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Kulturnachrichten

Montag, 12. Dezember 2016

Böhmer: Kulturerbe "Schlüssel für Versöhnung"

Konferenz zur Zusammenarbeit im Welterbe

Der Erhalt von Kulturerbe kann aus Sicht der Sonderbeauftragten im Auswärtigen Amt für das Unesco-Welterbe, Maria Böhmer (CDU), Nationen und Völker einander näherbringen. Kulturerbe könne auch "Schlüssel für Versöhnung und Dialog" zwischen allen Parteien in Konfliktregionen sein, sagte Böhmer in Berlin bei einer Konferenz zur Zusammenarbeit im Welterbe. Welterbestätten seien der Stolz eines jeden Landes. Sie wirkten weit über die Grenzen eines Landes hinaus und verbänden Menschen in ihrem Glauben, ihren Traditionen und ihrer Geschichte, sagte Böhmer. Der Schutz und die Pflege von Welterbestätten sei ein wertvolles Zeichen und eine großartige Chance, dass Kultur Grenzen überwinde. Umso dramatischer und schlimmer sei die Zerstörung von Kulturerbe, mahnte die ehemalige Unesco-Welterbepräsidentin.

Max Stern-Erben erhalten weitere NS-Raubkunst zurück

Beide Gemälde waren bei Auktionen in Deutschland entdeckt worden

Die Erben des von den Nazis ins kanadische Exil gezwungenen jüdischen Kunsthändlers Max Stern haben zwei Raubkunstwerke zurückerhalten. Dies teilte die Max-Stern-Stiftung in Montréal mit. Die Gemälde gehen an die Stiftung und die von ihr unterstützten Institutionen, die Universitäten Concordia und McGill in Montréal und die Hebräische Universität Jerusalem. Die beiden Gemälde "Schiffe in Seenot" des Malers Jan Porcellis (1584-1632) und "Landschaft mit Ziegen" von Willem Buytewech dem Jüngeren (1625-1670) waren bei Auktionen in Heidelberg und Düsseldorf entdeckt und von deren Besitzern freiwillig abgetreten worden. Nach Angaben der Max-Stern-Stiftung an der Concordia-Universität wurden der Stiftung bisher 15 Gemälde zurückgegeben.

"Toni Erdmann" für Golden Globe nominiert

Der Film tritt in der Sparte "Bester nicht-englischsprachiger Film" gegen vier weitere an

"Toni Erdmann" geht für Deutschland in das Rennen um den Golden Globe. Die schon vielfach prämierte Vater-Tochter-Geschichte von Regisseurin Maren Ade wurde in der Sparte "Bester nicht-englischsprachiger Film" nominiert. Dort treten unter anderem auch die Auslands-Filme "Elle" (Frankreich), "Neruda" (Chile) und "The Salesman" (Iran) an. Der letzte deutsche Film, der den Golden Globe nach Deutschland holte, war 2010 das Schwarz-Weiß-Drama "Das weiße Band" von Michael Haneke. Als bestes Drama wurden unter anderem das Familiendrama "Manchester by the Sea" und der Independent-Film "Moonlight" nominiert. In der Komödien-Sparte haben unter anderem die nostalgische Musical-Romanze "La La Land" und die biografische Komödie "Florence Foster Jenkins" mit Meryl Streep als untalentierte Opernsängerin Gewinnchancen. Die dreifache Oscar- und achtfache Golden-Globe-Gewinnerin Streep wurde zudem als beste Schauspielerin in einer Komödie nominiert und soll unabhängig davon auch den Cecil-B.-DeMille-Ehrenpreis für ihr Lebenswerk erhalten. Die Trophäen des Verbands der Auslandspresse (HFPA) in Form einer goldfarbenen Weltkugel werden am 8. Januar in Beverly Hills in 25 Film- und Fernsehkategorien verliehen.

Goethe-Institut: Interesse an deutscher Sprache hoch

Neue Goethe-Zentren in Baku und Eriwan geplant

Die Nachfrage nach den Sprachkursen des Goethe-Instituts wächst, wie das Goethe-Institut auf seiner Jahrespressekonferenz bekannt gab. Besonders in Nordafrika, Asien und Südosteuropa sei die Nachfrage nach Deutsch als Fremdsprache groß. Bei den Prüfungen und Online-Kursen sei sogar ein starkes Wachstum festzuhalten, sagte der Kaufmännische Direktor Bruno Gross. Zudem will das Goethe-Institut seine Kulturarbeit in der Kaukasus-Region verstärken. Im kommenden Jahr würden neue Goethe-Zentren in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku und der Hauptstadt Armeniens, Eriwan, gegründet, kündigte der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Johannes Ebert, an. Dafür habe der Bundestag für die nächsten drei Jahre insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Insgesamt betrug der Etat der Kultureinrichtung in diesem Jahr 396 Millionen Euro. Davon stammten 238 Millionen Euro aus dem Auswärtigen Amt.

Bob Dylan kommt im Frühjahr nach Stockholm

Ob er dann die Nobelvorlesung halten wird, ist noch unklar

Literaturnobelpreisträger Bob Dylan kommt Anfang April für zwei Konzerte nach Stockholm. Laut der offiziellen Webseite des Rocksängers tritt der US-Amerikaner am 1. und 2. April in der schwedischen Hauptstadt auf. Ob er bei dieser Gelegenheit auch seinen Nobelpreis abholt, ist unklar. Die Schwedische Akademie war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Dylan, der die Auszeichnung im Oktober für seine "poetischen Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Gesangstradition" zuerkannt bekommen hatte, hatte bei der Preisverleihung am Wochenende gefehlt. Um den Preis behalten zu dürfen, muss er aber innerhalb von sechs Monaten noch die traditionelle Nobelvorlesung halten. Die Schwedische Akademie, die den Preis vergibt, wollte laut Akademie-Chefin Sara Danius "Details bekanntgeben, wenn es einen konkreten Plan gibt".

Seelsorgerin für Oberammergauer Passionsspiele bestellt

Angelika Winterer wird die Passionsspiele als geistliche Ansprechpartnerin begleiten

Um die Begleitung der nächsten Oberammergauer Passionsspiele 2020 soll sich erstmals eine eigene katholische Seelsorgerin kümmern. Im Umfang einer vollen Stelle wurde die promovierte Theologin Angelika Winterer vom Erzbistum München damit beauftragt. Die gebürtige Münchnerin ist bereits seit einem Jahr im Pfarrverband Oberammergau tätig und wird von Weihbischof Wolfgang Bischof am kommenden Sonntag offiziell in ihre neue Aufgabe eingeführt, wie das Ordinariat in München mitteilte. Die Pastoralreferentin soll vor allem für diejenigen Oberammergauer Ansprechpartnerin sein, die sich an den Passionsspielen beteiligen. Beim vergangenen Mal wirkten vor sechs Jahren mehr als 2.000 Laiendarsteller und Musiker mit. Außerdem wird Winterer ein geistliches Begleitprogramm für die Besucher der Aufführungen im Jahr 2020 gestalten.

US-Kritikerpreis verliehen - "Toni Erdmann" geht leer aus

"Critics' Choice Award" geht an die Musical-Romanze "La La Land"

Der Filmemacher Damien Chazelle hat bei der Verleihung der "Critics' Choice Awards" die Trophäe als bester Regisseur gewonnen. Ausgezeichnet wurde er für seinen Musical-Film "La La Land", der zugleich als bester Beitrag gekürt wurde. Chazelle bringt in seinem Film Emma Stone und Ryan Gosling zum Tanzen und Singen. Dagegen ging "Toni Erdmann" von der deutschen Regisseurin Maren Ade bei der Preisverleihung in Los Angeles leer aus. Der deutsche Oscar-Kandidat unterlag in der Sparte "Bester nicht-englischsprachiger Film" dem französischen Beitrag "Elle". Casey Affleck (41) gewann den Preis als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in dem Familiendrama "Manchester by the Sea". Natalie Portman (35) setzte sich mit ihrem Auftritt als US-Präsidenten-Witwe Jackie Kennedy in "Jackie" unter anderem gegen Emma Stone ("La La Land") und Amy Adams ("Arrival") durch. Die "Critics' Choice Awards" werden von über 300 Mitgliedern des Kritikerverbandes "Broadcast Film Critics Association" aus den USA und Kanada verliehen.

Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern feiert Premiere

Erstmals verliehener Preis geht an den Berliner Autoren Kai Grehn

Der in Berlin lebende Autor und Regisseur Kai Grehn erhält den erstmals vergebenen Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern. Grehn hatte einen Auszug aus seinem Roman-Manuskript "Funken oder So glücklich wie wir ist kein Mensch unter der Sonne" eingesandt. Mit seinem Text gelinge es dem 1969 in Grevesmühlen geborenen Autor, "seine Leser durch Märchenmotive, seinen eigenen Ton und eine dichte, geradezu musikalische Prosa in eine leichte, heitere, beinahe sedierte Stimmung einzulullen", erklärte die Jury. Unterschwellig gerate dann aber doch eine ganze Menge Welt hinein, "von der Vergangenheit der Großeltern bis hin zu den Glücksversprechen und Glücksimperativen unserer Gegenwart". Der Hauptpreis beinhaltet einen einmonatigen Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop, ein Stipendium von 2.000 Euro, eine Publikation im Freiraum-Verlag sowie Lesungen. Der Preis wird vom Schweriner Kultusministerium und einem privaten Sponsor unterstützt.

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