Woche an in deutschen Großstädten zu sehen sein. Auch in sozialen Netzwerken gab es Kritik an der Aktion.

Van Gogh in US-Kunstmuseum ist echt

Forscher aus den Niederlanden haben nachgewiesen, dass es sich bei einem Ölgemälde aus einem Kunstmuseum im US-Staat Connecticut um ein echtes Werk von Vincent van Gogh handelt. Das Wadsworth Atheneum Museum in Hartford twitterte, dass das Stillleben "Vase mit Mohnblumen" von 1886 für echt befunden wurde. "Heute verkünden wir, dass es zweifelsfrei ein van Gogh ist." Spezialisten des Amsterdamer Van Gogh Museums hätten zudem bestätigt, dass es unter der Farbe ein verstecktes Porträt gebe, berichtete "The Art Newspaper". Das zeige, dass van Gogh die Leinwand wiederverwendet habe, um Geld zu sparen. Laut "Hartford Courant" befand sich das Ölgemälde seit 1957 in der Sammlung des Museums.

Rückkehr der Baby-Skulpturen nach Prag

Zehn riesige Baby-Skulpturen des tschechischen Künstlers David Cerny kehren an den Prager Fernsehturm zurück. Die Krabbelkinder mit dem Titel "miminka" (Babys auf Tschechisch) waren vor anderthalb Jahren abmontiert worden, um sie nun durch neue Kopien zu ersetzen, die Wind und Witterung besser standhalten. Ursprünglich sollten die Baby-Figuren nur eine temporäre Installation sein, als Prag im Jahr 2000 europäische Kulturhauptstadt war. Doch sie wurden schnell zu einer Touristenattraktion. Der Fernsehturm im Stadtteil Zizkov wurde in den Jahren 1985 bis 1992 errichtet und ist das höchste Bauwerk der Metropole an der Moldau. Die Installation der zehn neuen Exemplare aus einem Glasfaser-Laminat soll bis zum 9. April abgeschlossen sein.

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Fazit

Ausstellung in ParisBlick in die Ewigkeit mit Tutanchamun
 Vergoldete Holzstatue des Tutanchamun in der Ausstellung "Tutanchamun. Der Schatz des Pharaos" in Paris. (Imago / Aurelien Morissard)

In Paris ist eine Ausstellung mit Funden aus dem Grab des Pharaos Tutanchamun zu sehen − ein Fest in Gold und Blau, Schmuckstück an Schmuckstück atemberaubend in Szene gesetzt. "Ägyptens bester Botschafter" soll das Image des Landes aufpolieren.Mehr

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