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Kulturnachrichten

Freitag, 27. Dezember 2013

Montenegro: OSZE verurteilt Anschlag auf regierungskritische Zeitung "Vijesti"

Die OSZE ist besorgt über den jüngsten Anschlag auf die montenegrinische Zeitung "Vijesti".

Die Medienbeauftragte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, Dunja Mijatovic, forderte die Behörden auf, schnell und transparent zu ermitteln, um die Täter zu identifizieren und zu belangen. Bei dem Bombenanschlag auf das Redaktionsgebäude des regierungskritischen Blatts in der Hauptstadt Podgorica war erheblicher Sachschaden entstanden. Verletzt wurde niemand.

Bereits im November war das "Vijesti"-Gebäude mit Steinen attackiert worden; drei Monate zuvor hatten Unbekannte drei Mitarbeiter des Blatts angegriffen. Der Regierungschef Montenegros, Milo Djukanovic, hat die Redaktion wiederholt als "Vaterlandsverräter" bezeichnet. - Der montenegrinische Innenminister hat der Redaktion heute allerdings einen Besuch abgestattet und den Anschlag verurteilt.

Pussy-Riot-Aktivistinnen rufen zu Olympia-Boykott auf

Ihre Haltung zu Präsident Wladimir Putin hat sich nicht geändert.

Das haben Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina von der russischen Punk-Band "Pussy Riot" bei einer Pressekonferenz in Moskau betont. Die Aktivistinnen waren Anfang der Woche vorzeitig aus der Lagerhaft entlassen worden. Sie kündigten an, sich künftig für einen humaneren Strafvollzug in Russland einzusetzen. Die Amnestie, die ihre frühzeitige Enlassung ermöglicht hatte, bezeichnete Aljochina als "PR-Trick" Putins vor den Olympischen Spielen in Sotschi. Tolokonnikowa rief dazu auf, Olympia zu boykottieren. - Nach einer Protestaktion gegen Putin in der Moskauer Christus-Erlöser-Kathedrale waren die Mitglieder von "Pussy Riot" 2012 zu Gefängnisstrafen verurteilt worden.

Bekannter tibetischer Mönch in der chinesischen Provinz Qinghai offenbar festgenommen

Der tibetische Mönch Karma Tsewang ist dafür bekannt, dass er sich in der chinesischen Provinz Qinghai unter anderem für den Umweltschutz einsetzt - und tibetischen Kindern Sprachunterricht gibt.

Jetzt sitzt der Mönch offenbar in Haft. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf die tibetische Bloggerin Tsering Woeser. Sie sagte, Karma Tsewang sei bereits Anfang des Monats festgenommen worden. Auch mehrere Unterstützer, die sich für seine Freilassung eingesetzt hätten, seien in Haft. Das tibetische Hochland ist seit 1950 offiziell eine Verwaltungseinheit der Volksrepublik China. Viele Tibeter fühlen sich jedoch von der Mehrheit der Han-Chinesen unterdrückt.

Wiener Philharmoniker erinnern an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs

Die Wiener Philharmoniker wollen 2014 musikalisch an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren erinnern.

Orchester-Vorstand Clemens Hellsberg sagte, anlässlich des Jahrestags werde beim Neujahrskonzert am kommenden Dienstag erstmals der "Friedenspalmen-Walzer" von Josef Strauss gespielt. Mit Daniel Barenboim hätten die Philharmoniker zudem bewusst einen Dirigenten eingeladen, der mit seinem "West Eastern Divan Orchestra" für Frieden und Menschenrechte eintrete. Ende Juni plant das Orchester dann ein Konzert in Sarajevo, wo 1914 die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand den Kriegsausbruch provozierte.

MDR-Fernsehballett, Kulturwerk Riesa und Kultureinrichtungen in Krefeld auf Roter Liste des Kulturrats

"Oft wird die Bedeutung einer kulturellen Einrichtung den Nutzern erst durch deren Bedrohung deutlich."

Mit dieser Begründung veröffentlicht der Deutsche Kulturrat regelmäßig eine Rote Liste. Als von der Schließung bedroht wurden das Deutsche Fernsehballett des MDR und das Kulturwerk im Sächsischen Riesa aufgenommen. Die Kultureinrichtungen der nordrhein-westfälischen Stadt Krefeld wurden als "gefährdet" kategorisiert. Die Stadt hat wegen der schwierigen Haushaltssituation umfangreiche Sparmaßnahmen im Kulturbereich angekündigt.

Opernhaus von Valencia muss schließen

Das Opern- und Kulturhaus von Valencia bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Der Grund: Vom Dach des "Palau de Les Arts Reina Sofía" haben sich Teile einer Keramikverzierung gelöst. Das 2005 eröffnete Gebäude ist ein Entwurf des spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava und gehört zum Großprojekt "Stadt der Künste und Wissenschaften". Zurzeit ermittelt die Justiz gegen Calatrava. Er wird unter anderem für Baumängel und Geldverschwendung verantwortlich gemacht.

Chaos Computer Club sucht in Hamburg nach Methoden gegen die "allgemeine Ideologie der Überwachung

Was vor 30 Jahren höchstens für Freaks und Außenseiter interessant war, ist heute zum Mainstream-Thema geworden.

So begründet Frank Rieger, Sprecher des Chaos Computer Clubs, das über die Jahre stetig gestiegene Interesse an der Hacker-Vereinigung. Rieger betonte im Deutschlandradio Kultur, durch die Digitalisierung und die Vernetzung des Alltags müsse sich inzwischen jeder mit dem Thema Daten-Verschlüsselung auseinandersetzen.

Bei der 30. Jahrestagung des CCC in Hamburg gehe es seit heute vor allem um die Frage, welche Methoden der Gegenwehr man gegen den Geheimdienstapparat und die "Ideologie der allgemeinen Überwachung" finden könne, sagte Rieger.

Die Organisatoren der Tagung rechnen mit bis zu 8.000 Teilnehmern. Die Eröffnungsrede hält der Journalist und Vertraute von Edward Snowden, Glenn Greenwald, per Videoschalte.

Das vollständige Interview mit Frank Rieger können Sie hier nachhören und -lesen.

Zu viel "Champagne": Verband kritisiert Missbrauch der Ursprungsbezeichnung in Deutschland

Nicht überall wo "Champagner" draufsteht, ist auch Champagner drin.

Der Verband "Comité Champagne" kritisiert, dass Firmen in Deutschland mit der geschützten Ursprungsbezeichnung verbotenerweise Werbung für ihre Produkte machen. In keinem anderen europäischen Land werde der Begriff "Champagne" so oft zur Aufwertung von Waren missbraucht wie in Deutschland - nicht nur für Lebensmittel, sondern unter anderem auch für Kosmetika, Zigarettenpapier oder homöopathische Mittel. Insgesamt verfolge man jedes Jahr rund 100 Fälle. Das Recht, mit der "Champagne" zu werben, haben den Angaben zufolge nur Unternehmen, die auch in der französischen Region produzieren.

Längste Sitzbank der Welt in der Schweiz ist illegal

Seit 2012 rühmte sich der Schweizer Kanton Appenzell, die mit mehr als einem Kilometer längste Sitzbank der Welt zu besitzen.

Doch nun hat die Regierung des Kantons sie für illegal erklärt. Zur Begründung hieß es, eine Sitzgelegenheit dieser Größe werde nicht gebraucht - es gebe in dem Wandergebiet genügend andere. Die Holzbank war von Käse-Produzenten als Marketing-Gag gebaut worden.

Hier sehen Sie ein Bild der Bank.

Robert de Niro kritisiert die Diskriminierung älterer Menschen

"Erfahrung ist offenbar völlig unwichtig geworden."

Mit diesen Worten beklagt sich Robert de Niro über die Diskriminierung älterer Menschen. Der US-Schauspieler sagte der Deutschen Presse-Agentur, es gebe kaum Respekt vor dem Alter. Das sei bedauerlich, aber so sei das Leben, meinte de Niro. In seinem neuen Film "Grudge Match" ist der 70-Jährige zusammen mit Sylvester Stallone als Ex-Boxer zu sehen, der noch einmal in den Ring steigt.

Operettensängerin Marta Eggerth gestorben

Man nannte sie die "Callas der Operette".

Die Sängerin Marta Eggerth ist tot. Sie starb gestern im Alter von 101 Jahren im US-Bundesstaat New York. Die in Budapest geborene Künstlerin war in den 30er-Jahren einer der Stars der Operettenfilme der Ufa. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Tenor Jan Kiepura, floh Eggerth 1938 vor den Nationalsozialisten aus Wien in die USA. Dort feierte das Paar Erfolge am New Yorker Broadway und in Hollywood. 1999 spielte Marta Eggerth im "Tatort" des ORF eine ehemalige Operndiva.

NABU kürt Einweg-Lobby zum "Dinosaurier des Jahres"

Der "Dinosaurier des Jahres" geht an den neu gegründeten Lobby-Verein für Einwegverpackungen.

Den Negativpreis vergibt der Naturschutzbund Deutschland.
Nabu-Präsident Olaf Tschimpke sagte in Berlin, dem "Bund Getränkeverpackungen der Zukunft" gehe es um wirtschaftliche Interessen auf Kosten der Umwelt. Auch sei es unseriös, wenn Verbraucher aufgrund fehlender Alternativen im Regal nicht mehr zwischen den Verpackungsformen wählen könnten und die Kaufentscheidung dann als Zuspruch umgedeutet werde. - Der Nabu forderte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auf, durch eine Steuer den Anteil von Einwegverpackungen deutlich zu verringern.

Medienökonom: Zeitungen müssen weiter mit Qualitätsjournalismus überzeugen

In einem solch rückläufigen Markt können Zeitungen nur durch Qualitätsjournalismus bestehen.

Dieser Meinung ist der Dortmunder Medienökonom Frank Lobigs. Er sagte im "Deutschlandradio Kultur", wer wolle, dass der Leser immer mehr für Zeitungen bezahle, müsse ihm Qualität bieten. Laut Lobigs sind außerdem zwei weitere Entwicklungen nötig: Die Blätter müssten das Regionale als eigentliches Alleinstellungsmerkmal stärken und ins Internet investieren. Die Verlierer im Jahr 2013 sind für den Medienökonomen die Journalisten. Immer noch kämen viele Nachwuchsjournalisten auf dem Markt, gleichzeitig legten Verlage die Redaktionen zusammen und kürzten Stellen.

Journalist Wertz: Gefangenschaft in Syrien war keine traumatische Erfahrung

Nach fünf Monaten Haft in Syrien will Armin Wertz trotzdem nicht von einem Trauma sprechen.

Der deutsche Journalist war im Frühling mit einem Touristenvisum nach Aleppo gereist und dort bis Oktober gefangen gehalten worden. Im "Deutschlandradio Kultur" sagte Wertz, die schlimmste Zeit sei die in einer dunklen Einzelzelle mit Kommunikationsverbot gewesen. Damals habe es ihm geholfen, Lieder zu singen und im Kopf Gedichte zu rezitieren. Selbst in dieser Lage habe er das journalistische Denken nicht abgelegt. So habe es ihn etwa geärgert, dass er keine Möglichkeit gehabt habe, Notizen zu machen, um die Zustände zu dokumentieren. Wertz, der unter anderem für den "Tagesspiegel" arbeitet, betonte, schon in der Einzelhaft habe er sich aber klar gemacht: "Im Vergleich zu Menschen in Gestapo-Kellern oder Konzentrationslagern geht es mir nicht schlecht."

Schauspieler Skarsgård sieht monotheistische Religionen kritisch

"Religion ist mit Aberglauben gewürzte Ideologie."

Dieser Meinung ist der Hollywood-Schauspieler Stellan Skarsgård. Er spielt den Bader in der Verfilmung "Der Medicus". Skarsgård sagte der österreichischen Zeitung "Die Presse", das Hauptproblem im Islam, Christentum und Judentum sei, dass sie nur einen Gott zuließen und es für sie deshalb auch nur eine einzige Wahrheit geben könne. Dadurch entstehe Intoleranz. Er selbst habe sowohl die Bibel als auch den Koran gelesen. In beiden gebe es einen extrem rachsüchtigen Gott. Der Schauspieler betonte, mit diesen Ansichten sei er deutlich religionskritischer als sein aktueller Film. "Der Medicus" nach dem Roman von Noah Gordon erzählt die Geschichte eines Arztes im Mittelalter im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Religion.

Ökumene-Bischof Weber hofft auf "Reformen von oben"

Der evangelische Ökumene-Bischof Friedrich Weber sieht in der katholischen Kirche Anzeichen für eine Reform - und zwar von ganz oben.

Weber sagte dem Evangelischen Pressedienst, Papst Franziskus sei stärker den Menschen zugewandt als sein Vorgänger Benedikt der Sechzehnte. Das zeige unter anderem die zurzeit laufende weltweite Befragung der Gläubigen zum Familienbild und zu sexual-ethischen Themen. Der Bischof erwartet zum Beispiel eine schnelle Lösung in der Frage, ob wiederverheiratete Geschiedene das Abendmahl empfangen dürfen.

Weber ist braunschweigischer Landesbischof in Wolfenbüttel und Catholica-Beauftragter der Vereinigten Evangelischen Lutherischen Kirche Deutschlands.

Feuilletons würdigen verstorbene Schriftstellerin Helga M. Novak

"Ihr Ton - direkt, unverstellt und widerständig - wird bleiben."

Mit diesen Worten würdigt der "Tagesspiegel" die verstorbene Schriftstellerin Helga M. Novak. Sie sei eine der bedeutendsten deutschen Poetinnen gewesen, deren lakonischer Optimismus sie nie verlassen habe, schreibt die Zeitung. Die "Süddeutsche Zeitung" sieht in Novak die wildeste Poetin des geteilten Deutschland". Sie sei nicht nur im politischen Sinne Anarchistin gewesen. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ist sich sicher: "Eine wie sie wird es nicht wieder geben, schon deshalb nicht, weil sich die Bedingungen, die sie hervorgebracht haben, nicht wiederholen werden." Die in der DDR aufgewachsene Autorin ist Heiligabend im Alter von 78 Jahren in Rüdersdorf bei Berlin gestorben.

Chinesische Zeitungen verurteilen Japans Premier Abe

Sie kritisieren den Schritt als "Teufelsehrung".

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hat mit seinem Besuch am umstrittenen Kriegsschrein Yasukuni einen Sturm der Entrüstung in chinesischen Zeitungen ausgelöst. Er habe die Stabilität in der Region ernsthaft beschädigt, hieß es etwa in der "People´s Liberation Army Daily". Die "Global Times" forderte China auf, Abe in Zukunft die Einreise zu verweigern. Im Yasukuni-Schrein in Tokio gedenken die Japaner ihrer rund 2,5 Millionen Kriegstoten, darunter aber auch 14 verurteilten Kriegsverbrechern. Japan hatte während des Zweiten Weltkrieges große Teile Koreas und Chinas besetzt.

Glück kritisiert Femen-Protest im Kölner Dom

"Es gibt kein Argument, das eine solche Aktion rechtfertigt."

Mit diesen Worten verurteilt der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, den Femen-Protest am ersten Weihnachtsfeiertag im Kölner Dom. Glück sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", derartige Provokationen zielten letztlich nur darauf ab, andere Menschen zu verletzen. Mit einem demokratischen Recht auf Demonstrationen im öffentlichen Raum habe das nichts zu tun. Man dürfe in solchen Fällen von der Kirche keine Toleranz erwarten. Eine Aktivistin der Frauengruppe Femen war während des Gottesdienstes von Kardinal Meisner auf den Altar geklettert. Auf ihrem nackten Oberkörper waren die Worte "I am God" - Ich bin Gott - zu lesen. Nach eigenen Angaben wollte sie damit gegen die Machtstrukturen der katholischen Kirche protestieren.

Freistaat Bayern übernimmt Sammlung Goetz

Rund 4.700 Kunstwerke wechseln zum 1. Januar ihren Besitzer.

Der Freistaat Bayern übernimmt offiziell die Kunstsammlung der Mäzenin Ingvild Goetz. Kunstminister Ludwig Spaenle sprach von einem großartigen Geschenk für den Kunststandort Bayern. Die Exponate würden nicht nur im eigenen Museum zu sehen sein, sondern stünden auch anderen Häusern wie der Pinakothek der Moderne und dem Neuen Museum Nürnberg als Leihgaben zur Verfügung. Die Sammlung Goetz gilt laut Ministerium als eine der besten Privatsammlungen der Gegenwartskunst weltweit. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Medienkunst mit annähernd 500 Filmen, Videos und Installationen.

Paris: Russische Kathedrale nahe dem Eiffelturm genehmigt

Paris könnte um eine architektonische Attraktion reicher werden.

Wenige hundert Meter vom Eiffelturm entfernt darf eine russisch-orthodoxe Bischofskirche gebaut werden. Wie französische Medien unter Berufung auf die russische Botschaft berichten, hat die Stadt einem überarbeiteten Entwurf für die neue Kathedrale zugestimmt. Ein erster Vorschlag war von der Pariser Bauaufsicht noch verworfen worden, weil der Neubau in einer - Zitat - "architektonisch sensiblen" Umgebung entstehen solle. Den Berichten zufolge sah der ursprüngliche Plan ein bis zu 27 Meter hohes, traditionell russisch-orthodoxes Gotteshaus mit fünf Kuppeln vor. Jetzt soll die Kirche ein Glasdach bekommen. Ein Datum für den Baubeginn ist noch nicht bekannt, Details sollen im Januar folgen.

Umfrage: Deutsche sehen persönliche Zukunft positiv - Skepsis bei Wirtschaft und Politik

Die Deutschen schwanken zwischen Optimismus und Realismus, wenn sie auf das Jahr 2014 blicken.

So fasst die Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen das Ergebnis ihrer repräsentativen Umfrage zusammen. Demnach blicken drei von vier Bundesbürgern zuversichtlich auf das kommende Jahr. Stiftungsleiter Ulrich Reinhardt erklärte, die meisten seien hoffnungsvoll bezüglich ihrer persönlichen Zukunft und seien bereit, etwas dafür zu leisten. Auf Politik und Wirtschaft vertrauten sie hingegen nur bedingt. Knapp 60 Prozent der Befragten erwarteten im kommenden Jahr eine Schwächung der Wirtschaft.

Niedecken: Geistiges Eigentum muss besser geschützt werden

Wer schützt eigentlich dein geistiges Eigentum?

Diese Frage stellt sich der Kölner Sänger Wolfgang Niedecken. Illegale Downloads im Internet seien für Musiker eine Gefahr, sagte der BAP-Frontmann der "Süddeutschen Zeitung". Wenn man im Supermarkt ohne zu bezahlen an der Kasse vorbeigehe, komme die Polizei - in der Musik werde das zur Normalität. Wer sich heutzutage Musik aus dem Netz herunterlade, habe keinen Qualitätsverlust und auch kein Schuldbewusstsein mehr, betonte Niedecken.

Frere Alois: Taize-Treffen will Begeisterung für Europa wecken

Der Leiter der Taize-Gemeinschaft, Frere Alois, hofft auf Impulse für Solidarität und Zusammenhalt in Europa.

Ab morgen werden zum jährlichen Jugendtreffen der ökumenischen Gemeinschaft in Straßburg mehr als 20.000 junge Christen erwartet. Frere Alois sagte dem "Badischen Tagblatt", damit wolle man die Aufbruchstimmung, die seit dem Berliner Mauerfall in Europa mehr und mehr eingeschlafen sei, wiederbeleben. Er kritisierte, die Unterschiede zwischen den christlichen Konfessionen würden oft zu stark betont. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon rief die Teilnehmer auf, sich für Frieden, Entwicklung und Menschenrechte einzusetzen. Von morgen an bis zum 1. Januar kommen die Teilnehmer täglich zu Gebeten im Straßburger Münster und in den Messehallen zusammen.

Documenta-Chef Szymczyk will keine populären Künstler einladen

Populäre Künstler wird man auf der nächsten Documenta vergeblich suchen.

Das kündigte der künstlerische Leiter Adam Szymczyk in der Wochenzeitung "Die Zeit" an. Er sagte, er wolle nicht das Bekannte reproduzieren, sondern vor allem nach Gegenbewegungen, etwa in Asien und Südamerika, Ausschau halten. Szymczyk wörtlich: "Warum sollte ich auf der Documenta auch das zeigen wollen, was ohnehin schon alle kennen?" Der Pole ist derzeit Direktor der Kunsthalle Basel. Er war im November zum Chef der Documenta 14 berufen worden, die im Sommer 2017 stattfindet.

Theaterdirektor rammt aus Protest Tor von Elysée-Palast

Offenbar wollte er mit dieser Aktion gegen die Kürzungen von Theaterzuschüssen protestieren.

In Paris hat ein Theaterdirektor mit seinem Wagen das Tor des französischen Präsidentenpalastes gerammt. Wie die Polizei mitteilte, habe der Mann dem Tor des Elysée-Palastes aber lediglich "einen leichten Stoß versetzen können". Er wurde umgehend festgenommen. Der Chef des Pariser Theaters "La Comédie italienne" war bereits am Mittwoch in der Nähe des Elysée-Palastes kurzzeitig verhaftet worden. Er hatte eine Theaterpuppe angezündet und anschließend Flugblätter auf die Straße geworfen, auf denen er die Kürzung von Subventionen für sein Theater anprangerte.

Museum für sephardische Juden eröffnet in Granada

Als "Palast der Vergessenen" soll es an die Juden Andalusiens erinnern, die während der spanischen Reconquista zum Christentum übertreten oder fliehen mussten.

Zum Jahreswechsel eröffnet in Granada ein Museum für die Kultur der sephardischen Juden. Wie das Magazin "Tachles" berichtet, sind unter den ausgestellten archäologischen Funden Gebrauchsgegenstände wie Keramik und Möbel, aber auch Kunstwerke. Sie stammen größtenteils aus dem 15. Jahrhundert, als in Südspanien noch bis zu 20.000 Juden lebten. Die meisten wurden während der Rückoberung der Iberischen Halbinsel durch die Christen zwangskonvertiert oder vertrieben.

Rapper Thomas D: Man muss auch seine schlechten Seiten akzeptieren

Eine Platte einzuspielen ist für Thomas D wie eine Psychotherapie.

Der Rapper sagte der Zeitung "Die Welt", man lerne dabei auch Seiten an sich kennen und akzeptieren, die nicht so nett seien. Er selbst sei als Vater von zwei Kindern zu einer gewissen Reife gelangt - auch in seiner Musik. Der Sänger betonte, viele Rapper seien in ihrem Narzissmus der Ansicht, sie hätten das Gute für sich gepachtet. Er selbst hingegen wolle die Welt nicht mehr in Schwarz und Weiß trennen und so seinen Kindern zeigen, dass sich Perspektiven jederzeit ändern könnten.

Wegen Ernährungsratschlägen - McDonalds schaltet Internetseite für Mitarbeiter ab

Eine Mahlzeit mit Cheeseburger und Pommes ist "ungesund".

So zumindest konnten es US-Mitarbeiter der Fastfood-Kette McDonalds bis vor kurzem ausgerechnet auf einer eigens für sie eingerichteten Internetseite des Unternehmens lesen. McDonalds hat die Webseite nach wochenlangem Spott in den Medien nun abgeschaltet. Die von einer externen Firma erstellte Seite habe Links zu veralteten Informationen enthalten sowie unberechtigte Kritik und unangemessene Kommentare hervorgerufen, begründete das Unternehmen seine Entscheidung.

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