Seit 01:05 Uhr Tonart

Dienstag, 31.03.2020
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Dienstag, 31. März 2020

Der Bachmann-Preis findet nun digital statt

Der aufgrund der Coronavirus-Pandemie ursprünglich abgesagte Ingeborg-Bachmann-Preis findet nun doch statt. Unter dem Arbeitstitel "Bachmannpreis digital" werde der ORF in den kommenden Tagen das Konzept eines digitalen Bachmann-Preises ausarbeiten, teilte der öffentlich-rechtliche Sender mit. Die "Tage der deutschsprachigen Literatur" wanderten ins Internet ab - mit Schaltungen, digitalen Lesungen und den gewohnten Preis-Kategorien, so dass der Grundgedanke der Veranstaltung gewahrt bleibe, teilte ORF-Intendant Wrabetz mit. Die Entscheidung zur Absage des als eine der renommiertesten Literaturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum geltenden Preises war von der Mehrheit der Juroren kritisiert worden. An den Literatur-Tagen in Klagenfurt nehmen Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil. Diesmal sollen sie am 17. Juni beginnen.

Direktorin Perren verlässt Bauhaus Dessau

Die Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, Claudia Perren, wird die Stiftung nach sechs Jahren an der Spitze verlassen. Sie werde zum 1. August Direktorin der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel, teilte sie mit. Sie blicke auf sechs sehr intensive und interessante Jahre zurück. Die Ziele, die man sich gemeinsam gesetzt habe, seien alle erreicht worden, so Perren. Noch vor Ablauf ihrer zweiten Amtszeit habe sie sich bewusst für die neue Aufgabe in Basel entschieden. Unter Perrens Führung entstand das Bauhaus Museum Dessau zum Bauhausjubiläum 2019.

Van Gogh Gemälde aus Museum gestohlen

Aus dem niederländischen Museum Singer Laren bei Amsterdam ist bei einem Einbruch ein Gemälde von Vincent van Gogh gestohlen worden. Das Museum ist zur Zeit wegen der Corona-Krise geschlossen. Die Einbrecher stahlen das Gemälde "Frühlingsgarten. Der Pfarrgarten von Nuenen" von 1884. Das Werk war eine Leihgabe des Groninger Museums. Wieviel es wert ist, teilte das Museum zunächst nicht mit. Die Einbrecher waren nach Angaben der Polizei gegen 3:15 Uhr durch die gläserne Haupteingangstür eingedrungen. Dabei war der Alarm ausgelöst worden. Beamte waren sofort zu dem Museum gefahren - doch die Täter waren bereits fort. Van Gogh (1853-1890) hatte das Bild im Garten seiner Eltern in dem südniederländischen Ort Nuenen gemalt. Dort war sein Vater Pfarrer gewesen.

Theaterfestival Avignon hält an Eröffnung fest

Das Theaterfestival Avignon hält an der Eröffnung Anfang Juli fest. Das Programm werde am 8. April online auf der Festivalseite zugänglich sein, teilte die Leitung mit. Ursprünglich hätte es schon in der vergangenen Woche auf einer Pressekonferenz vorgestellt werden sollen, die aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Das Festival, weltweit das größte seiner Art, soll vom 3. bis zum 23. Juli dauern. Man werde alles tun, damit es stattfinde, sagte Intendant Olivier Py der Zeitung "La Provence". Nicht ganz sicher sei bislang noch die Teilnahme von fünf Künstlergruppen aus Afrika und dem Nahen Osten. In Frankreich wurde die am 17. März verhängte Ausgangssperre bis zum 15. April verlängert.

Bund: Milliarden-Ausfall im Kulturbereich

Die Bundesregierung rechnet durch die Corona-Krise mit Umsatzeinbußen der Kultur- und Kreativwirtschaft in Höhe von bis zu fast 28 Milliarden Euro. Der anhaltende Coronavirus-Stillstand in diesem Bereich lasse dieses gravierende Szenario wahrscheinlicher werden, heißt es in einer verbreiteten Berechnung des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes. Die als mildes Szenario bezeichneten Folgen lägen bei Einbußen von 9,5 Milliarden Euro, ein mittleres Szenario geht von 14,7 Milliarden Euro aus. In der Musikwirtschaft erwarten die Analysten bis zu 5,1 Milliarden Euro Einbußen, was 59 Prozent des jährlichen Umsatzes wären. Bei der Filmwirtschaft könnten mit bis zu 7,2 Milliarden Euro 71 Prozent des Umsatzes wegbrechen. Auf dem Buchmarkt werden Einbußen bis zu 4,5 Milliarden Euro oder 34 Prozent befürchtet. Besonders hart treffen kann die Krise aus Sicht der Analysten Selbstständige und Unternehmen aus dem Kunstmarkt und den darstellenden Künsten. Nahezu alle Beschäftigten dieses Bereichs würden von Umsatzausfällen betroffen und bis zu 75 Prozent ihrer jährlichen Umsätze verlieren.

Kulturnachrichten hören

Dezember 2020
MO DI MI DO FR SA SO
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Fazit

Schriftsteller Uwe TimmDer Alt-68er wird 80
Der Schriftsteller Uwe Timm vor dem Brandenburger Tor in Berlin. (imago images / gezett)

Der Tod ist ein Leitmotiv in seinen Büchern, mit ihm beschäftigt sich Uwe Timm schon seit seiner Kindheit, seit sein Bruder im Zweiten Weltkrieg starb. Nun wird der Autor 80 Jahre alt – und er sagt, er sei neugierig auf sein eigenes Sterben.Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur