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Kulturnachrichten

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Chinesische Regierung stellt US-Journalisten Pressekarte aus

Es war eine Entscheidung in letzter Minute.

Die chinesische Regierung hat die Akkreditierung mehrerer US-amerikanischer Korrespondenten um ein Jahr verlängert. Alle Reporter der Nachrichtenagentur Bloomberg hätten ihre Pressekarten erhalten, teilte der Club der Auslandskorrespondenten in Peking mit. Allerdings warteten noch immer einige Berichterstatter der "New York Times" auf ihre neuen Pressekarten. Diese sind eine Voraussetzung für China-Korrespondenten, um ihr Visum zu verlängern. Die Behörden hatten sich zunächst lange geweigert, den Amerikanern ihre Akkreditierungen auszustellen. Die Verzögerung hatte zu diplomatischen Spannungen geführt.

Museen in Deutschland verzeichnen Besucherrekord

Die Museen in Deutschland erfreuen sich weiter steigender Beliebtheit.

Im vergangenen Jahr zogen die mehr als 6.300 Häuser über 112 Millionen Besucher an. Das sind rund drei Millionen mehr als im Vorjahr. Wie das Institut für Museumsforschung in Berlin mitteilte, haben besonders die naturwissenschaftlich-technischen Museen und die Kunstmuseen profitiert. Die Besucherzahlen hätten sich außerdem in Richtung der Großstädte verschoben - auf Kosten von Ausstellungshäusern in der Provinz.

Bund will im Streit mit Emden-Erben nicht nachgeben

Für die Bundesregierung sind zwei Bilder des italienischen Malers Bernardo Bellotto keine Nazi-Raubkunst.

Das sehen die Erben des von den Nationalsozialisten verfolgten jüdischen Sammlers Max Emden anders. Sie fordern die Rückgabe der Werke und wollen nun, die Raubkunst-Kommission anrufen. Ein Sprecher des zuständigen Bundesfinanzministeriums dagegen erklärte, bei den Gemälden handle es sich nicht um NS-Raubgut. Weil Sammler und Kunst zum Zeitpunkt des Verkaufs in der Schweiz waren, handle es sich auch nicht um einen sogenannten "NS-verfolgungsbedingten Vermögensverlust".

Historiker: Internetportale sind kein Fortschritt

Wenn es darum geht, die Arbeit von Geisteswissenschaftlern besser zu machen, hat das Internet nur ein moderates Potenzial.

Dieser Überzeugung ist der Frankfurter Historiker Andreas Fahrmeier. Er sagte im Deutschlandradio Kultur, ihm sei oft nicht ganz klar, welche Lücke Portale wie HSozKult schließen wollten. Wissenschaftler tauschten sich schon jetzt beispielsweise auf Tagungen aus. Bei Diskussionsportalen im Netz sei es immer sehr mühsam, relevante Kommentare herauszufiltern. Auch bei der Veröffentlichung von Texten seien offene Portale nicht wirklich besser als gedruckte Zeitschriften.

Denn sie seien bei der Aufbereitung und der wissenschaftlichen Bewertung von Texten auch nicht schneller als die traditionellen Verlage.

Historikerverband kritisiert Land Bayern

"Mein Kampf" ist eine historische Quelle - und die muss in ihren historischen Kontext gesetzt werden.

Mit dieser Begründung hat sich der deutsche Historikerverband gegen die bayerische Landesregierung gestellt. Die hatte vor kurzem entschieden, die Förderung für eine historisch-kritische Ausgabe des Buches einzustellen. Die Arbeit des Münchner Instituts für Zeitgeschichte an einer kommentierten Ausgabe sei sehr wichtig, erklärte der Verband. Wenn das Buch ab 2016 ohne Kommentar neu aufgelegt werde, könne das ungewollten Interpretationen Vorschub leisten. Eine kommentierte Auflage sei auch für die internationale Auseinandersetzung wichtig. Bislang liegen die Urheberrechte an "Mein Kampf" beim Land Bayern, Ende 2015 läuft der Schutz aber aus.

Traditionshaus veranstaltet erste Auktion in Indien

Für Christie's ist es ein weiterer Versuch, den asiatischen Markt zu erschließen.

Das britische Auktionshaus veranstaltete am Donnerstag seine erste Versteigerung in Indien. Insgesamt 83 Kunstwerke aus den letzten 100 Jahren stehen in Mumbai zum Verkauf. Erst im September hatte Christie's seine erste Auktion in China abgehalten. Ein Vertreter des Hauses sagte der BBC, Indien sei ein Zukunftsmarkt. Seit 1995 seien die jährlichen Umsätze bei Kunstauktionen von einer halben Million US-Dollar auf 40 Millionen gestiegen. Ob es nun regelmäßige Versteigerungen in Mumbai gibt, hat man bei Christie's noch nicht entschieden. Das hänge unter anderem vom heutigen Ergebnis ab.

China: Zeichentrickproduzenten haften teilweise für Verletzungen durch Nachmacher

Die chinesische Variante der Zeichentrickserie "Tom und Jerry" heißt "Das liebe Schaf und der böse Wolf" und ist ähnlich brutal.

In den bisher gelaufenen 1.000 Folgen wird das Schaf rund 800 Mal gebraten, gekocht oder gegrillt und der Wolf fast 10.000 Mal mit einer Bratpfanne geschlagen. Wegen dieser Gewalt muss die Produktionsfirma zwei Kindern und ihren Familien nun Schmerzensgeld zahlen. Die Jungen hatten eine Szene aus der Serie nachgespielt und dabei schwere Verletzungen erlitten. Ein Gericht befand die Macher der Serie für mitschuldig, sie müssen 15 Prozent der Gesamtsumme tragen. Noch einmal wird so etwas vermutlich nicht vorkommen. "Das liebe Schaf und der böse Wolf" ist im Oktober aus dem chinesischen Fernsehprogramm genommen worden – wegen zu brutaler Inhalte.

Befürchtungen um die Zukunft des Brentanohauses

Goethe kam hierher gerne zu Besuch und auch die Gebrüder Grimm schätzten die Gastfreundschaft der Familie von Brentano.

Weil sie das original-eingerichtete Gebäude aus der Zeit der Romantik nicht mehr erhalten können, haben die bisherigen Besitzer das Brentanohaus in Oestrich-Winkel dem Land Hessen zum Kauf angeboten. Das Land will im Prinzip auch annehmen. Allerdings wird noch über die konkreten Bedingungen gestritten. Bis Mitte Januar wollen die Verkäufer noch warten und das Gutshaus dann auf dem freien Markt anbieten. Experten befürchten, dass das Brentanohaus dann zu einem Hotel umgewandelt wird und Besichtigungen kaum noch möglich sein werden.

Bundesbüdchen wird in Bonn wieder aufgestellt

Das Bundesbüdchen kommt zurück.

Der Kiosk vor dem früheren Kanzleramt war fast 50 Jahre lang ein Symbol der Bonner Republik. Nach dem Umzug der Regierung nach Berlin wurde der Stand entfernt, weil er dem Neubau des World Conference Center Bonn im Weg stand. Jetzt können sich die Bonner auf ein Comeback freuen. Die Denkmalstiftung hat dem Betreiber 60.000 Euro zugesagt, mit denen der Kiosk aus den 50er Jahren saniert und ein Fundament gebaut werden soll. Weitere Gelder will der Betreiber über einen Förderverein einsammeln. Am Bundesbüdchen hatten sich unter anderem der Fahrer von Helmut Kohl, der Grüne Joschka Fischer und der ehemalige Arbeitsminister Norbert Blüm mit Zeitungen, Zigaretten und Süßigkeiten eingedeckt.

Chinesische Journalisten müssen Ideologie-Prüfung ablegen

Wer diesen Kurs nicht besteht, muss seinen Presseausweis abgeben.

Die chinesische Regierung will Journalisten mit einer Ideologie-Prüfung auf Linie bringen. In dem 18-stündigen Kurs sollen etwa marxistische Nachrichtenwerte oder der Sozialismus chinesischer Prägung behandelt werden. Laut Lehrbuch ist es ausnahmslos verboten, Kommentare gegen die Linie der Kommunistischen Partei zu veröffentlichen. Nach Informationen staatlicher Medien werden derartige Massentests zum ersten Mal durchgeführt. Beobachter sehen unterschiedliche Gründe für die Praxis. Sie führen den neuen Kurs unter anderem auf eine Rede von Präsident Xi vor Propaganda-Beamten im August zurück. Auch ein Streik bei der regierungskritischen Zeitung "Southern Weekly" im Januar könne eine Rolle gespielt haben, heißt es.

Hollywoodstar muss ersten Film als Plagiat zurückziehen

Als Schauspieler läuft es für den amerikanischen Jungstar Shia LaBeouf derzeit ganz gut.

Als Regisseur hat er weniger Fortüne. Seinen ersten Kurzfilm musste er gleich nach der Veröffentlichung am Montag wieder zurückziehen. Der Grund: Es handelt sich um ein Plagiat. Der 27-Jährige hat als Vorlage für sein Werk einen Comic von Daniel Clowes verwendet - ohne um Erlaubnis zu fragen. Auf Twitter entschuldigte sich LaBoeuf: Er habe sich in einer "Aufgeregtheit und Naivität im kreativen Prozess verrannt".

Soziologe Horx warnt vor "Hysterisierung" in den Medien

Der Soziologe Matthias Horx fordert von den Medien mehr Arbeit mit Augenmaß.

Horx sagte der Deutschen Presse-Agentur, in den vergangenen Jahren hätten die Medien Krisen und Skandale bis zur Hysterie ausgereizt und verzerrt. Das führe dazu, dass immer mehr Menschen genervt seien und innerlich abschalteten, prophezeite Horx. Im Hinblick auf soziale Netzwerke sieht der Publizist einen Trend der "Digitalen Revision". Die Segnungen des digitalen Zeitalters würden zunehmend kritisch hinterfragt - und zwar nicht aus Technikfeindlichkeit, sondern aus Selbsterhaltung.

Autor Mai: Ohne das Luthertum gäbe es die Bach-Dynastie gar nicht

Seiner Meinung nach lässt sich an der Familie Bach die deutsche und europäische Geschichte über drei Jahrhunderte erzählen.

Der Autor Klaus-Rüdiger Mai hat sich für sein Buch "Die Bachs. Eine deutsche Familie" mit der Familiendynastie beschäftigt. Mai sagte im "Deutschlandradio Kultur", geprägt habe die Bachs vor allem das Luthertum. Denn erst mit Martin Luther und Philipp Melanchton habe die Musik in den Gottesdienst Einzug gehalten. Dadurch hätten die Bachs ihre Leidenschaft für Musik mit der Religion verbinden können. Und diese sei damals - mehr als heute - Lebensinhalt und wichtiger Trost in schweren Krisenzeiten gewesen.

Pussy-Riot-Anwältin hofft auf Freilassung noch in dieser Woche

"Sie können theoretisch noch heute herauskommen."

Das mutmaßt die Anwältin der Musikerinnen der Punkband Pussy Riot, Irina Chrunowa. Die Juristin sagte der Nachrichtenagentur Interfax, die Angehörigen der Inhaftierten seien bereits zu den jeweiligen Straflagern gereist, um die Frauen zu begrüßen. Die Staatsduma in Moskau hatte gestern ein Amnestiegesetz verabschiedet, das auch solche Gefangene umfasst, die wegen Rowdytums inhaftiert sind. Demnach müssen die beiden Musikerinnen mehrere Dokumente vorlegen, um in Freiheit zu kommen - zum Beispiel einen Nachweis, dass sie das Erziehungsrecht für ihre minderjährigen Kinder haben. Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina waren im vergangenen Jahr nach einem Anti-Putin-Protest in einer Kirche verurteilt worden.

Fernuni Hagen: Bund und Länder sollen sich stärker an Kosten beteiligen

"Nordrhein-Westfalen bezahlt, die anderen profitieren."

So fasst Professor Helmut Hoyer das Dilemma der Fernuniversität Hagen zusammen. Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur fordert der Rektor der Uni, dass sich Bund und Länder dauerhaft und verlässlich an der Finanzierung der Hochschule beteiligen. Schließlich stammten zwei Drittel der Studierenden nicht aus Nordrhein-Westfalen. In den vergangenen sieben Jahren habe sich die Studentenzahl zudem verdoppelt. Wenn nicht mehr Geld in die Kassen der Uni fließe, müsse Hagen überlegen, das Studienangebot einzuschränken.

Umfrage: Deutsche wünschen sich Reformen in katholischer Kirche

Die Deutschen erwarten vom Papst breite Reformen.

Zu diesem Schluss kommt das Institut für Demoskopie Allensbach. Geschäftsführerin Renate Köcher schreibt in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", 68 Prozent der Katholiken hielten Franziskus für fortschrittlich und reformbereit. Laut Köcher erzeugt der Papst eine Aufbruchstimmung - allerdings gemischt mit einer gehörigen Portion Skepsis. Denn nur gut jeder fünfte Katholik glaube, dass es Franziskus auch wirklich gelingen werde, die Kirche stark zu verändern. Am wenigsten Verständnis brächten die Menschen für die Position der Kirche bei Themen wie Empfängnisverhütung und Scheidung auf, schreibt Köcher.

Ukrainischer Schriftsteller: Ukrainer wollen nicht viel vom Staat

Auf dem Maidan gibt es das, was der ukrainischen Gesellschaft bislang gefehlt hat: Eintracht.

So sieht der Schriftsteller und Lyriker Andrij Bondar die Anti-Regierungsproteste auf dem Unabhängigkeitsplatz in der Hauptstadt Kiew. In der "Neuen Zürcher Zeitung" schreibt er, die Ukrainer forderten nicht viel von ihrem Staat. Sie hätten in den letzten 22 Jahren gelernt, ohne ihn zu leben. Aber wenn eine Regierung ungerechte Steuern erhebe, das Justizsystem ruiniere und alle erdenklichen Freiheiten beschneide, dann wecke das Misstrauen und Wut. Alles, was die Ukrainer brauchten, sei Freiheit, ohne die es weder Reformen noch Modernisierung gebe.

KEF-Chef zu Rundfunkbeitrag: "System funktioniert"

"Das System funktioniert, es kann tatsächlich Beitragssenkungen geben."

So bewertet der Vorsitzende der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten, Heinz Fischer-Heidlberger, die Empfehlung der Kommission, den Rundfunkbeitrag um 73 Cent zu senken. In der "Süddeutschen Zeitung" will sich der Jurist jedoch nicht darauf festlegen, dass ein niedrigerer Beitragssatz auch nach 2017 Bestand hätte. Dafür gebe es zu viele Unbekannte bei den Sendern. Die zu erwartenden Mehreinnahmen von ARD, ZDF und Deutschlandradio begründet Fischer-Heidlberger unter anderem damit, dass es durch die neue Haushaltsabgabe schwerer sei, sich der Zahlungspflicht zu entziehen. Allerdings seien die Einnahmen eindeutig zu gering, um die Öffentlich-Rechtlichen komplett werbefrei zu machen.

Proteste gegen umstrittenen Dirigenten Gergijew

Auf ihren Plakaten stand unter anderem "Keine falschen Töne für Schwule, Lesben und Transgender".

Mehrere hundert Aktivisten haben gestern Abend vor der Münchner Philharmonie gegen den russischen Dirigenten Waleri Gergjiew protestiert. Anlass war das erste Konzert des künftigen Chefs der Philharmoniker. Der Dirigent war wegen seiner Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin und wegen angeblich schwulenfeindlicher Äußerungen in die Kritik geraten. Die Organisatoren der Kundgebung appellierten an Gergjiew, sich eindeutig gegen Menschenrechtsverletzungen in Russland zu positionieren. Wenige Stunden vor dem Konzert hatte der Dirigent in einem Brief an Münchens Kulturreferent Hans-Georg Küppers versichert, er wolle niemanden diskriminieren und die entsprechenden Regeln der Stadt beachten.

Tarifverhandlungen für Zeitungsredakteure vertagt

Es geht unter anderem um Kürzungen bei Weihnachtsgeld und Urlaubstagen.

Die bundesweiten Tarifverhandlungen für Zeitungsredakteure sind auf Anfang Februar vertagt worden. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi hatten gestern zur sechsten Verhandlungsrunde erneut rund 500 Journalisten in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg die Arbeit niedergelegt. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger will Abstriche beim Urlaubsgeld und anderen Sonderzahlungen durchsetzen. Dagegen wehren sich die Journalisten. Die Gewerkschaften fordern bis zu sechs Prozent mehr Lohn.

Forscher: Neandertaler zeugten Nachkommen mit engen Verwandten

Inzucht war bei den Neandertalern vor rund 50.000 Jahren vermutlich durchaus normal - zumindest in Sibirien.

Das haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig in einer Studie nachgewiesen. Die Forscher untersuchten die DNA aus dem Zehenknochen einer Neandertaler-Frau, den russische Wissenschaftler im sibirischen Altai-Gebirge gefunden hatten. Die Ergebnisse zeigten, dass die Eltern der Frau enge Verwandte waren - etwa Halbgeschwister oder Onkel und Nichte. Die Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass die Populationen der sibirischen Neandertaler klein gewesen sein muss und Inzucht deshalb wohl häufiger vorkam.

Teleskop Gaia soll Sterne für dreidimensionale Himmelskarte vermessen

Die Messungen sollen so genau sein, wie noch nie.

Die europäische Raumfahrtagentur Esa will eine Milliarde Sterne der Milchstraße erfassen und die bislang genaueste und größte 3D-Himmelskarte erstellen. Dafür ist am Donnerstag das Astronomie-Teleskop "Gaia" an Bord einer Sojus-Trägerrakete ins All starten. Losgeschickt wird sie vom Weltraumstation Kourou in Französisch-Guayana. Der Forschungssatellit wird fünf Jahre lang die Position der Sterne vermessen sowie Daten über deren Temperatur, Helligkeit und Zusammensetzung sammeln. Von dem Projekt erhoffen sich die Forscher auch, zahlreiche Planeten in fremden Sonnensystemen zu entdecken. Die neue Karte der Milchstraße soll 2020 fertig sein.

Adèle Exarchopoulos würde trotz Kritik wieder mit Kechiche zusammenarbeiten

"Wir wollten Abdellatif Kechiche weder denunzieren, noch uns selbst als Opfer darstellen."

Das stellt die Schauspielerin Adèle Exarchopoulos klar. Sie und ihre Kollegin Léa Seydoux hatten dem Regisseur vorgeworfen, in dem Film "Blau ist eine warme Farbe" zu viel von ihnen verlangt zu haben. Exarchopoulos sagte der "Süddeutschen Zeitung", die Medien hätten sich auf die Kritik gestürzt und jeder habe seine eigene Geschichte daraus gemacht. Kechiche verlange von Schauspielern, alles zu geben - weil er das auch selbst tue. Das sei unendlich anstrengend gewesen. Exarchopoulos würde trotzdem nicht grundsätzlich ablehnen, noch einmal mit dem Filmemacher zusammenarbeiten. Er sei schließlich einer der besten Regisseure des französischen Kinos.

Beschneidung abgelehnt: Mutter in Israel ruft Obersten Gerichtshof an

Eine Mutter in Israel will das Urteil eines Rabbinatsgerichts nicht akzeptieren.

Die Frau war in Jerusalem zu einer Geldstrafe von gut 110 Euro verurteilt worden, weil sie sich weigerte, ihren Sohn beschneiden zu lassen. Jetzt hat sie den Obersten Gerichtshof angerufen. Die Rabbiner hatten erklärt, die Mutter nutze die Weigerung, um ihrem geschiedenen Ehemann zu schaden. Die Anwälte der Frau wollen nun, dass der Fall unabhängig vom Thema der Scheidung neu verhandelt wird. Beschneidung sei ein wichtiges und ernstes Thema, das ausführlich diskutiert werden müsse.

Schwedische Filmproduktion unter Tierquälerei-Vorwurf

Die Misshandlung eines Elefanten wirft ein schlechtes Licht auf einen eigentlich erfolgversprechenden Film.

Es handelt sich um die Adaptation von Jonas Jonassons Buch "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand". Eine Tierschutzorganisation in Schweden erhebt nun Vorwürfe gegen den Dompteur eines Elefanten, der in der Produktion mitspielt. Der Mann habe dem Tier körperliche und seelische Verletzungen zugefügt. So habe der Elefant beispielsweise stundenlang in einem viel zu kleinen Käfig stehen müssen und sei geschlagen worden. Regisseur und Produzenten des Werkes zeigten sich entsetzt - sie hätten von den Misshandlungen nichts gewusst. Der Zirkus, der den Elefanten samt Dompteur gestellt hatte, hat mittlerweile seine Shows mit Wildtieren eingestellt.

Nach Prostitutions-Vorwürfen gegen Schauspielerin - Agentur entschuldigt sich

"Wir hatten keine Beweise für unsere Vorwürfe und entschuldigen uns vorbehaltlos."

Mit diesen Worten hat die chinesische Nachrichtenagentur "Boxun News" die Anschuldigungen gegen die Schauspielerin Zhang Ziyi zurückgenommen. Die Agentur hatte Zhang Prostitution mit hochrangigen chinesischen Politikern vorgeworfen, darunter dem früheren Spitzenfunktionär Bo Xilai. Diese Falschaussagen hätten nie veröffentlicht werden dürfen, lenkte die Agentur jetzt ein. Die Schauspielerin, die international unter anderem durch ihre Rolle in "Die Geisha" bekannt ist, hatte "Boxun News" und die Hongkonger Zeitung "Apple Daily" wegen Verleumdung verklagt.

Andere Instrumente laufen Blockflöte den Rang ab

Mittlerweile ist die Blockflöte sogar von der Geige überholt worden.

Der Verband Deutscher Musikschulen teilte mit, die Zahl der Blockflötenschüler habe sich von rund 100.000 im Jahr 1995 nahezu halbiert. Experten sehen darin jedoch auch auch einen positiven Aspekt. Der Hannoveraner Musikprofessor Ulrich Thieme spricht gegenüber der Deutschen Presse-Agentur von einem "Gesundschrumpfen". Jedes Instrument, das massenhaft gespielt werde, werde auch schlecht gespielt, sagte der Wissenschaftler. Das sei der Ursprung des schlechten Images der Blockflöte. Das künstlerische Niveau - etwa bei Wettbewerben - sei heutzutage so hoch wie nie.

Frankreich leiht historische Staatskarosse an China aus

Seit 50 Jahren unterhalten Frankreich und China diplomatische Beziehungen.

Um das Jubiläum zu feiern, hat Paris zahlreiche Leihgaben an chinesische Museen versprochen. Darunter ist neben mehreren hochkarätigen Gemälden auch ein Auto. Es handelt sich um einen Citroen DS19, der dem früheren Präsidenten Charles de Gaulle gehörte. Er soll heute auf den Weg nach China gebracht werden. Die Staatskarosse ist unter anderem durch das Attentat von Petit-Calmart bekannt geworden. Am 22. August 1962 hatten Algerische Partisanen in dem Ort einen Anschlag auf de Gaulle und seine Frau verübt, das Auto wurde von zahlreichen Kugeln getroffen, die Insassen blieben aber unverletzt.

Großbritannien bekommt Plastik-Geldscheine

Der frühere britische Premierminister Winston Churchill und die Schriftstellerin Jane Austen haben etwas gemeinsam:

Beide werden auf den ersten Plastik-Geldscheinen Großbritanniens zu sehen sein. Wie die Bank of England mitteilte, soll die erste aus Kunststoff hergestellte Fünf-Pfund-Banknote 2016 auf den Markt kommen. Ein Jahr später folgt ein Zehn-Pfund-Exemplar. Im Moment bestehen britische Geldscheine aus Baumwollpapier. Wissenschaftler haben aber herausgefunden, dass Plastiknoten länger sauber bleiben, schwerer zu fälschen sind und doppelt so lange halten.

Picasso-Werk für 100 Euro ersteigert

Eigentlich suchte er nur ein Bild, um es an seine Wohnzimmerwand zu hängen.

Ein 25-Jähriger Amerikaner hat für 100 Euro eine Zeichnung von Pablo Picasso ersteigert - bei einer Auktion für einen guten Zweck. Das Auktionshaus "Sotheby´s" Paris hatte 50.000 Lose für jeweils hundert Euro ausgegeben. Mit seinem gewann der Mann Picassos Werk "Der Mann mit dem Zylinder" aus dem Jahr 1914. Experten schätzten den Wert des Bildes auf umgerechnet rund 730.000 Euro. Der Erlös der Auktion kommt der Erhaltung der historischen Altstadt von Tyros im Libanon zugute.

US-Nationalbibliothek erweitert Filmregister

"Pulp Fiction", "Mary Poppins" und die "glorreichen Sieben" verdienen es, für die Nachwelt aufgehoben zu werden.

Die US-Nationalbibliothek in Washington hat sie in das offizielle Filmregister des Landes aufgenommen. Es handle sich um Werke, die wegen ihrer kulturellen, historischen und ästhetischen Bedeutung besonders geschützt werden müssten. Insgesamt wurden in diesem Jahr bereits 25 Titel aufgenommen, das Register enthält nun 650 Filme.

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