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Kulturnachrichten

Samstag, 20. Dezember 2014

Nordkorea fordert gemeinsame Ermittlungen mit USA zu Hackerangriff

Künstler setzen sich für die Veröffentlichung der Nordkorea-Satire und für Sony ein

Die nordkoreanische Regierung hat die USA in der Hackeraffäre um die Nordkorea-Satire "The Interview" zu gemeinsamen Ermittlungen aufgefordert. Washington "erhebt unbegründete Anschuldigungen und verleumdet uns", teilte das Außenministerium am Samstag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA mit. "Wir können beweisen, dass dieser Vorfall nichts mit uns zu tun hat." Sollte sich die US-Regierung einer Zusammenarbeit verweigern, hätte dies "ernste Konsequenzen".
Der Filmkonzern Sony hatte den Kinostart der Nordkorea-Satire "The Interview" nach einem Hackerangriff und ominösen Terrordrohungen abgesagt. Washington macht die Regierung in Pjöngjang dafür verantwortlich. US-Präsident Barack Obama drohte Nordkorea am Freitag mit Konsequenzen. Sony will nun prüfen, den Film auf anderem Wege zu veröffentlichen. Der Konzern erwägt, ihn kostenlos im Internetportal YouTube zu zeigen.
Zuvor hatte der Bestseller-Autor Paulo Coelho dem Studio 100.000 Dollar für die Rechte angeboten, um den Film auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen. Der Schauspieler George Clooney hatte eine Petition verfasst, in der er zur Unterstützung von Sony aufrief. In einem Interview beklagte Cooney, dass niemand unterzeichent habe und prangerte die fehlende Solidarität Hollywoods an.

Madonna veröffentlicht vorzeitig sechs neue Songs

Sängerin reagiert auf Durchsickern von Demo-Versionen

US-Popdiva Madonna hat überraschend sechs Songs ihres neuen Albums veröffentlicht. Die Lieder seien ein "vorgezogenes Weihnachtsgeschenk", erklärte die 56-Jährige Sängerin. Madonnas neue Platte "Rebel Heart" kommt erst im März in die Plattenläden. Doch weil einige Studioaufnahmen bereits illegal ins Netz gestellt wurden, entschloss sich die Sängerin nun, einen Teil der Lieder vorzeitig zu veröffentlichen. "Ich möchte, dass meine Fans die fertigen Songs hören anstelle der unvollendeten Titel, die derzeit kursieren", betonte Madonna.

Museum in Valencia übertrieb maßlos seine Besucherzahlen

Gerade Mal ein Zehntel der behaupteten Besucher kam tatsächlich

Das Museum für moderne Kunst in der spanischen Hafenstadt
Valencia (IVAM) soll nach einem Medienbericht jahrelang völlig überhöhte Besucherzahlen veröffentlicht haben. Wie die Zeitung "El País" am Samstag berichtete, wäre die Pinakothek mit der genannten Zahl von fast 1,2 Millionen Besuchern im Jahr 2013 eines der meistbesuchten Museen der Welt gewesen.
Nach den - von der neuen Direktion nun veröffentlichten und überholten - Statistiken habe das Museum in Wirklichkeit aber nicht einmal ein Zehntel der genannten Besucherzahl registriert, nämlich nur 85 000. "Die Zahlen der Besucher wurden in den vergangenen zehn Jahren in gravierender Weise manipuliert und gefälscht", sagte der sozialistische Abgeordnete Juan Soto im Regionalparlament. Sie seien mit den registrierten Einnahmen nicht vereinbar.
Nach Informationen der Zeitung hatte die im April abgelöste IVAM-Direktion bei der Ermittlung der Besucherzahlen auch das Publikum von Gratisveranstaltungen wie Freiluftkonzerten oder Modeschauen mitgezählt. Die frühere Museumsleiterin wollte sich nach Angaben des Blattes zu den Vorwürfen nicht äußern.

Deutschland ist nicht mehr im Rennen um Auslandsoscar

Dominik "Die geliebten Schwestern" ist im Vorauswahlverfahren gescheitert

In diesem Jahr wird kein deutscher Film den Oscar für den besten
nicht-englischsprachigen Film bekommen. Der deutsche Kandidat "Die geliebten Schwestern" hat es im Vorauswahlverfahren der "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" nicht in die nächste Runde geschafft. Die Dreicksgeschichte in der Regie von Domink Graf handelt von der Liebschaft des Dichters Friedrich Schiller mit einem Schwesternpaar.

Friedrike Mayröcker wird 90

Die Dichterin gilt als Grande Dame der österreichischen Literatur

Die Wiener Schriftstellerin Friederike Mayröcker feiert heute ihren 90. Geburtstag. Sie gilt als eine der wichtigsten Dichterinnen der Gegenwart. In den letzten 60 Jahren hat sie etwa 80 Bücher und 30 Hörspiele verfasst, gerade erschien der Band „Cahier. Mayröcker selbst verortet sich literarisch zwischen Dadaismus und Surrealismus. 1954 lernte sie den Dichter Ernst Jandl kennen, mit dem sie bis zu seinem Tod im Jahr 2000 zusammen lebte.

Stiftung sieht neues Interesse für Weihnachtsgedichte

Nach Jahren des Rückgangs wird wieder mehr auswendig gelernt

Die Stiftung Lesen beobachtet ein neues Interesse an Weihnachtsgedichten. In vergangenen Jahrzehnten seien wie die Weihnachtslieder zwar auch viele Gedichte in Vergessenheit geraten, sagte Christine Kranz, Referentin für Leseförderung bei der Mainzer Stiftung. Das ändere sich aber: «Es wird wieder mehr auswendig gelernt», hat sie in Kindergärten und Schulen beobachtet. «Gedichte sind für die Lese- und Sprachförderung sehr wichtig.» Ein Reim, in der Kindheit gelernt, bleibe bis im Alter im Gedächtnis.

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