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Kulturnachrichten

Sonntag, 8. Dezember 2013

Onkel von Kim Jong Un aus nordkoreanischer Dokumentation herausgeschnitten

Könnte dieser Film auf politische Veränderungen in Nordkorea hindeuten?

Aus einer Dokumentation, die am Samstag im Fernsehen des Landes lief, wurden Szenen mit dem Onkel des Machthabers Kim Jong Un herausgeschnitten. Die Sendung war zuvor bereits neun Mal ausgestrahlt worden. Dieses Mal sei allerdings Jang Song Thaeks Gesicht nicht gezeigt und ganze Szenen umgeschnitten worden, um ihn zu entfernen, berichtet eine südkoreanische Nachrichtenagentur. Jang wird als zweitmächtigster Mann im Staat betrachtet - der sükoreanische Geheimdienst glaubt aber, dass er im November seine Posten verloren hat.

Henning Mankell über den verstorbenen Nelson Mandela

"Für mich war Nelson Mandela immer jemand, zu dem man zurückkehren konnte, wenn das Leben wie Asche im Mund schmeckte."

Das schreibt der Autor Henning Mankell in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Mankell lebt teilweise in Mosambik und setzt sich auch in seinen Werken mit Afrika auseinander. Der verstorbene Mandela habe gezeigt, dass es "trotz allem" möglich sei, ein faschistisches System zu brechen, ohne dass es ein Blutbad gebe, so Mankell. Es sei Mandelas "großes Geschenk" an die Menschheit gewesen, zu zeigen, dass revolutionäre Veränderung und Versöhnung Hand in Hand gehen könnten. Auch für ihn selbst sei das ein Geschenk gewesen, schreibt Mankell.

Stuttgart 21 hat Stadt kulturell belebt, glaubt Schauspieler Selge

Stuttgart 21 hat die Stadt auch kulturell interessant gemacht, meint Edgar Selge.

Der 65-jährige Schauspieler glaubt, dass der bürgerliche Widerstand gegen das Bahnprojekt die baden-württembergische Landeshauptstadt belebt habe. Davon profitierten auch die Theater, sagte Selge in einem Interview mit der regionalen Zeitung "Sonntag Aktuell". Durch die generationenübergeifende Auseinandersetzung mit Stuttgart 21 sei die Stadt ein "interessanter Ort" geworden. - Selge ist vor allem durch seine Rolle als Kommissar Tauber in der Fernsehserie "Polizeiruf 110" bekannt. Ab dem 14. Dezember steht er im Schauspielhaus Stuttgart auf der Bühne.

Europäischer Filmpreis: "La Grande Bellezza" als bester Film ausgezeichnet

Das Gesellschaftsdrama "La Grande Bellezza - Die große Schönheit" war der Erfolg des Abends.

Das Werk des italienischen Regisseurs Paolo Sorrentino wurde gestern in Berlin zum besten europäischen Film gekürt. Sorrentino selbst gewann außerdem in der Kategorie Regie. Der Hauptdarsteller von "La Grande Bellezza", Toni Servillo, wurde zudem als bester europäischer Schauspieler ausgezeichnet. Auch der Preis für den besten Schnitt ging an den Film. Als beste Schauspielerin wurde die Belgierin Veerle Baetens geehrt, für ihre Rolle in dem Film "The Broken Circle". Der deutsche Beitrag "Oh Boy" von Jan Ole Gerster gewann den Preis für das beste Debutwerk. -

Videogespräch mit Nobelpreisträgerin Alice Munro in Stockholm gezeigt

Es geht nicht darum, dass die Leser Inspiration in meinen Büchern finden, sondern Vergnügen.

Das hat die kanadische Literaturnobelpreisträgerin Alice Munro betont. Die Menschen sollten ihre Geschichten genießen und sie als mit ihrem eigenen Leben verknüpft betrachten. Munro äußerte sich in einem Videogespräch, das gestern in Stockholm anstatt der traditionellen Nobelvorlesung gezeigt wurde. Die 82-Jährige kann aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst nach Schweden reisen. Ihre Tochter wird die Auszeichnung am 10. Dezember stellvertretend entgegen nehmen.

Kroaten wollen Referendum über kyrillische Amtsbezeichnungen

Gerade erst hat Kroatien über die Definition der Ehe in der Verfassung abgestimmt.

Nun steht das Land möglicherweise vor einem neuen Referendum. Diesmal geht es um zweisprachige Schrifttafeln: Überall dort, wo in Kroatien eine größere serbische Gruppe lebt, müssen nach EU-Recht Amtsbezeichnungen nicht nur auf lateinisch, sondern auch auf kyrillisch ausgewiesen werden. 650.000 Kroaten haben sich nun in einer Unterschriftensammlung dafür ausgesprochen, dass über dieses Recht per Referendum abgestimmt wird, es also gegebenenfalls abgeschafft wird. Zwar sind formal mehr als genug Unterschriften für die Volksbefragung vorhanden, aber ob sie letztendlich durchgeführt wird, muss das Parlament des Landes entscheiden. Die sozialdemokratische Regierung Kroatiens will die Abstimmung auf jeden Fall verhindern.

Dokumente zur Reformation werden digitalisiert

Digitalisiert werden zum Beispiel Ablassbriefe.

Die Bundesländer Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen wollen gemeinsam wichtige Dokumente zur Reformation im Internet zugänglich machen. Eine Auswahl der wichtigsten Objekte soll bis 2015 wissenschaftlich bearbeitet, digitalisiert und ins Netz gestellt worden sein. Finanziert wird das Projekt "Digitales Archiv der Reformation" neben den Ländern auch vom Bund und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

"Käfig voller Narren"-Regisseur Edouard Molinaro gestorben

Der französische Regisseur Edouard Molinaro ist tot.

Er starb gestern im Alter von 85 Jahren in Paris an einer Lungenerkrankung, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf sein Umfeld berichtete. Molinaro drehte Klassiker wie die Komödie "Ein Käfig voller Narren" mit Michel Serrault und Ugo Tognazzi. Er arbeitete auch mit Louis de Funès und Brigitte Bardot zusammen. In den 50er Jahren zählte er zur Nouvelle Vague, später konzentrierte er sich auf turbulente Komödien.

Die französische Kulturministerin Aurélie Filippetti würdigte Molinaro als einen "leidenschaftlichen Filmemacher, der seine vielfältigen Talente im Fernsehen und in Spielfilmen zur Geltung brachte".

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