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Kulturnachrichten

Samstag, 26. Dezember 2015

Spanisches Filmteam befasst sich mit NS-Attacke

Im spanischen Bürgerkrieg bombadierten Deutsche Kampfflugzeuge vier Dörfer

Deutsche Kampfflugzeuge der NS-Luftwaffe sollen im Spanischen Bürgerkrieg vier wehrlose Dörfer bombardiert haben. Mit den Spuren und Berichten über die Attacke vom Mai 1938 will sich ein spanischer Dokumentarfilm befassen, der sich den Angaben zufolge auf Augenzeugenberichte von Überlebenden und auf Unterlagen im deutschen Bundesarchiv in Freiburg stützt. Wie die Zeitung "El País" heute in ihrer Online-Ausgabe schrieb, befanden sich die vier Dörfer in der Gegend von Castellón in Ostspanien. "Als der Bürgerkrieg zu Ende war, verschwieg die Franco-Diktatur den Vorfall, und so wurden nie die Schuldigen gesucht", sagte der Regisseur Rafa Moles. Nach Informationen des Filmteams wollte die Hitler-Luftwaffe bei dem Bombardement ihre Sturzkampfbomber JU 87 testen. Der Angriff sei vergleichbar mit der Bombardierung der baskischen Stadt Guernica ein Jahr zuvor, meinte Moles. Der Angriff auf die Stadt in Nordspanien hatte den Maler Pablo Picasso zu seinem berühmten Anti-Kriegs-Gemälde "Guernica" inspiriert.

Knaller-Verbot zu Silvester im Park Sanssouci

Keine Pyrotechnik in historischen Parks und Gärten von Unesco-Kulturgütern

Wer das neue Jahr in Potsdam auf der Terrasse vom Schloss Sanssouci begrüßen will, muss auf eigenes Feuerwerk verzichten. Wegen Brandgefahr für die Unesco-Kulturgüter sei das Zünden von Pyrotechnik in den historischen Parks und Gärten verboten. "Der verheerende Brand in der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar 2004 hat deutlich gezeigt, welchen Gefahren die Schlösser und ihre Kunstschätze sowie die Gartenanlagen durch Feuer ausgesetzt sein können", teilte ein Sprecher der Schlösserstiftung heute mit. Daher werde der Wachschutz in der Silvesternacht verstärkt und der Einlass in den Park erfolge nur über das Mühlentor.

Historiker treffen sich zu Reformations-Tagung

2017 wird das Jubiläum gefeiert

Es geht mit großen Schritten auf das Reformationsjubiläum 2017 zu: In Südbrandenburg wollen sich Historiker im kommenden Frühjahr auf einem Symposium über Reformationsgeschichte austauschen. Geplant ist das Treffen am 22. und 23. April 2016 in Mühlberg (Elbe-Elster), wie das Museum "Mühlberg 1547" ankündigte. 2017 wird es 500 Jahre her sein, dass Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug und damit die Reformation einleitete. Im April eröffnete das brandenburgische Reformationsmuseum "Mühlberg 1547" in der Probstei des Klosters. Eine Dauerausstellung zeigt die große Schlacht bei Mühlberg, bei der katholische Truppen den Schmalkaldischen Bund - einen Zusammenschluss von Protestanten - besiegten. Der Kampf gilt als wichtiges Ereignis in der Reformationsgeschichte.

Radiohead-Sänger bewirbt abgelehnten Bond-Song

Sie seien vergangenes Jahr gefragt worden, ein Lied für den Bondfilm Spectre zu schreiben

Der Titelsong zum jüngsten Bond-Abenteuer "Spectre" stammt von Sam Smith - aber Smith ist der Band Radiohead zufolge nicht der einzige, der einen geschrieben hat. Die Briten bewarben an Weihnachten "Spectre" und ein eigenes Lied. "Vergangenes Jahr wurden wir gefragt, ein Lied für den Bondfilm Spectre zu schreiben," twitterte Sänger Thom Yorke gestern. "Es hat nicht geklappt." Den Zuschlag für den Hauptsong hatte der Brite Sam Smith mit "Writing's On The Wall" bekommen. Radiohead hätten sich gedacht, dass die Fans den abgelehntenTitel vielleicht gerne hören würden, twitterte Yorke, wünschte fröhliche Weihnachten und postete einen Link, unter dem das Lied gehört werden kann. Seine Werbung in eigener Sache beendete Radiohead-Sänger Yorke übrigens nicht etwa mit einem Bond-Zitat, sondern mit dem Gruß aus der "Star Wars"-Reihe: "Möge die Macht mit euch sein."

Drehbuchautor von "Raumschiff Enterprise" gestorben

George Clayton Johnson hatte die allererste Folge geschrieben

Der Drehbuchautor der allerersten Folge der Fernsehserie "Raumschiff Enterprise", George Clayton Johnson, ist tot. Er starb am Donnerstag in Los Angeles an Krebs, wie sein Sohn Paul B. Johnson sagte. Der Autor wurde 86 Jahre alt. Mit der Episode "Das Letzte seiner Art" - Originaltitel: "The Man Trap" - begann in den 60er Jahren die Übertragung der "Star Trek"-Ursprungsserie im amerikanischen Fernsehen. Johnson dachte sich auch die Geschichte für den ersten "Ocean's Eleven"-Film aus dem Jahr 1960 aus, der mehr als vier Jahrzehnte später unter der Regie von Steven Soderbergh und mit den Hollywoodstars George Clooney, Brad Pitt und Julia Roberts neu verfilmt wurde.

"Parsifal" als Stück der letzten Dinge

Bayreuth-Regisseur Laufenberg will die religiöse Komponente zeigen

Der Regisseur Uwe Eric Laufenberg möchte in seiner "Parsifal"-Inszenierung bei den Bayreuther Festspielen 2016 die religiöse Komponente der Oper herausstellen. Komponist Richard Wagner habe gewusst, dass der "Parsifal" sein letztes Werk sein werde, sagte Laufenberg. Das Stück habe also "direkt mit seinem Ende, mit seinem Tod zu tun, ist ein Stück der letzten Dinge. Als solches versuchen wir es auch zu inszenieren." Wagner habe in dem Werk versucht, das darzustellen, was er als wesentlich für das Christentum ansah: Empathie, Mitgefühl, die Hinwendung zum Nächsten, das Leid, die Erlösung. Nach Laufenbergs Ansicht gibt es aber eine große Berührungsangst, die religiösen Themen der Oper bei Inszenierungen anzutippen. Mit der "Parsifal"-Neuinszenierung sollen die Richard-Wagner-Festspiele am 25. Juli 2016 eröffnet werden.

Gründungsintendanz Berliner Schloss startet 2016

Kulturstaatsministerin Grütters erwartet wichtige Impulse

Die Gründungsintendanz für das geplante Humboldt Forum im Berliner Schloss ist nach Angaben von Kulturstaatsministerin Monika Grütters Anfang des Jahres startbereit. "Alle rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen sind dann geschaffen, das Team um Neil MacGregor kann loslegen", sagte Grütters. Sie erwarte sich von dem Team um den renommierten britischen Ausstellungsmacher neue Impulse für die Museumsarbeit, sagte Grütters. MacGregor, der bisherige Direktor des British Museum in London, hat demnach inzwischen seinen Vertrag als leitender Gründungsintendant. Es gibt einen Personal- und einen ersten Finanzierungsplan. Und als Rechtskonstruktion für das Gründungsteam wird laut Grütters eine Humboldt Forum Kultur GmbH geschaffen, deren Geschäftsführer gleichzeitig als Kulturvorstand in der derzeit verantwortlichen Baustiftung sitzen soll. Das Humboldt Forum soll, ähnlich wie das Centre Pompidou in Paris, ab 2019 ein Kultur- und Ausstellungszentrum werden. Der dafür laufende Wiederaufbau des Berliner Schlosses ist derzeit mit rund 590 Millionen Euro veranschlagt.

Bier-Ausstellung in München

Die Geschichte und Gegenwart des Bieres im Jüdischen Museum

Die Geschichte und Gegenwart des Bieres stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung im Jüdischen Museum München. Unter dem Titel "Bier ist der Wein dieses Landes" werden vom 12. April 2016 bis 8. Januar 2017 unter anderem die jüdischen Brauherren in München und Umgebung sowie die Bierkultur im heutigen Israel vorgestellt. Brauereien aus Deutschland und Israel werden gemeinsam ein "Collaboration Brew" ("Schulterschluss-Gebräu") brauen, das im Cafe des Museums verkostet werden kann. Anlass für die Schau ist das 2016 seit 500 Jahren bestehende Reinheitsgebot. Seither dürfen in Bayern zum Brauen nur Hopfen, Wasser, Hefe und Malz verwendet werden. Im Alten Ägypten wurde das Bier zum Volksgetränk, und hier lernten es auch die Israeliten kennen, wie es in der Ankündigung heißt. In der Schau wird unter anderem erklärt, was der Brauerstern und seine oberpfälzische Ausprägung, der "Zoigl", mit dem Davidstern zu tun haben.

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