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Kulturnachrichten

Sonntag, 31. Dezember 2017

Petersdom bekommt eine digitale Orgel

Der Vatikan setzt bei Kirchenmusik künftig auf ein elektronisches Instrument

Im Petersdom erklingt bei großen Ereignissen statt der traditionellen Pfeifenorgel künftig ein digitales Instrument. Nach einem ersten Einsatz am Heiligabend hat die Orgel des US-Herstellers Allen auch die feierliche Vesper des Papstes zum Jahresabschluss begleitet. Der Vatikan begründete die technische Revolution damit, dass die im vorderen Teil der Basilika installierte Pfeifenorgel für den Gesamtraum nicht ausreichte. Der Chef des jüdischen Familienunternehmens Allen, Steven Markowitz, war Anfang Dezember laut Firmenangaben eigens nach Rom gereist, um den Aufbau der Orgel zu leiten und den Papst-Organisten Juan Paradell-Sole einzuweisen. Der Leiter des päpstlichen Chors der Cappella Sistina, Massimo Palombella, verwies auf die veränderten liturgischen Anforderungen im Petersdom, der als größter Kirchenraum weltweit gilt. Die bisher übliche elektronische Verstärkung der Pfeifenorgel habe sich wegen gekappter Frequenzen und Hintergrundgeräuschen als nicht optimal erwiesen.

Kritik an Begnadigung von Ex-Präsident Fujimori

Peruanische Autoren verurteilen die umstrittene Entscheidung

Literatur-Nobelpreisträger Vargas Llosa und mehr als 230 weitere Autoren haben in einem offenen Brief die Begnadigung des peruanischen Ex-Präsidenten Fujimori kritisiert. Die Entscheidung von Staatschef Kuczynski sei illegal und unverantwortlich, heißt es in dem Schreiben. Fujimori habe Menschenrechtsverletzungen begangen und leide gar nicht an einer fortschreitenden Erkrankung. Kuczynski hatte die Begnadigung mit dem Gesundheitszustand des 79-Jährigen begründet. Dieser war 2009 unter anderem wegen des Einsatzes von Todesschwadronen zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Aus Protest gegen Fujimoris Haftentlassung sind bereits der Kulturminister und der Chef des staatlichen peruanischen Rundfunks zurückgetreten.

Ehrung für Kinderbuchautor Tomi Ungerer

Künstler wird in die französische Ehrenlegion aufgenommen

Der Zeichner und Kinderbuchautor Tomi Ungerer wird Mitglied der französischen Ehrenlegion. Für seinen Beitrag zur Kultur soll der 86-Jährige mit dem Titel eines Kommandeurs geehrt werden. Er gehört zu einer Reihe von mehr als 300 Persönlichkeiten, die zum 1. Januar mit der höchsten Auszeichnung des Landes geehrt werden. Ungerer ist unter anderem für seine Kinderbücher wie "Die drei Räuber" oder "Kein Kuss für Mutter" bekannt.

Staatsoper Unter den Linden bestens besucht

Seit der Wiedereröffnung ist sie nahezu ausverkauft

Die Berliner Staatsoper hat durch die Wiedereröffnung ihres Stammhauses Unter den Linden einen Besucherschub erlebt. Nahezu alle der insgesamt 63 Veranstaltungen dort waren ausverkauft, teilte das Haus mit. Die Jahresauslastung sei von 88 Prozent im vergangenen Jahr auf jetzt 94 Prozent gestiegen. Wegen der Sanierung des Stammhauses war die Staatsoper jahrelang im kleineren Schiller Theater in Charlottenburg untergebracht. Nach der feierlichen Wiedereröffnungswoche ab dem 3. Oktober wurde der reguläre Spielbetrieb Unter den Linden nach einer mehrwöchigen Pause am 7. Dezember wieder aufgenommen. Insgesamt zählte die von Stardirigent Daniel Barenboim geführte Oper dieses Jahr knapp 160 000 Besucher. Weitere 45 000 kamen den Angaben zufolge zu internationalen Gastspiel-Konzerten in Paris, New York, Wien, Hamburg und Dresden. Das 11. Open-Air-Konzert der Staatskapelle unter dem Motto "Staatsoper für alle" hatte auf dem Bebelplatz ebenfalls rund 45 000 Besucher.

Shalev fordert neue Jerusalem-Verhandlungen

Autorin setzt sich für mehr gegenseitigen Respekt ein

Die Verfasserin der Romane "Liebesleben" und "Schmerz" hat in der "Süddeutschen Zeitung" neue Verhandlungen zur Jerusalem-Frage vorgeschlagen. Der westliche Teil solle die Hauptstadt Israels und der östliche Teil die Haupstadt eines palästinensischen Staates sein. Shalev nannte Jerusalem eine "verschlossene Stadt", in der die Grenzen zwischen den Religionen sehr deutlich seien. Die Entscheidung von US-Präsident Trump, Jerusalem als israelische Haupstadt anzuerkennen, habe sie überrascht. "Warum diese Entscheidung jetzt gefällt wurde, ist nicht nachvollziehbar." Sie sei zugleich gerührt gewesen, "denn Jerusalem war schon vor über 3.000 Jahren die Hauptstadt des jüdischen Volks. Lange, bevor es das Christentum oder den Islam gab."

US-Filmeditor Thomas Stanford gestorben

Mit "West Side Story" gewann Stanford einen Oscar

Der in Deutschland geborene US-Filmeditor und Oscar-Gewinner Thomas Stanford ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Wie seine Familie in einer Todesanzeige mitteilte, starb Stanford bereits am 23. Dezember. Die Familie nannte keine Todesursache. Stanford habe ein "langes und glückliches Leben" gehabt, hieß es in der Anzeige. Stanford wurde in Deutschland geboren und war in der Schweiz und England zur Schule gegangen, bevor er in die USA auswanderte. 1962 erhielt er einen Oscar für seine Arbeit an "West Side Story".

Israel gibt Unesco-Austritt offiziell bekannt

Land will sich bis Ende 2018 zurückziehen

Israel hat offiziell seinen Austritt aus der UN-Kulturorganisation Unesco mitgeteilt. Generaldirektorin Azoulay bestätigte, ein entsprechendes Schreiben erhalten zu haben, wonach Israel die Organisation Ende kommenden Jahres verlässt. Sie betonte, dass sie diesen Schritt zutiefst bedauert. Die USA und Israel hatten im Oktober ihren Austritt aus der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur angekündigt. Washington hatte dies damit begründet, dass die Unesco in zunehmendem Maße anti-israelische Positionen vertrete. Dem schloss sich Israel an. Nach der Aufnahme Palästinas in die Unesco 2011 hatten die USA bereits ihre Beitragszahlungen gestoppt.

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