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Kulturnachrichten

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Kriterien für kulturelle Filmförderung

Vorstellung Anfang 2016

Kulturstaatsministerin Monika Grütters will die Kriterien für die von ihr geplante kulturelle Filmförderung Anfang des Jahres 2016 vorstellen. "Ich möchte damit auch eine Ermutigung zum Experiment", sagte sie. "Es sollen solche Projekte gefördert werden, die eine besondere künstlerische Qualität versprechen - eine, die sich also nicht nur am Erfolg an der Kinokasse messen lässt." Mit den zusätzlichen 15 Millionen Euro in ihrem Haushalt soll eine Jury geeignete Projekte auswählen. Ein besonderes Augenmerk soll mutigen Kurz- und Dokumentarfilmen gelten. Daneben läuft der mit 50 Millionen Euro jährlich ausgestattete Filmförderfonds weiter.

Polen verabschiedet sich von der Rundfunkfreiheit

Öffentlich-rechtliche Sender werden nationale Kulturinstitute

Polens Parlament hat die umstrittene Gesetzesänderung zum Umbau der öffentlich-rechtlichen Medien beschlossen. 232 Abgeordnete stimmten für die von der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) eingebrachte Reform, bei 152 Gegenstimmen und 34 Enthaltungen. Mit der Gesetzesänderung will PiS das öffentlich-rechtliche Fernsehen und den Rundfunk in nationale Kulturinstitute umwandeln. Die bisherigen Vorstände sollen abgesetzt und durch neue Direktoren ersetzt werden – Parteigänger der Rechtspopulisten, die mit absoluter Mehrheit in Polen regieren. Offen wird über eine "Repolonisierung der Medien" gesprochen. Mehrere europäische Medienverbände hatten Polens Pläne scharf kritisiert.

Statuen bei antichinesischem Angriff in Taiwan beschmiert

Spannungen wegen wachsendem Einfluss Chinas

Bei einem antichinesischen Angriff in einem neuen Museum in Taiwan sind zwei Statuen beschmiert worden. Zwei Unbekannte bespritzten die Nachgüsse antiker chinesischer Bronzestatuen im Garten des berühmten Nationalen Palastmuseums von Taipeh mit roter Farbe und schrieben auf die Sockel "kulturelle vereinigte Front". Der Slogan richtet sich in Taiwan gegen die Bemühungen Chinas, die Insel durch den Ausbau seines kulturellen Einflusses wieder unter Kontrolle zu bringen. Die beiden Pferde- und Drachenköpfe sind Repliken von Bronzestatuen der Qing-Dynastie. Sie gelten in China als Symbol für das Leiden des Landes unter dem Imperialismus. Taiwan hatte sich 1949 am Ende eines Bürgerkriegs von China abgespalten, doch erkennt die Führung in Peking bis heute die Unabhängigkeit der Insel nicht an.

Neustart für Dokumentationszentrum DDR-Alltagskultur

Neuanfang im neuen Jahr

Das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt gehört vom 1. Januar 2016 an zum Landkreis Oder-Spree. Das Land werde künftig jährlich bis zu 150 000 Euro zusteuern, teilte die Kreisverwaltung als neue Betreiberin mit. Der Kreis steuere nach Spenden und Einnahmen den Restbetrag bei, damit der nötige Gesamtetat von 225 000 Euro erreicht werde. Zur Sammlung gehören unter anderem Geschirr, Kleidung, Bücher und Medaillen. Am 5. Januar gibt es nach dem Betreiberwechsel eine symbolische Schlüsselübergabe. Das Museum hat eine bundesweit einmalige Sammlung von rund 160 000 Alltagsgegenständen des untergegangenen Staates. Anfang Dezember hatte der Kreistag für die Übernahme des Dokumentationszentrums zum 1. Januar votiert. Nach langwierigen Verhandlungen ging damit die Sammlung als Schenkung an den Kreis über. Mit dem Ausstieg der klammen Kommune drohte zunächst die Schließung.

Zukunft des Industriemuseums in Brandenburg/ Havel

Gespräche Anfang 2016

Die Zukunft des von Finanznot bedrohten Industriemuseums Brandenburg/Havel soll Anfang des neuen Jahres erörtert werden. Für Januar sind Gespräche geplant, bestätigte ein Sprecher des Kulturministeriums. Nach einem Bericht der "Märkischen Allgemeinen" ist der Haushalt von Brandenburg/Havel noch nicht vom Innenministerium genehmigt worden. Dadurch können statt der angekündigten 140 000 Euro nur 112 500 Euro fließen. Ohne zusätzliches Geld gebe es im Februar erste Entlassungen, sagte Museumsleiter Marius Krohn. Das Land fördert das Haus mit derzeit 80 000 Euro. Nach dem Zeitungsbericht ist für die finanzielle Schieflage auch die doppelt besetzte Leitung verantwortlich.

1.500 Jahre altes Kloster in Israel entdeckt

Kloster stammt aus byzantinischer Zeit

In der israelischen Stadt Rosch Ha-Ayin ist ein 1.500 Jahre altes Kloster aus byzantinischer Zeit mit einer mosaikverzierten Kirche freigelegt worden. Wie die Israelische Antikenbehörde mitteilte, wurde zudem ein 2.700 Jahre altes Bauernhaus gefunden. Die Grabungen gingen den Bauarbeiten für ein neues Wohnviertel der Stadt voran. Bei dem Kloster soll es sich um Teile einer christlichen Siedlung aus dem fünften Jahrhundert handeln. Der Boden der Klosterkirche ist mit farbigen geometrischen Moasaiken verziert. Eines der Mosaike trage die griechische Inschrift "Dieser Ort wurde erbaut unter Theodosius, dem Priester. Friede sei mit euch, wenn ihr kommt, Friede sei mit euch, wenn ihr geht, Amen". Die Funde sollen erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Deutsches Historisches Museum steigert Besucherzahl

Positive Bilanz

Mit 810.000 Besuchern hat das Deutsche Historische Museum in Berlin nach eigenen Angaben seine Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent gesteigert. Allein die Sonderausstellung "1945 - Niederlage, Befreiung, Neuanfang", die noch bis zum 10. Januar zu besichtigen ist, habe bisher mehr als 115.000 Besucher angelockt. Auch die in Kooperation mit dem Berliner Schwulen Museum umgesetzte Doppelausstellung "Homosexualität_en" habe 100.000 Besucher an beiden Standorte angezogen. Das bislang erfolgreichste Jahr für das DHM war 2012 mit 880.000 Besuchern. Im kommenden Jahr plant das Museum eine Schau mit Kunst aus dem Holocaust und eine große Ausstellung zur deutschen Kolonialgeschichte.

DJ Guru Josh gestorben

Musiker starb mit 51 Jahren

Guru Josh, der 1990 einen europaweiten Hit mit dem Song "Infinity" hatte, ist im Alter von 51 Jahren gestorben. Das berichtete die britische Zeitung "The Guardian" online unter Berufung auf den Agenten des Musikers. Danach starb Paul Walden, wie Guru Josh mit richtigem Namen hieß, am Montag auf Ibiza. Über die Todesursache wurde zunächst nichts bekannt. Vor drei Jahren hatte der DJ mit einer Neuauflage seines Hits unter dem Titel "Infinity 2012" erneut einen Chart-Erfolg gehabt.

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