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Kulturnachrichten

Sonntag, 29. Dezember 2013

Geißler: Die Verantwortung liegt bei IOC und Fifa

"Das IOC und der Fußball-Weltverband Fifa könnten so viel Einfluss nehmen, die haben Geld wie Dreck."

Dieser Meinung ist der CDU-Politiker Heiner Geißler mit Blick auf die Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi und die Fußball-WM in Qatar. Geißler sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", die Vergabekriterien für Großveranstaltungen müssten überarbeitet werden - besonders im Hinblick auf Menschenrechte. Bundeskanzlerin Angela Merkel müsse ihren Besuch in Sotschi mit scharfem Protest verbinden, erklärte der frühere CDU-Generalsekretär. Dabei brauche es nicht die direkte Konfrontation mit Präsident Wladimir Putin. Der Protest müsse sich vor allem gegen das IOC richten, weil der Verband es zulasse, dass Leute ausgebeutet würden.

Wickert: Die ARD muss mehr ausprobieren

"Mehr Youtube würde den Öffentlich-Rechtlichen guttun."

Dieser Meinung ist der ehemalige Moderator der "Tagesthemen", Ulrich Wickert. Der Journalist sagte der "Welt am Sonntag" in einer Diskussion mit dem Youtube-Star LeFloid, besonders in den Dritten Programmen müsse es die Möglichkeit geben, mehr auszuprobieren. LeFloid gehört zu den beliebtesten deutschen Youtubern und sendet auf der Plattform zweimal wöchentlich die Videoreihe "LeNews". Wickert betonte, die ARD müsse Formate wie diese nutzen, um jüngere Zuschauer anzusprechen.

Regisseur Jakimowski: "Für einen Sehenden reicht es nicht aus, einfach nur die Augen zu schließen"

Man kann in die innere Welt eines Blinden nicht eintauchen, man kann sie sich nur vorstellen.

Das betont der polnische Regisseur Andrej Jakimowski. Sein Film "Imagine" handelt von einem blinden Lehrer, der seinen ebenfalls blinden Schülern beibringt, sich ihre Welt unter anderem durch Phantasie zu erschließen. Jakimowski sagte im "Deutschlandradio Kultur", zwanzig Jahre lang habe er das Thema im Kino behandeln wollen, aber nicht gewusst, wie. Dann sei ihm klar geworden, dass er mit Vorstellungkraft arbeiten müsse, um beim Zuschauer Bilder entstehen zu lassen. Der Regisseur betonte, auch Sehende seien im Leben oft auf ihre Phantasie angewiesen - vor allem, um die Gefühle anderer Menschen zu verstehen.

Hamburger Kirche wird zur Moschee

Die Hamburger Kapernaum-Kirche wird zur Moschee.

Wie das Islamische Zentrum Al-Nour mitteilte, hat es die Baugenehmigung für den Umbau des ehemaligen evangelischen Gotteshauses erhalten. Die Al-Nour-Gemeinde hatte die 2002 entwidmete Kirche vor einem Jahr gekauft. Sie steht unter Denkmalschutz, hatte aber über zehn Jahre leer gestanden. Ab Mitte Januar sollen die Umbaumaßnahmen beginnen. Unter anderem wird die Empore im Gebetsraum vergrößert. Geplant ist außerdem der Einbau einer Fußbodenheizung, damit die Gläubigen ohne Schuhe eintreten können. Der Innenraum wird mit islamischen Zeichen und Bildern geschmückt. Von außen soll die Optik der Kirche dagegen kaum verändert werden.

Barenboim: Mit den Wiener Philharmonikern zu spielen ist eine Offenbarung

Daniel Barenboim sieht zwischen sich und den Wiener Philharmonikern eine Liebesbeziehung.

Der Dirigent sagte der Deutschen Presse-Agentur, mit dem Orchester zu spielen, sei eine Offenbarung. Dadurch, dass die Wiener Philharmoniker keinen Chefdirigenten hätten, warteten sie nicht passiv darauf, animiert zu werden, sondern hätten bereits eine eigene Klangvorstellung. Im besten Fall entstehe dadurch eine wunderbare Einheit mit dem Dirigenten. - Barenboim ist Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper. Vier Jahre nach seinem ersten Neujahrskonzert mit den Wiener Philharmonikern ist er am 1. Januar erneut dort zu Gast.

Fußballer Anelka wegen "Quenelle-Gruß" in der Kritik

Mit einer umstrittenen Geste hat der französische Fußballer Nicolas Anelka für Kritik gesorgt.

In einem Ligaspiel seines englischen Klubs West Bromwich Albion legte der 34-Jährige nach einem Treffer die linke Hand auf den durchgestreckten rechten Arm. Dieser sogenannte "Quenelle-Gruß" wird in Frankreich auch mit Antisemitismus in Verbindung gebracht. Sportministerin Valerie Fourneyron sprach bei Twitter von einer "schockierenden Provokation". Der Europäische Jüdische Kongress - CJE - forderte die englische Premier League auf, Anelka zu sperren. CJE-Präsident Moshe Kantor sagte, dafür müsse Anelka von der Polizei genauso bestraft werden, wie für den bekannteren Hitler-Gruß.

Der Sportler selbst twitterte nach dem Spiel, er habe den Gruß lediglich seinem Freund, dem französischen Komiker Dieudonne, gewidmet, der die Geste bekannt gemacht habe. Das französische Innenministerium hatte Dieudonne zuletzt aufgefordert, den Gruß zu unterlassen. Der umstrittene Komiker ist in Frankreich bereits mehrfach wegen judenfeindlicher Äußerungen verurteilt worden.

Taize-Glaubenstreffen in Straßburg eröffnet

Das Treffen wird zum ersten Mal grenzüberschreitend abgehalten - im elsässischen Straßburg und im badischen Ortenaukreis.

Mit Gottesdiensten und Gebetsfeiern hat gestern Abend das 36. Europäische Taize-Jugendtreffen begonnen. Zu den Eröffnungsfeiern im Straßburger Münster und den Messehallen kamen rund 30.000 Jugendliche aus mehr als 50 Nationen. Der Leiter der Taize-Gemeinschaft, Bruder Alois Löser, rief die Teilnehmer auf, sich gegen Armut, soziale Ungleichheit und Umweltzerstörung zu engagieren. Bis zum 1. Januar kommen die jungen Christen zu gemeinsamen Gebeten und Diskussionsrunden zusammen. Geplant sind auch Gespräche mit Abgeordneten des Europaparlaments und Richtern des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.

Oscar-Juroren stimmen über Nominierungen ab

Die geheime Abstimmung hat begonnen.

In den USA können die Juroren seit Freitag ihre Stimmen für die Oscar-Gewinner abgeben. Allerdings geht es erst einmal nur um die Nominierungen. Später müssen die mehr als 5000 Experten - darunter Regisseure und Schauspieler - aus diesem Kreis die eigentlichen Gewinner wählen. 289 Kinofilme können diesmal den Oscar gewinnen. Die Nominierungen, in der Regel fünf pro Kategorie, werden am 16. Januar bekannt gegeben. Die Gewinner werden erst bei der Oscar-Gala am 2. März in Los Angeles veröffentlicht.

Schauspieler DiCaprio: Einen Böse zu spielen ist befreiend

Leonardo DiCaprio ist von dunklen Charakteren fasziniert.

Der Schauspieler sagte der "Welt am Sonntag", für ihn sei es befreiend, einen Bösen darzustellen, weil er so nicht von Zwängen und Regeln zurückgehalten werde. In seinem aktuellen Film "The Wolf Of Wall Street" spielt DiCaprio den Finanzjongleur Jordan Belfort. Der Schauspieler erklärte, Regisseur Martin Scorsese habe mit Belfort einen durch und durch rücksichtslosen Menschen zeigen wollen. Das habe zunächst kein Hollywood-Studio produzieren wollen. Ihn selbst als Schauspieler führe die Auseinandersetzung mit diesen Figuren zu den dunkelsten Orten der menschlichen Seele.

Indischer Bollywood-Schauspieler Farooq Sheikh gestorben

Der Bollywood-Schauspieler Farooq Sheikh ist tot.

Wie indische Medien unter Berufung auf seine Familie berichteten, starb der 65-Jährige Freitagnacht in Dubai an einem Herzinfarkt. Sein Debüt gab Sheikh 1973 mit dem Film "Garm Hava" über die Situation der Muslime in Indien nach der Unabhängigkeit. Das Werk gilt als Meilenstein des indischen Kinos und wurde 1974 für die Goldene Palme in Cannes nominiert. Sheikh arbeitete mit bedeutenden indischen Regisseuren wie Satyajit Ray und wirkte auch in Fernsehserien mit.

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