Samstag, 14.12.2019
 

Kulturnachrichten

Samstag, 5. Dezember 2015

Eagles of Death Metal spielen wieder in Paris

Nach dem Terroranschlag im Bataclan will die US-Band mit U2 auftreten

Die US-Band Eagles of Death Metal, deren Konzert im Bataclan am 13. November von Terroristen angegriffen wurde, will früher als geplant wieder in Paris auftreten. Medienberichten zufolge wollen sie am Sonntagabend bei einem U2-Konzert in der Arccor-Hotels-Arena auf der Bühne stehen. Ursprünglich hatte U2 am 14. und 15. November zwei Konzerte in Paris geplant, musste sie aber wegen der Anschläge verschieben. Auch die Eagles of Death Metal hatten ihre Europatournee, die eigentlich bis zum 10. Dezember dauern sollte, unterbrochen. Sie soll im Februar fortgesetzt werden. Frontmann Jeese Hughes hatte bereits angekündigt, dass die Band wieder im Bataclan auftreten wolle. Ende 2016 soll die Konzerthalle wieder öffnen.

Kennedy-Preise vergeben

Ausgezeichnet werden George Lucas, Carole King und Seiji Ozawa

Das renommierte Kenendy-Center in Washington vergibt in diesem Jahr seine Kulturpreise an "Star Wars"-Schöpfer George Lucas, die Sängerin Carole King, die Sängerin und Schauspielerin Rita Moreno, der Dirigent Seiji Ozawa und die Schauspielerin Cicely Tyson. Sie alle hätten mit ihrem außergewöhnlichen Talent einen "unauslöschlichen" Einfluss auf die Zivilisation genommen, teilte das Zentrum mit. Es hatte auch die Rockband Eagles auszeichnen wollen, aber das musste mit Rücksicht auf den Gesundheitszustand eines Mitglieds verschoben werden. Man hoffe, das in einem Jahr nachholen zu können, hieß es auf der Webseite der Kultureinrichtung. Die Kenendy-Preise wurden von Außenminister John Kerry verliehen. Zu den Feierlichkeiten gehört eine Gala, an der auch Präsident Barack Obama teil nimmt.

Sachsen-Anhalts Philologen-Chef legt Amt nieder

Mannke hatte mit Äußerungen über Muslime für Empörung gesorgt

Einen Monat nach seinen kritischen Äußerungen zu Flüchtlingen und Muslimen hat der Vorsitzende des Philologenverbandes Sachsen-Anhalt, Jürgen Mannke, sein Amt niedergelegt. Das teilte der Verband auf seiner Website mit. Mannke hatte Anfang November bundesweit mit einem Leitartikel in der Verbandszeitung für Empörung gesorgt, der mit dem Satz "Eine Immigranteninvasion überschwappt Deutschland" begann. Zudem wurden in dem Artikel deutsche Mädchen vor Beziehungen mit muslimischen Männern gewarnt. Diese kämen "nicht immer mit den ehrlichsten Absichten", hieß es in dem Text. Grundsätzlich bekennt sich Mannke aber zur Aufnahme von Flüchtlingen. Nach der breiten Kritik an seinen Äußerungen hatte sich Mannke entschuldigt und die Wortwahl einiger Passagen als "unglücklich und missverständlich" bezeichnet.

Kokain neben Leiche von Rockstar Scott Weiland gefunden

48jähriger Ex-Sänger der Stone Temple Pilots hatte tot im Tourbus gelegen

Die Polizei hat neben der Leiche von US-Rockstar Scott Weiland Drogen gefunden. In dem Schlafraum des Tourbusses, in dem der ehemalige Sänger der Stone Temple Pilots am Donnerstag tot aufgefunden wurde, sei "eine kleine Menge" Kokain entdeckt worden, teile die Polizei im US-Bundesstaat Minnesota mit. Im Bereich eines weiteren Bandmitglieds wurde ebenfalls Kokain gefunden, die Polizei nahm den Mann fest. Der 48-jährige Weiland war am Donnerstag im Tourbus seiner neuen Gruppe Scott Weiland & The Wildabouts tot aufgefunden worden. Weiland hatte vor mehr als zwei Jahrzehnten mit Freunden die Grunge-Band Stone Temple Pilots gegründet. Weiland kämpfte immer wieder gegen seine Drogensucht und verließ schließlich die Band.

Aus Bücherei gestohlene Landkarte von 1612 aufgetaucht

Bostoner Karte sollte für 266.000 Dollar weiter verkauft werden

Nach mehr als zehn Jahren ist eine aus einer Bostoner Bücherei gestohlene Landkarte aus dem Jahr 1612 wieder aufgetaucht. Die damals vom französischen Entdecker und Kolonisator Samuel de Champlain erstellte Karte sei bei einem New Yorker Kunsthändler entdeckt worden, der sie für umgerechnet 266 000 Euro zum Verkauf angeboten habe, teilte die Boston Public Library mit. Entdeckt wurde das gestohlene Stück von dem bei der Bostoner Bücherei für Landkarten zuständigen Kurator Ronald Grim. Dieser hatte 2005 eine Bestandsaufnahme der wertvollen Kartensammlung vorgenommen und bemerkt, dass 69 Karten aus Atlassen und Büchern verschwunden waren. Angestoßen wurde die Inventur laut der Bücherei durch eine Festnahme eines Kunsthändlers. 2006 wurde er zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, nachdem er vor Gericht den Diebstahl von rund 100 Karten aus Institutionen in New York und Boston zugegeben hatte.

Söder besorgt: München verliert Kreative an Berlin

Film-, Fernseh- und Popmusikszene zieht es in die Hauptstadt

Berlin macht es der Münchner Kulturszene aus Sicht von Bayerns Finanzminister Markus Söder schwer. "München ist eine super Stadt. Es stimmt mich aber besorgt, dass wir viele Kreative an Berlin verlieren", sagte der CSU-Politiker der Zeitung "taz". "Film, Fernsehen, Popart und Popmusik wandern nach Berlin." Er hoffe, im Zuge der Entscheidung über einen neuen Konzertsaal in der Landeshauptstadt ein Kunst- und Musikviertel etablieren zu können. "In München könnte man noch viel mehr machen", sagte Söder - ohne konkreter zu werden.

Historisches Brettspiel zurück in Dresden

Das Objekt war nach dem Krieg irrtümlich an Berlin zurück gegeben worden

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat eine verschollen geglaubte Brettspielkassette aus dem 16. Jahrhundert den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) zurückgegeben. Sie gehörte zu den Kunstgütern des Historischen Museums, die 1945 in die Sowjetunion gebracht und bei der Rückgabe an die DDR 1958 irrtümlich ins Berliner Kunstgewerbemuseum gelangt waren. Der Kriegsverlust sei schmerzlich vermisst worden, sagte Generaldirektor Hartwig Fischer am bei der Übergabe im Residenzschloss. "Ich freue mich, dass nun wieder einmal ein Objekt, dessen Herkunft sich aufgeklärt hat, zu seinem rechtmäßigen Eigentümer zurückkehrt", sagte Stiftungspräsident Hermann Parzinger.

NDR-Rundfunkrat kritisiert Naidoo-Nominierung

Gremium spricht sich für Publikumsbeteiligung bei Grand-Prix-Vorauswahl aus

Der NDR-Rundfunkrat hat nach dem Debakel um die ESC-Nominierung von Xavier Naidoo das Auswahlverfahren kritisiert. Die Vorsitzende des Rundfunkrats, Dagmar Pohl-Laukamp, sagte bei der Sitzung am Freitag laut Mitteilung, die ursprüngliche alleinige Nominierung von Xavier Naidoo für den Eurovision Song Contest (ESC) habe "auch im Rundfunkrat zu deutlicher Kritik geführt". Mit der Revision seiner Entscheidung habe der NDR eine langanhaltende Debatte vermieden, "die weit jenseits des musikalischen Kerns des ESC gelegen hätte", so die Vorsitzende. Zugleich begrüßte das Gremium, dass sich NDR-Intendant Lutz Marmor für eine Beteiligung des Publikums an der Kandidatenauswahl ausgesprochen habe. Der innerhalb der ARD für den Wettbewerb verantwortliche Norddeutsche Rundfunk (NDR) hatte am 21. November Naidoo zunächst ohne die sonst übliche Vorentscheidung als Teilnehmer für den Eurovision Song Contest (ESC) bestimmt, die Nominierung nach heftiger Kritik aber wieder zurückgezogen.

Alter von Dortmunder Bach-Gemälde weiter unklar

Bislang ist nur ein Bach-Porträt bekannt, das zu Lebzeiten entstand

Bei dem Dortmunder Bach-Gemälde ist auch nach einer Farb-Untersuchung in einem Teilchenbeschleuniger unklar, ob es schon zu Lebzeiten von Johann Sebastian Bach (1685-1750) entstanden ist. Anhand der vorliegenden Ergebnisse sei es nicht möglich, eindeutig festzustellen, ob das Gemälde zu Bachs Lebzeiten oder später entstanden ist, teilte die Technische Universität mit. Bislang gibt es nur ein einziges Gemälde, bei dem zweifelsfrei feststeht, dass es zu Lebzeiten des Musikgenies entstand: das Bach-Porträt von Elias Gottlob Haußmann aus dem Jahr 1748. Das jetzt untersuchte Gemälde gehört dem Dortmunder Unternehmer und Bachliebhaber Wolf-Dietrich Köster. Er hatte das Kunstwerk 2014 bei einer Versteigerung gekauft.

Ringo-Starr-Schlagzeug für zwei Millionen versteigert

Ex-Beatle ließ Privatbesitz verkaufen

Ein Schlagzeug von Ex-Beatle Ringo Starr aus dem Jahr 1963 ist in Kalifornien für über 2,1 Millionen Dollar (knapp 2 Millionen Euro) versteigert worden. Nach Mitteilung des Auktionshauses Julien's hatte Starr mit dem legendären Schlagzeugset Hits wie "She Loves You", "All My Loving" und "I Want to Hold Your Hand" aufgenommen. Der Schätzpreis lag bei einer halben Million Dollar. Bei der dreitägigen Auktion in Beverly Hills sollten mehr als 800 Gegenstände auf dem Besitz von Starr und seiner Frau Barbara Bach versteigert werden. Ein Teil des Erlöses soll nach Angaben des Auktionshauses in eine gemeinnützige Stiftung des Paares fließen.

US-Schauspieler Robert Loggia ist tot

Der "Scarface"-Star starb mit 85 Jahren

Der amerikanische Schauspieler Robert Loggia, der häufig harte Kerle und Bösewichte spielte, ist tot. Wie seine Frau Audrey dem US-Filmportal "Variety" mitteilte, starb der 85-Jährige am Freitag in seinem Haus in Los Angeles. Nach Angaben seiner Frau war Loggia an Alzheimer erkrankt. Zu seinen bekannten Filmen zählten das Drama "Ein Offizier und Gentleman", Brian de Palmas "Scarface" und "Die Ehre der Prizzis" von John Huston. Für seine Nebenrolle als Detektiv in dem Psychothriller "Das Messer" an der Seite von Glenn Close und Jeff Bridges wurde er 1986 für einen Oscar nominiert. Seinen letzten Filmauftritt hatte der gebürtige New Yorker 2012 in "Apostel Petrus und das letzte Abendmahl".

"New York Times": Starkes Zeichen gegen Waffen

Erstmals seit fast 100 Jahren steht ein Leitartikel auf der Titelseite

In ihrem ersten Leitartikel auf der Titelseite seit fast 100 Jahren fordert die "New York Times" nach dem Massaker von San Bernardino eine Verschärfung der US-Waffengesetze. Die Schusswaffen-Epidemie in Amerika müsse beendet werden, heißt es in dem am Samstag veröffentlichten Meinungsbeitrag. Es müsse verboten werden, dass Zivilisten bestimmte Waffen, wie etwa die Sturmgewehre, die in Kalifornien zum Einsatz gekommen seien, erwerben könnten. Zuletzt hatte die "New York Times" 1920 auf Seite eins einen Leitartikel veröffentlicht. Damals äußerte sie sich bestürzt über die Nominierung von Warren G. Harding zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner. Harding gewann noch im selben Jahr die Wahl.

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