Sonntag, 08.12.2019
 

Kulturnachrichten

Freitag, 6. Dezember 2013

Kuss-Prozess in Marokko: Jugendliche werden verwarnt

Ihr Kuss hatte sie vor Gericht gebracht.

In Marokko hatten eine 14- und ein 15-Jähriger ein Kuss-Foto von sich ins Netz gestellt. Dafür wurden sie angeklagt, ein öffentliches Ärgernis erregt zu haben. Jetzt hat das Gericht geurteilt: Die beiden kommen mit einer Verwarnung davon. - Das Verfahren gegen die Jugendlichen hatte weltweit Protest ausgelöst. In Marokko gab es deswegen eine Kuss-Aktion vor dem Parlament.

Studioleiter Dekker: Mandela wollte nicht als Heiliger dargestellt werden

Nelson Mandela habe stets betont, dass er Fehler habe.

Das sagt Nico Dekker, der Leiter der Cape Town Film Studios. Dort wurde der neueste Kinofilm über Nelson Mandela gedreht, mit dem Titel "Der lange Weg zur Freiheit". Im Deutschlandradio Kultur erklärte Dekker weiter, Mandela habe sich gegen das Bild von sich als "Heiligem" gewehrt. Er habe zum Beispiel Schwierigkeiten mit Beziehungen gehabt. Der Film zeige die menschliche Seite des südafrikanischen Freiheitskämpfers, betone aber auch seinen unermüdlichen Einsatz für den Frieden. - "Der lange Weg zur Freiheit" soll in Deutschland am 30. Januar in den Kinos gezeigt werden.

Intendant Steul: 1,15 Milliarden Einnahmeplus beim Rundfunkbeitrag

Es wird viel darüber spekuliert, wie hoch das Einnahmeplus beim Rundfunkbeitrag genau sein könnte.

Deutschlandradio-Intendant Willi Steul hat jetzt eine klare Zahl genannt: Die erwarteten Mehreinnahmen beliefen sich auf 1,15 Milliarden Euro. Diese Zahl nannte er vor Journalisten in Berlin. Zur Zeit wird diskutiert, ob der Rundfunkbeitrag gesenkt werden könnte. Steul schlug vor, dass man den Überschuss, der über einen Zeitraum von vier Jahren erwartet wird, auch einsetzen könne, um mögliche Beitragserhöhungen ab 2016 abzufedern.

Christie's veranstaltet erste Versteigerung in Indien

Der asiatische Markt wird für die Kunstwelt immer interessanter.

Das will auch das Londoner Auktionshaus Christie's nutzen. Am 19. Dezember wird es zum ersten Mal eine Auktion im indischen Mumbai abhalten. Dabei sollen Werke moderner indischer Künstler unter den Hammer kommen, aber auch zum Beispiel Kunst des international bekannten Autors und Malers Rabindranath Tagore. Erst im September hatte Christie's zum ersten Mal eine Versteigerung in China veranstaltet.

Nachricht vom Tod Mandelas bei Premiere von "Long Walk to Freedom"

"Die Nachricht war extrem traurig und tragisch."

So reagierte der englische Prinz William auf den Tod des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela. Zusammen mit Mandelas Tochter Zindzi besuchten William und seine Frau Kate gerade in London die Europapremiere von "Long Walk to Freedom", als die Meldung vom Tod des Freiheitskämpfers eintraf. "Long Walk to Freedom" basiert auf Mandelas Autobiografie "Der lange Weg zur Freiheit". "Wir wurden gerade daran erinnert, was für ein außergewöhnlicher und inspirierender Mann Nelson Mandela war", so William.

China will Aufnahmeprüfung für Hochschule reformieren

Auf "Gaokao" bereiten sich viele chinesische Schüler jahrelang vor.

Die zweitägige Prüfung entscheidet darüber, wer an den führenden Universitäten des Landes studieren darf. Jetzt will die Regierung des Landes die Aufnahmeprüfung reformieren. Die Zahl der Prüfungsfächer soll reduziert werden, außerdem sollen analytische Fähigekiten und die Anwendung von Wissen stärker in die Bewertung einfließen. Um die psychischen Belastung zu verringern, sollen die Schüler die Prüfung zudem auf zwei Termine im Jahr aufteilen können. - Immer wieder wurden an dem Verfahren das strikte Auswendiglernen und der große Druck auf die Schüler kritisiert.

Versteigerung von "Herr der Ringe" Requisiten

Die Hobbit-Ohren aus Gummi fanden keinen Käufer.

Dafür wurde bei einer Versteigerung von "Herr der Ringe"-Requisiten in Kalifornen das Schwert von Hobbit Frodo teuer verkauft. Ein Bieter zahlte 156.000 Dollar für das knapp 70 Zentimeter lange Objekt. Noch mehr brachte die Streitaxt des Zwergen Gimli: Sie wechselte für 180.000 Dollar den Besitzer. Übrig blieben die Ohren des Hobbits Samwise und Gandalfs Zauberstab. Er war den Fans mit rund 60.000 Dollar wohl zu teuer. - Die Requisiten stammten aus einer Privatsammlung - laut Angaben des Versteigerers die zweitgrößte der Welt. Nur "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson besitze eine noch größere Sammlung.

Hamburger Deichtorhallen: Dirk Luckow bleibt Intendant

Dirk Luckow leitet die Deichtorhallen bereits seit 2009.

Jetzt hat der Aufsichtsrat des Hamburger Hauses seinen Vertrag für weitere fünf Jahre verlängert. Das teilte die Kulturbehörde mit. Luckow ist gebürtiger Hamburger. Der 55-Jährige ist promovierter Kunsthistoriker. Er war zuvor Direktor der Kunsthalle Kiel und arbeitete unter anderem bei der Kunstsammlung NRW und im New Yorker Guggenheim-Museum.

Papst würdigt verstorbenen Nelson Mandela

Nach dem Tod von Nelson Mandela hat auch Papst Franziskus den südafrikanischen Freiheitskämpfer gewürdigt.

In einem Telegramm an den Präsidenten des Landes, Jacob Zuma, schrieb Franziskus, Mandela habe sich unermüdlich für die Menschenwürde eingesetzt. Auch in Deutschland erinnerten Politiker an den verstorbenen Südafrikaner: Bundespräsident Joachim Gauck nannte Mandela eine "Jahrhundertgestalt".Sein Kampf gegen die Unmenschlichkeit des Apartheid-Regimes sei unvergessen.

Quereinstieg in Lehrerberuf weiter möglich, beschließen Kultusminister

Quereinsteiger dürfen auch in Zukunft an Schulen unterrichten - allerdings unter bestimmten Vorgaben.

Das haben die Kultusminister der Länder auf ihrer Konferenz beschlossen. So sollen bei einem Seiteneinstieg die gleichen Qualitätsstandards gelten wie auch für Lehrer. Damit soll Quereinsteigern auch die Möglichkeit gegeben werden, in ein anderes Bundesland zu wechseln. Der Deutsche Philologenverband hatte zuvor kritisiert, dass es Schülern nicht zuzumuten ist, dass sie von Personen unterrichtet werden, die keine pädagogische Ausbildung haben. - Die Kultusminister gaben auf ihrer Konferenz auch bekannt, dass der Bedarf an Seiteneinsteigern in den Lehrerberuf mittlerweile zurückgegangen sei.

Neues Fin-de-siécle-Museum eröffnet in Brüssel

Ende des 19. Jahrhunderts spielten belgische Künstler eine wichtige Rolle in der Avantgarde.

Jetzt eröffnet in Brüssel ein neues Museum mit Werken aus der Zeit des Fin-de-siécle. Rund 1.000 Gemälde, Skulpturen, Möbel und Architekturentwürfe aus den Jahren 1880-1914 werden dort ausgestellt. Unter anderem werden Werke von James Ensor und Fernand Khnopff gezeigt. - Das neue Haus befindet sich im ehemaligen Museum für moderne und zeitgenössische Kunst im Zentrum von Brüssel.

Feuilletons zum Tod von Nelson Mandela

"Nelson Mandela wurde schon zu Lebzeiten zu einer Legende."

Mit diesen Worten würdigt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in ihrer Online-Ausgabe den verstorbenen früheren Präsidenten Südafrikas. Er sei in seinem Bemühen um friedlichen Ausgleich und Versöhnung nur mit Mahatma Gandhi zu vergleichen, schreibt das Blatt. Die "Süddeutsche Zeitung" bezeichnet Mandela als das Gesicht eines neuen, besseren Südafrikas. Dass dort kein Bürgerkrieg ausgebrochen sei, sei allein sein Verdienst gewesen. Für die Zeitung "Die Welt" erfüllte Mandela das Idealbild des Menschen. Ihm sei es gelungen, von einer eingekerkerten Symbolfigur des Freiheitskampfes zu einem Staatsmann und einer Symbolfigur der Demokratie zu werden. Der Friedensnobelpreisträger war gestern im Alter von 95 Jahren gestorben.

Kulturschaffende würdigen verstorbenen Nelson Mandela

"Er hat uns Bescheidenheit, Humor und vor allem in Geduld gelehrt."

Mit diesen Worten würdigt der irische Musiker Bono den ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela. Der Verstorbene habe seine Familie, sein Land und sein Leben für seine hohen Ziele eingesetzt und so vielen die Augen geöffnet, sagte der Sänger der Band U2. Schauspieler Morgan Freeman, der den Politiker bereits in Filmen verkörperte, nannte Mandela einen Held für all jene, die Freiheit, Frieden und die Würde des Menschen wertschätzten. Für die Soul-Sängerin Aretha Franklin war Mandela ein Beispiel an Menschlichkeit und Mut. Der Friedensnobelpreisträger war gestern Abend mit 95 Jahren gestorben. Er hatte Künstler, Sänger und Schauspieler weltweit inspiriert.

Dreyer: Senkung des Rundfunkbeitrags um mehr als 50 Cent möglich

Malu Dreyer hält eine Senkung des Rundfunkbeitrags um mehr als 50 Cent für möglich.

Sie sei sich sicher, dass es zu einer erheblichen Beitragssenkung komme, sagte die Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder und rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin. Die Spekulationen über den angeblichen Milliardenüberschuss ohne genaue Zahlen seien für das Ansehen der Rundfunkanstalten nicht nur positiv. Sie werde daher auf mehr Transparenz dringen. Hintergrund sind die erwarteten Mehreinnahmen beim Rundfunkbeitrag wegen des neuen Gebührenmodells. Seit diesem Jahr zahlt jeder Haushalt 17,98 Euro im Monat.

Obama nennt Franziskus einen gefühlvollen Botschafter der Friedens

Obama hat den Papst zwar noch nicht getroffen, hegt aber große Sympathien für ihn.

Der US-Präsident sagte dem amerikanischen Nachrichtensender MSNBC, Franziskus sei ein überaus nachdenklicher und gefühlvoller Botschafter des Friedens und der Gerechtigkeit. Alles, was er bis jetzt von Franziskus gehört und gesehen habe, würde darauf hindeuten, dass es dem Pontifex im Kern um diese beiden Dinge gehe. Franziskus erinnere die Menschen beharrlich daran, sich ebenfalls für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen, lobte Obama.

Kenia beschließt strengeres Mediengesetz

Kritiker sehen die Pressefreiheit gefährdet.

Das Parlament in Kenia hat ein strengeres Mediengesetz beschlossen. Es sieht unter anderem vor, dass Journalisten in Zukunft von einer Sonderbehörde kontrolliert werden. Zudem können Medien nun bei Verstößen gegen einen neuen Verhaltenskodex mit Strafen von bis zu 170.000 Euro belegt werden. Anfang der Woche hatten hunderte kenianische Journalisten gegen das neue Gesetz demonstriert. Sie fürchten, dass die Medienszene dadurch mundtot gemacht wird.

Väter nehmen häufiger Elternzeit

Väter nehmen öfter Elternzeit aber dafür kürzer.

Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. 29 Prozent der Väter beantragten die Elternzeit - ein Anstieg von 6 Prozentpunkten gegenüber vor drei Jahren. Allerdings nehmen die meisten von ihnen nicht mehr als zwei Monate. Am häufigsten bezogen mit mehr als 37 Prozent Väter in Sachsen und Bayern Elterngeld, dort dauerte die Elternzeit aber auch am kürzesten. Schlusslicht beim Bezug waren das Saarland und Nordrhein-Westfalen mit um die 20 Prozent.

Hambacher Schloss für "Europäisches Kulturerbe-Siegel" nominiert

Das Hambacher Schloss nehme für den Demokratiebegriff Europas eine Schlüsselrolle ein.

Mit dieser Begründung hat die Kultusministerkonferenz in Berlin das Gebäude für das "Europäische Kulturerbe-Siegel" vorgeschlagen. Ebenfalls nominiert sind die Rathäuser in Münster und Osnabrück als "Stätten des Westfälischen Friedens". Hier habe sich erstmals gezeigt, dass Konflikte nicht durch Waffengewalt, sondern durch Bereitschaft zum Kompromiss beigelegt werden könnten, erklärte der Präsident der Kultusministerkonferenz, Stephan Dorgerloh. Mit dem Kulturerbe-Siegel zeichnet die EU-Kommission Stätten aus, die beispielhaft für die europäische Einigung und die Geschichte Europas stehen. Eine Entscheidung wird Ende 2014 erwartet.

Medienwissenschaftlerin: Online-Seminare vernetzen Studenten aus aller Welt

Online-Vorlesungen stellen die Lehre vor neue Herausforderungen.

Das betont die Medienwissenschaftlerin Christina Maria Schollerer. Der Deutschen Presse-Agentur sagte sie, im Internet seit die Aufmerksamkeitsspanne besonders kurz. Bei einer herkömmlichen 90-minütigen Vorlesung würden Online-Studenten abschalten. Sie habe deshalb mehr Spaß in die Lehre gebracht und arbeite mit neuen Methoden wie Videoclips, Quizfragen und Diskussionsforen. Die 28-Jährige leitet für die Fachhochschule Potsdam ein Online-Seminar für mehr als 80.000 Menschen. Schollerer betonte, in diesen Kursen seien die Dozenten nicht mehr die Wächter des Wissens, sondern lieferten statt dessen Anregungen für den Austausch von Studenten aus aller Welt.

Schlesier-Verein in Polen verboten

Es gebe zwar kulturelle Besonderheiten und einen regionalen Dialekt aber keine schlesische Nation.

Mit dieser Begründung hat der Oberste Gerichtshof in Polen eine Schlesier-Organisation verboten. Die Richter in Warschau erklärten, die "Vereinigung der Personen mit schlesischer Nationalität" ziele darauf, die Einheit des polnischen Staates zu schwächen. Gegen die Eintragung des Vereins hatte die Staatsanwaltschaft geklagt. Bei der letzten Volkszählung 2011 bezeichneten sich etwa 850.000 Polen als Schlesier. Damit stellen sie vor den Kaschuben und den Deutschen die größte ethnische Minderheit im Land.

Sturm gefährdet wichtigen Teil des dänischen Kulturerbes

Sturm Bodil über Dänemark bringt einen wichtigen Teil des dänischen Kulturerbes in Gefahr.

Eine Polizeisprecherin in Roskilde teilte mit, es sei nicht auszuschließen, dass das direkt am Fjord gelegene Wikingerschiffmuseum überschwemmt werde. Rettungskräfte haben daher heute früh damit begonnen, Sandsäcke anzuhäufen und andere Schutzvorrichtungen zu bauen. 1962 waren fünf Wikingerschiffe aus dem 11. Jahrhundert entdeckt worden, für die ab 1969 eigens ein neues Museum errichtet wurde. Später wurde es um neue Schiffsfunde erweitert.

Republik Moldau benennt seine Landessprache um

Die Einwohner der Ex-Sowjetrepublik Moldau sprechen jetzt auch offiziell "Rumänisch" und nicht mehr "Moldauisch".

Das entschied das Verfassungsgericht in der Hauptstadt Chisinau. Moldauisch ist nahezu identisch mit der Sprache des Nachbarlandes. 60 Prozent der Bürger Moldaus sind auch rumänischer Herkunft. Die Behörden hatten mit Rücksicht auf Russland aber bisher darauf verzichtet, ihre Sprache als "Rumänisch" zu bezeichnen. Die Republik war bis 1991 ein Sowjetstaat, in der Zeit mussten die Menschen dort das kyrillische Alphabet benutzen. Das Verfassungsgericht verwies in seinem Urteil jetzt auf die Unabhängigkeitserklärung Moldaus von 1991. In dieser ist die Amtssprache als "Rumänisch" definiert.

Leibniz-Preis 2014 geht an elf Wissenschaftler

Das Geld soll den Wissenschaftlern helfen, nach ihren eigenen Vorstellungen zu forschen.

Vier Frauen und sieben Männer werden mit dem Leibniz-Preis 2014 ausgezeichnet. Neun von ihnen bekommen jeweils 2,5 Millionen Euro, zwei müssen sich die Summe teilen. Das gab die Deutsche Forschungsgemeinschaft in Bonn bekannt. Unter den Preisträgern sind Ingenieure, Sozial- und Naturwissenschaftler. Sie haben bis zu sieben Jahre Zeit, das Preisgeld so in ihre Forschung zu investieren, wie sie möchten. Die Auszeichnungen werden im März übergeben. Der Leibniz-Preis ist der höchstdotierte deutsche Forschungsförderpreis.

Diözese von Bordeaux verkauft Kirchen

Es sei ein bedauerlicher, aber notwendiger Vorgang.

So hat der Generalvikar von Bordeaux den Verkauf von zwei Kirchengebäuden in seiner Erzdiözese verteidigt. Die Gotteshäuser würden nicht mehr besucht und seien kunsthistorisch auch nicht wertvoll, erklärte der Geistliche. Die Kirche aber brauche die 1,15 Millionen Euro aus dem Verkauf, um wichtigere Gebäude zu erhalten und andere Projekte zu finanzieren. In Frankreich gibt es keine Kirchensteuer. Für den Erhalt historischer Kirchengebäude ist zwar der Staat zuständig, der kommt seiner Pflicht aber oft nur ungenügend nach.

Dessauer Bauhaus-Direktor schweigt zu Stellenausschreibung

Bewirbt er sich um eine zweite Amtszeit?

Diese Frage wollte der Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, Philipp Oswalt, nicht beantworten. Der "Deutschen Presse-Agentur" sagte er vor der Eröffnung einer Ausstellung zur Theaterarbeit am Bauhaus, er werde sich nicht öffentlich zu seinen beruflichen Plänen äußern. Der Stiftungsrat hatte im November beschlossen, Oswalts Stelle neu auszuschreiben. Aus Protest trat kurz darauf der wissenschaftliche Beirat aus in- und ausländischen Kunstexperten geschlossen zurück.

Schweizer Zeitung späht Geheimdienstchef aus

"Wir wollten den Spieß umdrehen und zeigen, wie es ist, wenn man ausspioniert wird."

So hat die Schweizer "Wochenzeitung" ihre Aktion begründet, den Chef des nationalen Geheimdienstes, Markus Seiler, einen Tag lang auszuspionieren. Was das Blatt über sein Privatleben herausfand, wurde in einer Sonderausgabe zum Thema "Geheimdienst und Datenschutz" veröffentlicht. Dazu hatten Reporter Seilers Nachbarn befragt oder seinen ehemaligen Grundschullehrer. Auch Einzelheiten zu Seilers Einkommen und seine Vermögensverhältnisse wurden bekannt. Der Schweizer Nationale Geheimdienst wollte sich nicht zu der Aktion äußern.

"Telegraaf" entschuldigt sich für Berichterstattung zu Mandelas Tod

Diese Verknüpfung war äußerst ungünstig.

Die niederländische Zeitung "De Telegraaf" hat sich dafür entschuldigt, wie sie online über den Tod von Nelson Mandela berichtet hat. In dem Artikel hieß es, Mandela sei am "Vorabend von Nikolaus (mit dem schwarzen Peter) gestorben". Der niederländische "Schwarze Peter", Zwarte Piet genannt, ist eine ähnliche Figur wie der deutsche Knecht Ruprecht. Er wird mit geschwärztem Gesicht dargestellt und hatte zuletzt heftige Debatten über Rassismus ausgelöst. Der "Telegraaf" machte eine "unglückliche Überschneidung von Umständen" für seinen Bericht verantwortlich.

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