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Kulturnachrichten

Sonntag, 20. Dezember 2015

Kondolenzbuch für Kurt Masur im Leipziger Gewandhaus

Ab Montag für die Öffentlichkeit zugänglich

Nach dem Tod von Kurt Masur wird an seiner langjährigen Wirkungsstätte, dem Leipziger Gewandhaus, ein öffentliches Kondolenzbuch ausgelegt. Am Montag werden sich dort der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), der Ehrendirigent Herbert Blomstedt sowie Mitarbeiter des Gewandhauses eintragen. Das Gewandhausorchester trauert um seinen früheren Kapellmeister. Masur leitete das renommierte Orchester von 1970 bis 1996. "Kurt Masur ist eine außerordentliche Musikerpersönlichkeit sowie ein großartiger Humanist gewesen. Er hat unser Gewandhausorchester und das Gewandhaus geprägt wie kein Zweiter. Wir sind ihm alle zu tiefstem Dank verpflichtet", erklärte Gewandhausdirektor Andreas Schulz.

Trauer um Stardirigent Kurt Masur

Vertreter aus Politik und Kultur würdigen Lebenswerk des Künstlers

Bundespräsident Gauck hat den verstorbenen Dirigenten Kurt Masur als herausragenden Künstler und politischen Menschen gewürdigt. Deutschland trauere um einen brillianten Musiker, einen großen Humanisten und einen engagierten Kosmopoliten, schrieb Gauck in einem Kondolenzschreiben an Masurs Witwe. Zudem würdigte der Bundespräsident den Verstorbenen für seine Rolle während der Wendezeit. Masur habe sich im Herbst 1989 für grundlegende Veränderungen in der DDR, für die Freiheit der Menschen und die Demokratie eingesetzt. Ähnlich äußerten sich Vizekanzler Gabriel und Außenminister Steinmeier. Kulturstaatsministerin Grütters erklärte, Deutschland verliere mit einen herausragenden Dirigenten und einen der besten Kulturbotschafter. Der Leipziger Oberbürgermeister Jung nannte Masur ein musikalisches Genie, einen faszinierenden Dirigenten von erstem Weltrang und einen großen Humanisten. Der Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker, Alan Gilbert twitterte: "Danke für alles, was du für New York City getan hast", die Berliner Philharmoniker haben den verstorbenen Dirigenten Kurt Masur als einen geradlinigen Musiker gewürdigt, "der sich von entschiedenen künstlerischen und humanistischen Überzeugungen leiten ließ". Masur hat in zahlreichen Konzerten mit den Berliner Philharmonikern zusammengearbeitet, außerdem wirkte er fast drei Jahrzehnte als Kapellmeister am Leipziger Gewandhaus. Von 1991 an war er auch Chef der New Yorker Philharmoniker. Masur starb gestern im Alter von 88 Jahren in den USA.

"Star Wars" bricht Einahme-Rekord

Besseres Wochenenddebüt als "Jurassic World"

Die Macht ist mit "Star Wars": Der neue Film "Das Erwachen der Macht" hat am Wochenende in den USA und Kanada rund 238 Millionen Dollar (etwa 219 Millionen Euro) eingespielt und damit einen Rekord aufgestellt. Der siebte Teil der Sternenkrieger-Saga ist damit neuer Spitzenreiter für das beste nordamerikanische Wochenenddebüt (Freitag bis Sonntag). Bisher war das "Jurassic World": Das Dinosaurierspektakel war im vergangenen Juni mit 208 Millionen Dollar an den Start gegangen. "Das Erwachen der Macht" hat an den nordamerikanischen Kinokassen gleich mehrere Rekorde aufgestellt. Nach Schätzungen spielte er allein an seinem ersten Tag120,5 Millionen Dollar ein. Damit übertrumpfte die Fortsetzung von J.J. Abrams den bisherigen Tagesrekord von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2", der 2011 bei 91 Millionen Dollar lag.

Ernst-Lubitsch-Preis an Anke Engelke

Für ihre komödiantische Leistung in "Frau Müller muss weg"

Die Schauspielerin und Entertainerin Anke Engelke wird mit dem Ernst-Lubitsch-Preis 2016 für die beste komödiantische Leistung in einem deutschsprachigen Film ausgezeichnet. Der Club der Filmjournalisten Berlin würdigt damit Engelkes Darstellung einer übergriffigen Mutter in dem Film "Frau Müller muss weg" von Regisseur Sönke Wortmann. Die Auszeichnung soll am 29. Januar im Filmtheater Babylon in Berlin überreicht werden. "Aus dem prächtig abgestimmten Schauspieler-Ensemble ragt Anke Engelke als Wortführerin der aufgebrachten Mobbing-Eltern heraus", hieß es zur Begründung. Ihr unfreiwilliger Striptease, als ihr das Handy in den Pool falle, "hätte sicher auch Lubitsch Spaß gemacht", zeigten sich die Filmjournalisten überzeugt. Engelke, die an diesem Montag ihren 50. Geburtstag feiert, erklärte in der Mitteilung, die Auszeichnung mache sie "froh und verlegen". Der undotierte Preis ist nach dem Berliner Regisseur Ernst Lubitsch (1892-1947) benannt. Unter den früheren Preisträgern sind illustre Namen wie Vicco von Bülow alias Loriot, Mario Adorf, Katja Riemann und zuletzt Dieter Hallervorden.

Grab der Amme von Tutanchamun für Publikum geöffnet

Amme Maya hatte den im 14. Jahrhundert vor Christus gestorbenen Monarchen als Kleinkind betreut

Ägypter und ihre Gäste können erstmals einen Blick in das Grab der Amme von Pharao Tutanchamun werfen. Antikenminister Mamduh al-Damati gab das 1996 entdeckte Grab der Amme Maya für die Öffentlichkeit frei. Sie hatte den im 14. Jahrhundert vor Christus gestorbenen Monarchen als Kleinkind betreut. Entsprechende Szenen seien auf Wandgemälden ihres Grabes verewigt, sagte der Minister. Der französische Archäologe Alain Zivie hatte das Ammengrab in der sogenannten Totenstadt Sakkara 21 Kilometer südlich von Kairo entdeckt. Dort wurden zahlreiche hohe Beamte des antiken Ägypten bestattet. Tutanchamun wurde dagegen bei Luxor begraben, etwa 480 Kilometer südlich von Kairo. Die Entdeckung seines fast unversehrten Grabes mit zahlreichen Schätzen durch den Briten Howard Carter im Jahr 1922 galt als Weltsensation.

Israel: Maroniten kämpfen für den Erhalt der Sprache Jesu

Weltweit wird Aramäisch noch von ungefähr zwei Millionen Menschen gesprochen

Die christlichen Maroniten in Israel wollen Aramäisch wieder zu ihrer Alltagssprache machen. In einer Schule im Norden Israels nahe der libanesischen Grenze lernen Kinder Syrisch, einen aramäischen Dialekt. Auch Jesus Christus soll Aramäisch gesprochen haben. Die Maroniten wollten mit ihrer eigenen Sprache ihre Identität stärken, sagt der Gründer des Israelischen Christlich-Aramäischen Verbandes, Schadi Chahllul. Derzeit sprechen die rund 10 000 Maroniten im Alltag Arabisch, ihre geistlichen Schriften sind allerdings auf Syrisch. Weltweit wird Aramäisch noch von bis zu zwei Millionen Menschen gesprochen. Vor rund 2000 Jahren war es die Verkehrssprache im Vorderen Orient, vom Mittelmeer bis nach Kurdistan. Der Islam und mit ihm die Verbreitung von Arabisch verdrängten die Sprache.

Stefan Raabs Abschied

Das letzte Mal "Schlag den Raab" mit 17,4 Prozent Marktanteil

Der 49 Jahre alte Entertainer Stefan Raab ist jetzt mutmaßlich Fernsehrentner. Genau um 1.56 Uhr verabschiedete sich der Fernsehschaffende nach der letzten Ausgabe des ProSieben-Showspektakels "Schlag den Raab" von seinem Publikum. Er sang Whitney Houstons Hit "One Moment in Time", der sonst immer für die siegreichen Kandidaten eingespielt wird, und legte eine Rock'n-Roll-Einlage mit Rentiergeweih hin. "Machen Sie's gut, vielen Dank, ich hoffe, Sie hatten ein bisschen Spaß", sagte Raab. Dann schritt er unter Konfettiregen durch ein Spalier des Produktionsteams, umarmte den ein oder anderen und winkte ein letztes Mal ins Publikum. Im Schnitt 3,89 Millionen (17,4 Prozent Marktanteil) verfolgten die fast sechsstündige Sendung, was eine überdurchschnittliche Quote für die Spielshow war, die zuletzt meist nur auf etwa zweieinhalb Millionen Zuschauer gekommen war.

"Der Freischütz" im Fokus bei Schlossfestspielen 2016

Gastspiel des Pianisten Felix Reuter

Das Programm der Schlossfestspiele in der Harzstadt Wernigerode dreht sich im nächsten Jahr um die Oper "Der Freischütz". Das Werk von Carl Maria von Weber (1786-1826) werde am 12. August 2016 Premiere feiern, sagte eine Sprecherin des Philharmonischen Kammerorchesters Wernigerode, das die Festspiele unter der Leitung von Christian Fitzner musikalisch gestaltet. Fünf weitere Vorstellungen seien in das Festspielprogramm vom 29. Juli bis 2. September 2016 integriert, hieß es. Neben dem Eröffnungs- und Abschlusskonzert und mehreren Wandelkonzerten durch das Schloss werde es auch ein Gastspiel des Pianisten und Musikkomödianten Felix Reuter geben. Die Schlossfestspiele werden 2016 zum 21. Mal veranstaltet. Im Schnitt kommen rund 5000 Besucher.

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