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Kulturnachrichten

Montag, 23. Dezember 2013

Pussy-Riot-Musikerinnen wollen sich weiter engagieren

Die aus der Haft entlassenen Pussy-Riot-Musikerinnen wollen nicht klein beigeben.

Die 24-jährige Nadeschda Tolokonnikowa verglich Russland mit einer Strafkolonie. Straflager und Gefängnisse prägten das Land. Ihre Bandkollegin Maria Aljochina bezeichnete das Amnestie-Gesetz als einen PR-Trick. Beide wollen sich in ihrer Heimat für Menschenrechte einsetzen.

Kritik kam auch von Amnesty International. Die Menschenrechtsorganisation moniert, Amnestien seien kein Ersatz für rechtsstaatliche Verhältnisse. Die Sängerinnen seien zu Unrecht verurteilt worden. Die beiden Frauen waren im Rahmen eines neuen Amnestiegesetzes begnadigt worden.

Die beiden und ein weiteres Mitglied der Punkband waren vergangenes Jahr nach einem Protestkonzert in einer Moskauer Kirche zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Die dritte, Jekaterina Samuzewitsch, kam auf Bewährung frei.

Russland: Nationalhymne und -flagge in Schulen

Der russische Nachwuchs ist Wladimir Putin offenbar nicht patriotisch genug.

Russische Schulen müssen ab dem ersten September 2014 die Nationalflagge hissen und zu Beginn jedes Schuljahres die Nationalhymne spielen. Das hat der Kreml heute in Moskau beschlossen. Präsident Putin sagte, durch die neue Verordnung sollen die Russen zu mehr Patriotismus erzogen werden. Einer im August veröffentlichten russischen Studie zufolge verwechseln ein Drittel aller Befragten die Reihenfolge der Farben in der Nationalflagge - Weiß, Blau, Rot. Nur rund die Hälfte kannten die ersten Zeilen der russischen Nationalhymne.

Boykott gegen britische Kaufhauskette - Ausnahmeregelung für muslimische Mitarbeiter

"Bitte warten Sie, dass ein anderer Mitarbeiter sie bedient."

Das soll laut "Sunday Telegraph" eine muslimische Mitarbeiterin der britischen Supermarktkette "Marks & Spencer" gesagt haben, als ein Kunde bei ihr eine Flasche Champagner kaufen wollte.

Der Bericht hat in Großbritannien eine Diskussion ausgelöst, ob Ausnahmeregelungen am Arbeitsplatz wegen religiöser Gründe sinnvoll sind. Bei Facebook haben sich bis heute 8.000 Neutzer einem Boykottaufruf gegen das Warenhaus angeschlossen.

Eine Sprecherin von "Marks & Spencer" verwies auf eine Richtlinie, wonach man versucht, Mitarbeiter immer dort einzusetzen, wo sie mit ihrem Glauben nicht in Konflikt geraten. In diesem Fall sei das leider nicht geschehen.

China: Staatsmedien sollen sozialistische Werte propagieren

Ob die Staatsmedien der chinesischen Führung mittlerweile zu umtriebig sind?

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat die Kommunistische Partei sie angeleitet, nicht über Standpunkte zu berichten, die aus Parteisicht falsch sind. Stattdessen sollten sie die "sozialistischen Werte" propagieren.

Chinas staatliche Medien sind eines der wichtigsten Propagandainstrumente der Führung. In den vergangenen Jahren wurden sie laut Medienwissenschaftlern aber ein Stück weit unabhängiger. Die Partei will sie jetzt offenbar wieder auf Linie bringen.

Gefeuerte PR-Managerin entschuldigt sich für AIDS-Tweet

In Sachen Eigen-PR hat diese Frau alles falsch gemacht.

Eine Public-Relations-Managerin aus New York twitterte vor einer Südafrikareise wortwörtlich: "Fliege nach Afrika. Hoffentlich bekomme ich kein Aids. Mache nur Spaß. Bin weiß!" Der Tweet löste einen Sturm der Entrüstung aus, die 30-Jährige wurde umgehend entlassen.

Jetzt hat sie sich öffentlich entschuldigt. Sie schäme sich dafür, unsensibel mit einer Krise umgegangen zu sein, die jeden betreffen könne, unabhängig von Rasse, Geschlecht oder sexueller Orientierung.

Vatikan erlaubt in Mexiko Messen in Sprache der Ureinwohner

Diese Entscheidung des Vatikans ist für Mexiko fast so etwas wie eine kleine Revolution.

In der Diözese der Stadt San Cristóbal dürfen katholische Messen jetzt auch in der Sprache der Maya abgehalten werden. Bisher wird in Gottesdiensten in Mexiko offiziell nur Spanisch oder Latein gesprochen.

In der Diözese im Bundesstaat Chiapas sind rund 65 Prozent der Einwohner Mayas. Sie sprechen vor allem Tzotzil und Tzeltal.

Provinz Bamiyan zieht Touristen an

Ich habe Afghanistan nicht als mörderischen Ort erlebt.

Das berichtet die Kuratorin Susanne Annen von der Bundeskunsthalle, die in den vergangenen Monaten den afghanischen Kulturminister unterstützt hat. Im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur sagte sie, natürlich sei das Leben dort durch Sicherheitsvorkehrungen limitiert, aber ansonsten sei es ein relativ normales Leben.

In Kabul gebe es eine Mittelschicht, die Interesse an Kultur habe. Durch Kooperationen mit Schulen brächten die Schüler später auch ihre Eltern mit in Ausstellungen. Dabei spreche man aber von Zahlen von rund 10.000 Besuchern im Jahr.

Bei ihrer Arbeit war Susanne Annen auch in den Provinzen unterwegs. Bamiyan ist ihrer Ansicht nach mittlerweile ein wichtiges Ziel von Touristen geworden - die meisten kämen aus Asien. Sie seien vor allem am buddhistischen Erbe interessiert.

Polizei beendet illegales Pay-TV-Angebot

Die Macher des Bezahlsenders "Sky" dürften zufrieden sein.

Die Polizeibehörden in Hessen und im Saarland haben ein Angebot für die illegale Verbreitung von "Sky"-Produkten vom Netz genommen. Wie der Sender mitteilte, haben die Täter im Internet illegal seine Inhalte gegen Bezahlung angeboten. Nach ersten Erkenntnissen soll es mehr als 1.000 Kunden gegeben haben.

"Sky" hat in Deutschland 3,5 Millionen Kunden und bietet im Abo Sportsender, Filme, Dokumentationen und Serien an.

Istanbul: Journalisten haben keinen Zutritt mehr zum Polizeigebäude

Im Istanbuler Polizeipräsidium sind Journalisten ab jetzt nicht mehr erwünscht.

Reporter dürfen die beiden Hauptgebäude des Präsidiums nicht mehr betreten. Ein Grund für das Verbot wurde nicht genannt. Es wird vermutet, dass die Regelung mit dem Korruptionsermittlungen zusammenhängt, im Zuge derer in den letzten Tagen rund 70 Polizisten entlassen wurden. Außerdem wurden Strafverfahren gegen 24 Personen, darunter zwei Söhne von Ministern, eingeleitet. Ihnen wird unter anderem Bestechung und Geldwäsche vorgeworfen. Bisher hatten akkreditierte Journalisten freien Zutritt zum Polizeigebäude - in einer Presseerklärung der Polizei heißt es, dies sei nun nur noch auf "Einladung" möglich. Der türkische Journalistenverband kritisierte das Verbot als Zensur.

Medienkünstler nutzt 4,7 Millionen Passwörter für Bücher

Diese Passwörter sind kein Geheimnis mehr.

Der deutsche Medienkünstler Aram Bartholl hat Internet-Kennwörter in Buchform veröffentlicht. Es handelt sich dabei um 4,7 Millionen Passwörter, die im Sommer vergangenen Jahres dem Netzwerk "Linkedin" gestohlen wurden. Danach tauchten sie auf einer russischen Internetseite auf. Bei dem Künstler sind acht dicke Wälzer daraus geworden, in der die Kennwörter abgedruckt sind - in alphabetischer Reihenfolge, aber ohne Nutzernamen. Die Arbeit des Künstlers heißt "Forgot your password".

Bilder der Bücher gibt es hier.

"Medicus"-Autor Noah Gordon zufrieden mit Verfilmung

Noah Gordon ist mit der Besetzung des Films "Der Medicus" zufrieden.

Im Deutschlandradio Kultur sagte er, vor allem der junge Medicus sei gut ausgewählt worden. Er sehe dem Erwachsenen sehr ähnlich. Gordon sagte, er habe den Film in einer Rohfassung gesehen und sehr interessant gefunden. Es sei der Regie gelungen, die harte, ungeschminkte Welt des Mittelalters näher zu bringen. Der 87-Jährige betonte, die Veränderungen im Drehbuch gingen nicht auf ihn zurück - wenn man die Filmrechte einmal verkauft habe, habe man darauf keinen Einfluss mehr. - "Der Medicus" erzählt die Geschichte eines Arztes im Mittelalter. Das 1986 erschienene Buch wurde millionenfach verkauft. Die Verfilmung läuft ab dem 25. Dezember in deutschen Kinos.

Hier finden Sie das komplette Interview mit Noah Gordon.

NRW: Hochschulrektoren kritisieren Gesetzentwurf

Die NRW-Regierung will das Angebot der Universitäten wieder überregional planen.

Dagegen wehren sich allerdings die Rektoren der Hochschulen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, befürchten viele Uni-Rektoren, dass sie künftig vom Land ferngesteuert werden. Aus Protest haben sie sich daher entschlossen, die sogenannten "Ziel- und Leistungsvereinbarungen" mit dem Wissenschaftministerium zu boykottieren. Diese legen die Entwicklungen der Hochschulen fest. Die NRW-Unis konnten bisher weitgehend autonom darüber entscheiden, wofür sie ihr Geld ausgeben und welche Fächer sie auf- oder abbauen.

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze will laut "SZ" nach Weihnachten noch einmal mit den Rektoren über ihre Bedenken sprechen.

Stasi-Unterlagen: Rückgang bei Anträgen auf Akteneinsicht, aber immer noch 5.500 Anfragen monatlich

Auch 2013 wollten zahlreiche Menschen wissen, was die Stasi über sie notierte - wenn auch nicht ganz so viele wie im Jahr zuvor.

Bis Anfang Dezember wurden rund 60.700 Einblicke in die Akten der Staatssicherheit beantragt. 2012 waren es 88.000 Aufträge. Wie der Leiter der zuständigen Stasi-Unterlagen-Behörde, Roland Jahn, mitteilte, ist das Interesse mit monatlich rund 5.500 Anträgen aber weiterhin hoch. Eigentlich sei die Behörde mit sinkenden Mitarbeiterzahlen konzipiert worden, so Jahn - für 2014 habe man aber beantragt, einige Stellen nicht auslaufen zu lassen.

Pussy-Riot-Mitglied Tolokonnikowa verlangt Reform des Strafvollzugssystems

Für die Pussy-Riot-Musikerin Nadeschda Tolokonnikowa hat Russland die Gestalt eines Gefängnisses.

Das sagte die 24-Jährige kurz nach ihrer Entlassung aus dem Straflager. Um das Land zu verändern, müsse auch das Strafvollzugssystem geändert werden. Dafür will sich Tolokonnikowa in Zukunft einsetzen.

Kurz davor war schon ihre Bandkollegin Maria Aljochina freigelassen worden. Die beiden und eine weiteres Mitglied der Punkband waren vergangenes Jahr nach einem Protestkonzert in einer Moskauer Kirche zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Die dritte, Jekaterina Samuzewitsch, kam auf Bewährung frei.

Die Entlassung von Tolokonnikowa und Aljochina hängt mit dem Amnestiegesetz zusammen, das das russische Parlament am Donnerstag verabschiedet hatte. Dabei wurden insbesondere Frauen mit minderjährigen Kindern und wegen Rowdytums Verurteilte berücksichtigt.

Pussy-Riot-Entlassungen: Grünenpolitikerin kritisiert Russland

"Russland ist ein Staat, in dem der Präsident nach Gutdünken den guten oder bösen Zaren spielt."

Das meint die grüne Menschenrechtspolitikerin Marieluise Beck und reagiert damit auf die Freilassung der beiden Pussy-Riot-Musikerinnen. Nach fast zwei Jahren hinter Gittern sind Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina heute entlassen worden. Grund ist ein vor kurzem erlassenes Amnestiegesetz. Laut Beck zeigt diese Amnestie, dass Russland kein Rechtsstaat sei.

Die beiden Musikerinnen kündigten inzwischen an, dass sie sich für Menschenrechte in ihrer Heimat einsetzen wollen.

Pussy Riot Mitglied Aljochina: Amnestie ist PR-Trick

"Das ist kein humanitärer Akt, das ist ein PR-Trick."

So kritisiert Maria Aljochina die Amnestie, die ihre vorzeitige Haftentlassung ermöglicht hat. Das Mitglied der Punkband Pussy Riot kam heute Morgen aus dem Gefängnis frei. Dem Sender "Doschd" sagte Aljochina, wenn sie eine Wahl gehabt hätte, die Amnestie abzulehnen, hätte sie das getan. Die 25-jährige Mutter war im vergangenen Jahr zusammen mit zwei Bandkolleginnen zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Jekaterina Samuzewitsch kam später auf Bewährung frei. Es wird erwartet, dass auch Nadeschda Tolokonnikowa bald aus der Haft entlassen wird.

Evangelischer Theologe fordert neue Dialoge zwischen Kirche und Kultur

Die Kirche hat sich von der säkularen Kultur entfernt.

Das bemängelt der evangelische Theologe Hans-Martin Barth. Er forderte im Deutschlandradio Kultue neue Initiativen für einen Dialog zwischen Kultur und Kirche. Bisher fehle es an Foren, in denen sich diese beiden Welten begegnen könnten. Es sei nötig, das Evangelium neu in die Kultur einzupflanzen - nicht nur in Afrika oder Asien, sondern auch in Europa. Das hätten die Kirchen noch nicht ausreichend zur Kenntnis genommen.    

Das Interview mit Hans-Martin Barth können Sie hier nachhören.

Pussy Riot-Mitglied Maria Aljochina aus Haft entlassen

Maria Aljochina ist wieder frei.

Das Mitglied der Punkband "Pussy Riot" ist nach einer Amnestie-Regelung aus dem Gefängnis entlassen worden. Das sagte ihr Anwalt der Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Aljochina war im vergangenen Jahr zusammen mit zwei Bandkolleginnen nach einem Protestkonzert in einer Moskauer Kirche zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Jekaterina Samuzewitsch kam auf Bewährung frei, Nadeschda Tolokonnikowa könnte ebenfalls noch heute freikommen, wie Angehörige mitteilten. - Aljochinas vorzeitige Entlassung war durch ein Amnestiegesetz ermöglicht worden, das das russische Parlament am Donnerstag verabschiedet hatte.

Dabei wurden insbesondere Frauen mit minderjährigen Kindern und wegen Rowdytums Verurteilte berücksichtigt.

Weitere Missbrauchs-Vorwürfe gegen ehemaligen BBC-Moderator Harris

Die Liste der Vorwürfe gegen Rolf Harris wird länger.

Dem ehemaligen Fernseh-Unterhalter der BBC werden weitere sexuelle Übergriffe auf junge Mädchen zur Last gelegt. Das teilte die britische Staatsanwaltschaft mit. Dem 83-jährigen Australier werden insgesamt 16 Fälle vorgeworfen. Harris war im Zuge des Missbrauchsskandals um den früheren BBC-Moderator Jimmy Savile festgenommen worden. Der verstorbene Savile soll hunderte Kinder und Erwachsene missbraucht haben. Die beiden Fälle haben allerdings keine Verbindung. - Die nächste Anhörung im Verfahren gegen Harris ist für Mitte Januar angesetzt.

Bisheriger EZB-Direktor Asmussen sieht neue Prioritäten bei männlichen Spitzenpolitikern

"Der Job kann noch so toll sein, arbeiten allein macht nicht glücklich."

Diese Einstellung beobachtet der bisherige EZB-Direktor Jörg Asmussen bei seinen männlichen Kollegen. Der "Rheinischen Post" sagte er, es gebe einen Prioritätenwechsel bei männlichen Spitzenpolitikern. Asmussen sieht aber auch Änderungsbedarf in der Arbeitswelt. Arbeit müsse so organisiert werden, dass sie mit unterschiedlichen Lebensphasen wie Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen besser zusammenpassten. Asmussen selbst wechselt aus privaten Gründen von der EZB in Frankfurt ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales - weil seine Frau mit den kleinen Kindern in Berlin lebt.

GPS hilft bei Voraussage von Erdbeben

GPS hilft im Auto - und bei der Voraussage von Erdbeben.

Mit der Technik haben Forscher des Georgia Instituts für Technologie nach eigener Aussage Erfolg gehabt. Die Forscher haben jahrelang mit den Satellitendaten die Erde vermessen und so die winzigen Veränderungen aufgezeichnet, die dadurch entstehen, dass sich zwei Kontinentalplatten in Costa Rica treffen. Im vergangenen Jahr hatte es ein schweres Beben mit der Stärke 7,6 in Costa Rica gegeben. Jetzt haben die Wissenschaftler alle Daten ausgewertet und sind sich sicher: Sie haben damals richtig gelegen, was die Heftigkeit und die genaue Position des Erdbebens angeht.

EKD-Ratsvorsitzender Schneider über Amtsführung von Papst Franziskus

Papst Franziskus zeigt prophetischen Geist, ohne am Grundgerüst der katholischen Kirche zu rütteln.

So sieht der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, die Amtsführung des Papstes. In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" begrüßte er die Kritik des Papstes an zügellosem Kapitalismus. Schneider erkennt im Pontifikat von Franziskus außerdem gemeinsame ökumenische Anliegen.

"Tatort"-Schauspieler kritisiert Journalisten

Im "Tatort" spielte er einen skrupellosen Reporter - im echten Leben übt er Kritik an den Medien.

Der Schauspieler Alexander Schubert sagte der Internetzeitung "Huffington Post", heutzutage wisse jeder Sensationsjournalist, wie er Fragen stellen müsse, damit seinem Gegenüber die Tränen kämen. Wenn das nicht sofort passiere, dann bohre man so lange nach, bis man die gewünschte Reaktion bekomme. Das habe sich in den vergangenen Jahren immer mehr gesteigert. - Schubert hatte im gestrigen "Tatort" einen Journalisten gespielt, der sein Geld damit verdient, andere Leute bloßzustellen.

Zeit Online-Infografik ausgezeichnet

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Das gilt vor allem für Infografiken, die Zahlen und Daten grafisch umsetzen. Für diese Darstellungsform gibt es jetzt zum ersten Mal auch einen Preis in Deutschland. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung vergibt ihn zusammen mit mehreren Verlagen und Unternehmen. Als beste Infografik, die in deutschen Medien erschienen ist, hat die Jury eine Tabelle von "Zeit Online" ausgezeichnet. Sie ist von Paul Blickle gemacht worden und zeigt, wie sich die Arbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren in verschiedenen Regionen Deutschlands entwickelt hat.

Die Grafik sieht aus wie ein gefleckter, rechteckiger Teppich und soll den Nutzer dazu bringen, selber zu recherchieren.

Geldregen durch Spanische Weihnachtslotterie: Mehr als zwei Milliarden Euro ausgeschüttet

Spanien ist seit Jahren krisengeplagt - doch gestern sind zumindest einige tausend Menschen ihre Geldsorgen mit einem Schlag losgeworden.

Die traditionelle Weihnachtslotterie hat in diesem Jahr Gewinne von insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro ausgeschüttet. Allein der Hauptgewinn über vier Millionen Euro, genannt "El Gordo", wird für 160 Lose ausgezahlt. Ein Großteil der Scheine mit dieser Gewinnnummer wurden in der Arbeitervorstadt Leganés südlich von Madrid verkauft. Millionäre gibt es durch die Weihnachtslotterie allerdings selten. Viele Spanier teilen sich einen Losbogen, der komplett 200 Euro kostet.

Der "Sorteo de Navidad" wurde erstmals vor rund 200 Jahren ausgespielt und gilt als älteste und größte Lotterie der Welt. Dieses Jahr geht erstmals ein Teil der Gewinne an den Fiskus: Über einem gewissen Freibetrag müssen 20 Prozent als Steuer abgeführt werden.

Saxofon-Legende Herb Geller gestorben

Als Kind bekam er ein Saxofon geschenkt, knapp 80 Jahre später hatte er mit fast allen Größen des Jazz gespielt und war selbst zur Legende geworden.

Jetzt ist Herb Geller tot. Er starb nach Angaben seiner Tochter Olivia bereits am vergangenen Donnerstag im Alter von 85 Jahren in Hamburg. Dort prägte er über Jahrzehnte die Arbeit der NDR-Bigband und lehrte an der Hochschule für Musik. Der gebürtige US-Amerikaner spielte neben Saxofon unter anderem Klarinette sowie Flöte, komponierte und arrangierte zahlreiche Musikstücke. Bis vor einem Jahr stand Geller auch noch selbst auf der Bühne.

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