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Kulturnachrichten

Montag, 2. Dezember 2013

"Reporter ohne Grenzen" kritisiert Gewalt gegen Journalisten in der Ukraine

"Wir rufen alle Seiten dazu auf, Gewalt gegen Journalisten zu unterlassen."

Mit diesen Worten hat die Menschenrechtsorganisation "Reporter ohne Grenzen" das Vorgehen bei den Protesten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew kritisiert. Nach Informationen der Organisation sind bisher rund 40 Medien-Mitarbeiter verletzt worden obwohl sie meist deutlich als Journalisten erkennbar waren. Korrespondenten hätten von Angriffen mit Schlagstöcken, Tränengas und Blendgranaten berichtet. "Reporter ohne Grenzen" betonte, die Polizei müsse sicherstellen, dass die Medien über Demonstrationen berichten könnten.

Familien-Streit um Vermögen Uderzos

Der Streit um das millionenschwere Asterix-Erbe geht in die nächste Runde.

Wie der Anwalt von Asterix-Miterfinder Albert Uderzo mitteilte, hat der Comiczeichner gegen seine Tochter und deren Ehemann Anzeige wegen "psychologischer Gewalt" erstattet. Der 86-jährige Uderzo hatte seiner Tochter 2007 die Geschäftsführung des Asterix-Verlages entzogen und das Unternehmen dem Verlag Hachette Livre überlassen. Dagegen wehrte sich Silvie Uderzo - unter anderem mit einer Anzeige gegen Unbekannt wegen "Ausnutzung der Schwäche" ihres Vaters. Ihr Vorwurf: Das Umfeld Uderzos nutze das hohe Alter ihres Vaters aus, um Einfluss auf sein Werk und seine Finanzen zu nehmen. Laut Uderzo hat seine Tochter lediglich ein Ziel: ihn zu schwächen um Zugriff auf sein Vermögen zu bekommen.

Alternativer Nobelpreis 2013 verliehen

Die vier Preisträger stehen für die Sicherung der Grundlagen des menschlichen Lebens.

Mit diesen Worten ehrte die "Right Livelihood"-Stiftung die vier diesjährigen Träger des Alternativen Nobelpreises. Der US-Amerikaner Paul Walker wurde in Stockholm für seinen Einsatz gegen Chemiewaffen ausgezeichnet. Der Gynäkologe Denis Mukwege kümmert sich in der Demokratischen Republik Kongo seit Jahren um Opfer sexueller Kriegsgewalt. Geehrt wurde auch der Schweizer Agrarforscher Hans Herren für seine wissenschaftliche Arbeit im ökologischen Landbau. Zum ersten Mal geht der "Right Livelihood Award" außerdem an einen Palästinenser, den Menschenrechtsanwalt Radschi Surani. Jeder der vier Preisträger bekommt rund 57.000 Euro. - Der Alternative Nobelpreis wurde 1980 von dem deutsch-schwedischen Publizisten Jakob von Uexküll ins Leben gerufen.

Archäologen entdecken Opfergrab mit Schädeln in China

Sie wurden wahrscheinlich vor mehr als 4000 Jahren geopfert.

In China sind bei Ausgrabungen die Schädel von rund 80 Frauen entdeckt worden. Wie staatliche Medien berichteten, lagen sie in einem Massengrab in den Ruinen der neolithischen Stadt Shimao im Norden des Landes. Weil keine Skelette gefunden wurden, gehen die Archäologen davon aus, dass es sich um ein Opfergrab handelt. Möglicherweise stand die Zeremonie im Zusammenhang mit der Errichtung der Stadtmauern. Die untersuchten Knochenproben deuten außerdem darauf hin, dass die Frauen bewusstlos geschlagen und dann verbrannt wurden.

Homosexuellen-Aktivisten bitten IOC-Präsident um Unterstützung

Gut zwei Monate vor dem Olympia-Auftakt in Sotschi haben Homosexuellen-Aktivisten IOC-Präsident Thomas Bach um Hilfe gebeten.

Das Internationale Olympische Kommittee bestätigte "konstruktive Gespräche" in Paris. Dort traf sich Bach mit der Vereinigung der Lesben, Homosexuellen, Bisexuellen und Trans-Sexuellen. Die Aktivisten baten den IOC-Präsidenten, einen Unterstützerbrief für das erste internationale Schwulen- und Lesbensportfest in Russland zu unterzeichnen. Außerdem solle er das russische Verbot der "Homosexuellen-Propaganda" bei den Winterspielen in Sotschi überprüfen. Seit Verabschiedung des Gesetzes sind positive Äußerungen über gleichgeschlechtliche Lebensweisen in Gegenwart von Minderjährigen in Russland strafbar.

Sachsen strebt gleich mehrfach Aufnahme in Weltkulturerbe an

Die Sachsen wollen sich vor allem ihre Musik als Weltkulturerbe anerkennen lassen.

Insgesamt sechs Institutionen des Bundeslandes wollen zum immateriellen Kulturerbe der Unesco gehören. Für Sachsens Kunstministerin Sabine von Schorlemer sind die Anträge ein Beleg für die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen. Die 1548 gegründete Sächsische Staatskapelle Dresden und die Stiftung Musica Sacra Saxoniae wollen mit ihrer langen Tradition punkten. Der Leipziger Synagogalchor hebt sein Repertoire aus jüdischer Musik hervor. Weitere Anträge kamen vom Landesverband der Bergmann-, Hütten- und Knappenvereine, dem Museum für Druckkunst in Leipzig und der Stadt Markneukirchen. Mit dem Abkommen zum Erhalt des immateriellen Kulturerbes will die Unesco weltweit Bräuche und Traditionen schützen, die den Alltag von Menschen prägen. Deutschland ist dem Vertrag erst in diesem Jahr beigetreten.

"Der Spiegel" soll angeblich bald samstags erscheinen

Der "Spiegel" soll künftig zwei Tage früher kommen.

Das Nachrichtenportal "Meedia" berichtet, dass das Magazin ab 2015 immer schon samstags erscheinen soll. Das habe der neue Chefredakteur Wolfgang Büchner den Ressortleitern von "Spiegel" und "Spiegel online" mitgeteilt. Bisher liegt das Nachrichtenmagazin immer montags in den Briefkästen der Abonnenten. Nach "Meedia"-Informationen soll der digitale Spiegel - also die digitale Version des gedruckten Magazins als App - außerdem um Rechercheergebnisse erweitert werden. Zahlende Nutzer solle zu jedem Beitrag zusätzliche Informationen abrufen können.

Christlicher Medienverbund kritisiert "Wort zum Sonntag"

Für den Christlichen Medienverbund kam die eigentliche Bedeutung des Advent deutlich zu kurz.

Die Organisation hat das in der ARD ausgestrahlte gestrige "Wort zum Sonntag" kritisiert. Dort sei die "Erwartung der Ankunft Jesu" nicht erwähnt worden, erklärte Geschäftsführer Wolfgang Baake in einem offenen Brief an den Medienbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Statt dessen habe der Beitrag der Pastorin den Anschein erweckt, es handle sich bei der Adventszeit um "Wellness- und Gourmetwochen" Die Sendung sei deshalb missionarisch und kulturell missglückt. Pastorin Nora Steen hatte davon berichtet, dass sie vom Adventszauber nicht mehr so tief berührt werde wie früher.

Chris Howland gestorben

"Der Begriff 'Legende' wird oft und viel zu häufig benutzt, doch Chris Howland war wirklich eine."

Mit diesen Worten würdigte WDR-Intendant Tom Buhrow den britischen Radiopionier und Fernsehmoderator Chris Howland. Wie der Westdeutsche Rundfunk mitteilte, starb der 85-Jährige in der Nacht zum Samstag in Rösrath bei Köln. Der gebürtige Londoner begann seine Karriere 1946 beim Radiosender der Britischen Armee im besetzten Hamburg. Seine größten Erfolge feierte er in den 60er Jahren mit der Radioshow "Musik aus Studio B". Außerdem arbeitete er als Fernsehmoderator, Schauspieler und Schlagersänger. Zuletzt war er als Moderator beim WDR tätig.

Bolschoi-Prozess: Ensemble-Mitglieder schreiben offenen Brief

Ein offener Brief soll Pawel Dmitrischenko kurz vor dem morgigen Urteil noch retten.

Die russische Staatsanwaltschaft beschuldigt den Tänzer, das Säure-Attentat auf den Ballett-Direktor des Bolschoi-Theaters in Auftrag gegeben zu haben. Ehemalige Kollegen Dmitrischenkos veröffentlichten jetzt einen gemeinsamen Appell auf der Internetseite der Zeitung "Iswestia". Die Schuld des Angeklagten sei nicht beweisbar, heißt es in dem offenen Brief. Dmitrischenko sei ein wundervoller Mensch und außerstande, eine derartige Tat zu begehen. Die Staatsanwaltschaft hatte für den 25-Jährigen neun Jahre Haft gefordert.

Wand in Pompeji stürzt nach Regen ein

Heftiger Regen setzt dem italienischen Weltkulturerbe Pompeji zu.

In der historischen Ausgrabungsstätte in der Nähe von Neapel ist erneut eine Wand eingestürzt. Bei einem weiteren Haus sei der Putz abgebröckelt, berichteten italienische Medien. Mitte Dezember soll mit der Restaurierung begonnen werden. Pompeji ist vom Verfall bedroht; immer wieder gibt es dort Schäden an Gebäuden. Im Februar hatten die EU und Italien ein Projekt gestartet, das den Erhalt der Stätte mit 105 Millionen Euro sichern soll. Pompeji war im Jahr 79 bei einem Ausbruch des Vesuvs verschüttet worden. Der Ort wurde unter einer Ascheschicht begraben und so für Jahrhunderte konserviert.

Leopoldina und Akademie in Israel arbeiten enger zusammen

Vor allem junge Wissenschaftler sollen profitieren.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina will in Zukunft enger mit der israelischen Nationalakademie zusammenarbeiten. Beide Seiten unterzeichneten in Jerusalem ein Kooperationsabkommen. Es sieht unter anderem vor, dass die Akademien gemeinsam an wissenschaftlichen Stellungnahmen arbeiten. - Die deutsche Akademie in Halle an der Saale gilt als eine der ältesten naturwissenschaftlichen Gelehrtengesellschaften in Europa. Zu den gewählten Mitgliedern gehören Wissenschaftler aus der ganzen Welt, darunter rund 30 Nobelpreisträger.

George Orwell überlebte Bootstripp in Schottland

George Orwell hat seinen Roman "1984" beinahe nicht zu Ende schreiben können.

Wie sein Sohn dem britischen "Telegraf" sagte, wäre Orwell fast ertrunken. Die Familie sei Ende der 40er Jahre auf einem Bootstripp in Schottland gewesen, wobei der Vater die Gezeiten falsch eingeschätzt habe. Als die Flut einsetzte, seien sie gekentert. Laut Orwells Sohn trug niemand Schwimmwesten. Es sei großes Glück gewesen, dass die Familie schließlich von Fischern gerettet wurde. Orwells Roman "1984" wurde im Jahr 1949 zum ersten Mal veröffentlicht.

Katholische Bischöfe fordern mehr Konsequenz bei Energiewende

Die katholischen Bischöfe wünschen sich eine viel konsequentere Umsetzung der Energiewende.

Der Freiburger Weihbischof Bernd Uhl sagte der "Süddeutschen Zeitung", er habe den Eindruck, dass es hier in der letzten Zeit viel Stillstand gegeben habe. Es sei aber nicht nur die Politik gefordert. Auch jeder Einzelne müsse zum Umdenken bereit sein. Uhl betonte, die heutige Gesellschaft lebe auf Kosten der Armen und der kommenden Generationen. Jeder sollte daher prüfen, wie er Energie effizient nützen könne. Uhl ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Deutschen Bischofskonferenz, die heute ein Positionspapier zur Energiewende veröffentlichen will.

Die katholische Kirche fördert nach eigenen Angaben regenerative Energien durch Energiefonds.

Nobelpreisträger Llosa: Schreiben kann die Welt verändern

Für den peruanischen Autor Mario Vargas Llosa hat das Schreiben eine große Kraft.

Der Nobelpreisträger sagte, Literatur könne wichtige Veränderungen anstoßen. Bücher und Geschichten würden dem Menschen nicht nur helfen, Enttäuschungen zu vergessen, sondern auch Dinge zu tun, die ohne die Fiktion nicht möglich wären. Llosa sprach auf der Eröffnung des literarischen Salons auf der Internationalen Buchmesse in der mexikanischen Stadt Guadalajara. Die Messe gilt als das wichtigste Branchentreffen im spanischsprachigen Raum.

Mehr als 1900 Verlage aus 44 Ländern stellen bis zum 8. Dezember ihre Neuerscheinungen in Guadalajara aus. Es werden über 700.000 Besucher erwartet.

Slowakische Bischöfe sehen traditionelle Rollenbilder in Gefahr

Die katholischen Bischöfe in der Slowakei sehen die traditionelle Rollenverteilung zwischen Mann und Frau in Gefahr.

Die Geistlichen haben am Wochenende in allen slowakischen Kirchen einen Brief verlesen. Darin heißt es, die Institution Familie werde in ganz Europa bedroht. Im ersten Moment klinge das Wort "Gleichberechtigung" zwischen Mann und Frau nach etwas Gutem. Aber diejenigen, die davon sprächen, trieben in Wahrheit die Zerstörung der traditionellen Familie voran. Die Bischofskonferenz kämpft seit Monaten gegen die geplante Anpassung slowakischer Antidiskriminierungsgesetze an EU-Standards.

Turner Preis wird in Nordirland verliehen

Er gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen für zeitgenössische Kunst in Großbritannien: der Turner-Preis.

Heute wird er erstmals im nordirischen Londonderry vergeben. Vier Künstler sind nominiert, darunter der deutsch-britische Performance-Künstler Tino Sehgal. Der Turner-Preis ist mit rund 50 000 Euro dotiert und wird nur an Kunstschaffende unter 50 Jahren vergeben.

Autorin: Literaturkritik ist demokratischer geworden

Heute kann sich jeder als Literaturkritiker betätigen.

Das stellt die Sachbuch-Autorin Anna Rokosz fest. Kundenrezensionen im Internet würden für den Buchmarkt immer wichtiger, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Auch Literaturblogs erfreuten sich zunehmender Beliebtheit. Anspruchsvolle Kritiken würden damit jedoch nicht überflüssig. So sähen zum Beispiel viele Menschen die Literatursendungen von Denis Scheck im Fernsehen. Die Orientierung an Buch-Experten habe einen großen Vorteil, sagt Rokosz: Es sei damit einfacher, die relevanten Informationen zu einem Buch zu erhalten als im vielstimmigen Internet.

Chinesischer Regisseur hat drei Kinder mit seiner Ehefrau

Der chinesische Starregisseur Zhang Yimou hat mit Gerüchten im Internet aufgeräumt.

In einem offenen Brief gab er zu, drei Kinder zu haben - und zwar mit nur einer Frau. Wie die Nachrichtenagentur AP meldet, ist der Brief Zhangs eine erste Reaktion auf mehrere Meldungen, die seit Mai im Netz kursieren. Darin wurde behauptet, er habe sieben Kinder aus zwei Ehen und Beziehungen mit zwei weiteren Frauen. Zhang erklärte, er sei bereit, sich in seiner Heimatstadt Wuxi einer Untersuchung des Familienplanungskomitees zu stellen. China hatte in den 70er Jahren die Ein-Kind-Politik eingeführt, um das Bevölkerungswachstum zu bremsen.

Zhang veröffentlichte zuletzt mit Christopher Bale den Film "Flowers of War". 2008 führt er Regie bei der Eröffnungs- und Schlussfeier der olympischen Spiele in Peking.

Kabuler Schule für Rockmusik sucht eigenen Sound

Sie wollen westliche Musik nicht einfach nur kopieren.

Eine afghanische Schule für Rockmusik in Kabul sucht ihren eigenen Sound. Ein Gitarrenschüler und Leadsänger der "Kabul Dreams" sagte der Nachrichtenagentur AFP, Kabul habe einen eigenen Rhythmus, ein eigenes Tempo. Laute, oft aggressive Rockmusik erzähle vom Frust der Jugend nach dem Krieg, ergänzt der Leiter der Schule, Humajan Sadran. An der Rockschule lernen 35 Jungen und Mädchen ein Instrument, oft unter widrigen Umständen. So könne man Gitarren und Schlagzeuge nicht kaufen, sondern müsse sie aus dem Ausland importieren. Nach der Herrschaft der Taliban hätten viele Familien außerdem Angst, ihre Kinder zum Musikunterricht zu schicken.

Die Kabuler Musikschule für Rockmusik gibt es seit zwei Jahren.

USA: Kunstprojekt hilft Hinterbliebenen nach Schulmassaker in Newton

Wo Worte versagen, kann Kunst helfen, sich auszudrücken.

Das dachten sich die Eltern von Emilie Parker, die vor einem Jahr bei einem Schulmassaker in Newton in den USA getötet wurde. Um mit der eigenen Trauer umzugehen und auch andere Menschen dabei zu unterstützen, gründeten sie die "Emilie Parker Art Connection". In dem Projekt sollen Betroffene Halt in der Kunst finden. So haben mehrere Kinder, die das Massaker überlebten, eine CD aufgenommen. Eine junge Komponistin aus der Stadt schrieb eine "Newton Friedenshymne". Die "Emilie Parker Art Connection" engagiert sich auch mit Kunstprojekten an Schulen.

Bei dem Schulmassaker vor einem Jahr wurden 20 Kinder und sechs Erwachsene von einem Amokläufer getötet.

Jerusalemer Sinfonieorchester plant Wagner-Symposium

Richard Wagner ist in Israel höchst umstritten.

Im 200. Geburtsjahr des Komponisten will das Jerusalemer Sinfonieorchester jetzt dennoch ein Wagner-Symposium abhalten. Ein Sprecher bestätigte, dabei gehe es Mitte Dezember auch um die Frage, ob der Boykott seiner Opern aufgehoben werden sollte. In Israel werden Wagners Werke aufgrund seiner antisemitischen Haltung seit Jahren nicht im größeren Rahmen gespielt. Das soll sich auch bei dem Konzert nach dem Symposium nicht ändern. Bei der Aufführung sollen lediglich Komponisten zu hören sein, die Wagners Musik beeinflusst haben oder von ihm inspiriert wurden.

Mini-Drohnen: Amazon arbeitet an Warenzustellung aus der Luft

Es klingt wie in einem Science-Fiction Film.

Wenn es nach dem Willen des Online-Händlers Amazon geht, soll die Vision aber schon in vier bis fünf Jahren Wirklichkeit werden. Wie der Konzern-Gründer in einem Interview im US-Fernsehen sagte, arbeitet Amazon gerade an der Möglichkeit, Bestellungen mit Mini-Drohnen auszuliefern. Der sogenannte "Octocopter" soll die Ware in maximal 30 Minuten zum Käufer bringen. Die Drohne könne ein Gewicht von bis zu 2,5 Kilogramm transportieren und bis zu 16 Kilometer fliegen.

Das Projekt befinde sich allerdings noch in der Testphase. Außerdem brauche der Online-Händler für die Mini-Drohne die Zulassung der US-amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA.

Riesige Aids-Schleife umschließt Regensburger Dom

Sie ist 1,5 Kilometer lang und damit wohl eine der größten Aids-Schleifen - zumindest in Deutschland.

Der Schal aus roter Wolle wurde am Wochenende um den Regensburger Dom gelegt. Mehrere Hilfsorganisationen wollten damit ein Zeichen gegen die Krankheit setzen. Zuvor hatten rund 500 Menschen an der Schleife mitgestrickt. Initiator war das Regensburger Aktionsbündnis gegen Aids. Aus dem Wollbündel sollen nun Schals oder Decken entstehen, die für einen guten Zweck verkauft oder an soziale Projekte verteilt werden.

Derzeit leben weltweit 33,3 Millionen Menschen mit dem HI-Virus, rund 90 Prozent von ihnen in Entwicklungsländern. In Deutschland sind es rund 7.000.

Reinheitsgebot für Bier soll Weltkulturerbe

Deutsches Bier ist weltberühmt.

Gebraut werden darf es nur nach dem Reinheitsgebot - und das soll nach dem Willen der deutschen Bierbrauer jetzt Weltkulturerbe werden. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, liegt der Kultusministerkonferenz und der Unesco ein Antrag des zuständigen Verbandes vor. Zur Begründung heißt es, aus den vier Zutaten Wasser, Malz, Hopfen und Hefe entstünden rund 5.000 Biermarken. - Die Unesco nimmt in diesem Jahr erstmals Bewerbungen für berühmte Traditionen entgegen. Anträge für eine Anerkennung als Kulturerbe liegen unter anderem auch für belgische Fritten und den rheinischen Karneval vor.

Fernsehballett verklagt MDR auf Schadenersatz

Der Streit um das Ende des Deutschen Fernsehballetts geht weiter.

Der Geschäftsführer des Ensembles, Peter Wolf, verklagte den MDR auf Schadenersatz. Wolf sagte der Deutschen Presse-Agentur, er fordere 1,1 Millionen Euro von dem Sender wegen entgangener Aufträge, Investionen und Gewinne. Bereits am Donnerstag habe er eidesstattlich versichert, dass MDR-Fernsehdirektor Wolf-Dieter Jacobi ihm in drei Gesprächen Aufträge über 360.000 Euro für das kommende Jahr zugesagt habe. Der Sender wies die Vorwürfe zurück und betonte, die vertraglichen Verpflichtungen seien ausgelaufen.

Berliner Hotel Bogota erlebt letzten Besucheransturm

Jahrzehntelang war das Berliner Hotel Bogota ein Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle.

Am letzten Öffnungstag erlebte die legendäre Location am Wochenende noch einmal einen Besucheransturm. Hunderte Gäste drängten sich in den Räumlichkeiten, um kleinere Gegenstände aus dem Inventar zu ersteigern. In dem Haus in der Schlüterstraße hatte der Fotograf Helmut Newton in den 30er Jahren seine Lehre absolviert. Nun schließt das Hotel, weil der Inhaber die Miete nicht mehr zahlen konnte. Bis zum 16. Dezember muss das Haus geräumt sein.

Kroatien : Bürger stimmen gegen Homo-Ehe

Die katholische Kirche hat in Kroatien offenbar noch einen großen Einfluss.

Gestern hat sich die Mehrheit der Bürger gegen die sogenannte Homo-Ehe ausgesprochen. Wie die Wahlkommission in Zagreb nach der Auszählung fast aller Stimmen mitteilte, stimmten gut 65 Prozent der Wähler für eine Verfassungsänderung, wonach die Ehe nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden kann. Die katholische Kirche hatte die Abstimmung mit einer Unterschriftensammlung gegen die Mitte-Links-Regierung durchgesetzt. Unterstützt wurde sie dabei von der konservativen Opposition im Parlament.

Rumänisches Fernsehen wird wieder in der Republik Moldau senden

Fast sechs Jahre lang war das rumänische öffentlich-rechtliche Fernsehprogramm TVR in der Republik Moldau verboten.

Seit dem Wochenende wird es dort aber wieder ausgestrahlt. Wie TVR mitteilte, will man die rumänische Kultur und Sprache mit dem Programm fördern, aber auch Informationen über Europa und Unterhaltung liefern. Knapp ein Drittel des Programms sollen moldauische Themen sein. Der moldauische Justizminister Oleg Efrim begrüßte die Entscheidung. Mit dem Sendebetrieb korrigiere man einen großen Fehler der einstigen kommunistischen Regierung. Diese habe offenbar alles, was Rumänisch war, nur schwer verdauen können.

2007 hatte die damals regierende Partei der Kommunisten der Republik Moldau das TVR-Programm im Land verboten - weil sie es nicht kontrollieren und regierungskritische Inhalte nicht zensieren konnte. Die rumänische öffentlich-rechtliche Anstalt TVR war gegen die Abschaltung bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gezogen.

Klassenbucheinträge: Lehrer beschwerten sich über John Lennon

Seine Lehrer bezeichneten John Lennon als "frechen Hund" und beschwerten sich über seine "Faulheit".

Zwei Seiten aus einem Klassenbuch mit Einträgen über den Ex-Beatle sind jetzt bei einer Internetauktion versteigert worden. Jede Seite brachte gut 10.000 Euro und übertraf damit deutlich die Erwartungen der Anbieter. Über die Käufer ist nichts bekannt. Die Einträge stammen aus den Jahren 1955 und 56, als John Lennon 15 Jahre alt war. Mehrfach wurde er unter Arrest gesetzt. Zu den Vorwürfen gehörten auch "Raufereien im Klassenzimmer", "Schwätzen", "Stören" und "Sabotage". Ein Jahr danach lernte Lennon seinen späteren Beatles-Kollegen Paul McCartney kennen.

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