Sonntag, 20.10.2019
 

Kulturnachrichten

Dienstag, 9. Dezember 2014

Schauspielerin Ruth Glöss gestorben

Gebürtige Dresdnerin war seit 1987 am Berliner Ensemble

Bereits am Sonntag starb sie im Alter von 86 Jahren in Berlin, teilte das "BE" mit. Bis ins hohe Alter habe sich Glöss "mit großem Charme und Witz" in die Herzen der Zuschauer gespielt - unter anderem in vielen Inszenierungen des US-Regisseurs Robert Wilson. Glöss war unter anderem als Narr in Wilsons Arbeit "Shakespeares Sonette" zu sehen.
Glöss begann ihre Karriere als Kabarettistin. Nach Stationen als Schauspielerin unter anderem in Greiz, Cottbus, Gera und am Berliner Maxim Gorki Theater war Glöss von 1964 bis 1983 Mitglied im Ensemble der Berliner Volksbühne. Seit 1987 gehörte sie zum festen Ensemble des Berliner Ensembles. Dort arbeitete sie mit Regisseuren wie Claus Peymann, Leander Haußmann, Einar Schleef, Heiner Müller, Martin Wuttke und Peter Zadek zusammen.

Kunstberater Achenbach vor Gericht

Prozess gegen prominenten Kunstberater beginnt heute am Landgericht Essen

Die Staatsanwaltschaft wirft Helge Achenbach Betrug in fast 30 Fällen sowie Urkundenfälschung und Untreue vor. Hauptgeschädigter soll der 2012 gestorbene Aldi-Erbe Berthold Albrecht gewesen sein. Ihn soll Achenbach laut Anklage bei der Vermittlung von 14 Kunstwerken und neun Oldtimern um insgesamt 22,5 Millionen Euro betrogen haben.
Außerdem soll er zwei weitere reiche Kunden bei Kunstverkäufen getäuscht haben. Angeklagt ist auch ein ehemaliger Geschäftspartner Achenbachs. Achenbach zählt zu den bekanntesten Kunstberatern Deutschlands. Er war vor einem Jahr festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Wowereit für umstrittene Umbaupläne der Hedwigskathedrale

Scheidender Regierungschef stört sich an "Loch" zur Unterkirche

Die Bodenöffnung mit Freitreppe in der Berliner Bischofskathedrale soll nach den im Juni vorgestellten Plänen geschlossen werden. Dagegen wenden sich vor allem Denkmalschützer sowie Katholiken in Ostdeutschland. Die Bodenöffnung wurde beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg angelegt. Er sei vom Widerstand gegen die Umbaupläne überrascht worden, sagte Wowereit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Aber die Kathedrale müsse dringend saniert werden. Er hoffe, dass er die Umgestaltung noch miterleben dürfe, betonte der Katholik Wowereit. Die Bundesregierung wolle ihren finanziellen Beitrag leisten, und auch Berlin werde sich sicherlich nicht verschließen, sagte Wowereit. Der SPD-Politiker tritt am Donnerstag nach 13 Jahren als Regierender Bürgermeister von Berlin zurück.

Ausstellung zur Einwanderung im Haus der Geschichte

Bonner Ausstellung bis 9. August geöffnet

Unter dem Titel "Immer bunter. Einwanderungsland Deutschland" zeichnet die Schau die verschiedenen Phasen der Migration nach Deutschland seit Ende des Zweiten Weltkriegs nach. Seit heute sind rund 800 Exponate zu sehen, darunter das Moped des einmillionsten Gastarbeiters, das Kostüm des ersten schwarzhäutigen Karnevalsprinzen und die Gasflaschen vom gescheiterten Attentat auf dem Kölner Hauptbahnhof. An Hörstationen erzählen Menschen aus verschiedenen Ländern ihre individuelle Einwanderungsgeschichte. Die Ausstellung beleuchtet aber auch die problematischen Seiten des Zusammenlebens von Deutschen und Zuwanderern. Nach ersten Überfremdungs-Ängsten in den 1980er Jahren folgten in den 90ern Gewalttaten gegen Ausländer in Mölln, Rostock oder Hoyerswerda.

Berliner Nationalgalerie erstmals zu Gast in Jerusalem

Ausstellung über Klassische Moderne im nächsten Jahr

Anlass ist das 50-jährige Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel, sagte der Direktor der Nationalgalerie, Udo Kittelmann.
Die rund 50 für das Israel Museum vorgesehenen Werke stammen aus der früheren Sammlungspräsentation "Moderne Zeiten", die Kunst aus der weltpolitisch dramatischen Epoche von 1900 bis 1945 umfasst. Die Neue Nationalgalerie in Berlin wird von 2015 an grundlegend saniert.

Regina Scheer erhält Mara-Cassens-Preis

Berliner Autorin wird für Romandebüt ausgezeichnet

Regina Scheer erhält den mit 15 000 Euro dotierten "Mara-Cassens-Preis" am 8. Januar im Literaturhaus Hamburg. Mit dem Preisgeld möchte die Stifterin Mara Cassens es Autoren ermöglichen, "sich für eine gewisse Zeit ganz dem Schreiben zu widmen". Der Roman "Machandel" sei ein warmherziges, melancholisches und äußerst komplex komponiertes Buch, das die Grenzen des "Wenderomans" auslote, in dem es die Auswirkungen der Zeitenwende auf die Gegenwärtigen untersuche", heißt es in der Begründung der Jury. Dreh- und Angelpunkt des Buches ist das fiktive mecklenburgische Dorf Machandel. Der Roman ist im Knaus Verlag erschienen.

Shitstorm nach Netrebko-Treffen mit Separatistenführer

Opernstar wird für politische Parteinahme geschmäht

Auf der Facebook-Seite der Sängerin war heute unter anderem zu lesen: "Schande über dich!" oder "Zieh doch ins Kriegsgebiet!". Viele offenbar aus der Ukraine stammende Autoren der Kommentare schrieben von einer "riesigen Enttäuschung".
Netrebko hatte sich gestern in St. Petersburg mit dem ostukrainischen Separatistenführer Oleg Zarjow gezeigt. Beide posierten auch mit der Fahne von "Neurussland", als das die Separatisten das von ihnen beanspruchte Gebiet bezeichnen.
"Anna, gib deinen österreichischen Pass zurück!" oder "Sie sollten lieber beim Singen bleiben.", hieß es in weiteren Kommentaren. Oft wurde auch zum Boykott von Netrebko-Konzerten und -CDs aufgerufen. In einigen Kommentaren wurde die Sopranistin aber gelobt. "Danke aus Donezk, Anna!" und "Respekt für die mutige Tat", hieß es dort etwa.

Judi Dench feiert 80. Geburtstag

Ehemaliges "Bond Girl" arbeitet weiter

Einem breiten Publikum wurde die britische Schauspielerin vor allem durch James-Bond-Filme bekannt, in denen sie die Geheimdienstchefin "M" spielte. Für ihre Rolle als Königin Elizabeth I. in dem Film "Shakespeare in Love" erhielt Judi Dench 2001 einen Oscar. Die aus York stammende Schauspielerin blickt auf eine lange Karriere am Theater zurück. Als junge Frau wurde sie Mitglied der Royal Shakespeare Company und stand jahrzehntelang in London und in Shakespeares Geburtsstadt Stratford upon Avon auf der Bühne. 1988 wurde sie von Königin Elizabeth in den Adelsstand erhoben. Judi Dench arbeitet bis heute für Theater und Film.

"Hobbit"-Regisseur Peter Jackson auf Walk of Fame verewigt

Neuseeländer kurz vor US-Start von neuem "Hobbit"-Film geehrt

Nun hat der Oscar-Regisseur auch einen Stern auf dem legendären Walk of Fame in Hollywood. Der Schöpfer der Blockbuster-Mehrteiler "Herr der Ringe" und "Der Hobbit" sei wirklich einer der bedeutendsten Filmemacher des Planeten, sagte der Schauspieler Andy Serkis vor hunderten begeisterten Fans. Er spielt den Gollum aus J.R.R. Tolkiens "Der Herr der Ringe". Neben Jackson waren auch die Schauspieler Elijah Wood (Frodo Baggings), Orlando Bloom (Legolas), Richard Armitage (Thorin Oakenshield) sowie Lee Pace (Thranduil) und Evangeline Lilly (Tauriel) dabei. Der Walk of Fame befindet sich vor dem berühmten Dolby Theatre, wo jährlich die Oscar-Verleihung stattfindet.

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