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Kulturnachrichten

Sonntag, 21. Dezember 2014

Udo Jürgens ist tot

Deutschlands größter Entertainer erlag einem Herzinfarkt

Der Sänger und Komponist Udo Jürgens ist tot. Er starb am Sonntag bei einem Spaziergang in der Schweiz, wie sein Management mitteilte.

Lyon eröffnet spektakulären Museumsbau

Gebäude der Architekten Coop Himmelb(l)au war viermal so teuer wie geplant

Nach mehr als zehnjähriger Bauzeit hat Lyon sein knapp 300 Millionen Euro teures Musée des Confluences eröffnet. Das 24 000 Quadratmeter große spektakuläre Gebäude ist ein Entwurf des avantgardistischen Architektenbüros Coop Himmelb(l)au aus Österreich.
In Frankreich ist das Museum einzigartig, es vereint eine Sammlung aus mehr als zwei Millionen völkerkundlichen und naturwissenschaftlichen Objekten. Das Museum besteht aus riesigen, ineinandergeschachtelten Glas- und Stahlflächen und wird von den Bauherren mit einer Kristallwolke verglichen. Das Haus liegt direkt am Zusammenfluss der Rhône und Saône mitten in der Stadt. Das am Samstag eröffnete Musée des Confluences ist umstritten, denn die Baukosten wurden um mehr als das Vierfache überschritten.

Vatikan will langweilige Predigten verhindern

Papst genehmigt neue Richtlinien

Der Vatikan will gegen langweilige Predigten im Gottesdienst vorgehen. Wie "Radio Vatikan" am Wochenende berichtete, veröffentlichte die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung eine Handreichung zum Predigen für Priester und angehende Priester. Die Richtlinien der vatikanischen Behörde seien von Papst Franziskus genehmigt worden. Sie enthielten methodische und inhaltliche Eckpunkte zur Vorbereitung einer Predigt. «Radio Vatikan» titelte auf seiner Internetseite «Nie wieder langweilige Predigten».
Papst Franziskus hat die Predigt in seinem Lehrschreiben "Evangelii Gaudium" als "Prüfstein, um die Nähe und die Kontaktfähigkeit eines Hirten zu seinem Volk zu beurteilen", bezeichnet. Es sei traurig, dass Priester und Gläubige hierbei jedoch oft leiden müssten, "die einen beim Zuhören, die anderen beim Predigen".

Literaturnobelpreis-Komitee wird erstmals von einer Frau geführt

52jährige Literturwissenschftlerin löst den Schriftsteller Peter Eglund ab

Als erste Frau wird die Ästhetik-Professorin Sara Danius die Schwedische Akademie für den Literaturnobelpreis leiten - eine Premiere in der über 200jährigen Geschichte des Komitees. Sie folgt dem Historiker und Schriftsteller Peter Englund, der sein Amt als Ständiger Sekretär des Gremiums Ende Mai 2015 aufgeben wird. Das kündigte Englund bei einer Rede auf dem Jahresabschlusstreffen der Akademie in Stockholm an.
Die 52 Jahre alte Literaturwissenschaftlerin aus Stockholm war im Dezember 2013 für den gestorbenen Knut Ahnlund als Nobeljurorin in das Gremium aufgenommen worden. In ihrer Forschung widmete sie sich nach Angaben der Akademie etwa Marcel Proust, James Joyce und Gustave Flaubert.

Neuer Pinakotheken-Chef:Kunst soll nicht so viel reisen

Bernhard Maaz will Kunstwerke vor Verschleiß bewahren

Der künftige Chef der Pinakotheken in München will, dass Kunstwerke nicht mehr so viel reisen. «Wir müssen genau überlegen, was wir etwa historischen Holztafeln zumuten dürfen», sagte der designierte Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Bernhard Maaz. "Wir sollten im Bewusstsein halten, dass in Zeiten allgemeiner Mobilität nicht die Cranach-Tafel zum Publikum reisen muss, sondern das Publikum zur Cranach-Tafel."
Es gebe immer wieder Verschleiß, wenn Kunst verschifft, geflogen und gefahren werde. «Und wir sind verpflichtet, die Werke so gut wie möglich für die Nachwelt zu erhalten», erklärte Maaz. Im Übrigen dürfe ein Besucher nicht überraschend vor einer leeren Wand stehen, weil Bilder ausgeliehen sind: «Wenn ein Besucher nach drei Jahren noch einmal ins Museum kommt, soll er die Bilder wieder vorfinden, die ihn beeindruckt haben.» Ein Museum müsse auch verlässlich sein.
Maaz tritt im April sein Amt als Leiter der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen an.

Ausstellung in Speyer zeigt "Titanic"-Originalfunde

Luxusdampfer versank vor über 100 Jahren im Atlantik

Der Untergang des Luxusdampfers "Totanic" im Jahr 1912 ging in die Geschichte ein. Eine Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz in Speyer erinnert mit mehr als 250 Originalfunden aus dem Wrack an das Unglück, bei dem mehr als 1500 Menschen starben. Die Schau ist nach Museumsangaben erstmals in Deutschland und nur in Speyer zu sehen.
Das Spektrum der auf 1800 Quadratmetern präsentierten Funde reicht vom Fernglas bis zum Waschbecken und von der Brille bis zur Brennschere für Locken. Außerdem könne die Besucher durch Nachbauten von Kabinen der ersten und dritten Klasse laufen.
Viele Fotos und persönliche Gegenstände erinnern an Passagiere und Besatzung des als unsinkbar geltenden Schiffs. Auch die Nachbildung eines Eisbergs findet sich in der Schau, die von Unterwasseraufnahmen und Modellen ergänzt wird.

Michelangelos «David» bekommt Erdbebenschutz

Nach mehreren Erschütterungen sind Kulturpolitiker besorgt

Eine der weltbekanntesten Skulpturen - Michelangelos «David» in Florenz - soll mit einem erdbebensicheren Sockel ausgestattet werden. Das kündigte Italiens Kulturminister Dario Franceschini nach einer Serie leichter Erdbeben in der Toskana an.
Ein Erdstoß der Stärke 4,1 war am Freitag unter anderem in Florenz und Siena zu spüren gewesen. Kleine Erschütterungen folgten auch am Samstag.
Zu Schäden kam es nach Angaben des Zivilschutzes nicht. Das Kulturministerium hatte dennoch einen Krisenstab einberufen, um das Kulturerbe der Region zu prüfen. «Ein absolutes Meisterwerk wie der «David» darf keinem Risiko ausgesetzt werden», sagte Franceschini.

Elton John heiratet langjährigen Partner David Furnish

Hochzeit wenige Monate nach Einführung der Homo-Ehe

Auf den Tag genau neun Jahre nach ihrer Verpartnerung haben der britische Popstar Elton John und sein langjähriger Lebensgefährte David Furnish offiziell geheiratet. "Der rechtliche Teil ist getan, jetzt kommt die Feier", schrieb der 67-jährige Popstar am Sonntag über das soziale Internetnetzwerk Instagram. Unter den rund 50 Gästen der Party auf dem Anwesen des Paares in Windsor waren zahlreiche Stars.
Der Superstar hatte sich im Vorfeld stolz auf das neue Gesetz zur Homo-Ehe gezeigt. "Ich bin sehr stolz auf Großbritannien und die Gesetze, die in Kraft getreten sind, seit wir zusammen sind", sagte John dem US-Sender NBC. Zu Beginn seiner Karriere hatte er seine Sexualität zunächst verschwiegen und eine Frau geheiratet. Später outete er sich und wurde zum Verfechter für die Rechte von Homosexuellen und aktiv im Kampf gegen Aids.

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Kritik an Karl-May-FestspielenDebatten statt Verbote
Nebendarsteller machen ein Selfie am Rande der Präsentation erster Szenen aus "Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers" der Karl-May-Spiele. (picture alliance/Frank Molter/dpa)

"Professorin will diesen Winnetou abschaffen" titelte eine Boulevardzeitung nach Kritik an den Karl-May-Festspielen. So weit will niemand gehen, aber es gibt gute Gründe, die Darstellung von native americans zu verändern, findet Noa Ha von der Uni Dresden.Mehr

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