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Kulturnachrichten

Dienstag, 29. Dezember 2015

Kölner Oper mehr als 80 Prozent ausgelastet

Positive Bilanz

Nach ihrem unfreiwilligen Umzug in ein Ausweichquartier hat die Kölner Oper eine erste Bilanz vorgelegt. Die Auslastung des jetzigen Spielorts, des Staatenhauses, liege bei mehr als 80 Prozent, teilte eine Opern-Sprecherin mit. Für die 33 Veranstaltungen zwischen dem 15. November und dem Jahresende hätten sich rund 20 000 Besucher eine Karte gekauft. Besonders "La Bohème" sei ein Publikumsmagnet gewesen und habe eine Auslastung von mehr als 97 Prozent erreicht. Die Wiedereröffnung des Kölner Opern- und Schauspielhauses hatte kurzfristig verschoben werden müssen, weil Bauarbeiten nicht rechtzeitig fertig wurden. Die Oper zog daher notgedrungen in das Staatenhaus, ein denkmalgeschütztes Veranstaltungsgebäude aus den 1920er Jahren.

Gottfried Arnold gestorben

Herausgeber der "Rheinischen Post" starb mit 82 Jahren

Arnold starb gestern, wie sein Verlag heute in Düsseldorf bestätigte. Mehr als vier Jahrzehnte hatte der Sohn des ersten nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Karl Arnold die Geschicke der Zeitung und der Mediengruppe geprägt. Mitte der 1950er Jahre trat er zunächst in die Fußstapfen seines Vaters, der die Zeitung nach dem Zweiten Weltkrieg mitgegründet hatte. Herausgeber wurde er 1962, zwischen 1978 und 2012 leitete Gottfried Arnold zudem den Aufsichtsrat, dessen Ehrenvorsitzender er zuletzt war. Die "Rheinische Post" gehört mit mehr als 300 000 verkauften Exemplaren zu den größten regionalen Abonnements-Zeitungen in Deutschland.

Wissenschaft darf Texte von Anne Frank nutzen

Gerichtsurteil in Amsterdam

Texte aus den Tagebüchern von Anne Frank dürfen für wissenschaftliche Zwecke kopiert und veröffentlicht werden. Die Freiheit der Wissenschaft habe Vorrang vor dem Urheberrecht, urteilte ein Gericht in Amsterdam. Der Schweizer Anne Frank Fonds wollte ein Verbot einer wissenschaftlichen Gesamtausgabe erreichen. Der Fonds besitzt die Rechte an den weltberühmten Tagebüchern, die das jüdische Mädchen (1929-1945) im Versteck vor den Nationalsozialisten in Amsterdam während des Zweiten Weltkrieges geschrieben hatte. Die Tagebücher sind im Besitz des niederländischen Staates und als Dauerleihgabe der Amsterdamer Anne Frank Stiftung zur Verfügung gestellt worden. Das Urheberrecht endet im Prinzip 70 Jahre nach Tod von Anne Frank. Da aber noch 1986 eine Ausgabe mit bis dahin unveröffentlichten Texten erschienen war, gilt das Urheberrecht weitere 50 Jahre.

Kulturförderung in Sachsen-Anhalt

Kulturprojekte erhalten knapp zehn Millionen Euro

Das Land Sachsen-Anhalt fördert kommendes Jahr mehr als 320 Projekte im Kulturbereich. Mit 9,5 Millionen Euro soll die komplette Spanne des Kulturlebens gefördert werden - von der Brauchtumspflege über die Theaterpädagogik und das Weltkulturerbe bis zu Ausstellungen und vielen musikalischen Höhepunkten, erklärte Kultusminister Stephan Dorgerloh. Die Kulturförderung komme auch dem Tourismus zugute. Ein Schwerpunkt ist das Ausstellungsprojekt "Große Pläne" in der Stiftung Bauhaus Dessau, das mit 800 000 Euro gefördert wird. Die Ausstellung soll zeigen, dass Sachsen-Anhalt nicht nur Mittelalter, Reformation und Aufklärung zu bieten hat, sondern auch ein Kernland der Moderne ist.

Kreativwirtschaft in Berlin und Brandenburg wächst

Bundesweit größter Umsatz

Die Kultur- und Kreativwirtschaft in Berlin und Brandenburg wächst nach Branchenangaben schneller als in ganz Deutschland. Rund 30 500 Unternehmen seien in der Region ansässig, teilten die Industrie- und Handelskammer sowie die Senatsverwaltung für Wirtschaft mit. Sie erzielten einen Umsatz von 15,6 Milliarden Euro. 2011 lag der Umsatz noch bei 13,5 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich auf 218 000 - im Jahr zuvor waren es fast 20 000 Erwerbstätige weniger.

Gurlitt-Forschung geht mit neuem Projekt weiter

Kosten übernimmt der Bund

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg ruft Anfang 2016 ein Folgeprojekt zur Forschung am Münchener Kunstfund des Sammlers Cornelius Gurlitt ins Leben. Es soll den Namen "Provenienzrecherche Gurlitt" tragen, wie ein Sprecher der Stiftung der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Ziel sei es, schnell und transparent zu Ergebnissen zu kommen. Es werde ein Projektteam in Berlin geben, die Stiftung selbst werde Koordinierungsaufgaben übernehmen und Werkverträge mit Experten schließen. Das entsprechende Folgeprojekt kündigte auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in Berlin an. Die Staatsministerin will die Kosten für die Aufklärungsarbeit übernehmen.

Heavy-Metal-Legende "Lemmy" Kilmister gestorben

Motörhead-Sänger erlag im Alter von 70 Jahren einem Krebsleiden

Der Frontmann der Heavy-Metal-Band Motörhead, Ian "Lemmy" Kilmister, ist tot. Er starb im Alter von 70 Jahren an einer Krebserkrankung. Berühmt wurde der Sänger und Bassist in den 1970er Jahren zunächst mit der Band Hawkwind. Anschließend tourte er vier Jahrzehnte mit Motörhead durch die Welt. Eines ihrer bekanntesten Stücke ist „Ace of Spades, das 1980 herauskam. Die verbliebenen Bandmitglieder forderten im Internet dazu auf, die Musik von "Lemmy" laut zu spielen und auf ihn anzustoßen. Er hätte gewollt, dass seine Fans das Leben selbst feierten, heißt es auf der Facebook-Präsenz von Motörhead. Erst im November war der frühere Motörhead-Schlagzeuger Phil Taylor im Alter von 61 Jahren gestorben. Er hatte von 1975 bis 1982 und von 1987 bis 1992 zusammen mit Kilmister in der Band gespielt.

Syrischer IS-kritischer Filmemacher in der Türkei getötet

Nadschi Dscherf wollte nach Frankreich ins Exil gehen

Im Südosten der Türkei ist nach Angaben von Aktivisten ein oppositioneller syrischer Dokumentarfilmer ermordet worden, der offen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) kritisierte. Der Filmemacher und zweifache Vater Nadschi Dscherf sei gestern in der Stadt Gaziantep nahe der syrischen Grenze mit einer Pistole getötet worden, teilte die syrische Menschenrechtsgruppe RBSS im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Die türkische Nachrichten-Webseite T24 berichtete, Dscherf sei auf offener Straße von einer Kugel im Kopf getroffen worden und im Krankenhaus gestorben. Die Polizei habe Ermittlungen eingeleitet. Türkischen Medienberichten zufolge arbeitete der 37-Jährige gerade an einem Dokumentarfilm über die Massaker des IS. Dscherf hatte bereits mehrere Dokumentarfilme über den Syrien-Konflikt gedreht. Ein Freund des Filmemachers sagte, Dscherf habe diese Woche mit seiner Familie nach Paris reisen sollen, nachdem die Familie ein Asylvisum für Frankreich erhalten habe.

Rostock vergibt Stipendien an fünf Künstlerinnen

Jahresaufenthalt für Ostdeutsche Künstlerinnen in der Hansestadt

Die Hansestadt Rostock hat an fünf ostdeutsche Künstlerinnen ein jeweils einjähriges Stipendium vergeben. Nach Angaben der Stadt werden Christine Rusche (Berlin), Hanna Lippmann (Berlin) und Susann Maria Hempel (Greiz/Thüringen) sowie die Autorinnen Carola Weider (Greifswald) und Alina Herbing (Berlin) in Kürze für ein Jahr ins Schleswig-Holstein-Haus ziehen. Sie seien aus 87 Bewerbungen ausgewählt worden. Neben einem Arbeits- und Wohnraum sind mit den seit mehr als zwei 20 Jahren vergebenen Stipendien monatliche Zahlungen von 1000 Euro verbunden.

Brandenburg unterstützt weiter Denkmalförderung

Von 2016 bis 2019 sind 51 Millionen Euro bewilligt

Für die Sanierung und Restaurierung denkmalgeschützter Gutshäuser, Kirchen oder Wohnbauten gibt es in Brandenburg auch künftig Fördermittel. Von 2016 bis 2019 seien 51 Millionen Euro von Bund und Land bewilligt worden, sagte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider heute in Potsdam. In den vergangenen Jahren habe der Verfall der Innenstädte gestoppt werden können. "Die Menschen ziehen dort wieder hin." Insgesamt stünden 33,3 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Erstmals seien 2015 zusätzlich 250 000 Euro zur Sicherung bedrohter Denkmale bereitgestellt worden, sagte Kulturministerin Sabine Kunst.

Künstler wollen Instrumente für Papageien bauen

Neues Feld der "musikalischen Tier-Maschine-Interaktion"

Papageien in Österreich sollen extra für sie gebaute Musikinstrumente bekommen. Für das mit Forschungsgeldern unterstützte Projekt suchten sich Linzer Wissenschaftler und Medienkünstler Graupapageien aus. Diese gelten als sehr intelligent, auch Werkzeuggebrauch sei ihnen nicht fremd. "Unser Auftrag ist jetzt, in den kommenden drei Jahren genau zu erforschen, wie sich Musikinstrumente bauen lassen, die sich an die physischen und kognitiven Fähigkeiten der Graupapageien anpassen", sagte Martin Kaltenbrunner vom Interface Culture Lab der Kunstuniversität Linz. Es gehe um ein neues Feld der "musikalischen Tier-Maschine-Interaktion". Die Forscher können bei ihrem Projekt auf die Arbeit einer Künstlergruppe zurückgreifen. Diese schuf bereits erste modifizierte Spielzeuginstrumente oder elektronische Klangerzeuger wie Synthesizer, die mittels Ziehen eines Seiles oder Bewegen einer Kugel bedient werden können.

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