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Kulturnachrichten

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Anglikanische Kirche ernennt erste Bischöfin

Libby Lane wird als erste Bischöfin der Kirche von England in die Geschichte eingehen.

Die 48-jährige Gemeindepfarrerin aus Hale bei Manchester wird Bischöfin von Stockport, kündigte die Kirche von England heute an. Zuvor hatte Königin Elisabeth II. als weltliches Oberhaupt der anglikanischen Kirche der Berufung Lanes zur Bischöfin zugestimmt. Libby Lane sagte, die Entscheidung sei für sie unerwartet gekommen. Sie sei sich sehr bewusst darüber, wie viele Frauen und Männer Jahrzehnte auf diesen Moment gewartet haben. Zwei Jahrzehnte nach der Zulassung zum Priesteramt steht Frauen in der Kirche von England seit der Generalsynode im November nach langem Ringen auch das Bischofsamt offen.

Gabriel Garcia Marquez soll auf kolumbianischen Geldscheinen abgebildet werden

Das hat das Parlament in Bogota beschlossen.

Zudem sollen in Cartagena ein internationales Studienzentrum für das literarische Erbe des im April verstorbenen Literaturnobelpreisträgers errichtet und mehrere für den Schriftsteller bedeutsame Orte in seiner Geburtsstadt Aracataca als nationales Kulturgut erhalten werden. Die Vorhaben müssen noch von Staatspräsident Juan Manuel Santos gebilligt werden.

Medienpolitische Sprecherin der Grünen kritisiert geplante Reform der Deutschen Welle

Tabea Rößner hält wenig von der geplanten Neuausrichtung der Deutschen Welle mit einem englischsprachigen Newskanal.

Sie habe "große Zweifel", ob die Deutsche Welle tatsächlich ihre Reichweite erhöhen könne, indem sie in Konkurrenz zu Sendern wie der BBC oder CNN trete, sagte Rößner am Mittwoch im Deutschlandradio Kultur. Die Deutsche Welle zeichne sich vielmehr durch ihre Vielsprachigkeit aus, durch die sie in vielen regionalen Märkten zu empfangen sei. "Diese Vielsprachigkeit ist ein Alleinstellungsmerkmal der Deutschen Welle. Und wenn man dies nun beschneiden würde, würden dort ja auch viele Menschen wieder wegfallen, die dann die Deutsche Welle nicht mehr empfangen oder lesen oder hören würden."

Rößner kritisierte den Intendanten der Deutschen Welle scharf, der angekündigt hat, deutschsprachige, spanische und arabische Programme zugunsten des englischsprachigen Programms zu abzubauen, sollte der Bundestag den Etat der Deutschen Welle nicht erhöhen. Sie könne nicht nachvollziehen, "dass man sagt: ich habe zwar kein Geld, ich strukturiere aber um und mache eine ganz neue Ausrichtung meines Programms", so die Medienpolitikerin. Die Deutsche Welle ist am Donnerstag Thema im Bundestag.

Band "electra" geht auf Abschiedstournee

Rockerrente nach 45 Bühnenjahren

Nach den "Puhdys" hat auch mit "electra" eine weitere Band aus der Ex-DDR verkündet, in den musikalischen Ruhestand zu gehen - aus Altersgründen. Am 3. Januar starten die Dresdner Musiker in Schwerin ihre Abschiedstournee, teilte das Management heute mit. Electra-Chef und Flötist Bernd Aust begründete dies mit seinem 70. Geburtstag am 30. Januar. "Ich möchte gerne im Vollbesitz meiner Kräfte von der Bühne gehen", sagte er der dpa. Sänger Stephan Trepte sei 68.
Für die Abschiedstournee sind bis September 15 Konzerte in Ostdeutschland geplant. Im Jahr 1969 hatten sich vier damalige Studenten der Dresdner Musikhochschule "Carl Maria von Weber" zur Gruppe "electra" zusammengetan, benannt nach dem Stern Elektra. Seitdem produzierte die Band sieben Langspielplatten. Bernd Aust arbeitet seit Jahren auch als Konzertveranstalter.

Albrecht-Witwe soll im Achenbach-Prozess aussagen

Im Betrugsprozess gegen den Kunstberater Helge Achenbach soll auch die Witwe des Aldi-Erben Berthold Albrecht vor dem Landgericht Essen aussagen.

Babette Albrecht sei für den 19. Januar als Zeugin geladen, sagte Richter Johannes Hidding am Mittwoch. Eine Anzeige der Kinder von Berthold Albrecht hatte die Ermittlungen gegen Achenbach ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 62-Jährigen vor, Berthold Albrecht bei Kunst- und Oldtimerverkäufen um rund 23 Millionen Euro betrogen zu haben. Als Zeugen hat das Gericht auch den Pharma-Unternehmer Christian Boehringer geladen. Auch er soll zu den von Achenbach geschädigten vermögenden Kunstkäufern gehören. Achenbach hatte am ersten Prozesstag ein Teilgeständnis abgelegt.

Plagiatvorwurf gegen Jeff Koons

Skulptur des Pop-Art-Künstlers soll früherer Werbung ähneln

Ein Werbefachmann beruft sich bei seinem Vorwurf auf seine Kampagne für eine Kleidermarke aus dem Jahr 1985, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Insiderkreise. Bei der Plastik handele es sich um ein Schwein, das einer im Schnee liegenden Frau zu Hilfe eilt. Koons' Arbeit ist derzeit im Pariser Centre Pompidou zu sehen. Der Anwalt des Werbefachmanns will juristische Schritte einleiten. Weder Koons noch das Pariser Centre Pompidou haben sich bislang dazu geäußert. Die 1988 entstandene Skulptur wurde 2007 für rund drei Millionen Euro versteigert und gehört heute der Sammlung Prada.

Ungarische Roma-Sängerin verklagt Beyoncé wegen Lied

Die Sängerin Mitsou fordert eine Entschädigung in ungenannter Höhe.

Sie klagt vor einem New Yorker Gericht und wirft dem US-Popstar Beyoncé vor, in dem Hit "Drunk in Love", eine digital veränderte Version ihrer Aufnahme des Volkslieds "Bajba, Bajba Pelem" von 1995 einzuspielen. Sie habe das Lied von ihrer Großmutter gelernt, erklärte Mitsou. Es handele von der "Hoffnungslosigkeit, wenn man niemandem mehr vertrauen kann, außer der eigenen Mutter und Gott". Das Lied "Drunk in Love", in dem Beyoncé mit ihrem Mann, dem Rapper Jay-Z auftritt, handele dagegen vom Glück der Ehe, kritisierte die Roma-Sängerin, die mit bürgerlichem Namen Monika Juhasz Miczura heißt. Sie klagte, Beyoncé und Jay-Z hätten keine Erlaubnis eingeholt und würden das Lied missbrauchen, um "zu dem sexuellen Liedtext fremdländische Erotik" heraufzubeschwören.

Israelischer Schriftsteller Joshua Sobol: Friedensabkommen nur mit einem souveränen palästinensischen Staat möglich

Sobol gehört zu den 800 israelischen Intellektuellen, die in einem Brief die EU-Parlamentarier dazu aufgefordert hatten, einer Anerkennung Palästinas zuzustimmen.

"Nur ein souveräner Staat kann die Verantwortung für einen dauerhaften Frieden mit einem anderen souveränen Staat übernehmen", sagte Joshua Sobol im Deutschlandradio Kultur. "So lange die palästinensische Autonomiebehörde nicht den offiziellen Status eines souveränen Status hat, hängt der Ausgang der Friedensgespräche allein von dem guten Willen Israels ab." In den vergangenen Jahren hätten sich die israelischen Regierungen nicht um ein Friedensabkommen mit Palästina bemüht, so Sobol. Das EU-Parlament stimmt heute über eine Resolution zur Zweistaatenlösung ab.

Kinderfilme zeigen Tod häufiger als Erwachsenenfilme

Zeichentrickfilme sind Brutstätte von Mord und Totschlag

Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung, die das British Medical Journal veröffentlichte. In Zeichentrickfilmen für Kinder werde deutlich häufiger gestorben als in Filmen für Erwachsene. Der Tod von Trickfilmhelden, nicht selten auf brutale Art und Weise, sei sogar mehr als doppelt so wahrscheinlich, fanden die Autoren der Studie, Ian Colman und James Kirkbride, heraus. Sie untersuchten für ihre Arbeit einige der erfolgreichsten Trickfilme aus mehreren Jahrzehnten, darunter "Schneewittchen und die sieben Zwerge" von 1937 als auch den jüngsten Disney-Hit "Die Eiskönigin" von 2013. Dabei konnten sie nicht feststellen, dass Kinderfilme seit den 30er Jahren gewaltsamer geworden sind.

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