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Kulturnachrichten

Mittwoch, 4. Dezember 2013

ARD-Vorsitzender würde Gebührensenkung begrüßen

Auch die ARD würde sich freuen, wenn der Rundfunkbeitrag gesenkt werden könnte.

Eine solche Maßnahme würde er "sehr begrüßen", sagte der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor der Deutschen-Presse-Agentur. Allerdings handle es sich bei den neuen Zahlen um vorläufige Schätzungen der Gebührenkommission, so Marmor. Ob diese Prognosen bis 2016 auch so einträten, werde sich erst später herausstellen. Nach einer Schätzung der Gebührenkommission über die Einnahmen aus dem neuen Rundfunkbeitrag, könnten ARD, ZDF und das Deutschlandradio bis 2016 deutliche Mehreinnahmen erzielen. Aus diesem Grund haben Politiker verschiedener Parteien bereits gefordert, die Beiträge zu senken.

Okwui Enwezor wird neuer Kurator der Kunstbiennale in Venedig

Der Chef der nächsten Kunstbiennale in Venedig steht fest.

Der Direktor am Münchner Haus der Kunst, Okwui Enwezor, soll die Schau im Jahr 2015 kuratieren. Bei der Vorstellung Enwezors hob der Präsident der Biennale, Paolo Baratte, die umfassenden Erfahrungen des gebürtigen Nigerianers hervor. Der hatte 2002 bereits die Documenta in Kassel gestaltet und leitet seit Oktober 2011 das Haus der Kunst. Bayerns Kunstminister Ludwig Spaenle gratulierte dem 50-Jährigen. Die Ernennung sei eine außerordentliche Anerkennung seiner Arbeit und reflektiere den internationalen Stellenwert, den Okwui Enwezors Wirken für das Haus der Kunst genieße.

Südamerika-Tagebücher von Alexander von Humboldt bleiben in Deutschland

In seinen Tagebüchern beschrieb Alexander von Humboldt unter anderem seine Reisen durch Südamerika.

Sie gelten als wichtige Quellen für die so genannte "zweite Entdeckung Amerikas" im 19. Jahrhundert. Mit Hilfe von öffentlichen und privaten Geldgebern konnte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz die Tagebücher nun kaufen. Damit, so der Leiter der Stiftung, Hermann Parzinger, seien sie für den Forschungsstandort gesichert. Bei dem Verkäufer handelt es sich um einen Nachfahren der Familie von Humboldt. Die Kaufsumme ist unbekannt. Die Tagebücher werden in der Berliner Staatsbibliothek aufbewahrt.

Philipp Kaiser verlässt das Museum Ludwig

Das Museum Ludwig in Köln braucht einen neuen Direktor.

Nach gerade einmal einem guten Jahr will Philipp Kaiser das Haus schon wieder verlassen. Der Grund dafür sei ausschließlich seine private und familiäre Situation, teilte er über das Presseamt der Stadt Köln mit. Kaiser hatte am 1. November 2012 die Nachfolge von Kasper König angetreten. Seine Arbeit war bei Kritikern auf viel Anerkennung gestoßen.

Kunsthistorikerin fordert Rückgabe von Gurlitt-Sammlung

Das Vorgehen der Ausgburger Staatsanwaltschaft ist "äußerst fragwürdig".

Mit diesen Worten hat die Kunsthistorikerin Sibylle Ehringhaus das Vorgehen der Behörden im Fall des Schwabinger Kunstfundes kritisiert. Die Sammlung aus über 1.400 Bildern müsse so schnell wie möglich an Cornelius Gurlitt zurückgegeben werden, sagte sie der "Augsburger Allgemeinen". Es gebe keine juristische Grundlage, dem 80-jährigen Erben von Hildebrand Gurlitt die Werke aufgrund eines Steuerdeliktes wegzunehmen. Die Leiterin der Taskforce Schwabinger Kunstfund, Ingeborg Berggreen-Merkel, bestätigte unterdessen, dass sie mittlerweile Kontakt zu Cornelius Gurlitt habe. Es gehe ihm gut, sagte sie dem Deutschlandfunk, man wisse wo er sich aufhalte und werde darauf aufbauen. Nachdem der Fund öffentlich geworden war, hatte sich Gurlitt aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

China fordert von Großbritannien geraubte Kunst zurück

23.000 chinesische Kunstgegenstände finden sich in der Sammlung des British Museum in London.

Und die hätte China gerne zurück. Auf der kürzlich eingerichteten Seite des britischen Premiers David Cameron beim Kurznachrichtendienst Sina Weibo fragt das Zentrum für Internationalen Wirtschaftlichen Austausch: "Wann wird Großbritannien die illegal geplünderten Kunstgegenstände zurückgeben?" Cameron ist zurzeit zu Besuch in China.

Die Exponate wurden nach Angaben des British Museum von Expeditionstruppen während der Niederschlagung des Boxeraufstands um 1900 außer Landes gebracht. Damals setzten sich Chinesen gegen den Einfluss europäischer Großmächte zur Wehr.

Am Rande von Camerons Besuch war einem britischen Journalisten der Zugang zu einem Pressetermin verweigert worden. Der Reporter arbeitet für die Nachrichtenagentur Bloomberg. Deren Webseite ist in China blockiert.

Turiner Grabtuch wird 2015 wieder gezeigt

Über drei Jahre war es nicht mehr öffentlich zu sehen, und es wird auch noch anderthalb Jahre dauern, bis es wieder zu besichtigen ist.

Das Turiner Grabtuch soll 2015 erstmals seit fünf Jahren wieder öffentlich ausgestellt werden. Das kündigte der Erzbischof der Stadt, Cesare Nosihlia, an. Die Reliquie soll etwa 45 Tage lang im Turiner Dom zu sehen sein. Anlass sind die Feiern zum 200. Geburtstag des Heiligen Johannes Bosco.

Zuletzt war das Grabtuch im Frühjahr 2010 zu sehen.

Katholische Kirche übersetzt Bibel in einfache Sprache

In fast alle Sprachen der Welt ist die Bibel mittlerweile übersetzt worden.

Das Katholische Bibelwerk in Stuttgart hat sich nun an eine Übertragung für Menschen gemacht, denen es schwer fällt, die übliche deutsche Übersetzung zu verstehen. Dabei wurden die Texte der vier Evangelien in leicht verständliche Sprache gebracht. Bereits in dieser Adventszeit können die Bibelpassagen für die jeweiligen Gottesdienste im Internet abgerufen werden. Das Angebot richtet sich an Menschen, die wenig Deutsch können, die Lernprobleme haben, oder von Demenz betroffen sind.

Frankreich gibt geraubte Antiquitäten zurück

Im Zuge des Regierungsumsturzes 2011 sind in Ägypten viele Antiquitäten verschwunden.

Fünf davon hat Frankreich mittlerweile wieder an Ägypten zurückgegeben. Die Gegenstände aus dem 4. Jahrhundert vor Christus waren aus Lagern zweier französischer Grabungsexpeditionen gestohlen worden. Sie wurden nach Angaben des ägyptischen Kulturministeriums anschließend im Internet von französischen Auktionshäusern angeboten .

Erste Türmerin in Münster

Seit über 600 Jahren gibt es an der Münsteraner Lambertikirche einen Türmer.

Erstmals übernimmt diesen Job nun eine Frau. Die 33-jährige Musikwissenschaftlerin Martje Salje folgt auf Wolfram Schulze, der nach knapp 20 Jahren als Turmbläser in den Ruhestand geht. Aufgabe der Türmerin ist es, jeden Abend außer Dienstags zwischen 21 Uhr und Mitternacht vom Turm der Lambertikirche aus jede halbe Stunde ein Zeitsignal zu blasen.

In der Vergangenheit sollte der Türmer zudem vor Bränden und Feinden warnen. Martje Salje ist die dritte Frau in Deutschland, die eine Türmerstelle übernimmt.

Drei Viertel aller US-Stummfilme sind verschwunden

Zwischen 1912 und 1929 wurden allein in den großen US-Filmstudios mehr als 10.000 Stummfilme produziert.

Doch davon sind nur noch knapp 15 Prozent im Originalformat erhalten. Das geht aus einer heute veröffentlichten Studie der amerikanischen Kongressbibliothek hervor. Weitere 1.000 Werke haben die Zeit in anderen Formaten und mit schlechterer Bildqualität überdauert. Der Rest- also etwa drei Viertel aller US-amerikanischen Stummfilme gilt als verschollen. Filmforscher fordern nun einen nationalen Plan, um zumindest die noch existierenden Werke zu konservieren und für die Nachwelt zu retten.

Die Studie finden Sie hier

Diskussionen um Kunstsammlung der insolventen Stadt Detroit

Detroits Kunstsammlung könnte zum Zankapfel werden.

Gestern hatte ein amerikanisches Gericht dem Insolvenzantrag der mit 13 Milliarden Euro verschuldeten Kommune stattgegeben. Wie die "New York Times" berichtet, betonte der zuständige Richter, der Verkauf von Werken aus dem "Detroit Institute of Arts" hätte die Pleite der Stadt auch nicht verhindert. Ein möglicher Verkauf müsse mit extremer Vorsicht erwogen werden.

Gläubiger der Stadt fordern einen Verkauf der Sammlung, zu der Gemälde von Bruegel, van Gogh und Cézanne gehören. Detroits Insolvenzverwalter sagte der Zeitung "Detroit News", der Wert der Werke belaufe sich nach Einschätzung des Auktionshauses Christie's auf umgerechnet weniger als anderthalb Milliarden Euro. Die Gläubiger halten diese Schätzung für zu niedrig.

Neues Museum für moderne Kunst in Miami eröffnet

Miami hat ein neues Museum für moderne Kunst.

Das "Pérez Art Museum Miami", kurz "PAMM", soll nach dem Willen des Kunstmäzens Jorge Pérez zu einem Wahrzeichen der Stadt werden. Zu diesem Zweck hat der Unternehmer umgerechnet knapp 30 Millionen Euro und einen Teil seiner Kunstsammlung gespendet. Insgesamt kostete der dreistöckige Bau nach einem Entwurf der Architekten Herzog und de Meuron 162 Millionen Euro. Zum Auftakt zeigt das Museum unter anderem eine Retrospektive des chinesischen Künstlers Ai Weiwei.

Hier ein Bild des neuen Museums.

Jerôme Kerviel wird verfilmt

Für viele Franzosen ist Jerôme Kerviel das Gesicht der internationalen Bankenkrise.

Nun soll die Geschichte des ehemaligen Angestellten der Bank Société Générale verfilmt werden. Wie die Zeitung "Le Parisien" schreibt, wird Christophe Barrantier Regie führen, die Dreharbeiten zu dem Wirtschaftsthriller sollen im Juni 2014 beginnen. Der Skandal um Jerôme Kerviel war 2008 öffentlich geworden. Der junge Banker hatte bei Börsenspekulationen seinem Geldhaus fünf Milliarden Euro Verluste zugefügt. Er wurde 2012 zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.

NSA-Affäre: Journalist Greenwald kündigt weitere "schockierende" Enthüllungen an

Glenn Greenwald kündigt neue und, wie er sagt, "schockierende" Veröffentlichungen an.

Der amerikanische Journalist arbeitet eng mit dem früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden zusammen. Er sagte der französischen Wochenzeitung "Télérama", er sitze immer noch auf einem Berg von Dokumenten - und er habe sehr wohl vor, diese vollständig zu veröffentlichen. Darunter seien auch weitere Dokumente über die Art und Weise, wie der amerikanische Geheimdienst NSA Daten sammele.

Gestern hatte der Chefredakteur des "Guardian", vor einem Untersuchungsausschuss im britischen Unterhaus erklärt, seine Zeitung habe gerade mal ein Prozent der Snowden-Dokumente veröffentlicht.

Newsweek belebt seine gedruckte Ausgabe wieder

Die Entscheidung vor einem Jahr war ein Fehler.

Zu dieser Überzeugung ist man offenbar beim US-Nachrichtenmagazin "Newsweek" gekommen. 2012 hatten die Herausgeber des Blattes beschlossen, die Printausgabe einzustellen und nur noch im Internet zu erscheinen. Jetzt hat die Zeitschrift einen neuen Chefredakteur und neue Pläne. "Newsweek" soll es ab kommendem Jahr wieder am Kiosk geben.

Der kriselnde Zeitschriftenmarkt in den USA mit schwindenden Werbeeinnahmen soll dabei kein Problem sein. "Newsweek" will sich von Anzeigen unabhängiger machen und stärker auf Abonennten setzen.

Zeitungen kommentieren die Ergebnisse der PISA-Studie

"Dass alle drei Jahre Tester in die Klassenzimmer ausschwärmen, ist völlig überflüssig -

außer für die Testindustrie, die sich mittlerweile aus PISA entwickelt hat." So kommentiert die "Märkische Allgemeine" aus Potsdam die Veröffentlichung der jüngsten Ergebnisse der OECD-Bildungsstudie. Die FAZ hingegen meint, es sei nicht zu bezweifeln, dass die Studien viele Probleme aufgezeigt hätten. Allerdings sei deren Blickwinkel auf das Bildungssystem spezifisch und von volkswirtschaftlichen Interessen geleitet. Und in der "Westdeutschen Zeitung" aus Düsseldorf heißt es mit Blick auf die deutschen Ergebnisse: "Auf den ersten zehn Plätzen landen sieben ostasiatische Länder, darunter China und Japan, deren Schulsysteme von Drill und Gehorsam geprägt sind. Ist dann das Mittelfeld nicht geradezu ein Ehrenplatz?"

Situation der Roma in Norwegen zur Zeit des Holocaust wird erforscht

Was geschah mit norwegischen Roma zur Zeit des Holocaust?

Dieser Frage soll jetzt eine Studie auf den Grund gehen, die das norwegische Ministerium für Kirchenangelegenheiten in Auftrag gegeben hat. Das nationale Zentrum für Holocaustforschung soll nach den Worten von Minister Jan Tore Sanner beispielsweise klären, warum Roma an der Flucht nach Norwegen gehindert wurden, obwohl sie norwegische Pässe besaßen. Im Rahmen der Studie will man sich auch einen Überblick über die Herkunft der im Holocaust ermordeten Roma verschaffen.

Habsburger fordern Familienschloss in der polnischen Stadt Zywiec zurück

Die südpolnische Stadt Zywiec ist bekannt für das gleichnamige Bier -

und für ein prächtiges Habsburger-Schloss. Die 2012 verstorbene Herzogin Maria-Christina von Habsburg hatte nach ihrer Rückkehr aus dem Exil in dem Gebäude gelebt, aber auf alle Ansprüche auf das Schloss verzichtet. Doch ihre Nachkommen fordern es jetzt zurück. Die Stadt Zywiec hat das Gebäude in den letzten Jahren mit EU-Mitteln saniert, um darin ein Touristenzentrum einzurichten. Die Habsburg-Anwälte streben nach eigener Aussage einen Vergleich an: Das Touristenzentrum könne auch dann in dem Schloss eingerichtet werden, wenn es wieder der Familie gehöre.

Petersburger Dialog: "Reporter ohne Grenzen" fordert Bekenntnis zur Pressefreiheit

In Kassel beginnt heute das deutsch-russische Gesprächsforum Petersburger Dialog.

Für die Organisation Reporter ohne Grenzen ist das ein passender Anlass, um auf Einschränkungen der Pressefreiheit in Russland hinzuweisen. Gleichzeitig warnte der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr, den Petersburger Dialog davor, unglaubwürdig zu werden. Er sagte in Berlin, es sei absurd, dass sich ein Diskussionsforum, das der Verständigung der Zivilgesellschaften dienen soll, nicht zu Wort melde, wenn fragwürdige Gesetze die Arbeit russischer Medien einschränkten oder einzelne Journalisten und Publikationen verfolgt würden.

Der Petersburger Dialog steht unter der Schirmherrschaft des jeweiligen deutschen Bundeskanzlers und des russischen Präsidenten und findet in der Regel einmal jährlich abwechselnd in Deutschland und Russland statt.

Rundfunkbeitrag könnte gesenkt werden

Der Rundfunkbeitrag könnte sinken.

Das bestätigte der Vorsitzende der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten, Heinz Fischer-Heidlberger, der "Süddeutschen Zeitung". In welchem Umfang die Kommission eine Senkung vorschlagen könne, wisse man allerdings erst, wenn man neue Berechnungen der Sender geprüft habe. Zuvor hatte auch Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz und Chefin der Rundfunkkomission der Länder, einen niedrigeren Rundfunkbeitrag in Aussicht gestellt. Die SPD-Politikerin teilte mit, die vorliegenden Informationen zur Umstellung auf die Haushaltsabgabe deuteten auf Mehreinnahmen von bis zu einer Milliarde Euro hin. Damit werde erstmals in der Geschichte eine Beitragssenkung möglich. - Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hatte davon gesprochen, dass der Rundfunkbeitrag um bis zu einen Euro pro Monat niedriger ausfallen könnte.

"Guardian"-Chefredakteur: Erst ein Prozent des Snowden-Materials veröffentlicht

Der britische "Guardian" hat bislang gerade mal ein Prozent der Informationen veröffentlicht, die er von Edward Snowden bekommen hat.

Das sagte der Chefredakteur der Zeitung, Alan Rusbridger, bei einer Anhörung vor einem Ausschuss des britischen Unterhauses in London. Insgesamt umfasst das Material des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Snowden laut Rusbridger etwa 58.000 Dateien.

Der Journalist widersprach den Vorwürfen, der "Guardian" habe durch die Veröffentlichungen die Sicherheit des Landes gefährdet. Es habe zu keinem Zeitpunkt die Gefahr bestanden, dass die Dokumente in falsche Hände geraten könnten. Eine Vertreterin der Polizei bestätigte bei der Anhörung, dass geprüft wird, ob sich die Zeitung der Unterstützung terroristischer Handlungen schuldig gemacht hat.

Angela-Davis-Gastprofessur an der Uni Frankfurt eingerichtet

In Frankfurt am Main gibt es ab sofort eine nach Angela Davis benannte Gastprofessur.

In jedem Wintersemester solle künftig eine renommierte Gender-Forscherin Seminare und Vorlesungen halten, teilte die Universität mit. Die ersten Veranstaltungen übernimmt die amerikanische Bürgerrechtlerin und Sozialwissenschaftlerin selbst. Dabei würden der Kampf gegen den Rassismussowie ungelöste Aufgaben des 21. Jahrhunderts im Mittelpunkt stehen, sagte die 69-Jährige bei der Auftaktveranstaltung.

In den 60er-Jahren hat Angela Davis eine Zeit lang in Frankfurt studiert. Die beginnenden Proteste der Studentenbewegung sowie die Hochschullehrer Adorno, Horkheimer und Negt hätten sie damals geprägt, sagte sie.

Medizinethiker hält aktive Sterbehilfe für Minderjährige für unmenschlich

Aktive Sterbehilfe ist an sich bereits umstritten, Sterbehilfe für Minderjährige noch viel mehr.

In Belgien gibt es derzeit entsprechende Pläne, zum Entsetzen des Bioethikers Giovanni Maio. Der Direktor des Instituts für Bioethik an der Universität Freiburg warnte im Deutschlandradio Kultur eindringlich vor einer solchen Gesetzesänderung. Es müsse das Selbstverständlichste sein, dass ein Mensch lebt. Wenn Kinder oder Jugendliche den Wunsch äußerten zu sterben, sei das eine Reaktion auf die Signale des Umfelds. Statt die Sterbehilfe auszuweiten, müsse vielmehr die Palliativmedizin ausgebaut werden.

Für die Kinder sei es der beste Trost, wenn ihre Eltern bis zur letzten Minute bei ihnen seien, den Eltern würden dadurch spätere Schuldgefühle erspart.

Sängerin Katy Perry zur Unicef-Botschafterin ernannt

Die neue Unicef-Botschafterin hat ein Faible für blaue Haare und knappe Outfits.

Katy Perry wird das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen künftig als "Botschafterin des guten Willens" unterstützen. Die Sängerin sagte, eine Reise nach Madagaskar habe ihre Prioritäten im Leben verändert. Der US-Star soll vor allem über die sozialen Netzwerke bei Jugendlichen für Unicef werben. - Die Organisation wird unter anderem auch von den Schauspielern Roger Moore, Susan Sarandon und Orlando Bloom unterstützt.

Brasilianischer Indianer-Führer und Filmprotagonist Ambrósio Vilhalva ermordet

Seine Rolle im Spielfilm "Birdwatchers" machte ihn 2008 weit über die Grenzen seines Landes bekannt.

Jetzt ist Ambrósio Vilhalva, Anführer des brasilianischen Urvolkes Guaraní-Kaiowá, ermordet worden. Das teilte der katholische Indianer-Missionsrat mit. Weiter hieß es, Vilhalvas Tod sei traurig und grotesk. Die Hintergründe der Tat sind unklar; es gibt aber Hinweise auf Rivalitäten um die Führerschaft des Dorfes, in dem Vilhalva lebte.

Die Nicht-Regierungsorganisation "Survival International" erklärte, Ambrósio Vilhalva habe sich über Jahrzehnte für die Rechte seines Volkes eingesetzt. Auch in "Birdwatchers" geht es um den Kampf der Guaraní-Kaiowá um ihr angestammtes Land.

Bistum Magdeburg verkauft Hundertwasserhaus

Die "Grüne Zitadelle" in Magdeburg gehört nicht mehr der katholischen Kirche.

Das Bistum der Stadt teilte mit, dass sie den Bau, der von Friedensreich Hundertwasser geplant wurde, an eine Immobiliengesellschaft verkauft habe. Man könne, so heißt es, mit den Einnahmen den Kredit tilgen, den man für den Bau aufgenommen habe. - Die "Grüne Zitadelle" war eines der letzten Projekte Hundertwassers, der vor 13 Jahren starb. In dem neungeschossigen Bau befinden sich unter anderem Geschäfte, ein Theater und Wohnungen.

New Yorker Filmkritiker: "American Hustle" Film des Jahres

Die New Yorker Filmkritiker haben schon entschieden:

Für sie ist "American Hustle" der beste Film des Jahres - obwohl er noch gar nicht in den Kinos ist. In dem Thriller geht es um den Korruptionsskandal Ende der 70er Jahre, der unter dem Schlagwort "Abscam" bekannt wurde. Zum besten Schauspieler wählten die Kritiker Robert Redford, der in dem Schiffsbruch-Drama "All Is Lost" die Hauptrolle spielt, beste Schauspielerin wurde Cate Blanchett in Woody Allens "Blue Jasmine". - Entstanden ist der Preis der New Yorker Filmkritiker als Reaktion auf eine Reihe von Preisentscheidungen bei Oscar-Verleihungen, mit denen die Filmkritiker nicht einverstanden waren.

Superhirne aus Deutschland verteidigen WM-Titel im Gedächtnissport

Deutschland ist Weltmeister -

und zwar im Gedächtsnissport. Bei der Meisterschaft im britischen Croydon verteidigte die deutsche Mannschaft ihren Titel vor Schweden und der Mongolei. Das Team war unter anderem in den Disziplinen "Namen merken" und "Ziffern merken" erfolgreich. Im "Ziffernsprint" gelang Johannes Mallow aus Magdeburg mit 501 Ziffern in fünf Minuten Merkzeit ein neuer Weltrekord.

Erneuter Warnstreik der angestellten Lehrer in Berlin

Es sind Streiktag Nummer 17 und 18 in diesem Jahr.

Die Gewerkschaft GEW hat angestellte Lehrer in Berlin für heute und morgen wieder dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Der Warnstreik soll der Forderung nach einem Tarifvertrag und besseren Arbeitsbedingungen für die 9.000 angestellten Lehrer Nachdruck verleihen. Der Berliner Finanzsinator Ulrich Nußbaum lehnt Verhandlungen bislang ab, weil er das Land für nicht zuständig hält: Tarif-Fragen müssten in der Tarifgemeinschaft der Länder geklärt werden.

Junge Lehrer werden in Berlin seit 2004 nicht mehr verbeamtet. Die Gewerkschaft schätzt, dass sie deshalb in 40 Dienstjahren bis zu 230.000 Euro netto weniger verdienen als verbeamtete Kollegen.

Bildhauer Rolf Szymanski gestorben

Der Berliner Bildhauer Rolf Szymanski ist tot.

Nach Angaben der Akademie der Künste starb Szymanski am gestrigen Montag in Berlin. Er wurde 85 Jahre alt. Szymanskis wichtigstes Motiv war der weibliche Körper. Seine Werke waren unter anderem bei der Kasseler Documenta und der Biennale in Venedig zu sehen. In den 80er-Jahren war Rolf Szymanski Vizepräsident der Akademie der Künste. Deren Präsident Klaus Staeck würdigte den Verstorbenen als politisch engagierten Künstler, der sich schon ganz früh praktisch für den Aufbau demokratischer Strukturen eingesetzt habe.

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Fazit

Solidaritätslesung für HongkongJeder ist die Revolution
Die Künstlerin Alice Kahei Yu aus Hongkong sitzt hinter einem Blumenstrauß auf dem Pflaster, sie trägt eine Sonnenbrille und auf ihrem Pullover steht "Steht Hongkong bei" (Tomas Fitzel)

Die Proteste in Hongkong gegen den wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung finden weltweite Aufmerksamkeit und Unterstützung. In Berlin organisierte die deutsche Sektion der Schriftstellervereinigung P.E.N. eine spontane Solidaritätslesung.Mehr

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