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Kulturnachrichten

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Früherer Ohnsorg-Theater-Intendant Ruppel gestorben

Walter Ruppel war von 1986 bis 1994 Intendant am Ohnsorg-Theater

Der frühere Intendant des Ohnsorg-Theaters, Walter Ruppel, ist tot. Er sei bereits am 22. Dezember im Alter von 89 Jahren in Hamburg gestorben, teilte das Ohnsorg-Theater in der Hansestadt mit. Ruppel stand dem Haus zwischen 1986 und 1994 als Intendant vor. "Er hat die Entwicklung der niederdeutschen Bühne maßgeblich vorangetrieben auf dem Weg in die heutige Zeit und dabei gleichzeitig der Geschichte und Tradition des Hauses Rechnung getragen", hieß es in einer Mitteilung des Theaters.

Pilsner Kathedrale wird restauriert

Erste gründliche Instandsetzung seit Ende des Ersten Weltkriegs

Das Innere der gotischen Bartholomäus-Kathedrale im böhmischen Pilsen wird aufwendig restauriert. Die Arbeiten sollen im Frühjahr beginnen, wie Radio Prag berichtet. Es sei die erste gründliche Instandsetzung seit Ende des Ersten Weltkriegs. Restauriert wird demnach die gesamte Ausstattung der Kirche: Bänke, Altäre, Plastiken, die Orgel, Gemälde sowie die Wandmalereien. Zudem würden eine moderne Beleuchtung installiert und die Bänke künftig beheizt. Die Kosten von umgerechnet knapp vier Millionen Euro würden weitgehend aus EU-Fonds sowie aus rund 370.000 Euro Eigenmitteln der Dompfarrei bestritten.

Fisher auch 2017 als Prinzessin Leia zu sehen

Dreharbeiten waren vor ihrem Tod abgeschlossen

Trotz des Todes von Carrie Fisher können Fans die US-Schauspielerin im Ende 2017 erscheinenden Film "Star Wars: Episode VIII" noch einmal als Prinzessin Leia auf der Leinwand erleben. Die Dreharbeiten seien komplett abgeschlossen, bestätigte der Konzern Lucasfilm dem Promi-Portal TMZ. Bereits im Juli hatten die Macher bei Twitter einen kurzen Clip der letzten Filmklappe veröffentlicht und dazu geschrieben, dass der Film offiziell abgedreht sei. Nach Fishers Tod am Dienstag an den Folgen einer Herzattacke wird die Hauptdarstellerin bei der Premiere im Dezember 2017 nun nicht dabei sein.

Documenta-Künstler Karl Oskar Blase gestorben

Blase entwarf Plakate für die Documenta und war dort auch als Künstler vertreten

Der Documenta-Künstler Karl Oskar Blase ist am zweiten Weihnachtstag im Alter von 91 Jahren gestorben. Der ehemalige Professor für bildende Künste und visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel sei einer der größten deutschen Grafik-Designer der Nachkriegszeit gewesen, erklärte der Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Blase entwarf zahlreiche preisgekrönte Plakate, so auch für den Atlas-Filmverleih und das Kasseler Staatstheater. Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehören die Plakate, Signets und Kataloge für die Documenta-Ausstellungen 4, 5, 6 und 8. Als Künstler war er auf den Documenta-Ausstellungen 3 und 8 vertreten.

Theater in Gedenken an Germanwings-Opfer

Verein lässt ehemaliges Kino umbauen

Im Gedenken an eine bei dem Germanwings-Absturz getötete Schülerin will ein Verein in Haltern am See ein Theater einrichten. Die 15-Jährige war eine aktive Musik- und Musical-Liebhaberin. Sie und 15 andere Schülerinnen und zwei Lehrerinnen aus Haltern waren im März 2015 ums Leben gekommen, als der Kopilot die Maschine in die Berge stürzen ließ. Der Verein "Lea Drüppel Theater e.V." hat inzwischen 210 000 Euro Spendengelder eingenommen. Fast die Hälfte kommt aus einem Fonds der Lufthansa. Der Verein will im Februar mit dem Umbau eines ehemaligen Kinos beginnen. "Der Bauantrag ist gestellt", sagte Vorstandsmitglied Hans-Dieter Speikamp. In dem Theater sollen Musicalprojekte mit Kindern und Jugendlichen umgesetzt werden. Für den Betrieb muss der Verein jährlich etwa 25 000 Euro an weiteren Spendengeldern auftreiben.

Victoria-Skulptur in Russland wiederaufgetaucht

Sie soll in deutsch-russischer Zusammenarbeit restauriert werden

Die seit Kriegsende verschollene Skulptur "Victoria von Calvatone" aus der Berliner Antikensammlung ist in Russland im Zuge wissenschaftlicher Arbeiten wieder aufgetaucht. Das gehe aus einem Bericht in der Wissenschaftlichen Zeitschrift der Staatlichen Eremitage in St. Petersburg hervor, teilte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit. Der Bericht sei der Stiftung vorab von den Kollegen der Eremitage zugeleitet worden. Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, und der Generaldirektor der Eremitage, Michail Piotrowskij, hätten vereinbart, die Skulptur gemeinsam wissenschaftlich zu bearbeiten und zu restaurieren.

Rassistische Beleidigungen: Theaterleute verlassen Gera

Parteiübergreifende Reaktion sei nötig, so der Generalintendant

Nach rassistischen Beleidigungen im Alltag haben vier Schauspieler und Sänger ihre Verträge am Theater Altenburg-Gera in Thüringen nicht mehr verlängert. Die Künstler, die in Gera und Altenburg lebten, hätten neben anderen Gründen die veränderte Stimmungslage für ihren Entschluss angegeben, sagte Generalintendant Kay Kuntze. Sie seien auf der Straße oder im Zug aufgrund ihrer Hautfarbe oder Sprache angefeindet worden. Kuntze zeigte sich bestürzt und besorgt. Es sei das erste Mal, dass Künstler wegen rassistischer Ressentiments weg wollten. "Unser Haus ist ein Beispiel von gelebter Integration", betonte Kuntze. Von den 300 Künstlern und Mitarbeitern des Theater hätten 60 ausländische Wurzeln. Notwendig sei jetzt eine parteiübergreifende Reaktion, um das multikulturelle Miteinander zu schützen. Die Mitte müsse endlich ihr Schweigen brechen. "Es darf nicht immer nur etwas an den Rändern passieren", mahnte der Generalintendant.

Grütters: Klärung von NS-Raubkunst Aufgabe aller Museen

"Es kann und darf keinen Grund geben, die Anrufung der Beratenden Kommission zu verweigern"

Nach der spektakulären Klage der Flechtheim-Erben gegen den Freistaat Bayern hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters an alle Museen appelliert, sich der Aufklärung von NS-Raubkunst nicht zu verschließen. "Es kann und darf keinen Grund geben, die Anrufung der Beratenden Kommission zu verweigern", sagte Grütters. "Andernfalls entsteht der verheerende Eindruck, man wolle etwas behalten, was einem nicht zusteht. Das beschädigt das Ansehen Deutschlands auch in der Augen der jüdischen Weltgemeinschaft." Für die Einschaltung der Beratenden Kommission (früher Limbach-Kommission), die in solchen Streitfällen vermittelt, ist die Zustimmung beider Seiten nötig. Die Bundesmuseen können sich laut Grütters einer Mitarbeit nicht entziehen, weil sie auch moralisch zur Aufklärung verpflichtet seien. Sie erwarte dies aber genauso von Landes- und Kommunalmuseen.

Kuba verzichtet per Gesetz auf Castro-Denkmäler

Letzter Wille des Revolutionsführers verbietet Personenkult

In Kuba sollen weder Straßen noch Parks oder andere öffentliche Plätze nach dem im November gestorbenen Revolutionsführer Fidel Castro benannt werden. Dem letzten Willen des "Comandante" entsprechend, verabschiedete das Parlament in Havanna ein entsprechendes Gesetz. Es verbietet zudem Denkmäler zu Ehren Castros sowie Titel, Orden und andere Auszeichnungen mit dessen Namen. Auch jegliche Art von Werbung ist untersagt. Eine Ausnahme lässt das Gesetz zu: Sollte ein Institut zur historischen Forschung über Castro gegründet werden, darf dieses nach ihm benannt werden. Staatschef Raúl Castro hatte den letzten Willen seines Bruders auf der Trauerfeier bekanntgegeben: "Der Revolutionsführer hat jeden Personenkult abgelehnt und war darin bis in seine letzte Lebensstunde konsequent." Fidel Castro wurde jedoch bereits zu Lebzeiten in Kuba kultisch verehrt. Castro war am 25. November im Alter von 90 Jahren gestorben. 47 Jahre lang hatte er Kuba regiert.

Louis de Funès' Filmpartnerin Claude Gensac gestorben

Schauspielerin wurde 88 Jahre alt

Die französische Schauspielerin Claude Gensac, in Deutschland vor allem als Filmpartnerin von Louis de Funès bekannt, ist tot. Sie starb in der Nacht zum Dienstag im Alter von 89 Jahren, wie ihr Sohn Frédéric Chemin der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Sie drehte mehr als hundert Filme und arbeitete bis kurz vor ihrem Tod. Claude Gensac spielte in zahlreichen Filmen die Ehefrau des französischen Filmkomikers Louis de Funès, aber auch andere Rollen. Nach dem Tod des Schauspielstars 1983 durchlebte sie eine lange berufliche Durststrecke. Gensac schaffte es jedoch, am Theater an ihre Erfolge anzuknüpfen und verbuchte Ende der 2000er Jahre vor allem mit Fernsehserien neue Erfolge. Für ihre Nebenrolle in dem Film "Lulu femme nue" ("Treibsand") wurde sie im Jahr 2015 für den französischen Filmpreis César nominiert - mit 88 Jahren.

Intendant Schulz will 2018 zurück ins Schauspielhaus

Düsseldorfer OB hatte das Theater wegen Sanierungskosten in Frage gestellt

Der Düsseldorfer Theaterintendant Wilfried Schulz will ab Herbst 2018 wieder im Schauspielhaus spielen lassen. Zwar werde bis Ende 2019 vor dem Haus gebaut und dadurch die Theaterarbeit beeinträchtigt, sagte Schulz im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Frühestens im Herbst 2018 aber könne er mit dem Ensemble in das Gebäude zurückkommen, und das wolle er auch tun. Er gehe nach wie vor davon aus, dass die Aufgaben, für die er von Dresden nach Düsseldorf gekommen sei, zu erfüllen seien. "So lange ich eine Chance sehe, dass das in einem überschaubaren Zeitraum passiert, ist das gut", sagte Schulz. Das Schauspielhaus ist seit Anfang 2016 wegen technischer Sanierungen und einer angrenzenden Großbaustelle geschlossen. Das Ensemble tritt in Ersatzspielstätten auf. Angesichts der Millionenkosten für die Sanierung stellte Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) öffentlich die weitere Existenz des von Stadt und Land finanzierten Schauspielhauses infrage.

"Star Wars"-Schauspielerin Carrie Fisher gestorben

Prinzessin Leia war ihre Paraderolle.

Die aus der Reihe "Star Wars" bekannte Schauspielerin Carrie Fisher ist im Alter von 60 Jahren gestorben. Fisher hatte vor wenigen Tagen bei der Rückkehr von London nach Los Angeles noch im Flugzeug eine Herzattacke erlitten. Fisher war als 19-Jährige durch ihre Rolle als Prinzessin Leia aus der "Star Wars"-Serie bekannt geworden. 2015 kehrte sie in "Star Wars: Das Erwachen der Macht" in ihrer Paraderolle auf die Leinwand zurück. Die Tochter der Hollywood-Schauspielerin Debbie Reynolds (84) und des Sängers Eddie Fisher (1928-2010) spielte auch in Filmen wie "Blues Brothers", "Harry und Sally" und "Lieblingsfeinde - Eine Seifenoper" mit. Sie veröffentlichte acht Bücher, darunter erst kürzlich ihre Autobiografie "The Princess Diarist".

Schriftsteller Richard Adams gestorben

Berühmt wurde er durch "Unten am Fluss" (Original: "Watership Down")

Er ist Heiligabend im Alter von 96 Jahren gestorben, wie eine seiner beiden Töchter mitteilte. Adams wurde vor allem durch seinen Kinderbuchklassiker "Unten am Fluss" (Original: "Watership Down") bekannt. Die Erzählung über eine Gruppe Kaninchen auf der verzweifelten Suche nach einer neuen Heimat wurde nach ihrem Erscheinen 1972 ein weltweiter Erfolg. Bis heute wurde es mehrere Zehnmillionen Mal verkauft. Adams hatte sich auch politisch engagiert und für den Tierschutz stark gemacht.

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