Seit 14:30 Uhr Vollbild

Samstag, 17.08.2019
 
Seit 14:30 Uhr Vollbild

Kulturnachrichten

Montag, 22. Dezember 2014

Tiefe Trauer um Udo Jürgens

Der Künstler war am Sonntag nach einem Spaziergang zusammengebrochen und an Herzversagen gestorben

Der Schock über den Tod von Musiklegende Udo Jürgens sitzt tief. Bundespräsident Joachim Gauck würdigte Jürgens als einen Großen des deutschen Chansons. "Seine Lieder haben uns alle begleitet und erfreut, manchmal auch getröstet und nachdenklich gemacht", hieß es in einem Kondolenzschreiben des Staatsoberhauptes an Jürgens' Tochter Jenny. "Wir werden ihn sehr vermissen", schrieb der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor zum Tod des Sängers, Komponisten und Entertainers ("Griechischer Wein", "Aber bitte mit Sahne"). Der Sender trauere um einen großen Künstler. Die ARD zeigt heute die WDR-Dokumentation "Der Mann, der Udo Jürgens ist" im Ersten. Das ZDF wiederholt aus Anlass des Todes von Jürgens heute abend die Gala zum 80. Geburtstag des Künstlers. Viele Fans und Freunde zeigten sich tief betroffen über seinen Tod, darunter auch Franz Beckenbauer und Moderator Johannes B. Kerner. Er hatte durch die Gala zum 80. Geburtstag des Entertainers geführt und sagte: "Ich bin unfassbar traurig."
Jürgens hatte noch vor wenigen Wochen seine 25. Tournee "Mitten im Leben" gestartet. Mit seiner Stimme, den Melodien zum Mitsingen und Mitdenken sowie seinem Charme eroberte er die Herzen von Millionen.
Jürgens hatte mehr als 1000 Songs komponiert und 100 Millionen Tonträger verkauft.
Udo Jürgens war am Sonntag bei einem Spaziergang in seiner Wahlheimat Schweiz zusammengebrochen und trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen im Krankenhaus von Münsterlingen an Herzversagen gestorben.

Kunstmuseum Moritzburg droht Streichung einer Ausstellung

Das bedeutendste Museum Sachsen-Anhalts hat mit klammen Kassen zu kämpfen

Seit drei Jahren würden die vertraglich geregelten Zahlungen der Stadt ausbleiben, beklagte der Direktor Thomas Bauer-Friedrich in Halle. Jedes Jahr seien das 130 000 Euro gewesen. Falls auch im kommenden Jahr die Stadt nicht zahle, müssten Einsparungen getroffen werden. Entweder gäbe es jährlich eine komplette Ausstellungen weniger oder es müsste an Projekten wie der Kunstvermittlung gespart werden, so Bauer-Friedrich. Insgesamt stehe dem Haus ein Jahresetat von rund 4,5 Millionen zur Verfügung. Im kommenden Jahr seien unter anderem eine große Schau zur Burg Giebichenstein in Halle sowie zur Fotografie aus den 1920er bis 1950er Jahren geplant.

Britische Schauspielerin Billie Whitelaw gestorben

Muse von Literatur-Nobelpreisträger Samuel Beckett

Die britische Schauspielerin und Muse von Literatur-Nobelpreisträger Samuel Beckett, Billie Whitelaw, ist tot. Whitelaw starb gestern im Alter von 82 Jahren in einem Seniorenheim in London, wie ihr Sohn Matthew Muller der BBC sagte. Für Beckett war Whitelaw nach dessen eigenen Worten die "perfekte Schauspielerin". Aus ihrer Zusammenarbeit ging eine Reihe experimenteller Aufführungen hervor; eine der berühmtesten war der Monolog "Not I", bei dem nur Whitelaws sprechender Mund für das Publikum sichtbar war - dieser "unerbittliche Mund", wie Whitelaw später in einem Interview sagte. Die beiden Künstler verband eine enge Beziehung zueinander bis zum Tod Becketts im Jahr 1989. Whitelaw gewann für ihr Bühnenwerk und ihr Filmschaffen zahlreiche Preise. Ihre Karriere umspannt mehr als ein halbes Jahrhundert. Sie war unter anderem zu sehen in der Rolle der Mutter in dem Film "The Krays" und zuletzt in der Komödie "Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis" (2007). Eine ihrer berühmtesten Filmrollen war die der dämonischen Kinderfrau in dem Horrorfilm "Das Omen" (1976).

Spanische Weihnachtslotterie schüttet 2,2 Milliarden Euro aus

Gewinne werden im Zuge der Sparpolitik aber stark versteuert

Die traditionelle spanische Weihnachtslotterie hat heute insgesamt 2,2 Milliarden Euro ausgeschüttet - und damit zahlreiche Losbesitzer beglückt. Der Hauptgewinn der Lotterie "El Gordo" (Der Dicke) betrug in diesem Jahr 400.000 Euro für jedes der zehn Gewinnerlose, tausende weitere Menschen gewannen ebenfalls Bargeld. Anders als bei anderen Lotterien gibt es bei "El Gordo" nicht wenige große Gewinne, sondern viele kleine. Die Lose mit dem Hauptgewinn wurden in diesem Jahr unter anderem in Madrid, Murcia und Valencia verkauft. Allerdings greift der Fiskus ordentlich zu: Im Zuge der Sparpolitik der spanischen Regierung wird seit zwei Jahren bei Gewinnen von mehr als 2500 Euro ein Fünftel als Steuern einbehalten. Die traditonelle Ziehung der Lose durch Schulkinder aus Madrid, die die Gewinnnummern singend bekanntgeben, wurde am Montag wieder in einer stundenlangen Live-Übertragung im Fernsehen gezeigt. Die Weihnachtslotterie ist in Spanien seit 1812 eine feste Tradition, die sogar den Bürgerkrieg überstand. Viele Menschen tun sich mit Freunden, Verwandten oder Kollegen zum Losekaufen zusammen.

Steyler Missionsmuseum zeigt Dreikönigsfiguren von drei Kontinenten

Die Ausstellungsstücke verdeutlichen die Sicht anderer Kulturen auf die Weihnachtsgeschiche

Unter dem Titel "Folge dem Stern... - Koningen op reis" (Könige auf Reisen) zeigt das Museum der Steyler Missionare in Steyl bei Venlo eine Sonderausstellung zu den den Heiligen Drei Königen. Bis zum 25. Januar 2015 kann man die Darstellungen der Sterndeuter aus verschiedenen Weltregionen und Materialien sehen, wie die Deutsche Provinz der Steyler Missionare heute in Sankt Augustin bei Bonn mitteilte. In der Sammlung befänden sich Figuren aus Europa, Asien und Afrika, so Museumsleiterin Trus Coppus. Darüber hinaus werde der Besucher über die Geschichte der Sterndeuter informiert. Die Ausstellungsstücke zeigen demnach auch, welches Bild sich die verschiedenen Völker und Nationen in ihrem Kulturkreis von der christlichen Weihnachtsgeschichte machen.
Die Ausstellung wurde gemeinsam mit den Sammlern Sieglinde und Udo Hergesell konzipiert. Das Ehepaar aus dem Bergischen Land trug nach Angaben der Veranstalter rund 2000 Krippen und Figuren aus der ganzen Welt zusammen.

Tony Cragg: Keine Verwicklung in Achenbach-Manipulationen

Ein Kunstwerk des englischen Künstlers wurde an Bertold Albrecht verkauft worden

Der Künstler Tony Cragg ist dem Eindruck entgegengetreten, er sei in illegale Geschäfte des vor Gericht stehenden Kunsthändlers Helge Achenbach verwickelt. Er habe Achenbach eine Skulptur verkauft und dafür den vereinbarten Kaufpreis erhalten, sagte Cragg heute. "Mit dem Weiterverkauf hatte ich nichts zu tun und kenne auch keine Einzelheiten dieses Verkaufs", sagte er. "Es war ein ganz normales Geschäft mit einem Kunsthändler." Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Achenbach den Preis für das Kunstwerk durch manipulierte Rechnungen nahezu verdoppelt hat und es für 400 000 Euro an den Aldi-Erben Berthold Albrecht verkauft hat.
Unter anderem steht Achenbach deshalb in Essen vor Gericht. In dem Prozess hatte Achenbach vor einer Woche ausgesagt, er habe den mit der Skulptur gemachten Gewinn mit Cragg geteilt.

Elektropop in der Neuen Nationalgalerie in Berlin

Vor der mehrjährigen Schließung zur Sanierung des Museums wird die Elektroband Kraftwerk dort spielen

Zum Abschied soll es nochmal richtig krachen. Ehe in der Neuen Nationalgalerie in Berlin Handwerker die Regie übernehmen, tritt die legendäre Band Kraftwerk vom 6. bis 13. Januar in der Glashalle auf. In acht Konzerten wollen die Pioniere des Elektro-Pop ihre Alben in chronologischer Reihenfolge aufführen. Während der Performance sollen 3D-Projektionen mit der Architektur der Halle in einen Dialog treten, so die Veranstalter. Die Tickets sind schon lange restlos ausverkauft. Die Neue Nationalgalerie, Berlins wichtigstes Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts, wird an Silvester für eine mehrjährige Sanierung geschlossen. Nur für die Konzerte gibt es dann noch einmal Zutritt.

Popstar Madonna sieht die Gefahren des Internets

Hacker hatte unfertige Songs ins Internet gestellt

Nach der illegalen Veröffentlichung mehrerer unfertiger Songs hat Madonna das Internet als "zweischneidiges Schwert" bezeichnet. "Das Internet ist ebenso konstruktiv und hilfreich dabei, Menschen zusammenzubringen wie dabei, gefährliche Dinge zu tun und Menschen zu verletzen. Es ist ein zweischneidiges Schwert", sagte die US-Popsängerin dem Magazin "Billboard". Über den Hacker-Angriff auf das Filmstudio Sony Pictures sagte Madonna: "Es ist einfach die Zeit, in der wir leben. Es sind verrückte Zeiten."
Mindestens zehn unfertige Lieder des Weltstars waren kürzlich im Internet gelandet. Madonna veröffentlichte daraufhin vorab sechs Songs aus ihrem neuen Album "Rebel Heart", das eigentlich erst im März erscheint. Sie wolle, dass ihre Fans die Lieder in der fertigen Fassung hörten, statt in der im Internet kursierenden unvollendeten Version, sagte Madonna damals. In dem Interview mit "Billboard" zeigte sich der Popstar überrascht, dass die Songs gestohlen wurden. Sie arbeite nicht mehr mit Servern, sondern speichere die Musik auf Computern ohne Internetanschluss.

Kulturnachrichten hören

Dezember 2014
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur