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Kulturnachrichten

Mittwoch, 24. Dezember 2014

"The Interview" kommt nun doch in die Kinos

Der Film werde, wie geplant, am 25.12. anlaufen sagte Sony-Chef Michael Lynton

Nachdem das Unternehmen die umstrittene Polit-Komödie nach Anschlagsdrohungen und Hackerangriffen zurückgezogen hatte, gab es den Film nun doch für einige Kinos in den USA frei. "Wir haben die Idee nie aufgegeben, 'The Interview' herauszubringen und sind glücklich, dass unser Film an Weihnachten in einige Kinos kommt", so Lynton. US-Präsident Barack Obama begrüßte die Entscheidung von Sony. Dessen Sprecher Eric Schultz erklärte, Der Präsident habe deutlich gemacht, dass die USA an die Redefreiheit und die künstlerische Freiheit glaubt. "Die Enthscheidung Sonys und der teilnehmenden Kinos erlaubt es den Menschen, ihre eigene Entscheidung über den Film zu treffen. Wir begrüßen dies." Am Montag hatte ein Zusammenschluss von rund 250 US-Kinos Sony in einer Online-Petition aufgefordert, ihnen zu erlauben, den Film zu zeigen. Kinos in den Bundesstaaten Texas und Georgia kündigten bereits in sozialen Onlinenetzwerken an, sie würden den Streifen ab Donnerstag ins Programm nehmen. In dem Film geht es um ein fiktives Mordkomplott gegen Machthaber Kim Jong Un. Am Montag war in Nordkorea stundenlang das Internet ausgefallen. An einem Punkt sei das Land "komplett offline" gewesen. Erst nach neuneinhalb Stunden seien die Verbindungen wiederhergestellt worden. Der Vorfall löste Spekulationen aus, es könne sich um eine US-Cyberattacke handeln.

Adam Sandler führt "Forbes"-Liste der überbezahlten Filmstars an

Für jeden in ihn investierten US-Dollar habe er zuletzt nur 3,20 Dollar (ca. 2,60 Euro) eingespielt, berichtete das New Yorker Wirtschaftsmagazin

Der US-Komiker Adam Sandler führt zum zweiten Mal in Folge die "Forbes"-Liste der überbezahlten Hollywood-Schauspieler an. "Forbes" verglich die Einspielergebnisse der letzten drei Filme, in denen die Stars vor Juni 2014 zu sehen waren, mit den Kosten, vor allem den Gagen der Hauptdarsteller. Auf den weiteren Plätzen der Filmstars, die nach den "Forbes"-Berechnungen ihre Gagen kaum wert sind, folgen: Johnny Depp (brachte 4,10 Dollar pro investiertem Dollar ein), Ben Stiller (4,80 Dollar) und Ryan Reynolds (4,90 Dollar).

Koons-Plastik nach Plagiatsvorwurf aus Centre Pompidou zurückgezogen - Künstler soll bei Werbekampagne abgekupfert haben

Das Werk "Fait d'hiver" sei auf Bitten des Besitzers aus der Schau genommen worden, erklärte das Museum

Nach Plagiatsvorwürfen ist eine Plastik des US-Künstlers Jeff Koons aus einer großen Koons-Ausstellung im Pariser Centre Pompidou zurückgezogen worden. Der Autor einer Werbekampagne des Bekleidungsunternehmes Naf-Naf hatte Koons vorgeworfen, für seine Porzellanskulptur, die ein Schwein neben einer liegenden, halbnackten Frau zeigt, bei ihm abgekupfert zu haben. In der Naf-Naf-Werbekampagne für die Herbst-Winter-Kollektion 1985 ist eine im Schnee liegende junge Frau zu sehen. Ihrem Kopf nähert sich ein Schwein, das wie ein Bernhardiner-Hund ein Fässchen um den Hals trägt. Die in Koons' Porzellanskulptur aus dem Jahr 1988 dargestellte Szene sieht ganz ähnlich aus. Anders als in der Werbung sind unter einem Netzoberteil die nackten Brüste der Frau zu sehen, außerdem fügte Koons zwei Pinguine hinzu. Centre-Pompidou-Chef Alain Seban erklärte, in der Vergangenheit habe es bereits ähnliche Vorwürfe gegen andere Werke aus Koons' "Banality"-Serie gegeben. Prinzip der Serie sei es gerade, gekaufte Objekte oder Bilder aus der Presse aufzugreifen. Ein großer Teil der zeitgenössischen Kunst nutze derartige Zitate. Von "Fait d'hiver" gibt es vier Exemplare. Die bislang im Centre Pompidou gezeigte Plastik war im Jahr 2007 für umgerechnet rund drei Millionen Euro bei Christie's in New York versteigert worden.

Synagoge aus dem ersten Jahrhundert entdeckt

Bei Bauarbeiten an einem christlichen Pilgerzentrum in Israel haben Archäologen eine Synagoge aus dem ersten Jahrhundert entdeckt

Sie wurde am Westufer des Sees Genezareth freigelegt, an der Stelle der historischen Stadt Magdala. Nach Ansicht von Archäologen könnte Jesus in der Synagoge gepredigt hahen. Außerdem fanden Achäologen an der Ausgrabungsstätte auch den so genannten "Magdala-Stein". Der Kalksteinblock diente vermutlich zur Verlesung der Thora. Darin eingraviert entdeckten Forscher die wohl älteste Abbildung einer Menora, eines siebenarmigen Leuchters. Der Leuchter ist das wichtigste Symbol des Judentums. Zu den Funden zählen außerdem jüdische Tauchbäder zur rituellen Reinigung.

Finanzministerium stellt Rundfunkgebühr in Frage - Beirat empfiehlt offenbar Einschnitte bei öffentlichen Sendern

Im Bundesfinanzministerium gibt es nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung Überlegungen für eine Abkehr von der generellen Rundfunkgebühr

Es gebe "gute Gründe für eine Reform des Rundfunksystems", berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf ein Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats des Ministeriums. Das Gremium schlägt demnach vor, die öffentlich-rechtlichen Sender sollten künftig nur noch für solche Sendungen zuständig sein, die Private "nicht von sich aus anbieten würden". Hintergrund sind die hohen Kosten für den Rundfunk, die mit 94 Euro pro Person und Jahr dem Bericht zufolge weit über dem internationalen Durchschnitt liegen. Der Beirat schlage daher vor, die öffentlich-rechtlichen Sender statt über generelle Gebühren und Werbung künftig durch Steuern sowie über eine "moderne Nutzungsgebühr" zu finanzieren. Diese solle nur noch dann erhoben werden, wenn öffentlich-rechtliche Sender auch tatsächlich genutzt würden. Derzeit müssen alle Haushalte im Regelfall 17,98 Euro pro Monat für die Rundfunkgebühr zahlen, unabhängig von der tatsächlichen Nutzung der Sender. Die Einnahmen betragen pro Jahr etwa 7,3 Milliarden Euro.

Berührende Schau - gute Bilanz für Militärhistorisches Museum

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr (MHM) in Dresden verbucht 2014 als erfolgreiches Besucherjahr

Herzstück der Ausstellungen war die Schau "14 Menschen Krieg" über den Ersten Weltkrieg. Im Zentrum stehen 14 Lebenswege und Schicksale. Seit August kamen rund 50 000 Besucher. "Das ist ein Riesenerfolg. Die Leute sind begeistert und berührt", sagte Museumschef Matthias Rogg am Mittwoch. Das MHM hatte für die Schau mit dem Fernsehsender Arte und TV-Stationen aus ganz Europa kooperiert. Sie ist noch bis 24. Februar zu sehen. Rogg wünscht sich, dass der in Dresden wiederaufgebaute Kilian- Stollen nach dem Ende der Ausstellung in dieser Form auch in Frankreich präsentiert wird. Er stammt aus Teilen eines Grabensystems, das erst 2013 bei Straßenarbeiten im Elsass geborgen wurde. Manchmal wurden die Gräben nach Explosionen verschüttet und Soldaten lebendig begraben. In Dresden wurde ein Grabenabschnitt nun wieder aufgebaut. Der Besucher kann ihn begehen und viele persönliche Gegenstände der Soldaten betrachten.

Mehr als 300000 Wunschzettel aus aller Welt - Rekord in Himmelpfort

So viele Wunschzettel erreichten den Brandenburger Weihnachtsmann noch nie: Mehr als 300 000 Briefe seien von Kindern aus aller Welt eingegangen, berichtete Pressesprecherin Tina Birke in Himmelpfort (Oberhavel) zum Schalterschluss an Heiligabend

In der nach eigenen Angaben größten deutschen Filiale und der einzigen in Ostdeutschland gab es Birke zufolge drei Rekorde: Mehr als 312 000 Briefe gingen dort ein, davon rund 38 000 aus dem Ausland, und mehr als 30 000 Besucher gaben die Wunschzettel persönlich ab. Am Vormittag spannte der Mann mit dem Rauschebart seine Rentiere an, um die Kinder zu beschenken. Aus knapp 70 Ländern kamen die Briefe in Himmelpfort an, viele davon waren aus Polen, China und Japan. Die meisten Fans habe die Filiale bei Kindern in Brandenburg, gefolgt von Berlin und Sachsen, hieß es. Viele Kinder wünschten sich vor allem Schnee zum Schlittenfahren, auch Puppen und Bücher waren auf den Wunschlisten für den Gabentisch wieder ganz oben. Die Deutsche Post öffnet in Deutschland jedes Jahr sieben Weihnachtspostfilialen.

Fast 300 Kulturstätten in Syrien vom Bürgerkrieg betroffen

24 Stätten wurden während des Konflikts vollständig zerstört

Durch den Bürgerkrieg in Syrien sind laut einem Bericht der Vereinten Nationen fast 300 Kulturstätten des Landes beschädigt, geplündert oder gänzlich zerstört worden. Uralte Kulturstädte wie Aleppo, Damaskus oder Raka sowie die römische Ausgrabungsstätte Palmyra oder die Kreuzfahrerfestung Krak des Chevaliers hätten "bedeutende Schäden" erlitten, erklärte das UN-Institut für Ausbildung und Forschung (Unitar) heute nach der Auswertung von Satellitenbildern aus 18 Regionen des Landes. Dabei wurden in 290 Kultur- und Ausgrabungsstätten Schäden festgestellt. 24 Stätten wurden demnach ganz zerstört, 104 erheblich beschädigt und 84 teilweise in Mitleidenschaft gezogen. 77 weitere erlitten wahrscheinlich ebenfalls Schäden. "Diese Analyse gibt ein alarmierendes Zeugnis der Verwüstungen, die weiterhin das kulturelle Erbe Syrien treffen", erklärte Unitar. Die nationalen und internationalen Bemühungen müssten verstärkt werden, um einen möglichst großen Teil des bedeutenden Erbes der Menschheit in Syrien zu retten. Die sechs Weltkulturerbestätten Damaskus, Palmyra, Bosra, die Altstadt von Aleppo, die Toten Städte in Nordsyrien und Krak des Chevaliers wurden im Sommer 2013 von der Unesco auf die Liste des bedrohten Kulturerbes gesetzt. Besonders in der heftig umkämpften Altstadt von Aleppo gab es erhebliche Schäden. "Was sich in Syrien abspielt, ist traurig für Syrien und die Welt. Die Menschheit ist dabei, tausende Jahre ihres Erbes zu verlieren", sagte der Direktor des UN-Satellitenprogramms, Einar Bjorgo. Vielleicht könne einiges wiederaufgebaut werden, doch was geplündert worden sei, sei auf Dauer verloren.

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